Cloud-Gaming: Nvidia GeForce Now wird deutlich teurer

Michael Günsch
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Cloud-Gaming: Nvidia GeForce Now wird deutlich teurer
Bild: Nvidia

Nvidia geht bei seiner Cloud-Gaming-Plattform GeForce Now den nächsten Schritt, der nicht jedem gefallen wird. Waren zuvor 5,49 Euro pro Monat für die Founders-Mitgliedschaft fällig, müssen Neukunden stattdessen für die Priority-Mitgliedschaft zum Preis von 9,99 Euro mit dem gleichen Funktionsumfang bezahlen.

Der Einführungspreis hat ein Ende

Nvidia versteht die nach dem Ende der Beta-Phase im Februar 2020 eingeführte Founders-Mitgliedschaft als „zeitlich begrenztes Aktionsangebot“, das nun eben endet. Zum vergleichsweise kleinen Preis von 5,49 Euro pro Monat sollte schnell ein großer Kundenstamm aufgebaut werden. Immerhin zählte Nvidia zum Jubiläum letzten Monat über 6 Millionen registrierte Nutzer, wobei unklar ist, wie viele davon nur die kostenlose Basisversion mit 1-stündigen Sessions nutzen. Wie Nvidia jetzt verlauten lässt, soll es schon rasant auf die 10 Millionen Nutzer zugehen; in Zeiten der Pandemie mit knappen und horrend teuren Grafikkarten, ist dies vielleicht gar nicht verwunderlich.

Priority- ersetzt Founders-Mitgliedschaft

Ab sofort steht Neukunden von GeForce Now neben der limitierten Gratisversion nur noch die neue Priority-Mitgliedschaft zur Auswahl, die mit 9,99 Euro pro Monat deutlich mehr als die Founders-Mitgliedschaft kostet. Wer direkt für ein Jahr abonniert, erhält Rabatt, denn dann werden zum Jahrespreis von 99,99 Euro umgerechnet 8,33 Euro pro Monat fällig. Der Umfang der neuen Priority-Mitgliedschaft soll exakt jenem der Founders-Mitgliedschaft entsprechen, an deren Stelle sie rückt. Das bedeutet sechsstündige Sessions, RTX-Features wie Raytracing und bevorzugten Zugang zu neuen Spielen. Unverändert gibt es GeForce Now in der im Umfang stark limitierten Gratisversion.

Für Gründungsmitglieder dauerhaft günstiger

Den bestehenden Founders-Mitgliedern dankt Nvidia mit einem Aktionspreis von weiterhin 5,49 Euro „auf Lebenszeit“. Das Angebot soll erst erlöschen, sobald das Abonnement vom Kunden nicht verlängert wurde oder der Dienst von Nvidia nicht mehr (im jeweiligen Land) angeboten wird, wie in den FAQ zu GeForce Now zu lesen ist. Potenziell wird damit ein Anreiz geschaffen, das Abonnement möglichst lange aufrecht zu erhalten, um den Rabattpreis beizubehalten.

Neue Features

Mit dem Update auf Version 2.0.28, das in einer Woche allen Mitgliedern zur Verfügung stehen soll, führt Nvidia einige Neuerungen für GeForce Now ein. Darunter ist „adaptive Vsync“, das die Bildwiederholrate serverseitig auf 60 Hz respektive 59,94 Hz mit dem Display des Nutzers synchronisiert, höhere Frequenzen aktueller Gaming-Monitore werden demnach nicht unterstützt. Zudem hängt die Unterstützung des Features vom Spiel ab. Wird es unterstützt, sollen „Stottern“ und Latenz im Spiel verringert werden. Ferner ist von einer neuen „adaptiven De-Jitter-Technologie“ die Rede, mit der die Bitraten und damit die Qualität bei schlechter Netzwerkverbindung verbessert werden soll. Außerdem sollen erste Maßnahmen zur Reduzierung der Ladezeiten Einzug halten.

Dem wachsenden Kundenstamm entsprechend, sollen auch die Server-Kapazitäten aufgestockt werden. Nvidia spricht von einer Aufrüstung bestehender Standorte wie auch neuen Standorten, zu denen etwa Phoenix in Arizona als auch das erste kanadische Rechenzentrum in Montreal zählen.

Neue Spiele

Bereits in der vergangenen Woche hat Nvidia die Unterstützung von neun weiteren Spielen inklusive GOG-Versionen von Titeln der Witcher-Reihe hinzugefügt. Folgende Titel hat Nvidia heute in Aussicht gestellt:

  • Do Not Feed the Monkeys (Steam)
  • GoNNER (Steam)
  • Loop Hero (Epic Games Store)
  • Monopoly Plus (Steam)
  • Snooker 19 (Steam)
  • System Shock: Enhanced Edition (Steam)
  • Wanba Warriors (Steam)