Metal Gear Solid Delta: Snake Eater im Test: Fazit

 3/3
Wolfgang Andermahr
205 Kommentare

Originalgetreu bis zur Ladefrequenz

Metal Gear Solid Delta: Snake Eater hält sich wirklich extrem an das Original, was die Anzahl nostalgischer Glücksmomente maximiert. Aus der 2025er Perspektive und mit Blick auf den Wechsel auf die Unreal Engine 5 wird die Orientierung am Original in einem Aspekt aber vielen Nutzern einen Schritt zu weit gehen.

Die super kurzen „PlayStation-2-Level“ waren im Jahr 2004 auf der PlayStation 2 zwar verständlich, weil technisch notwendig, heute kann die hohe Ladefrequenz aber sehr schnell nerven. Und da dieser Aspekt absolut nichts dem Gameplay hinzufügt und auch sonst keine Vorteile bietet, hätte Konami das Ladesystem für das Remake anpassen sollen. Die Unreal Engine 5 bietet dafür zweifelsohne den richtigen Werkzeugkasten.

Grafisch sehr überzeugend

Stichwort UE5: Grafisch hat das Remake richtig viel zu zeigen. Metal Gear Solid Delta: Snake Eater ist sehr schön geworden. Ob die sehr detaillierten Charaktermodelle, die Dschungel-Vegetation oder die generell gut inszenierte Atmosphäre – Metal Gear Solid Delta: Snake Eater bietet viel fürs Auge. Und es wäre noch einmal mehr, wenn es zusammenhängende Levels geben würde. Auch mehr Bilder pro Sekunde als die maximal erlaubten 60 FPS (bisher nicht abschaltbar) dürften es gerne sein. So etwas sollte es in keinem PC-Spiel im Jahr 2025 mehr geben.

Kein State-of-the-Art-Upsampling

Die tolle Grafik wird auch vom veralteten Upsampling unterwandert. Das Spiel selbst bietet nur DLSS 3 und FSR 3 (oder gar FSR 2), von dem deutlich hübscheren DLSS 4 und FSR 4 keine Spur. Mit externen Tools lässt sich zumindest DLSS 4 aktivieren, FSR 4 wollte sich dagegen auch mit diesen nicht hinzuschalten lassen. Es ist aber denkbar, dass ein Software-Update dies noch ändern wird.

50 FPS werden in Metal Gear Solid Delta: Snake Eater erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070 Super
RX 9070
RX 7900 XT
3.840 × 2.160 RTX 4090
RTX 5090

Vor allem in Anbetracht dessen, dass Metal Gear Solid Delta: Snake Eater ganz schön Grafikkarten-Leistung benötigt, ist das ärgerlich, denn Upsampling ist in der Regel Pflicht. Gerade aggressivere Modi sind hilfreich, um gut spielbare Frameraten durchweg liefern zu können. Und hier sind DLSS 4 und FSR 4 allen anderen Varianten weiter überlegen beziehungsweise wären es.

Wer das Bewegtbild über die maximal erlaubten 60 FPS hinaus hieven will, kann zur Treiber-eigenen Frame Generation von AMD und Nvidia greifen, die in dem Spiel ganz gut funktioniert. Es gibt ein paar sichtbare Grafikfehler und die Latenz ist nicht die beste, als Ausgleich ist das Bewegtbild aber deutlich flüssiger. Hier muss jeder selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist.

Auf dem PC mit Verbesserungspotential

Die PC-Version von Metal Gear Solid Delta: Snake Eater lief während des Tests stabil, Abstürze hat es keinen gegeben. Auch das Frame Pacing des Spiels ist gelungen, sodass, wenn man sich den Limitierungen bewusst ist, per se nichts gegen den Kauf der PC-Version spricht. Denn diese weist ein paar Eigenheiten auf, die es so schlicht nicht geben dürfte.

Der nervige 60-FPS-Limiter sollte mittels Patch schnellstmöglich entfernt werden und dabei sollten auch die neuesten Upsampling-Versionen ihren Weg ins Spiel finden. Und auch Widescreen-Support für Monitore mit einem Seitenverhältnis von mindestens 21:9 sollte noch den Weg in das Spiel finden. Für einen Kaufpreis von 80 Euro ist das wirklich nicht zu viel verlangt.

Metal Gear Solid Delta: Snake Eater im Benchmark-Test
Die technischen Merkmale
Metal Gear Solid Delta: Snake Eater Eigenschaften
Entwickler Konami
Publisher Konami
Engine Unreal Engine 5
API DirectX 12
Nvidia Reflex Nein
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
HDR
Widescreen (21:9) Nein
Kantenglättung
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS 4 Transformer Nein (per Nvidia Profile Inspector möglich)
Nvidia DLSS Super Resolution (SR)
Nvidia DLSS Ray Reconstruction (RR) Nein
Nvidia DLSS Frame Generation (FG) Nein
Nvidia DLSS Multi Frame Generation (MFG) Nein
AMD FSR 4 Super Resolution (SR) Nein
AMD FSR Super Resolution (SR)
AMD FSR Frame Generation (FG) Nein
Intel XeSS Super Resolution (SR) Nein
Intel XeSS Frame Generation (FG) Nein
Epic UE TSR (SR)
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, TSR Native)
Raytracing
Software-Lumen (UE5) ✓ (Beleuchtung, Reflexionen)
Hardware-Lumen (UE5) Nein
50 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5070 / RTX 4070 Super / RX 9070 / RX 7900 XT
UHD RTX 5090 / RTX 4090
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 28. August 2025
Preis zum Release 80 Euro
90 Euro (Deluxe Edition)

ComputerBase hat Metal Gear Solid Delta: Snake Eater von Publisher Konami zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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