Intel-CPU-Gerüchte: Alder Lake-S mit 16 Kernen nach big.LITTLE-Prinzip

Volker Rißka 216 Kommentare
Intel-CPU-Gerüchte: Alder Lake-S mit 16 Kernen nach big.LITTLE-Prinzip
Bild: Intel

Bei Intel stehen laut aktuellen Gerüchten drastische Änderungen auch im Desktop an. Mit Lakefield probiert Intel eine Mischung aus großen und kleinen Prozessorkernen in einem Package erstmals für Notebooks aus, danach könnte ein solches Design im Desktop in großem Ausmaß folgen: acht große und acht kleine Kerne zuzüglich Grafik.

Es wäre eine Revolution, denn es ist ein Bruch zu allem bisher bekanntem. Statt einen klassischen Prozessor mit mehr Kernen identischer Art soll Alder Lake-S (ADL) in Zukunft auch im Desktop zwei unterschiedliche Arten von Kernen zusammenarbeiten lassen und dazu auch noch die obligatorische Grafiklösung stellen.

Alder Lake-S mit acht plus acht Kernen
Alder Lake-S mit acht plus acht Kernen (Bild: PC_Shopping)

Das wäre rein von der Thematik her nicht neu, schließlich probiert Intel das Ganze ja gerade bei Lakefield aus: Vier Tremont-Kerne in 10-nm-Technik und ein Sunny-Cove-Kern, der in Ice-Lake-Prozessoren gleicher Fertigungstechnik zum Einsatz kommt, arbeiten dort auf einem Chip zusammen. Die Besonderheit liegt bei Lakefield noch im Package, denn es wird gestapelt, um möglichst kleine Abmessungen zu erreichen. Intel erklärte den Ansatz für den mobilen Markt in einer Effizienzkurve, in der bei wenig benötigter Leistung und geringer Leistungsaufnahme die Tremont-Kerne vollkommen ausreichen. Wird mehr benötigt, soll der Übergang nahtlos zum High-Performance-Kern erfolgen.

Lakefield mit zwei CPU-Architekturen
Lakefield mit zwei CPU-Architekturen (Bild: Intel)

Acht plus acht Kerne sind jedoch ein ganz anderes Kaliber, zumal im Desktop eine ganz andere Leistung gefragt ist. Mit einem TDP-Spielraum von 125 Watt oder gar bis zu 150 Watt wäre er von dieser Seite aus gegeben. Was jedoch an Leistung bereitstehen könnte, lässt sich heute keinesfalls beantworten, kleinere Ableger soll es mit geringerer TDP und alternativem Aufbau, unter anderem auch dem Verzicht auf die kleinen Kerne, ebenfalls geben. Dass der Sockel dafür auf 1.700 Kontaktflächen anwächst, ist keine neue Erkenntnis, diese Ziffer schwirrt bereits seit Monaten durch die Gerüchte.

Rocket Lake

Der User „Sharkbay“ auf der taiwanischen Plattform PC_Shopping hat bei Themen von Intel einen herausragenden Track-Record, nahezu jede Angabe stimmte in der Vergangenheit. So hat er auch weitere Informationen zu Rocket Lake-S (RKL), diese sollen wie schon einmal vermutet bei maximal acht Kernen verbleiben, PCI Express 4.0 wird dort als Neuheit Einzug halten, ebenso wird die 500er-Chipsatzserie. Aber da die CPU erst 2021 erscheinen soll, wird Alder Lake-S voraussichtlich nicht vor 2022 verfügbar sein.