Raspberry Pi 4: Einplatinencomputer kann jetzt von USB-Geräten booten

Sven Bauduin 77 Kommentare
Raspberry Pi 4: Einplatinencomputer kann jetzt von USB-Geräten booten
Bild: Raspberry Foundation

Der Einplatinencomputer Raspberry Pi 4, der sich mittels „Desktop Kit“, bestehend aus microSD-Karte, einem Gehäuse für die Platine sowie Maus, Tastatur und USB-Netzteil, zu einen vollständigen Desktopcomputer aufwerten lässt, ist endlich in der Lage von USB-Speichermedien zu booten, das teilten die Entwickler nun via GitHub mit.

Knapp ein Jahr Wartezeit haben ein Ende

Bereits am 4. Oktober 2019 unter dem Titel „Boot from USB“ auf GitHub adressiert, befand sich die Bootoption für das Starten von Systemabbildern mittels USB-Geräten und -Speichermedien seitdem im Betastadium, nachdem die Entwickler sich zuerst um das Booten via Netzwerk gekümmert haben.

Lange war es ruhig um die von Anwendern aus der Raspberry-Community viel gewünschten Option, bis sich gestern Tim Gover, seines Zeichens Software Engineer bei Raspberry, zu Wort meldete und den offiziellen Support für das Booten via USB mit dem Bootloader Version 2020-09-03 bestätigte.

USB msd boot support is now available in the default bootloader version 2020-09-03

Tim Gover, Software Engineer, Raspberry

Die Möglichkeit beispielsweise Linux Distributionen direkt von USB-Speichermedien zu booten, macht den Einplatinencomputer mit seinem Quad-Core-SoC vom Typ Broadcom BCM2711 (4× Cortex-A72 mit 1,5 GHz) sowie wahlweise 1, 2, 4 oder 8 GB LPDDR4 für die breite Masse zukünftig noch interessanter.

Modell RAM Preis
Raspberry Pi 4 Modell B 1 GB LPDDR4 35 Euro*
2 GB LPDDR4 44 Euro*
4 GB LPDDR4 60 Euro*
8 GB LPDDR4 78 Euro*

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