Mining-Mainboard von ASRock: Das H510 Pro BTC+ nimmt Rocket-Lake-CPUs auf

Frank Meyer
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Mining-Mainboard von ASRock: Das H510 Pro BTC+ nimmt Rocket-Lake-CPUs auf
Bild: ASRock

Als erstes seiner Art firmiert bei ASRock das H510-Mainboard H510 Pro BTC+, das als Speziallösung mit ungewöhnlichen Abmessungen aufwartet und sechs Triple-Slot-Grafikkarten aufnimmt. Im aktuellen Intel-Sockel LGA 1200 können Intel-CPUs der Baureihen Comet Lake (10. Gen) und neuer Rocket Lake (11. Gen) Platz nehmen.

Lang, schmal und weit entfernt von gängigen Standards

Während ein herkömmliches ATX-Mainboard in Länge und Breite 305 × 244 mm (L × B) misst, betragen die Abmessungen des ASRock H510 Pro BTC+ außergewöhnliche 501 × 224 mm (L × B). Das besonders lange und schmale Format entspricht somit keinem der bekannten Mainboard-Standards. Das muss es auch nicht unbedingt, denn in großen Mining-Farmen wird oft auf Gehäuse oder Server-Schränke verzichtet.

ASRock H510 Pro BTC+

Die lange Bauweise des H510 Pro BTC+ wird primär durch die sechs PCIe-x16-Slots bestimmt. Mit einem großen Abstand voneinander sind die Aufnahmen für Grafikkarten überlegt angeordnet, sodass eine direkte Vollbestückung mit Desktop-Modellen in Triple-Slot-Bauweise ohne Riser-Cards möglich wird. Die x16-Ausführung der Slots ist nur physischer Natur.

Sechsmal PCIe 3.0 aber nur einer 16-fach

Vollständig mit 16 PCIe-Lanes verdrahtet ist lediglich nur ein Steckplatz, die restlichen fünf sind elektrisch als PCIe x1 ausgeführt, was für GPU-Mining genügt. Mit dem Sockel LGA 1200 und dem H510-Chipsatz für Intels Mainstream-CPUs ist das H510 Pro BTC+ flexibel aufgestellt und für moderne Core-CPUs der 10. und 11. Generation (Comet Lake und Rocket Lake) vorbereitet, während andere, aktuell noch erhältliche und fürs Mining prädestinierte Mainboards mit zwei oder drei Generationen älterem Chipsatz nur zu deutlich betagteren Prozessoren kompatibel sind.

Stromversorgung ebenso ungewöhnlich

Wiederum üppig und zugleich weit entfernt von einer Norm fällt die Stromversorgung des H510 Pro BTC+ aus. An der rechten Flanke sind neben einem klassischen 24-Pin-Stromanschluss, der die Haupt-Energiezufuhr für die Plattform bildet zusätzlich für eine bessere Stabilität und eine ausreichende Energiezufuhr verteilt über mehrere Netzteile zwei weitere dieser Art verbaut. Des Weiteren verfügt das Mainboard über einen 8-Pin- sowie vier 4-Pin-Stecker (PCIe). Darüber hinaus gibt es vier weitere 4-Pin-Molex-Anschlüsse neben den mechanisch verstärkten PCIe-Slots, die je nach Bestückung der x16-Slots mit Grafikkarten genutzt werden müssen.

Ausstattung zweckmäßig spartanisch

Die sonstige Ausstattung fällt mit nur einem DDR4-Slot für klassische Desktop-DIMMs bis DDR4-3200, nur einem M.2-Slot mit SATA-Anbindung für SSDs bis zu einer Länge von 110 mm (M.2 22110), je einmal SATA und HDMI sowie zweimal USB 3.0 und viermal USB 2.0 gegenüber herkömmlichen Desktop-Mainboards dieser Zeit spartanisch aus.

ASRock H510 Pro BTC+ (Bild: ASRock)

Der RJ45-Anschluss bietet Gigabit-Ethernet über einen NIC von Intel (I219V). Eine Ausnahme gibt es jedoch: am Kopfteil der rechten Flanke sitzt ein USB-Typ-C-Anschluss über den mittels Riser-Karte eine weitere Grafikkarte zum Schürfen eingesetzt werden kann. Außerdem nennt ASRock direkt auf dem PCB verlötete Taster für Power und Reset als Besonderheit für ein Mining-Mainboard.

Ab Mitte Juli für rund 280 US-Dollar erhältlich

Zuerst entdeckt hat das H510 Pro BTC+ auf ASRocks Internetseite momomo_us, der diese Information via Twitter geteilt hat. Dort wird auch der erwartete Verkaufspreis beim Händler Newegg in den USA von knapp 280 US-Dollar für Vorbesteller genannt. Als Erscheinungsdatum wird mit dem 18. Juli 2021 gerechnet. Wann und zu welchem Preis das spezielle Mainboard fürs Mining hierzulande in den Handel kommt, ist aktuell noch nicht bekannt.

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