Intel Core i7-10875H im Test: Testergebnisse und Fazit

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Jan-Frederik Timm
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Schon seit Jahren kann die Leistung einer neuen CPU-Generation respektive bestimmter CPU-Modelle nur noch schwer isoliert betrachtet werden. Nicht nur, dass die Kühlung eines Notebooks einen starken Einfluss auf die Leistung eines Prozessors hat. Auch können Hersteller die CPUs innerhalb der von Intel gesetzten Parameter oder sogar darüber hinaus stark anpassen.

Hürden im Test

Das Gigabyte Aero 17 HDR (Test) erlaubte es beispielsweise schon vor einem Jahr, den Core i9-9880HK dauerhaft mit einer Package-Power von 80 Watt bei hohem Turbo zu betreiben, obwohl Intel als Dauerzustand 45 Watt Verbrauch bei Basis-Takt (TDP) vorsah. Alternativ lässt sich dieselbe CPU im selben Notebook auch mit nur 38 Watt Package-Power betreiben. Und in anderen Laptops sieht es schon wieder ganz anders aus.

Für die Redaktion kommt dann noch erschwerend hinzu, dass Testmuster von Notebooks in der Regel nicht in der Redaktion verweilen, ältere Modelle für einen aktuellen Vergleich also nicht einfach so aus dem Regal genommen werden können. Nichtsdestoweniger wurde nachfolgend trotzdem bestmöglich versucht, die Leistung des Core i7-10875H im Gigabyte Aero 15 OLED im Vergleich zur aktuellen Konkurrenz und zum Vorgänger einzuordnen.

Core i7-10875H, Core i7-9750H und Ryzen 9 4900HS wurden dabei mit Windows 10 Version 1909 getestet. Welche Software bei den anderen Modellen zum Einsatz kam, ist den jeweiligen Testberichten zu entnehmen.

Leistungsprofile machen den Unterschied

Über das „Gigabyte Control Center“ lässt sich das Aero 15 OLED wie das vor einem Jahr getestete Aero 17 HDR in Sachen CPU- und GPU-Leistung feinstufig anpassen. Dabei ist zwischen dem Netz- und dem Akkubetrieb zu unterscheiden. Im Netzbetrieb gibt es für die CPU gleich fünf (Aero 17 HDR: sechs) und für die GPU immer noch zwei Leistungsstufen.

Leistungseinstellungen im Gigabyte Control Center
Leistungseinstellungen im Gigabyte Control Center

Was genau sie bewirken, verrät Gigabyte erneut nicht, HWiNFO aber schon. Es gibt auch eine „AI“, die je nach Präferenz je Anwendung immer die perfekte Einstellung finden soll. Für den Test hat ComputerBase sie aber deaktiviert und stattdessen drei Profile genutzt: mit jeweils dauerhaft 62 Watt (Intels neue offizielle Config-Up-TDP von 65 Watt schöpft Gigabyte also nicht aus), 45 Watt und 38 Watt.

Stufe Powerlimit
(kurzfristig)
Powerlimit
(dauerhaft)
5/5 80 Watt 62 Watt
4/5 80 Watt 58 Watt
3/5 80 Watt 52 Watt
2/5 80 Watt 45 Watt
1/5 80 Watt 38 Watt
fett = im Test genutzt

Diese drei Profile lassen sich gut mit den Ergebnissen anderer mobiler CPUs vergleichen: dem Achtkern-Vorgänger Core i9-9880HK und dem Brot-und-Butter-Modell Core i7-9750H mit sechs Kernen. Beim Core i9-9880HK versprach Intel bei 45 Watt TDP in definierter Last noch 100 MHz mehr, im Test des Aero 17 HDR entsprach das der CPU-Stufe 2/6. In Stufe 6/6 ließ sich der Prozessor in diesem Notebook aber auch mit dauerhaft 80 Watt betreiben. Razer wiederum gesteht dem Core i7-9750H mit sechs Kernen im Razer Blade 15 Base Model im Profil „Ersteller“ dauerhaft 45 Watt zu, damit sollen in Intels definierter Last konstant 2,6 GHz möglich sein.

Der Core i7-10875H misst sich im Test also nicht nur mit dem Ryzen 9 4900HS „Renoir“ mit dauerhaft 35 Watt TDP, sondern auch dem Core i9-9880HK bei 45 und 80 respektive dem Core i9-9750H bei 45 Watt. Darüber hinaus wird ein Vergleich zu Desktop-CPUs gezogen.

Single-Core-Benchmarks

Der Core i7-10875H erreicht laut Intel maximal 5,1 GHz bei Last auf einem Kern, wenn Turbo 2.0, Turbo 3.0 und der „Thermal Velocity Boost“ zum Einsatz kommen. Beim Umgang mit klassischen Office-Apps und dem Browser Firefox sind es in der Regel maximal 5,0 GHz, die im Log von HWiNFO auftauchen. Echte Einkern-Lastszenarien sind mittlerweile aber auch selten. Mit 5.088 MHz konnte ein Takt von knapp 5,1 GHz immerhin festgehalten werden.

Screenshot (8)
Screenshot (8)

Wird die CPU mit dem Single-Core-Test von Cinebench R15 gefordert, sind es hingegen maximal 5,0 GHz, die HWiNFO mit einer Abtastrate von einer Sekunde protokolliert. Sie liegen nicht dauerhaft an, der Takt auf dem schnellsten Kern schwankt zwischen 5,0 und 4,5 GHz. 5,1 GHz Single-Core-Turbo sind also möglich, unter Last typisch sind sie im Aero 15 OLED von Anfang 2020 aber nicht.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob die CPU dauerhaft 45 oder 62 Watt aufnehmen darf, denn die von HWiNFO angezeigte Package-Power liegt bei etwas unter 40 Watt und damit in beiden Fällen unter dem Limit.

700 MHz mehr Single-Core-Turbo als Renoir

Durchschnittlich liegt der von HWiNFO sekündlich protokollierte Takt des am höchsten taktenden Kerns im Single-Core-Durchlauf beim Core i7-10875H bei 4.750 MHz (8 Kerne, 45 und 62 Watt). Das sind 500 MHz mehr als beim Core i7-9750H (6 Kerne, 45 Watt) und knapp 700 MHz mehr als beim Ryzen 9 4900HS (8 Kerne, 35 Watt).

CPU TDP
(kurzfristig/dauerhaft )
Turbo (Single Core)
(Durchschnitt)
Package-Power
(lt. HWiNFO)
Core i7-10875H 80/62 Watt 4.750 MHz 39 Watt
Core i7-10875H 80/45 Watt 4.750 MHz 39 Watt
Core i7-9750H 60/45 Watt 4.250 MHz 33 Watt
Ryzen 9 4900HS 65/35 Watt 4.050 MHz 15 Watt

Laut HWiNFO nimmt die CPU dabei noch einmal 6 Watt mehr als der Core i7-9750H und mehr als doppelt so viel wie der Ryzen 9 4900HS auf. Inwiefern die Angaben über Herstellergrenzen hinweg direkt vergleichbar sind, ist nicht bekannt.

Cinebench R15 (Takt, Single-Core)
01.0002.0003.0004.0005.000MHz 1102030405060708090100110120130140150Sekunden

Der hohe Taktvorteil sichert dem Core i7-10875H dann auch den Spitzenplatz unter den mobilen CPUs im Single-Core-Leistungs-Rating, denn Renoir kann den Taktnachteil von 15 Prozent nicht durch die höhere Zen-2-IPC ausgleichen. 5 Prozent Vorsprung erringt Intels CPU und kommt dem Core i9-9900K für Desktop-PCs bis auf 3 Prozent nahe.

Diagramme
Performancerating für Anwendungen (Single-Core)
    • Intel Core i9-9900KS
      395
    • Intel Core i9-9900K (95/119 W LT)
      393
    • Intel Core i9-9900KS (127/159 LT)
      392
    • Intel Core i9-9900K
      392
    • AMD Ryzen 9 3950X
      387
    • AMD Ryzen 9 3900X (AGESA 1.0.0.4)
      382
    • Intel Core i7-10875H (45 W)
      380
    • AMD Ryzen 9 3900X
      379
    • Intel Core i7-10875H (62 W)
      379
    • AMD Ryzen Threadripper 3970X
      375
    • AMD Ryzen Threadripper 3960X
      372
    • AMD Ryzen 7 3800X
      371
    • Intel Core i9-10980XE
      369
    • Intel Core i7-8700K
      366
    • AMD Ryzen 7 3700X
      366
    • AMD Ryzen 5 3600X
      364
    • Intel Core i7-9700 (65/81 W LT)
      363
    • Intel Core i7-9700
      362
    • AMD Ryzen Threadripper 3990X
      360
    • AMD Ryzen 9 4900HS (35 W)
      360
    • AMD Ryzen Threadripper 3990X w/o SMT
      359
    • Intel Core i7-10710U (NUC)
      357
    • Intel Core i9-9980XE
      352
    • AMD Ryzen 5 3600
      349
    • Intel Core i9-9900X
      348
    • Intel Core i7-9800X
      347
    • Intel Core i9-7900X
      346
    • Intel Core i7-7700K
      345
    • Intel Core i9-7980XE
      343
    • Intel Core i9-7960X
      338
    • Intel Core i7-9750H (45 W)
      325
    • AMD Ryzen Threadripper 2950X
      319
    • Intel Core i5-9400F
      319
    • AMD Ryzen 7 2700X
      316
    • AMD Ryzen Threadripper 2920X
      315
    • AMD Ryzen 5 2600X
      310
    • AMD Ryzen Threadripper 2990WX
      309
    • AMD Ryzen Threadripper 2970WX
      305
    • Intel Core i5-8400
      305
    • AMD Ryzen 5 3400G
      303
    • AMD Ryzen Threadripper 1920X
      299
    • AMD Ryzen 7 2700
      298
    • AMD Ryzen 5 2600
      289
    • AMD Ryzen 5 1600X
      287
    • AMD Ryzen 7 1800X
      285
    • AMD Ryzen 3 3200G
      284
    • Dual Intel Xeon Platinum 8180
      279
    • AMD Ryzen 5 2400G
      277
    • Intel Core i7-4770K
      268
    • AMD Ryzen 3 2200G
      265
    • AMD Ryzen 7 1700
      256
    • Intel Pentium Gold 5400
      250
    • AMD Athlon 3000G
      249
    • AMD Athlon 240GE
      248
    • Intel Core i7-2600K
      222
    • AMD Athlon 200GE
      207
Einheit: Punkte, Geometrisches Mittel

Multi-Core-Benchmarks

Wird die CPU in Multi-Core-Szenarien wie dem Blender Benchmark (Rendering) gefordert, macht die eingestellte Leistungsstufe dann einen deutlichen Unterschied. Das wird bereits mit Blick auf den Takt deutlich: Bei 62 Watt sind es über 3.400 MHz Achtkern-Turbo-Takt, bei 45 Watt rund 400 MHz weniger. AMD Renoir in Form des Ryzen 9 4900HS mit 35 Watt liegt mit etwas über 3.200 MHz in der Mitte.

Dass Comet Lake-H effizienter als Coffee Lake Refresh ist, zeigt sich – zumindest im Vergleich im Test – am Core i7-9750H, der trotz zwei Kernen weniger bei 45 Watt über 100 MHz niedriger taktet. Und auch verglichen mit dem Testergebnis des Core i9-9880HK mit acht Kernen wird das deutlich.

Blender (Takt, Multi-Core)
01.0002.0003.0004.0005.000MHz 150100150200250300350400450500550600650700Sekunden

Zur CPU aus dem Gigabyte Aero 17 HDR existiert zwar kein Takt-Log, dafür aber ein Testresultat in Blender Benchmark. Das zeigt, dass die CPU mit dauerhaft 80 Watt Package-Power zwar noch etwas schneller rechnet als der neue Core i7-10875H mit 62 Watt, aber der Unterschied ist gering. Interessant und zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu erklären ist hingegen, dass der neue Prozessor bei 45 und 38 Watt jeweils langsamer operiert als das Topmodell aus dem Vorjahr. In Ermangelung eines Testmusters mit Core i9-9880HK kann diesem Fund vorerst aber nicht weiter auf den Grund gegangen werden.

Blender Benchmark
    • Ryzen 9 4900HS (35 Watt, Asus G14)
      20:37
    • Core i9-9880HK (80 W, Aero 17)
      20:46
    • Core i7-10875H (62 W, Aero 15)
      21:12
    • Ryzen 9 4900HS (25 Watt, Asus G14)
      23:06
    • Core i9-9880HK (45 W, Aero 17)
      23:55
    • Core i7-10875H (45 W, Aero 15)
      24:37
    • Core i9-9880HK (38 W, Aero 17)
      25:34
    • Core i7-10875H (38 W, Aero 15)
      26:38
    • Core i7-9750H (45 W, Blade 15)
      36:03
Einheit: Minuten, Sekunden

Weil das Aero 15 von Gigabyte die CPU sowohl mit 45 als auch mit 62 Watt dauerhaft ausreichend kühlt, kommt es nach dem Abstieg von 80 Watt zu keinem weiteren Leistungsverlust über die Zeit.

Cinebench R15 (Punkte, Multi-Core)
04008001.2001.6002.000Punkte 12345678910

Wendet sich der Blick vom internen Duell bei Intel zum Wettstreit mit AMD Renoir, macht bereits Blender deutlich, dass in Multi-Core-Szenarien der Konkurrent die Oberhand behält, wobei der Core i7 noch nicht das Topmodell ist. Der Ryzen 9 4900HS mit dauerhaft 25 Watt hängt die 45-Watt-Konfiguration des Core i7 mit Comet Lake-H ab, mit 35 Watt wird hingegen die 62-Watt-Einstellung geschlagen. Rein in Bezug auf die Leistung sind die Unterschiede vergleichbar zu Intels Vorsprung in Single-Core-Szenarien, unter Berücksichtigung der Leistungsaufnahme sind sie hingegen abermals enorm.

Diagramme
Performancerating für Anwendungen (Multi-Core)
    • AMD Ryzen Threadripper 3990X
      92
    • AMD Ryzen Threadripper 3990X w/o SMT
      87
    • AMD Ryzen Threadripper 3970X
      79
    • AMD Ryzen Threadripper 3960X
      66
    • Dual Intel Xeon Platinum 8180
      64
    • AMD Ryzen Threadripper 2990WX
      50
    • AMD Ryzen 9 3950X
      48
    • Intel Core i9-10980XE
      45
    • AMD Ryzen Threadripper 2970WX
      44
    • AMD Ryzen 9 3900X (AGESA 1.0.0.4)
      38
    • AMD Ryzen 9 3900X
      38
    • Intel Core i9-9980XE
      38
    • Intel Core i9-7980XE
      38
    • AMD Ryzen Threadripper 2950X
      37
    • Intel Core i9-7960X
      36
    • AMD Ryzen Threadripper 2920X
      31
    • Intel Core i9-9900KS
      29
    • AMD Ryzen Threadripper 1920X
      28
    • Intel Core i9-9900X
      28
    • Intel Core i9-7900X
      28
    • AMD Ryzen 7 3800X
      28
    • Intel Core i9-9900K
      27
    • Intel Core i9-9900KS (127/159 LT)
      27
    • AMD Ryzen 7 3700X
      27
    • Intel Core i9-9900K (95/119 W LT)
      25
    • Intel Core i7-9800X
      23
    • AMD Ryzen 7 2700X
      23
    • AMD Ryzen 9 4900HS (35 W)
      23
    • AMD Ryzen 5 3600X
      21
    • Intel Core i7-10875H (62 W)
      21
    • AMD Ryzen 5 3600
      20
    • Intel Core i7-9700
      20
    • AMD Ryzen 7 1800X
      20
    • AMD Ryzen 7 2700
      20
    • Intel Core i7-8700K
      19
    • Intel Core i7-10875H (45 W)
      19
    • AMD Ryzen 7 1700
      18
    • AMD Ryzen 5 2600X
      18
    • Intel Core i7-9700 (65/81 W LT)
      17
    • AMD Ryzen 5 2600
      16
    • AMD Ryzen 5 1600X
      16
    • Intel Core i7-10710U (NUC)
      14
    • Intel Core i7-9750H (45 W)
      14
    • Intel Core i5-9400F
      14
    • Intel Core i7-7700K
      13
    • Intel Core i5-8400
      13
    • AMD Ryzen 5 3400G
      11
    • AMD Ryzen 5 2400G
      11
    • Intel Core i7-4770K
      10
    • AMD Ryzen 3 3200G
      8
    • Intel Core i7-2600K
      8
    • AMD Ryzen 3 2200G
      8
    • AMD Athlon 3000G
      5
    • AMD Athlon 240GE
      5
    • Intel Pentium Gold 5400
      5
    • AMD Athlon 200GE
      5
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Auch über einen breiteren Multi-Core-App-Parcours behält der Ryzen 9 4900HS mit 35 Watt einen Vorsprung von 7 Prozent vor der schnellsten Einstellung des Core i7-10875H im Gigabyte Aero 15 OLED. Wird der Prozessor von Intel mit dauerhaft 45 Watt betrieben, steigt der Vorsprung auf 22 Prozent an.

Fazit

Mit der zehnten Generation mobiler Core-CPUs der H-Serie schraubt Intel die Leistung der eigenen Prozessoren abermals weiter nach oben. Das geschieht auch, aber nicht ausschließlich über einen höheren Verbrauch. Den Single-Core-Spitzenplatz dank bis zu 5,1 GHz sichert sich der Core i7-10875H zweifelsohne durch einen weiteren Zuwachs in der Leistungsaufnahme, wie der Vergleich zum Core i7-9750H zeigt. Bei der Multi-Core-Leistung profitiert die neue CPU auf Basis der bisher ermittelten Testergebnisse hingegen auch von anderen Optimierungen oder besonders selektierten Chips. Nur so ist jedenfalls zu erklären, dass der Prozessor bei dauerhaft 62 Watt fast das Ergebnis eines Core i9-9880HK bei dauerhaft 80 Watt erreicht.

Weil acht gut genutzte Kerne bei gleichem Verbrauch schneller sind als sechs, profitiert eine Plattform wie das Gigabyte Aero 15 OLED, das vormals maximal einen Core i7-9750H bot, zweifelsohne vom Wechsel.

Am Ausgang des Duells mit AMDs neuer Renoir-Architektur ändert das allerdings nichts: Comet Lake-H in Form des Core i7-10875H ist in Multi-Core-Szenarien langsamer als der Ryzen 9 4900HS und benötigt deutlich mehr elektrische Leistung. Die maximale Multi-Threading-Leistung im Notebook gibt es im Frühjahr 2020 nicht von Intel.

Das Gigabyte Aero 15 macht einen guten ersten Eindruck

Das Gigabyte Aero 15 OLED zeigt trotzdem abermals eindrucksvoll, dass OEMs zusammen mit Intel sehr gute Notebooks bauen können. Das schlanke 15-Zoll-Modell ist nicht nur schnell, sondern dabei auch trotz der Leistungsaufnahme erstaunlich leise unter Last. Das Gesamtpaket überzeugt auf den ersten Blick zweifelsohne und war für den Hersteller mit Sicherheit einfacher umzusetzen als eine eventuell noch etwas leistungsfähigere Portierung auf AMD, die potentiell bei der Akkulaufzeit noch immer einen Nachteil bietet. Auch wenn AMD in diesem Jahr mit Renoir so stark aufgestellt ist wie nie zuvor im Notebook, wird es der Konkurrent deshalb auch weiterhin schwer haben.

Das Gigabte Aero 15 OLED mit Intel Comet Lake-H
Das Gigabte Aero 15 OLED mit Intel Comet Lake-H

Keine neue, aber immer wieder eine durchaus erschreckende Erkenntnis am Ende dieses Tests ist: Wie viel elektrische Leistung der Hersteller der CPU dauerhaft zugesteht, macht am Ende einen größeren Unterschied als das CPU-Modell oder die CPU-Generation selbst. Das allein ist schon verwirrend genug. Doch weil kein Anbieter verrät, welche Konfigurationen er in seinem Notebook anbietet, fehlt Kunden ohne Tests, die genau auf diesen Aspekt im Detail eingehen, jegliche Basis für einen fundierten Kauf.

Ein separater Test des Gigabyte Aero 15 OLED und eine Leistungseinschätzung zur darin verbauten GeForce RTX 2070 Super Max-Q folgen zeitnah.

ComputerBase wurde das Aero 15 OLED mit Comet Lake-H von Gigabyte unter NDA leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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