AMD Ryzen Threadripper 7960X im Test: Benchmarks in Anwendungen

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Volker Rißka
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Testmethodik

Alle nachfolgenden Tests in Anwendungen wurden auf einem Asus Pro WS TRX50-Sage Wifi mit aktuellem BIOS 0217, aktuellem Windows 11 und 4 × 32 GB G.Skill Trident R5 Neo durchgeführt. Als Kühler kam ein Noctua NH-U14S mit Doppellüfter-Bestückung zum Einsatz.

AMD Ryzen Threadripper 7960X
AMD Ryzen Threadripper 7960X

In den Sicherheitseinstellungen von Windows 11 war die Kernisolierung („Core Isolation“) aktiv, die Speicherintegrität („Memory Integrity“) hingegen deaktiviert – so bleibt die Vergleichbarkeit mit älteren Testergebnissen in diesem Punkt gewahrt.

Zusätzlich zum normalen Test wurde der sogenannte Game Mode von AMD dieses Mal nicht nur in Spielen verwendet, sondern auch bei Anwendungen. Die Besonderheit hierbei ist, dass beim kleinsten Threadripper aus den eigentlich 24 Kernen am Ende nur 12 werden, also jeweils 2 CCDs mit je 6 Kernen. Das heißt, dass von den jeweils 8 CCDs, die normalerweise ein Chip nutzt, immer 2 deaktiviert werden. Der Game Mode wiederum bedeutet auch, dass kein SMT im Einsatz ist, statt 48 Threads im Game Mode also auch nur 12 Threads genutzt werden. Die Anzahl der Änderungen allein durch einen Klick in Ryzen Master ist entsprechend ziemlich umfangreich.

Benchmarks im Desktop-Parcours

Mehr-Kern-Anwendungen sind prädestiniert für die neuen Prozessoren, da sie viele Kerne und vor allem noch mehr Threads bieten. Diese werden je nach Software mehr oder weniger gut genutzt, in der Regel klappt das aber ziemlich gut.

Multi-Core
Multi-Core – Leistungsrating
    • Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      97
    • Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      79
    • Intel Xeon w9-3495X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      65
    • Ryzen Threadripper 7960X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      65
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      51
    • Core i9-14900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      50
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      47
    • Core i7-14700K (offen)
      DDR5-5600CL38
      45
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      40
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      37
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      29
    • Ryzen Threadripper 7960X (Game Mode)
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      28
    • Core i5-13500
      DDR5-4800CL38
      27
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      26
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      22
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      22
    • Core i5-13400F
      DDR5-4800CL38
      21
    • Ryzen 5 7600 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      21
    • Ryzen 5 7500F (88 W)
      DDR5-5200CL32
      20
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

In Single-Core-Szenarien hat der kleinste Große die gleichen Probleme wie seine Mitstreiter, da AMD ihnen die letzten Taktspitzen nicht gewährt. So fahren die drei Threadripper ziemlich exakt im Gleichschritt hinter der Spitze her.

Single-Core
Single-Core – Cinebench R23
    • Core i9-14900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      2.337
    • Core i7-14700K (offen)
      DDR5-5600CL38
      2.150
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      2.050
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      2.046
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      2.039
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      2.020
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      2.007
    • Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      2.002
    • Ryzen Threadripper 7960X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      1.974
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      1.961
    • Ryzen Threadripper 7960X (Game Mode)
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      1.938
    • Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      1.900
    • Core i5-13500
      DDR5-4800CL38
      1.873
    • Ryzen 5 7600 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      1.861
    • Ryzen 5 7500F (88 W)
      DDR5-5200CL32
      1.821
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      1.820
    • Core i5-13400F
      DDR5-4800CL38
      1.798
    • Intel Xeon w9-3495X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      1.792
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      1.488
Einheit: Punkte

Benchmarks im Workstation-Parcours

Die Neuauflage des Workstation-Benchmarks von SPEC nutzt viele Anwendungen und kombiniert sie zu einer Suite. Dabei kann gewichtet werden, ob die CPU oder die GPU in den Fokus rücken soll – oder beides. Es kommen dann mitunter sehr ähnliche oder gar identische Anwendungen zum Einsatz, jedoch mit zum Teil gestreckten Parametern, sodass größere Unterschiede zwischen normalen Prozessoren auf Desktop-Plattformen und Profi-Lösungen sichtbarer werden. Ein kurzer Abriss zu den Tests ist auf der Herstellerseite hinterlegt.

Das Rating ist deshalb ziemlich schlüssig, das berühmte Treppenprofil, das eine schöne Skalierung zeigt, wird sofort sichtbar. Mit 50 Prozent mehr Kernen leistet der AMD Ryzen Threadripper 7960X rund ein Drittel mehr als ein AMD Ryzen 9 7950X, ein 7970X mit doppelt so vielen Kernen war zuvor 61 Prozent schneller als die Mainstream-Desktop-Lösung.

Diagramme
Leistungsrating Workstationtests
    • AMD Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 (RDIMM)
      91
    • Intel Xeon w9-3495X (offen)
      DDR5-6400 (RDIMM)
      76
    • AMD Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 (RDIMM)
      66
    • AMD Ryzen Threadripper 7960X
      DDR5-6400 (RDIMM)
      55
    • AMD Ryzen 9 7950X
      DDR5-6000
      41
    • Intel Core i9-14900K (offen)
      DDR5-6000
      40
    • Intel Core i9-13900K (offen)
      DDR5-6000
      40
    • AMD Ryzen Threadripper 7960X (Game Mode)
      DDR5-6400 (RDIMM)
      28
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Leistungsaufnahme und Temperatur

Threadripper bleibt sich auch in der 7000er-Serie treu. Während Desktop-CPUs von AMD oberhalb der offiziellen TDP noch über die Verbrauchsobergrenze „Package Power“ (PPT) verfügen, die nie überschritten wird, während die TDP so lange bis maximal zur PPT gerissen werden darf, wie die Temperaturen nicht dagegen sprechen, liegen TDP und PPT bei den neuen Threadrippern auf demselben Niveau von 350 Watt. Konsequenterweise nehmen Threadripper 7980X, 7970X und 7960X unter Volllast nie mehr als 350 Watt auf.

In Teillastszenarien ist das Bild das gleiche wie bei den anderen Threadripper-CPUs, da der Takt ziemlich ähnlich ist. Auch das Endergebnis ist folglich gleich. Unter maximaler Auslastung ist das 24-Kern-Modell aber mitunter das einzige, das nicht immer die 350-Watt-Marke erreicht.

Leistungsaufnahme
Leistungsaufnahme – Leerlauf (PC)
  • Windows-Desktop:
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      46
    • Core i9-14900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i7-14700K (offen)
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i5-13500
      DDR5-4800CL38
      56
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      62
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      64
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      64
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      66
    • Ryzen 5 7500F (88 W)
      DDR5-5200CL32
      69
    • Ryzen 5 7600 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      70
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      74
    • Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      83
    • Ryzen Threadripper 7960X (Game Mode)
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      85
    • Ryzen Threadripper 7960X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      86
    • Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      95
    • Intel Xeon w9-3495X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      192
Einheit: Watt (W)

Einen Einfluss auf das Ergebnis hat auch übertakteter schneller Speicher, der IOD der großen CPUs gilt ohnehin nicht als stromsparend. Zusammen mit schnellem RAM wird daraus ein Paket, das zusätzliche Watt aufnimmt. Angesichts eines so aufgebauten Profi-Systems, das mit passender großer GPU aber auch problemlos in Richtung 600 bis 700 Watt schielt, spielen diese weiteren Watt allerdings letztlich keine echte Rolle.

Hinsichtlich der Temperatur bedeutet dies aber von der CPU-Seite keine Probleme. Die große Fläche des Heatspreaders bietet viel Spielraum, um die Abwärme auch abzuführen.

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