Nvidia GeForce RTX 3000: Founders Edition wird um bis zu 100 Euro teurer

Update Sven Bauduin
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Nvidia GeForce RTX 3000: Founders Edition wird um bis zu 100 Euro teurer
Bild: Nvidia

Nvidia hat die Preise der GeForce RTX 3000 („Ampere“) aus der Founders Edition in Deutschland jetzt um bis zu 100 Euro angehoben. Damit setzt sich der Trend fort, dass auch die Hersteller der Grafikkarten von den Rekordpreisen am Markt profitieren und die Gewinne nicht ohne Weiteres dem Groß- und Einzelhandel überlassen wollen.

Nvidia erhöht Preise der Founders Edition

Ohne große Vorankündigung hat Nvidia die Preise der GeForce RTX 3060 Ti (Test), GeForce RTX 3070 (Test) und GeForce RTX 3070 Ti (Test) sowie GeForce RTX 3080 (Test), GeForce RTX 3080 Ti (Test) und GeForce RTX 3090 (Test) in der direkt vom Hersteller angebotenen Founders Edition zwischen rund 5 und 6,5 Prozent angehoben. Die Founders Edition werden in loser Frequenz und mit geringer Stückzahl ohne Option zur Vorbestellung von Nvidia über Notebooksbilliger verkauft.

Preisanpassung der GeForce-RTX-3000-Serie in Deutschland
Preis (alt) Preis (neu) Preiserhöhung Prozentual
GeForce RTX 3060 Ti 419 Euro 439 Euro + 20 Euro + 5,0 Prozent
GeForce RTX 3070 519 Euro 549 Euro + 30 Euro + 6,0 Prozent
GeForce RTX 3070 Ti 619 Euro 649 Euro + 30 Euro + 5,0 Prozent
GeForce RTX 3080 719 Euro 759 Euro + 40 Euro + 6,0 Prozent
GeForce RTX 3080 Ti 1.199 Euro 1.269 Euro + 70 Euro +6,0 Prozent
GeForce RTX 3090 1.549 Euro 1.649 Euro + 100 Euro + 6,5 Prozent

Die neuen um bis zu 100 Euro höheren Preise wurden auch bereits auf der offiziellen Website des Nvidia-Onlineshops übernommen, verfügbar ist indes keine der sechs Nvidia GeForce RTX 3000 in der Founders Edition.

Zweite Preiserhöhung in Deutschland

Bereits im Januar 2021 hatte der Hersteller die Preise seiner GeForce-RTX-3000-Serie in Deutschland im Schnitt um 3 bis 4 Prozent oder umgerechnet 20 bis 50 Euro angehoben, dabei handelte es sich um eine Preisanpassung aufgrund der Rückkehr zum regulären Steuersatz von 19 Prozent.

Alle profitieren – außer die Spieler

Nachdem zuvor bereits die Bordpartner, beispielsweise mit der neuen GeForce RTX 3080 12 GB ab 1.500 Euro, die UVP aktueller Grafikkarten angehoben haben, zieht mit Nvidia jetzt auch der erste Hersteller nach. Nach und nach profitieren somit nicht nur der Groß- und Einzelhandel von den Rekordpreisen auf dem Grafikkartenmarkt, sondern auch die Bordpartner und Hersteller.

Es mutet beinahe schon absurd an, dass eine Sapphire Pulse Radeon RX 6500 XT, eine Grafikkarte mit einem Chip, der aktuell von allen Testern zerrissen wird, für 400 Euro die Grafikkarte ist, die im Preisvergleich das zurzeit größte Interesse der Spieler auf sich zieht, weil die Preise ansonsten noch viel utopischer ausfallen.

Grafikkarten im ComputerBase-Preisvergleich
Grafikkarten im ComputerBase-Preisvergleich

Eine AMD Radeon RX 6600 gibt es aktuell ab 510 Euro, eine Radeon RX 6600 XT ab 620 Euro und eine Radeon RX 6700 XT ab 830 Euro, während eine Radeon RX 6800 XT ab 1.280 Euro und eine GeForce RTX 3080 ab 1.450 Euro zu haben ist.

Die Radeon RX 6900 XT ab 1.500 Euro sowie GeForce RTX 3080 Ti ab 1.750 und die GeForce RTX 3090 ab 2.400 Euro setzen dem ganzen aktuell die Krone auf. Die neue GeForce RTX 3090 Ti kommt erst noch.

Die Redaktion dankt Community-Mitglied „VelleX“ für den Hinweis zu dieser Meldung.

Update

Neue Preise greifen beim nächsten Drop

Wie aus einer Nachricht von Nvidia, die dem Autor vorliegt, an das Händlernetzwerk hervorgeht, sind die Shops von Notebooksbilliger.de und des zur Groupe LDLC gehörenden Elektrotechnik-Versandhandels LDLC.com, der die Founders Edition in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Spanien und Italien verkauft, dazu angewiesen worden, die neuen Preise bereits mit dem nächsten Drop umzusetzen.

Nvidia erklärt die Preiserhöhung in der besagten Benachrichtigung mit einer Inflationsbereinigung.