Xeon mit Ice Lake-SP: Intels 10-nm-Server-CPUs verspäten sich erneut

Jan-Frederik Timm 125 Kommentare
Xeon mit Ice Lake-SP: Intels 10-nm-Server-CPUs verspäten sich erneut

Wie HardwareTimes unter Berufung auf Digitimes berichtet, hat Intel die Markteinführung der ersten Xeon-Prozessoren aus der 10-nm-Fertigung gegenüber Partnern vom 4. Quartal 2020 auf das 1. Quartal 2021 verschoben. Vor rund vier Monaten hieß es noch: Ice Lake-SP ist im Plan für kleine Mengen im 4. Quartal.

Xeon in 10 nm verschiebt sich erneut

Bisher gibt es Prozessoren mit von Intel als „10 nm“ klassifizierten feinen Strukturen nur für Notebooks und dort sogar schon in zweiter Generation: Mit Tiger Lake kommt dieser Tage der Nachfolger von Ice Lake auf den Markt und bringt nicht nur die ebenfalls in 10 nm gefertigte Xe-GPU, sondern auch deutlich höhere Taktraten mit sich.

Ice Lake-SP sollte ursprünglich bereits im Jahr 2019 auf den Markt kommen, wurde dann aber auf das 2. Quartal 2020 verschoben, bevor Intels CEO im Januar eine Verzögerung auf Ende 2020 mit zum Start eingeschränkter Stückzahl versprach. Auch dieses Ziel soll jetzt nicht mehr zu halten gewesen sein.

Ice Lake-SP wird wie die noch in 14 nm gefertigten Cooper-Lake-SP-CPUs die neue Whitley-Plattform mit dem Sockel P+ mit 4.189 Kontaktflächen nutzen. Cooper Lake-SP ist mit bis zu 28 Kernen bereits verfügbar, Ice Lake-SP soll bis zu 38 Kerne bieten. Ice Lake-SP setzt zudem auf die neueren und schnelleren Sunny-Cove-CPU-Kerne, während Cooper Lake-SP immer noch auf Skylake basiert. Ice Lake-SP bietet auch PCI Express 4.0, Cooper Lake-SP nur Version 3.0. Eine finale Ankündigung der Ice-Lake-SP-Prozessoren mit all ihren Neuerungen steht noch aus.

Asus-Präsentation zeigt 38 Kerne für Ice Lake-SP
Asus-Präsentation zeigt 38 Kerne für Ice Lake-SP (Bild: Brainbox)