Cronos: The New Dawn im Test: Fazit

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Wolfgang Andermahr
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Cronos: The New Dawn hat technisch zwei Gesichter: Eins ohne und eins mit Hardware-Lumen (Hardware-Raytracing).

Grundsätzlich ist die Grafik auf einem Top-Niveau, sowohl die künstlerische Gestaltung als auch die technische Umsetzung wissen zu gefallen. Dabei gelingt es den Entwicklern auch, geschickt die fehlenden Entwicklungsressourcen zu verstecken, denn sonderlich groß ist das Entwicklerteam nicht. Umso beeindruckender ist das Endergebnis.

Auch in Sachen Performance zeigt sich Cronos: The New Dawn von einer guten Seite – wenn auf Hardware-Lumen verzichtet wird. Aktuelle Mittelklasse-Grafikkarten sind in Verbindung mit DLSS 4 und FSR 4 schnell genug, um das Spiel in Ultra HD flüssig wiederzugeben. Und auch Einsteiger-GPUs kommen gut mit dem Spiel zurecht. Wird jedoch Hardware-Lumen aktiviert, wendet sich das Blatt.

Dann kann die Grafikkarte nicht mehr schnell genug sein: In Ultra HD erreicht selbst eine GeForce RTX 5080 kaum noch 50 Bilder pro Sekunde – in Verbindung mit DLSS Performance! Für die maximale Grafikqualität benötigt es also schnell eine High-End-Grafikkarte.

Allerdings hält sich der optische Nutzen von Hardware-Lumen in Grenzen. Wer auf das Feature aus Leistungsgründen verzichten muss, verpasst also kaum etwas – und erhält dafür deutlich mehr FPS.

Interessant dabei ist, dass Nvidia RTX 5000 und AMD RX 9000 gleich viel Performance durch Hardware-Raytracing verlieren, während RTX 4000 und RX 7000 deutlich mehr FPS durch das Feature einbüßen. Letzteres ist normal, ersteres ist aber ungewöhnlich.

50 FPS werden in Cronos: The New Dawn erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5050
RTX4060
RX 9060 XT
RX 7700 XT
3.440 × 1.440 RTX 5060 Ti
RTX 4070
RX 9060 XT
RX 7800 XT
3.840 × 2.160 RTX 5070
RTX 4070
RX 9070
RX 7900 XTX

Cronos: The New Dawn bietet DLSS 4 sowie FSR 4, beides jedoch nur, wenn die Features per Treiber-App von Nvidia beziehungsweise AMD aktiviert werden (oder inoffiziell über OptiScaler (Download)). MFG liegt zwar „ab Werk“ in Version DLSS 4, DLSS Super Sampling aber nicht.

Apropos Frame Generation: DLSS (M)FG sollte bei den meisten Grafikkarten aktiviert werden, da in dem Spiel das Bewegtbild flüssiger und zugleich die Latenz deutlich niedriger wird. Der Grund: Der Titel hat von Haus aus eine hohe Latenz und separat lässt sich Nvidia Reflex nicht einschalten. Mit DLSS FG geschieht das automatisch. Bei FSR Frame Gen funktioniert das dagegen nicht, hier benötigt es deutlich mehr FPS für ein gutes Spielerlebnis als bei DLSS FG.

In Sachen Latenz haben AMD-Grafikkarten also einen Nachteil, zeigen sonst in Cronos: The New Dawn aber eine sehr gute Leistung, die denen der GeForce-Karten sowohl mit als auch ohne Hardware-Lumen etwas überlegen ist. Ganz gut unterwegs sind zudem Intels Arc-Grafikkarten, die bei gleicher Renderauflösung fast an das Niveau der GeForce-Produkte herankommen.

Die PC-Version von Cronos: The New Dawn hat sich beim Testen in guter Form gezeigt, nennenswerte technische Probleme hat es nicht gegeben. Leichte Traversal-Ruckler sind zwar vorhanden, doch stören diese in dem Titel nur geringfügig. Wer auf Hardware-Raytracing verzichtet, erhält eine sehr schöne Grafik bei zugleich guter Performance.

Cronos: The New Dawn im Benchmark-Test
Die technischen Merkmale
Cronos: The New Dawn Eigenschaften
Entwickler Bloober Team
Publisher Bloober Team
Engine Unreal Engine 5.5.4.0
API DirectX 12
Nvidia Reflex Nein
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
HDR
Widescreen (21:9) (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung TAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS 4 Transformer ✓ (per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Super Resolution (SR)
Nvidia DLSS Ray Reconstruction (RR) Nein
Nvidia DLSS Frame Generation (FG)
Nvidia DLSS Multi Frame Generation (MFG)
AMD FSR 4 Super Resolution (SR) ✓ (per AMD-App)
AMD FSR Super Resolution (SR)
AMD FSR Frame Generation (FG)
Intel XeSS Super Resolution (SR)
Intel XeSS Frame Generation (FG)
Epic UE TSR (SR)
Native Auflösung + Upsampling Nein
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Software-Lumen (UE5) ✓ (Beleuchtung, Reflexionen)
Hardware-Lumen (UE5)
Direkt zur Raytracing-Analyse
50 FPS im Benchmark ohne HW-Lumen ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5050 / RTX4060 / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UWQHD RTX 5060 Ti / RTX 4070 / RX 9060 XT / RX 7800 XT
UHD RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 / RX 7900 XTX
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 05. September 2025
Preis zum Release 60 Euro
70 Euro (Deluxe Edition)

ComputerBase hat Cronos: The New Dawn von der zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme der Agentur auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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