Marathon im Test: Fazit

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Wolfgang Andermahr
125 Kommentare

Eine ungewöhnliche Optik mit einem CPU-Limit

Marathon hat eine ungewöhnliche künstliche Gestaltung, die aber zu gefallen weiß. Das ist vermutlich auch gut so, die Grafik an sich ist aber nicht mehr als Mittelmaß. Bei einem Multiplayer-Shooter ist das verständlich und aus Leistungsgründen auch der richtige Weg. Etwas unverständlich ist daher das hohe CPU-Limit, das auch bei den schnellsten CPUs selbst bei Mittelklasse-Grafikkarten eintreten wird. Zumindest solange man nicht gleich in Ultra HD spielt. Das verhindert automatisch wirklich hohe Frameraten, die in Spielen des Genres gerne erreicht werden.

Die Anforderungen an die Grafikkarte sind dagegen niedrig. Auch höhere Frameraten sind mit vergleichsweise langsamen Modellen drin. Die RTX 4000, RTX 5000 sowie RX 7000 schneiden vergleichbar gut ab. Jeder sortiert sich dort ein, wo er vermutet wird. AMDs aktuelle RX-9000-Riege kann da nicht mithalten und ist etwas langsamer unterwegs als gewohnt. Andersherum schaut es dagegen bei Intel aus, die Arc B580 ist schneller als gewöhnlich und zeigt eine vergleichbare Leistung wie die GeForce RTX 5060.

90 FPS werden in Marathon erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5060
RTX 4060 Ti
RX 9060 XT
RX 7700 XT
B580
3.440 × 1.440 RTX 5060
RTX 4070
RX 9060 XT
RX 7700 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070
RTX 4070
RX 9070
RX 7800 XT
X

Weitere technische Überraschungen zeigt Marathon auf dem PC nicht. Upsampling wird ausführlich unterstützt, sowohl DLSS als auch FSR und XeSS sind in ihren neuesten Versionen vertreten. DLSS 4.5 und FSR 4 gibt es dann per Treiber-Toggle. Auf Frame Generation verzichtet das Spiel dagegen völlig. Die Latenz mag der Grund dafür sein, dennoch sollten die Entwickler das Feature zumindest anbieten.

Technische Probleme haben sich beim Test nicht gezeigt. Marathon lief durchweg auf allen Grafikkarten stabil, Bildfehler oder Abstürze haben sich keine gezeigt. Das Frame Pacing ist zudem gut, wenn auch nicht optimal. Wer sich Marathon zulegen möchte, kann dies problemlos auf dem PC tun.

Marathon im Benchmark-Test
Kommentar des Autors

Puh, das wird schwierig! Ich bin mir sicher, dass Marathon zum „make it or break it“ Spiel für Bungie wird. Wird Marathon kein Erfolg, wird Bungie geschlossen oder „weggekürzt“, sodass das Studio nicht mehr wiederzuerkennen sein wird. Alles andere würde mich sehr wundern. Und ausgerechnet in dieser Situation versucht sich Bungie in einem Genre, in dem gefühlt 8 von 10 Entwicklern solcher Spiele eben genau das passiert.

Ich fände es besser, wenn Studios lieber Spiele entwickeln würden mit weniger Gewinnpotenzial, dafür aber einem deutlich weniger gefährlichen Umfeld. Aber mehr Geld lockt halt immer mehr. Bis es eben gar kein Geld mehr gibt.

Die technischen Merkmale
Marathon Eigenschaften
Entwickler Bungie
Publisher Bungie, Sony
Engine Tiger
API DirectX 12
Nvidia Reflex
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
Intel XeLL Nein
HDR
Widescreen (21:9) (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung TAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4 im Spiel, DLSS 4.5 per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Frame Generation Nein
Nvidia DLSS Multi Frame Generation Nein
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (Analytisch im Spiel, AI per AMD-App)
AMD FSR Frame Generation Nein
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution
Intel XeSS Frame Generation Nein
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native)
Manuelles Nachschärfen
Raytracing Nein
90 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT / B580
UWQHD RTX 5060 / RTX 4070 / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UHD RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 / RX 7800 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 05. März 2026
Preis zum Release 40 Euro
60 Euro (Deluxe Edition)

ComputerBase hat Marathon von Publisher Sony zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Publishers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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