Asus ROG Maximus XII mit Z490: Extreme und Formula mit 10-Gbit-LAN und schnellem RAM

Frank Meyer
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Asus ROG Maximus XII mit Z490: Extreme und Formula mit 10-Gbit-LAN und schnellem RAM

Zum Start von Intels neuer Prozessorfamilie für den Desktop, Comet Lake-S, präsentiert Asus auch neue Premium-Mainboards mit Sockel LGA 1200. Die vier Modelle aus der ROG-Maximus-Linie richten sich mit Z490-Chipsatz an eine zahlungskräftige Käuferschicht und sind umfassend ausgestattet.

Das ROG Maximus XII Apex in erster Linie für Extrem-Übertakter

Zu den Exoten bei Asus im Mainboard-Aufgebot mit Z490-Chipsatz zählt auch weiterhin das Modell ROG Maximus XII Apex, das vornehmlich die Zielgruppe der Übertakter und Enthusiasten ansprechen soll. Zu diesem Zweck ist zwar die Funktionsvielfalt im Vergleich zu den drei anderen Maximus-Platinen nicht ganz so üppig gewählt, dafür jedoch die Spezialfähigkeiten um so ausgeprägter ausgelegt.

Asus ROG Maximus XII Apex

Unter anderem hat Asus beim ROG Maximus XII Apex die Spannungsversorgung für den CPU-Sockel gestärkt. Die Energiezufuhr erfolgt neben dem klassischen 24-PIN- zusätzlich über zwei 8-PIN-Stecker. Zudem setzt das OC-Mainboard auf Spannungswandler vom Typ Infineon TDA21472, verteilt rund um den Sockel, die zusätzlich von großen Kühlkörpern bedeckt sind, um die zu erwartende Abwärme in extremen Lastszenarien zu bewältigen.

Nur zwei DIMM-Slots für DDR4-RAM bis 5.000 MHz

Darüber hinaus hat Asus beim ROG Maximus XII Apex auch weitere Tugenden der Vorgänger beibehalten, zu denen beispielsweise nur zwei RAM-Steckplätze zählen, in denen Arbeitsspeicher bis zu einer Kapazität von lediglich 64 GB unterstützt wird. Jedoch erlaubt Asus in den beiden DIMM-Slots die Nutzung von Modulen mit einer Geschwindigkeit von 5.000 MHz und mehr, was für eine laststabile Konzeption der Signalleitungen spricht. Um dem Anspruch eines Mainboards speziell zum extremen Übertakten gerecht zu werden, setzt Asus beim Apex neben einer üblichen Debug-Anzeige auf diverse Knöpfe und Schalter zur schnellen Anpassung von ausgesuchten Betriebsparametern.

Asus ROG Maximus XII Apex
Asus ROG Maximus XII Apex (Bild: Asus)
Asus ROG Maximus XII Apex
Asus ROG Maximus XII Apex (Bild: Asus)

Einmal DIMM.2 nimmt zwei weitere M.2-SSDs auf

Den durch den Verzicht auf vier DIMM-Slots gewonnen Platz auf dem PCB hat Asus auch in der neuen Generation des Apex wieder genutzt, um einen selbst im Premium-Segment eher außergewöhnlichen DIMM.2-Steckplatz zu verbauen. Dieser ermöglicht es zwei schnelle M.2-SSDs senkrecht ins System zu integrieren. Zusätzlich verfügt das ROG Maximus XII Apex auch über einen klassischen M.2-Slot auf der Platine.

ROG Maximus XII Extreme als 999-Euro-Flaggschiff mit Thunderbolt 3

Das zweite Aushängeschild im Z490-Aufgebot bei Asus markiert das Modell ROG Maximus XII Extreme, das als umfassende Enthusiast-Lösung auch für Übertakter bei der Ausstattung eine Schippe drauf legt. Und das kostet: 999 Euro ruft Asus als UVP aus. Anstatt im gängigen ATX-Formfaktor aufgelegt, setzt das Extreme-Mainboard auf den größeren Standard Extended-ATX, um alle Komponenten unterzubringen. Trotz der im Vergleich mit dem Apex ebenso über zwei zusätzliche 8-PIN-Buchsen leistungsstark und damit auch platzhungrig konzipierten Spannungsversorgung via Infineon-TDA21490-MosFets samt der Übertaktungsfunktionen bietet das ROG Maximus XII Extreme vier RAM-Bänke und den extravaganten DIMM.2-Slot. Standardmäßig sind für M.2-SSDs auf der Platine außerdem zwei Aufnahmen geboten. Arbeitsspeicher wird hingegen lediglich bis DDR4-4700 offiziell unterstützt.

Asus ROG Maximus XII Extreme

Auch über die Konnektivität und das umfangreiche Zubehör beansprucht das ROG Maximus XII Extreme die Spitzenposition bei den Z490-Mainboards von Asus. So ist beispielsweise der Netzwerkchip für 10-GBit-Netzwerke direkt auf dem PCB verlötet, auch ein WLAN-Modul mit Wi-Fi 6 fehlt nicht. Des Weiteren zählt unter anderem eine PCIe-Steckkarte für zwei optionale Thunderbolt-3-Ports, ein Zusatz-Lüfter (40 mm) und ein Temperaturfühler zu den Dreingaben des Extreme-Modells.

USB 3.2 Gen 2×2 über eine Typ-C-Buchse

Darüber hinaus kann das Spitzenmodell von Asus auch bei den USB-Ports Maßstäbe setzen, denn neben der für sich schon beeindruckenden Zahl von 11 am I/O-Panel verbauten Anschlüssen verschiedenster Standards, bietet das ROG Maximus XII Extreme als einziges der vier neuen Maximus-Ableger schnelles USB 3.2 Gen 2×2 über eine Typ-C-Buchse.

Formula und Hero sind die High-End-Mainboards

Nicht weniger imposant sind bei den neuen Z490-Mainboards der ROG-Maximus-Linie die beiden von Asus darunter positionierten Modelle ROG Maximus XII Formula und ROG Maximus XII Hero Wifi. Das Formula hat Asus das „Extreme“ aberkannt und somit als massentaugliches Z490-Mainboard für Comet Lake-S auch für Enthusiasten ausgelegt. Beispielsweise fällt die Spannungsversorgung mit 70-A-Spannungswandlern und der ebenfalls „schlechteren“ Energieversorgung mittels einmal 8-PIN- und einmal 4-PIN-Buchse schwächer als bei den OC-Brüdern aus. Eine Besonderheit der Formula-Platine ist, dass die Spannungswandler anstatt mit üblichen Alu-Kühlkörpern mit einem Wasserkühler versehen sind.

Zudem fehlen dem ROG Maximus XII Formula mit DIMM.2 und USB 3.2 Gen 2×2 zwei weitere Premium-Funktionen, die für den gewöhnlichen Anwender jedoch noch nicht von größerem Belang sind. Drei M.2-Slots und der 10-Gbit-LAN-Chip von Marvell sind hingegen vorhanden.

10-Gbit-LAN fehlt beim ROG Maximus XII Hero Wifi

Das Z490-Mainboard ROG Maximus XII Hero Wifi setzt gleichsam auf den Formfaktor ATX und die rund um den Sockel LGA 1200 auf drei Seiten verteilten Spannungswandler mit großen passiven Kühlkörpern. Als kleiner Bruder des ROG Maximus XII Formula hat Asus dem Hero neben dem in der Produktlinie obligatorischen 2,5-Gbit-LAN via Intel-NIC jedoch lediglich einen zweiten, langsameren und darüber hinaus auch sehr exotischen Netzwerkchip mit 5 Gbit spendiert.

ROG-Maximus-Mainboards von Asus mit Z490-Chipsatz
ROG Maximus XII Apex ROG Maximus XII Extreme ROG Maximus XII Formula ROG Maximus XII Hero Wifi
Format ATX (305 × 244 mm) E-ATX (305 × 277 mm) ATX (305 × 244 mm)
Sockel Intel LGA 1200
Chipsatz Intel Z490
CPU-Support Intel Comet Lake, 10. Gen mit LGA 1200 (Celeron bis Core i9)
RAM 2 × DDR4-DIMM
max. 64 GB
bis zu 5.000+ MHz (OC)
4 × DDR4-DIMM
max. 128 GB
bis zu 4.700+ MHz (OC)
4 × DDR4-DIMM
max. 128 GB
bis zu 4.400 MHz (OC)
PCIe-Slots 2 × PCIe 3.0 x16
1 × PCIe 3.0 x4
1 × PCIe 3.0 x1
2 × PCIe 3.0 x16
1 × PCIe 3.0 x4
2 × PCIe 3.0 x16
1 × PCIe 3.0 x4
1 × PCIe 3.0 x1
2 × PCIe 3.0 x16
1 × PCIe 3.0 x4
3 × PCIe 3.0 x1
Video 1 × HDMI-Ausgang (1.4b)
über integrierte Grafikeinheit
Ethernet 1 × Intel I225V
(2,5-Gigabit-LAN)
1 × Marvell AQtion AQC107
(10-Gigabit-LAN)
1 × Intel I225V
(2,5-Gigabit-LAN)
1 × Marvell AQtion AQC111C
(5-Gigabit-LAN)
1 × Intel I225V
(2,5-Gigabit-LAN)
WLAN 1 × Intel Wi-Fi 6 AX201 (ehemals IEEE 802.11 a/b/g/ac/ax)
Bluetooth 5.1
Massenspeicher 1 × DIMM.2
(2 × M.2 PCIe 3.0 x4)
1 × M.2 PCIe 3.0 x4
(32 Gbit/s)
8 × SATA 3.0 (6 Gbit/s)
1 × DIMM.2
(2 × M.2 PCIe 3.0 x4)
2 × M.2 PCIe 3.0 x4
(32 Gbit/s)
8 × SATA 3.0 (6 Gbit/s)
3 × M.2 PCIe 3.0 x4
(32 Gbit/s)
6 × SATA (6 Gb/s)
3 × M.2 PCIe 3.0 x4
(32 Gbit/s)
6 × SATA 3.0 (6 Gbit/s)
USB (Typ C) 2 × USB 3.2 Gen2
(10 Gbit/s)
1 × USB 3.2 Gen 2×2
(20 Gbit/s)
3 × USB 3.2 Gen2
(10 Gbit/s)
2 × USB 3.2 Gen2
(10 Gbit/s)
USB (Typ A) 4 × USB 3.2 Gen2
(10 Gbit/s)
7 × USB 3.2 Gen1
(5 Gbit/s)
5 × USB 2.0
2 × USB 3.2 Gen2
(10 Gbit/s)
8 × USB 3.2 Gen1
(5 Gbit/s)
6 × USB 2.0
3 × USB 3.2 Gen2
(10 Gbit/s)
10 × USB 3.2 Gen1
(5 Gbit/s)
4 × USB 2.0
3 × USB 3.2 Gen2
(10 Gbit/s)
6 × USB 3.2 Gen1
(5 Gbit/s)
6 × USB 2.0
Audio 8-Kanal-Soundlösung
(ROG SupremeFX)
Realtek S1220A
8-Kanal-Soundlösung (ROG SupremeFX)
Realtek S1220
UVP Hersteller k.A. 999 Euro 515 Euro 431 Euro
Preis im Handel
Stand: 30.04.2020

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Asus unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.