DisplayPort 2.1: Erste Monitore inklusive 8K UltraWide ab Anfang 2023

Update Michael Günsch
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DisplayPort 2.1: Erste Monitore inklusive 8K UltraWide ab Anfang 2023

Ein neues Feature der heute vorgestellten Radeon RX 7900 XTX und Radeon RX 7900 XT ist die Videoschnittstelle DisplayPort 2.1. Noch gibt es dafür keine passenden Monitore, doch sollen diese schon Anfang 2023 vorgestellt werden. Darunter ist der Samsung Odyssey Neo G9 mit 8K-UltraWide-Auflösung.

Wie Scott Herkelman von AMD auf der Bühne in Las Vegas angekündigt hat, werden die ersten Monitore mit DisplayPort 2.1 Anfang des kommenden Jahres zumindest vorgestellt. Laut der gezeigten Grafik sind Modelle von Acer, Asus, Dell, LG und Samsung zu erwarten. Dass zeitnah auch deren Marktstart erfolgt, wurde allerdings nicht gesagt. Gerade im Monitorbereich sind große Spannen von Ankündigung bis zur Verfügbarkeit eher die Regel.

Von Samsung kommt ein „8K UltraWide“

Etwas konkreter wurde es in Richtung Samsung: Die Neuauflage des Odyssey Neo G9 soll nächstes Jahr eine 8K-UltraWide-Auflösung mitbringen. Die Rede ist vom „First 8K UltraWide“-Monitor. Eine Fußnote verrät, dass mit „8K“ nur die horizontale Auflösung gemeint ist. Es ist also mit rund 8.000 Pixeln in der Breite zu rechnen. Um 8K Ultra HD mit 7.680 × 4.320 Pixeln wird es sich nicht handeln, denn dies wäre 16:9 und kein UltraWide-Format.

Samsung Odyssey Neo G9 mit 8K UltraWide und DisplayPort 2.1
Samsung Odyssey Neo G9 mit 8K UltraWide und DisplayPort 2.1

Der bisherige Odyssey Neo G9 bietet 5.120 × 1.440 Pixel („5K“) im 32:9-Format auf 49 Zoll. Im gleichen Format wären dann für den Nachfolger zum Beispiel 7.680 × 2.160 oder 8.192 × 2.304 Pixel denkbar, doch ist dies noch rein spekulativ.

Mehr Details zu Samsungs 8K-UltraWide-Gaming-Monitor mit DisplayPort 2.1 sollen im Rahmen der CES im Januar 2023 bekannt gegeben werden.

Mit FSR (und DLSS) wird DisplayPort 2.1 relevant

DisplayPort 2.1 ist aus Sicht von AMD ein schlagkräftiges Argument für die neue Radeon-Generation, denn die GeForce-Konkurrenz von Nvidia bietet bisher weiterhin nur DisplayPort 1.4. Daher lässt es sich AMD nicht nehmen, auf die Limitierung durch DisplayPort 1.4 bei der Bildwiederholrate mit hohen Auflösungen hinzuweisen.

Mehr Hertz dank DisplayPort 2.1

Mit Super-Sampling-Techniken wie FSR bei AMD und DLSS bei Nvidia werden auch bei hohen Auflösungen hohe Bildraten (FPS) möglich. Spätestens bei 8K stößt DisplayPort 1.4 dann an seine Grenzen.

Nachtrag: In den Footnotes hat AMD die Auflösung in den „8K“-Benchmarks mit 7.680 × 2.160 angegeben. Es handelt sich also bereits hier nicht um volles 8K UHD, sondern 8K UltraWide mit nur halb so vielen Pixeln. (Danke an Leser Sku für den Hinweis.)

Update

Weiterhin stehen Details zu Samsungs „8K“-Monitor aus. AMD hat aber im Rahmen einer weiteren Präsentation zur Radeon-RX-7900-Serie ein neues Bild gezeigt. Darauf ist die kreisrunde RGB-LED-Beleuchtung um die Standfuß-Aufnahme zu sehen. Dies ist in der Odyssey-Serie aber keine Neuheit.

Ein buntes Info-Häppchen zum Samsung Odyssey Neo G9 mit 8K UltraWide
Ein buntes Info-Häppchen zum Samsung Odyssey Neo G9 mit 8K UltraWide (Bild: AMD)