Mini-PC speziell für Linux: Librem Mini bietet optional WLAN-Modul von Atheros

Frank Meyer 25 Kommentare
Mini-PC speziell für Linux: Librem Mini bietet optional WLAN-Modul von Atheros
Bild: Purism

Mit dem Librem Mini hat der für seine Linux-Notebooks bekannte Hersteller Purism einen Small-Form-Factor-PC (SFF) in der Größe eines Intel-NUC aufgelegt, der speziell auf freie Betriebssysteme mit Linux abgestimmt ist. Die Basis bildet ein Core i7-8565U mit vier Kernen und acht Threads, dem bis zu 64 GB RAM zur Seite stehen.

SFF-PC mit Intel-Chip – speziell für Linux

Die Mini-PCs der NUC-Klasse von Intel sind allem voran in der TDP-Klasse mit 15 Watt bei Kunden beliebt. Auch Purism hat nun auf die Nachfrage seiner Käuferschicht reagiert und wagt mit dem Librem Mini einen ersten Anlauf im Mini-PC-Segment. Die Vorbestellphase, mit der der Hersteller die Nachfrage testet, ist angelaufen und sobald eine Mindestanzahl von 50.000 Bestellungen eingegangen ist, beginnt der Produktionsstart. Laut Aussage von Purism wünschen sich viele Linux-Anwender die Flexibilität und heutige Leistungsfähigkeit eines Kleinst-PCs in Kombination mit einer auf hohe Sicherheit ausgerichteten Software, weshalb der Librem Mini speziell aufgelegt wurde.

Purism Librem Mini

In seiner Ankündigung bezeichnet Purism das PC-System als „klein, schnell und leistungsstark“. Die Grundfläche des Librem Mini liegt bei 128 × 128 mm (B × T) und mit einer Bauhöhe von 38 mm ist das kompakte PC-System für Linux kaum größer konzipiert als der Intel-NUC der 10. Generation mit dem Codenamen Frost Canyon (Test). Der Small-Form-Factor-PC von Purism wiegt in der Grundausstattung 1 kg.

Ausstattung auf Niveau vom Whiskey-Lake-NUC

Die Grundlage des kompakten PC-Systems bildet immer ein mittels Lüfter aktiv gekühlter Core i7-8565U aus der Generation Whiskey Lake mit vier Kernen und acht Threads, dem Purism im Librem Mini wahlweise bis zu 64 GB Arbeitsspeicher zur Seite stellt. In zwei SO-DIMM-Slots wird DDR4-RAM bis 2.400 MHz unterstützt. Die integrierte Intel-Grafik UHD 620 ermöglicht bekanntermaßen eine Videoausgabe mit einer 4K-Auflösung bei 60 Hz über HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.2. Die Grafikeinheit bietet darüber hinaus eine native Hardwarebeschleunigung für 4K-Videos in H.265 oder VP9. Genau wie der mittlerweile eingestellte Gegenspieler von Intel aus der 8. NUC-Generation bietet auch der Linux-NUC Librem Mini für Massenspeicher einen Steckplatz für eine M.2-SSD, der über vier Lanes angebunden ist und zudem ebenso das NVMe-Protokoll unterstützt. Außerdem kann eine weitere SSD respektive HDD im 2,5-Zoll-Formfaktor mit SATA-Port und einer maximalen Höhe von 7 mm verbaut werden.

Optionales WLAN-Modul mit freier Firmware

Eine USB-Typ-C-Buchse sowie vier USB-3.0-Ports mit Typ-A-Stecker sind über USB 3.0 angebunden am Librem Mini vorhanden. Zwei weitere USB-2.0-Ports sind zusätzlich noch geboten. Neben einem klassischen Gigabit-LAN-Anschluss kann der kleine Linux-PC die Verbindung zum Netzwerk auch über ein optional angebotenes WLAN-Modul herstellen, das nach 802.11n-Standard spezifiziert ist. Die Besonderheit dabei: Der NIC stammt von Atheros und bietet eine freie Firmware. Für den Sound gibt es außerdem eine 3,5-mm-Klinkenbuchse.

Ab 699 US-Dollar vorbestellbar, hoher Aufpreis für mehr Speicher

Purism bietet den Librem Mini ab Werk mit der freien Firmware Coreboot an. Alternativ dazu kann aber ebenso bei der Konfiguration auf der Herstellerseite die Kombination aus Pureboot und Librem Key gewählt werden, um beim Bootvorgang eine höhere Sicherheit zu gewährleisten. In der Basisausstattung mit 8 GB RAM und einer vorinstallierten 256 GB fassenden M.2-SSD kostet der Librem Mini für Vorbesteller 699 US-Dollar. Für das Upgrade auf 64 GB RAM verlangt Purism 499 US-Dollar und für eine 1 TB große NVMe-SSD steigt der Preis um beispielsweise 399 US-Dollar.