Fab2 in Kitakami: Kioxia baut erdbebensichere Anlage für 3D-NAND

Michael Günsch
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Fab2 in Kitakami: Kioxia baut erdbebensichere Anlage für 3D-NAND
Bild: Toshiba Memory/Western Digital

In Kürze wird Kioxia mit den Bauarbeiten einer neuen erdbebensicheren Fertigungsanlage für 3D-NAND-Flashspeicher beginnen. Die Fab2 im japanischen Kitakami soll schon im kommenden Jahr fertig sein und das Produktionsvolumen weiter aufstocken.

Fabriken wachsen mit der Nachfrage

An der Ostseite der bestehenden Fab1 im Werk Kitakami in der Präfektur Iwate, Japan soll die neue Anlage Fab 2 entstehen. Der Baubeginn ist für den April 2022 geplant. Wie Kioxia ankündigt, soll dadurch zum einen die Produktionskapazität des gesamten Werks mit Hinblick auf den weiter wachsenden Markt gesteigert werden. Nicht zuletzt durch neue Technikbereiche wie 5G, Künstliche Intelligenz und das „Metaverse“ erwartet die Flashspeicher-Branche mittel- bis langfristig weiteres Wachstum. Durch „KI-gestützte, hochmoderne Fertigungstechnologie“ soll zum anderen die Produktqualität weiter verbessert werden.

Erdbebensichere Architektur

Die Architektur der Fab2 sei zudem erdbebensicher und das Design umweltfreundlich. Es sollen energiesparende Geräte und Strom aus erneuerbaren Quellen genutzt werden. Erst Mitte März hatte es im Meer vor der Küste Fukushimas ein heftiges Erdbeben mit der Stärke 7,3 auf der Richterskala gegeben. Auch im rund 200 km von Fukushima entfernten Kitakami war das Beben mit einer Stärke von 5 deutlich zu spüren. Kioxia musste die Produktion teilweise einstellen und meldete zumindest leichte Schäden.

Weitaus größere Einschnitte in der Produktion hatte es Ende Februar durch kontaminiertes Material gegeben. Speicherchips mit einer Speicherkapazität von über 6,5 Exabyte seien dabei unbrauchbar geworden.

Der Bau von Fab2 ist ein wichtiger Meilenstein für KIOXIA, mit dem wir unsere strategischen Entwicklungs- und Produktionskapazitäten für fortschrittliche Speicherprodukte weiter ausbauen können. Damit sind wir in einer noch besseren Wettbewerbsposition, um der steigenden Marktnachfrage nach Speicherprodukten gerecht zu werden

Nobuo Hayasaka, Präsident und CEO der Kioxia Corporation

Partner Western Digital könnte sich beteiligen

Zu den Kosten der neuen Fertigungsstrecke hat sich Kioxia nicht öffentlich geäußert. Das Geld soll aus dem operativen Cashflow des Unternehmens stammen. Kioxia will aber auch mit dem Flash-Partner Western Digital Gespräche über eine Beteiligung an den Investitionen führen.

Gemeinsam kommen Kioxia und Western Digital auf einen Anteil von fast einem Drittel des globalen NAND-Flash-Marktes.

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