Android 11, 12, 13: Samsung sagt drei Updates zu und bereitet One UI 3 vor

Nicolas La Rocco 51 Kommentare
Android 11, 12, 13: Samsung sagt drei Updates zu und bereitet One UI 3 vor
Bild: Samsung

Zum Abschluss des gestrigen Unpacked-Events gab es von Samsung auch im Bereich Software eine Neuerung. Der Hersteller will künftig für „bis zu drei Gerätegenerationen“ Android-Updates zur Verfügung stellen. Hinter den Kulissen bereitet Samsung ein öffentliches Betaprogramm und den Start von One UI 3 auf Basis von Android 11 vor.

Drei Generationen Geräte oder Android?

Im Livestream zur Produktvorstellung hatte sich Samsung noch missverständlich ausgedrückt. „We are supporting your operating system for three generations of devices“, wurde auf der Bühne gesagt, während im Hintergrund jedoch nur von „bis zu“ drei Generationen die Rede war. Was unter „drei Generationen von Geräten“ zu verstehen sein soll, war zudem ebenfalls nicht von Anfang an klar. Die Formulierung ist nämlich genau genommen keine Zusage für drei Jahre Updates oder Updates für die nächsten drei Android-Versionen, sondern besagt lediglich, dass für den Zeitraum von drei Generationen eines Produkts Updates zur Verfügung gestellt werden.

Samsung verspricht längere Updates von (bis zu) drei Android-Generationen
Samsung verspricht längere Updates von (bis zu) drei Android-Generationen (Bild: Samsung)

Gegenüber Android Authority hat Samsung nach der Pressekonferenz allerdings klargestellt, dass damit drei Generationen des Betriebssystems gemeint seien. Ein Smartphone, das mit Android 10 in den Markt startet, so wie es zum Beispiel beim Galaxy Note 20 und Galaxy Note 20 Ultra der Fall sein wird, würde demnach über die kommenden Jahre Android 11, 12 und 13 erhalten. Dass Samsungs neue Flaggschiffe Ende August kurz vor der Fertigstellung von Android 11 auf den Markt kommen und noch mit Android 10 ausgeliefert werden, ist unter diesem Aspekt mindestens unglücklich, aber in den letzten Jahren bei der Note-Familie auch stets die Regel gewesen.

Die Details im Kleingedruckten

Die Update-Zusage gilt zudem nicht nur für die gestrigen Neuvorstellungen, sondern auch für ausgewählte frühere Smartphones. Im Kleingedruckten war gestern am Bildschirmrand zu lesen, dass Smartphones ab dem Galaxy S10, das mit Android 9 ausgeliefert wurde, unter die Regelung fallen. Explizit seien damit auch das Galaxy Note 10 und Galaxy S20 gemeint, so Samsung gegenüber Android Authority. Im Kleingedruckten war aber auch zu lesen, dass sich die Verfügbarkeit von Feature- und Sicherheitsupdates von Gerät zu Gerät und Land unterscheiden könne. Dass Samsung künftig auch die günstigsten Smartphones etwa der Galaxy-A-Serie mit drei Android-Generationen versorgen wird, sollte nicht automatisch angenommen werden.

Die Neuvorstellungen des Unpacked-Events

One UI 3 auf Basis von Android 11 in Vorbereitung

Unterdessen bereitet Samsung den Start von One UI 3 auf Basis von Android 11 vor. Das neue Betriebssystem befindet sich derzeit in einer Pre-Betaphase für Entwickler aus Südkorea und den Vereinigten Staaten. Im weiteren Verlauf des Jahres soll eine öffentliche Betaphase für das Galaxy S20, Galaxy S20+ und Galaxy S20 Ultra starten, an dem zusätzlich zu Südkorea und den Vereinigten Staaten auch Kunden aus Deutschland, Polen, dem Vereinigten Königreich, Indien und China teilnehmen können.