NZXT N7 Z490: Stylische LGA-1200-Platine mit modularen Blenden

Frank Meyer 45 Kommentare
NZXT N7 Z490: Stylische LGA-1200-Platine mit modularen Blenden
Bild: twitter.com

Von der dritten Revision des beim Design außergewöhnlichen Mainboards NZXT N7 sind erste Bilder aufgetaucht. Das ATX-Mainboard N7 Z490, das der Bezeichnung folgend über den Z490-Chipsatz zu Intels Desktop-CPUs der Familie Comet Lake-S kompatibel ist, soll neben schnellerem 2,5-Gbit-LAN ein Wi-Fi-6-Modul bieten.

N7 Z390 erhält Upgrade auf den Z490-Chipsatz und Comet Lake-S

Anfang 2018 auf der CES überraschte NZXT mit einem ersten eigenen ATX-Mainboard für Intel-Prozessoren, denn bis dato war der Hersteller vornehmlich im Peripherie-Geschäft aktiv, unter anderem durch ein großes Portfolio an Gehäusen und AiO-Wasserkühlungen. Herstellertypisch wartet auch das neue, von NZXT Anfang 2019 von Z370 auf Z390 aufgefrischte N7 und in der letzten Revision noch angebotene Mainboard, vor allem mit seiner außergewöhnlichen Optik auf.

Diesem Ansatz folgend scheint NZXT nun die zweite Überarbeitung in den Startlöchern stehen zu haben, denn das auf den Z490-Chipsatz aktualisierte N7 Z490 ähnelt dem Vorgänger N7 Z390 nicht nur beim Formfaktor sondern allem voran farblich und im Finish sehr stark, wie es die auf Twitter von „momomo_us“ veröffentlichten Aufnahmen zeigen. Das besondere Merkmal der Intel-Platinen von NZXT ist deren Vielzahl wechselbarer Blenden und Abdeckungen, durch die die Optik in den Farben Schwarz und Weiß je nach Vorliebe und Gehäusedesign anpassbar ist. Darüber hinaus soll auch das N7 Z490 den aktuellen Informationen zufolge, genau wie der Vorgänger, über eine ausgefallene RGB-Beleuchtung aus der Masse heraus stechen.

12-Phasen-Design für den Sockel LGA 1200

NZXT N7 Z490 - Schwarz
NZXT N7 Z490 - Schwarz (Bild: twitter.com)

Den Bildern zufolge hat NZXT dem Mainboard abseits eines dezenten Refreshes der Optik auch beim Chipsatz und damit einhergehend dem CPU-Sockel überarbeitet. Intel bleibt beim bislang einzigen Mainboard des Herstellers die Plattform der Wahl. Mit dem Z490-Chipsatz und der auf den Bildern erkennbaren Prozessor-Aufnahme LGA 1200 ist das NZXT N7 zu aktuellen Intel-CPUs der Familie Comet Lake-S (Bericht) kompatibel. Das erste N7 nahm im Sockel LGA 1151 hingegen nur Prozessoren bis zur Baureihe Coffee Lake-S (Refresh) auf. Bei der Ausstattung, die bislang vom Hersteller nicht offiziell bestätigt ist, soll sich das N7 Z490 in der Oberklasse ansiedeln. Der ATX-Platine wird eine 12-Phasen-Spannungsversorgung für den CPU-Sockel zugesprochen, der die Energie von einem üblichen 24-PIN-ATX-, einem 8-PIN- und einem weiteren 4-PIN-EPS-Anschluss bezieht.

Typische Oberklasse mit 2,5-Gbit-LAN und Wi-Fi 6

Für Arbeitsspeicher werden vier DIMM-Slots geboten. Erweiterungskarten lassen sich in zwei PCIe-x16-Aufnahmen, von denen eine über 16 Lanes voll angebunden ist, und in drei kleineren PCIe-x1-Slots verbauen. Im Gegensatz dazu bieten beide M.2-Aufnahmen des N7 Z490 volle vier elektrische PCIe-3.0-Leitungen und unterstützten das NVMe-Protokoll. Weitere Massenspeicher können mit vier SATA-Ports kommunizieren. Je ein für die Plattform üblicher DisplayPort und HDMI-Ausgang kann für die Ausgabe von Bildsignalen genutzt werden.

Bei der Netzwerktechnik des N7 hat NZXT ebenfalls nachgebessert und verbaut in der neuen Mainboard-Generation einen 2,5-Gigabit-NIC von Realtek und als WLAN-Lösung ein Wi-Fi-6-Modul von Intel. Die erweiterten Möglichkeiten des Z490-Chipsatzes nutzt NZXT beim N7 Z490 auch für bessere weil schnellere USB-Anschlüsse, die einhergehend mit der Produktpflege zumindest in Teilen mit bis zu 10 Gbit/s Daten übertragen können.

Das Vorgängermodell kostet mindestens 237 Euro

Für das kommende N7 Z490 sind bislang noch keine Preise bekannt. Auch ist derzeit noch unklar, zu welchem Zeitpunkt der Marktstart anvisiert wird. Das Z390-Mainboard N7 Z390 bietet NZXT auf der Herstellerseite für 260 Euro an. Im deutschen Einzelhandel können Kunden die Variante in Schwarz ab 237 Euro und in Weiß ab 248 Euro erwerben.

NZXT N7 Z490* NZXT N7 Z390
Format ATX
Sockel Intel LGA 1200 Intel LGA 1151
CPU-Support Comet Lake-S Coffee Lake-S
Chipsatz Intel Z490 Intel Z390
RAM 4 × DDR4-DIMM, max. 128 GB
Dual-Channel
4 × DDR4-DIMM (3.866 MHz), max. 64 GB
Dual-Channel
Erweiterungsslots 1 × PCIe 3.0 x16 (x16)
1 × PCIe 3.0 x16 (x4)
3 × PCIe 3.0 x1
2 × PCIe 3.0 x16
2 × PCIe 3.0 x4
1 × PCIe 3.0 x1
Multi-GPU k.A. Nvidia 2-Way SLI, AMD 2-Way CrossFireX
SATA 4 × SATA (6 Gbit/s)
M.2 1 × M.2 2242/2260/2280 (PCIe- und SATA-Mode)
1 × M.2 2242/2260/2280 (PCIe-Mode)
Lüfteranschlüsse k.A. CPU-Lüfter 3 × 4-Pin
Gehäuselüfter 6 × 4-Pin
USB intern: 2 × USB 3.1 Gen 1, 2 × USB 2.0
extern: 2 × USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s), 2 × USB 3.1 Gen 1 (5 Gbit/s), 2 × USB 2.0
intern: 3 × USB 2.0, 2 × USB 3.1 Gen 1
extern: 6 × USB 2.0, 4 × USB 3.1 Gen 1
Video 1 × DisplayPort, 1 × HDMI 1 × DisplayPort 1.2, 1 × HDMI 1.4b
LAN 1 × 2,5-Gigabit-LAN (Realtek RTL8125BG) 1 × Gigabit Ethernet (Intel I219-V)
WLAN / Bluetooth 1 × WLAN-ax (Intel AX201), Wi-Fi 6
Bluetooth 5.0
1 × WLAN-ac (Intel Dual Band Wireless-AC 9560), Wi-Fi 5
Bluetooth 4.2
Audio 8-Kanal-HD-Audio (Realtek ALC1220)
6 × Klinke, 1 × S/PDIF (Toslink)
Sonstige Anschlüsse k.A. 2 × RGB LED-Anschlüsse
Stromanschlüsse 1 × 24-Pin ATX, 1 × 8-Pin ATX12V, 1 × 4-Pin ATX12V 1 × 24-Pin ATX, 1 × 8-Pin ATX12V
Kühlung Chipsatz passiv, VRM passiv
Besonderheiten Power-Button, Reset-Button, Clear-CMOS Power-Button, Reset-Button, Clear-CMOS, Info-Display
* Alle Angaben vorläufig und vom Hersteller noch nicht bestätigt