unibos Storage Box: Kompaktes Thunderbolt-3-Gehäuse für externe SSDs

Michael Günsch
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unibos Storage Box: Kompaktes Thunderbolt-3-Gehäuse für externe SSDs
Bild: unibos

Der tschechische Distributor Bostar bringt unter der Marke unibos ein kompaktes externes NVMe-SSD-Gehäuse mit Thunderbolt 3 heraus. Das Aluminiumgehäuse der Portable SSD x4 Storage Box misst 11,5 × 5,0 × 1,6 cm, wiegt 120 Gramm und beherbergt eine M.2-2280-SSD mit PCIe 3.0 x4.

Thunderbolt 3 ist mit 40 Gbit/s (brutto) die derzeit schnellste Schnittstelle zur Anbindung externer Datenträger, wobei dann vier PCIe-3.0-x4-Lanes (32 Gbit/s) über den USB-C-Stecker nach außen geführt werden. Die USB-Schnittstelle ist wiederum derzeit auf maximal 20 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2x2) beschränkt und wird erst mit USB 4 ebenfalls bis zu 40 Gbit/s liefern – kein Wunder, denn dann bildet auch dort Thunderbolt die technische Basis.

Thunderbolt-Gehäuse selten für die Hosentasche geeignet

Neben gebrauchsfertigen externen SSDs mit Thunderbolt 3 wie etwa Samsungs Portable X5 (Test), gibt es eine ganze Reihe externer Gehäuse mit diesem Anschluss. Allerdings sind die meisten davon wenig kompakt und oft für mehrere 3,5-Zoll-Festplatten im RAID oder PCIe-SSDs im großen Steckkartenformat konzipiert. Kompakte Modelle für eine oder zwei M.2-Module sind hingegen selten.

unibos Portable SSD x4 Storage Box

In dieser Nische sorgt die neue unibos Portable SSD x4 Storage Box künftig für mehr Auswahl. Mit besagten Abmessungen gehört sie zu den kompaktesten Lösungen am Markt. Das ebenfalls von einem tschechischen Anbieter stammende i-tec MySafe Thunderbolt 3 M.2 NVMe Metal External Case ist ähnlich kompakt, hierzulande aber aktuell selten verfügbar und mit 470 Euro sehr teuer.

Die unibos Portable SSD x4 Storage Box (BR-TB3-X4) kommt jetzt mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 149 Euro auf den Markt; zum ähnlichen Preis war das Pendant von i-tec früher einmal erhältlich. Bei einem ersten Händler wird die Storage Box für rund 140 Euro verkauft.

Unibos spricht von einem CNC-gefrästen und sandgestrahlten Aluminium-Gehäuse. Im Inneren ist eine Trägerplatine mit M.2-Anschluss und einem Thunderbolt-Controller (Intel JHL6340) verbaut. Die eingesetzte SSD soll laut Beschreibung des Herstellers passiv gekühlt werden und sei über das Gehäuse bootfähig. Lüftungsschlitze sind auf den Produktfotos erkennbar.

Weder die Produktseite noch das Handbuch (PDF) liefern Hinweise auf ein Wärmeleitpad. Doch erklärte die zuständige Presseagentur auf Nachfrage, dass ein solches zum Lieferumfang gehört. Um sich abzusichern steht in der Betriebsanleitung, dass das Produkt während des Betriebs aufgrund möglicher hoher Temperaturen besser nicht berührt werden sollte.

Auch wenn über Thunderbolt 3 theoretisch mehr möglich wäre, erreichen bisherige Lösungen bis etwa 2.800 MB/s. Dies ist gegenüber USB-3.2-Gen-2-SSDs mit rund 1.000 MB/s ein großer Vorsprung, der bei sequenziellen Transfers großer Datenmengen zum Tragen kommt. Immerhin knapp 2.000 MB/s erreichen externe SSDs mit USB 3.2 Gen 2x2, doch hat sich beim Test des WD Black P50 gezeigt, dass die Schnittstelle zum Teil noch Probleme bereitet.

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