Kioxia CM7: Enterprise-SSD je nach Format mit PCIe 5 oder halb so schnell

Michael Günsch
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Kioxia CM7: Enterprise-SSD je nach Format mit PCIe 5 oder halb so schnell
Bild: Kioxia

Der im Herbst des letzten Jahres demonstrierte Prototyp einer PCIe-5.0-SSD mit 14 GB/s geht jetzt in Serie. Kioxia stellt mit der CM7-Reihe Enterprise-SSDs vor, die die neue Schnittstelle nahezu ausreizen. Allerdings gilt dies nur für eines der beiden Formate.

Ein Vorserienexemplar des Nachfolgers der CM6-Serie mit PCIe 4.0 hatte Kioxia auf dem China Flash Market Summit (CFMS 2021) im vergangenen September demonstriert. Erreicht wurden dabei bis zu 14 GB/s beim sequenziellen Lesen und 2,5 Millionen IOPS beim wahlfreien Schreiben.

Marktstart für die Kioxia CM7 mit PCIe 5.0*

Jetzt erfolgt der offizielle Marktstart der CM7-Serie, die entsprechend mit bis zu 14 GB/s via PCIe 5.0 x4 beworben wird. Ein ausführliches Datenblatt mit den weiteren Leistungsdaten aller Modelle bleibt der Hersteller aber noch schuldig.

Klar sind zumindest die Formfaktoren: Das klassische Format mit 2,5 Zoll Breite und 15 mm Höhe sowie U.2/U.3-Anschluss liefert die höchste Speicherkapazität von 30,72 TB. In der E3.S-Variante des neuen Enterprise & Datacenter Storage Form Factor (EDSFF) werden wiederum nur maximal 15,36 TB geboten. Auf eine gut 30 cm lange E1.L-Version verzichtet der Hersteller.

*Als U.3-Variante gibt es nur PCIe 4.0

Eine Fußnote in der Pressemitteilung verrät allerdings eine wesentliche Einschränkung bei der Formatauswahl. Nur die E3.S-Version nutzt demnach die neue PCIe-5.0-Schnittstelle für 14 GB/s. Die 2,5-Zoll-Ausführung ist hingegen auf PCIe 4.0 beschränkt, was die maximale Durchsatzrate halbiert.

Bei 2,5-Zoll-U.3-Konnektivität ist die Übertragungsgeschwindigkeit auf PCIe Gen4 beschränkt.

Kioxia

Zwei Haltbarkeitsklassen

Die CM7-Serie ist außerdem in Modelle mit verschiedener Haltbarkeitsgarantie unterteilt. Die maximale Speicherkapazität von 30,72 TB gibt es bei den Modellen mit 1 Drive Write Per Day (DWPD), die für Anwendungen mit hohem Lese- und geringem Schreibaufkommen gedacht sind. Soll mehr geschrieben werden (mixed workload), gibt es Varianten mit 3 DWPD, die aber nur maximal 12,8 TB nutzbaren Speicherplatz zugunsten eines höheren Anteils an Reservespeicher bieten.

Kioxia CM7 SSD
Kioxia CM7 SSD (Bild: Kioxia (via STH))

Die Schlüsselmerkmale der CM7-Serie beschreibt Kioxia wie folgt:

  • EDSFF-E3.S- und 2,5-Zoll-Formfaktor mit 15 mm Höhe (U.2 und U.3)
  • Entspricht den NVMe-2.0- und PCIe-5.0-Spezifikationen und unterstützt SFF-TA-1001/U.3-Funktionalität
  • SFF-TA-1001- beziehungsweise U.3*-fähig in Verbindung mit Systemen, die Universal Backplane Management unterstützen
  • Leseintensive (1 DWPD) Kapazitäten von bis zu 30,72 TB**
  • Gemischt genutzte (3 DWPD) Kapazitäten von bis zu 12,80 TB
  • Dual-Port-Design für Anwendungen mit hoher Verfügbarkeit
  • Flash Die Failure Protection sorgt für volle Zuverlässigkeit im Falle eines Chipausfalls
  • Unterstützung modernster Funktionen – Single Root I/O Virtualization (SR-IOV), Controller Memory Buffer (CMB), Multistream-Schreibfähigkeit

* Bei 2,5-Zoll-U.3-Konnektivität ist die Übertragungsgeschwindigkeit auf PCIe Gen4 beschränkt.
**Maximale Kapazität in E3.S ist 15,36 TB.

Ab sofort soll die CM7-Serie „an ausgewählte Kunden“ verschickt werden, heißt es in der Pressemitteilung von Kioxia. Preise werden im Enterprise-Bereich wie gewohnt nicht öffentlich kommuniziert.