DLSS 4.5 vs DLSS 4 vs. FSR AI im Test: Fazit

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Wolfgang Andermahr
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Umso hübscher, desto fordernder

Die Upsampling-Technologien liefern qualitativ immer bessere Ergebnisse. FSR Upscaling AI (FSR 4, mit Redstone umbenannt) war ein riesiger Schritt gegenüber FSR 3.1 und DLSS 4 ein großer Schritt gegenüber DLSS 3. Und DLSS 4.5 setzte da noch einmal eine Portion oben drauf. Details gibt es im ersten Teil dieser Serie mit umfassenden Side-by-Side-Videos:

Umsonst gibt es die bessere Bildqualität aber nicht, auch auf aktuellen GPU-Architekturen nicht: Die bessere Bildqualität gibt es generell nur gegen „weniger“ FPS. Die aktuelle Hardware verkraftet die höheren Kosten aber besser als die ältere.

Performance öfter möglich (und nötig)

Auf GeForce RTX 5000 und RTX 4000 hält sich der Leistungsverlust von DLSS 4.5 in Grenzen, auf der RTX 3090 Ti ist dieser dagegen deutlich größer. So viel größer, dass der Quality-Modus kaum noch schneller als die native Auflösung läuft (siehe Tabelle) – und je nach Spiel auch mal langsamer.

Leistungsniveau, jeweils normiert auf FPS mit DLSS 3 Performance
Grafikkarte DLSS 3 DLSS 4 DLSS 4.5 Aus
Performance Quality Performance Quality Performance Quality Native
RTX 5070 Ti 100 % 80 % 93 % 75 % 88 % 68 % 55 %
RTX 3090 Ti 100 % 81 % 91 % 75 % 80 % 60 % 57 %

Weil der neue Performance-Modus optisch dem älteren Quality (DLSS 3 und älter) oft weit überlegen ist, lassen sich aber auch auf diesen Grafikkarten häufig noch FPS bei gleichzeitig besserer Bildqualität gegenüber „native“ gewinnen. Beispiel: Mit DLSS 4.5 Performance erreicht die RTX 3090 Ti mit 80 Prozent der Ausgangs-FPS quasi das Leistungsniveau wie mit DLSS 3 Quality, das Ergebnis sieht aber besser aus.

Leistungsniveau, jeweils normiert auf FPS mit FSR 3.1 Performance
Grafikkarte FSR 3 FSR AI Aus
Performance Quality Performance Quality Native
RX 9070 XT 100 % 78 % 92 % 74 % 54 %
RX 6950 XT 100 % 78 % 56 %

Man muss sich mit DLSS 4.5 insbesondere auf älteren Modellen also überwinden, „aggressivere DLSS-Modi“ zu fahren, um nicht nur eine bessere Bildqualität, sondern auch (etwas) mehr FPS einzufahren. Die Luft ist nichtsdestoweniger enger als auf RTX 4000 und RTX 5000.

Als dritter Teil der Serie ist ein Vergleich der Bildqualität mit Upscaling und der nativen Auflösung geplant. Stay tuned!

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