AMD Radeon RX 9060 XT im Test: Benchmarks in WQHD sowie Full HD und die Taktraten

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Wolfgang Andermahr
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Für die nachfolgenden Benchmarks wurde das OC-Modell von XFX auf AMDs Referenz-Taktraten und -TDP eingebremst.

Performancerating mit und ohne RT in 2.560 × 1.440

In der Zielauflösung WQHD kann sich die Radeon RX 9060 XT bei reiner Rasterizer-Grafik knapp vor der Radeon RX 7700 XT platzieren: 2 Prozent schneller als der gemäß UVP 90 Euro teurere Vorgänger ist die neue Grafikkarte. Damit ist die Radeon in dieser Einstellung 6 Prozent schneller als die GeForce RTX 5060 Ti mit 8 GB, während Nvidias 16-GB-Modell 5 Prozent vorne liegt. Die Radeon RX 9070 ist 47 Prozent voraus.

Wichtig: Wie zuletzt wiederholt beschrieben, ist der Vergleich der Durchschnittsleistung einer 16-GB- mit einer 8-GB-Version eine Milchmädchenrechnung: Die 8-GB-Version hat entweder gravierende Probleme und lässt die Leistung deutlich sinken, oder eben nicht. Die Radeon RX 9060 XT mit 16 GB absolviert den Parcours ohne Probleme. Beim bisher nicht getesteten 8-GB-Modell wäre das wie bei den 8-GB-Varianten von Nvidia nicht der Fall.

Unter Verwendung von Raytracing-Grafik kann die Radeon RX 9060 XT ihren Vorsprung zur Radeon RX 7700 XT auf 17 Prozent ausbauen, sodass der Rückstand zur Radeon RX 7800 XT von 14 Prozent auf nur noch 5 Prozent fällt. Die RX 9070 bleibt 46 Prozent in Front.

Im Vergleich zur GeForce RTX 5060 Ti 8 GB hat die Radeon RX 9060 XT jetzt einen Vorsprung von satten 39 Prozent: Die 8 GB sind in dem Fall nicht im Ansatz genug und lassen die FPS dieser Grafikkarte in einigen Spielen einbrechen. Der Rückstand zur RTX 5060 Ti mit 16 GB steigt hingegen geringfügig um 2 Prozentpunkte an.

Performancerating 2.560 × 1.440
Performancerating 2.560 × 1.440 – Rasterizer, AVG-FPS
    • GeForce RTX 5090 (32 GB)
      142,4
    • GeForce RTX 4090 (24 GB)
      122,7
    • GeForce RTX 5080 (16 GB)
      105,4
    • GeForce RTX 4080 Super (16 GB)
      97,1
    • GeForce RTX 5070 Ti (16 GB)
      94,1
    • Radeon RX 7900 XTX (24 GB)
      92,0
    • Radeon RX 9070 XT (16 GB)
      88,8
    • GeForce RTX 4070 Ti Super (16 GB)
      85,6
    • Radeon RX 7900 XT (20 GB)
      81,5
    • Radeon RX 9070 (16 GB)
      78,7
    • GeForce RTX 5070 (12 GB)
      74,8
    • GeForce RTX 4070 Super (12 GB)
      72,9
    • Radeon RX 7900 GRE (16 GB)
      65,7
    • GeForce RTX 4070 (12 GB)
      63,5
    • Radeon RX 7800 XT (16 GB)
      61,9
    • Radeon RX 6800 XT (16 GB)
      58,0
    • GeForce RTX 5060 Ti (16 GB)
      56,1
    • Radeon RX 9060 XT (16 GB)
      53,5
    • Radeon RX 7700 XT (12 GB)
      52,3
    • GeForce RTX 5060 Ti (8 GB)
      50,5
    • GeForce RTX 4060 Ti (8 GB)
      45,2
    • GeForce RTX 5060 (8 GB)
      43,5
    • GeForce RTX 3060 Ti (8 GB)
      41,3
    • Radeon RX 6700 XT (12 GB)
      41,0
    • Arc B580 (12 GB)
      37,2
    • GeForce RTX 4060 (8 GB)
      36,6
    • Arc A770 (16 GB)
      34,6
    • Radeon RX 7600 (8 GB)
      31,4
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Performancerating mit und ohne RT in 1.920 × 1.080

In Full HD steigt der Vorsprung der Radeon RX 9060 XT zur Radeon RX 7700 XT bei Raster-Grafik von geringen 2 Prozentpunkten auf deutlich höhere 9 Prozent an. Es ist denkbar, dass die Radeon RX 7700 XT in WQHD von ihrer deutlich höheren Speicherbandbreite profitieren konnte (192 Bit statt 128 Bit), was in FHD nicht mehr der Fall ist.

Was für diese Theorie spricht, ist, dass die Abstände zu den Nvidia-Grafikkarten vergleichbar bleiben. Die Radeon RX 9060 XT ist 6 Prozent flotter unterwegs als die GeForce RTX 5060 Ti 8 GB, das 16-GB-Modell ist derweil knappe 4 Prozent schneller.

Performancerating 1.920 × 1.080
Performancerating 1.920 × 1.080 – Rasterizer, AVG-FPS
    • GeForce RTX 5060 Ti (16 GB)
      85,6
    • Radeon RX 9060 XT (16 GB)
      82,7
    • GeForce RTX 5060 Ti (8 GB)
      77,9
    • Radeon RX 7700 XT (12 GB)
      76,2
    • GeForce RTX 4060 Ti (8 GB)
      70,5
    • GeForce RTX 5060 (8 GB)
      68,3
    • GeForce RTX 3060 Ti (8 GB)
      63,4
    • Radeon RX 6700 XT (12 GB)
      62,3
    • GeForce RTX 4060 (8 GB)
      58,4
    • Arc B580 (12 GB)
      54,9
    • Radeon RX 7600 (8 GB)
      54,2
    • Arc A770 (16 GB)
      48,5
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Auch mit Raytracing kann die Radeon RX 9060 XT ihren Vorsprung zur Radeon RX 7700 XT auf deutliche 22 Prozent ausbauen, dasselbe gilt für den FPS-Unterschied zur GeForce RTX 5060 Ti 8 GB, der bei 27 Prozent liegt. Der Abstand Radeon RX 9060 XT zur GeForce RTX 5060 Ti 16 GB liegt zu Gunsten der Nvidia-Hardware bei gleichbleibenden 4 Prozent.

Weitere Analysen zur Gaming-Performance

Mit Blick auf die einzelnen Benchmarks fällt abermals auf, dass RDNA 4 je nach Spiel anders als RDNA 3 skaliert, sodass die Unterschiede zwischen der Radeon RX 9060 XT und der Radeon RX 7700 XT stark schwanken. In Dragon's Dogma 2 zum Beispiel ist die Radeon RX 9060 XT 18 Prozent schneller als die Radeon RX 7700 XT, in Empire of the Ants dagegen liegt die alte Karte um 18 Prozent vorne.

Darüber hinaus lassen sich die teils großen Unterschiede in der Raytracing-Leistung zwischen RDNA 3 und RDNA 4 sehen. Sie kommen nicht immer zum Tragen, doch vor allem bei RT-lastigen Szenen kann der Unterschied groß sein. In F1 24 zum Beispiel liegt die Radeon RX 7700 XT bei Rasterizer-Grafik noch 3 Prozent vorne, bei Raytracing dreht die Radeon RX 9060 XT das Bild dann um und liefert 22 Prozent mehr FPS.

Ebenso gut zu sehen ist, dass die Radeon RX 9060 XT und die GeForce RTX 5060 Ti sehr unterschiedlich abschneiden können. In Black Myth: Wukong liegt die GeForce RTX 5060 Ti gute 17 Prozentpunkte vor der Radeon RX 9060 XT, in Call of Duty: Black Ops 6 ist dagegen die Radeon 24 Prozent schneller. Insgesamt ist es ein ganz schönes hin und her zwischen der AMD- und der Nvidia-Grafikkarte.

Und natürlich fallen auch die Vorteile des 16 GB großen Speichers auf, der auch in Full HD große Performance-Gewinne beisteuern kann. Unter anderem in Dragon Age: The Veilguard kommt die Radeon RX 9060 XT 16 GB auf gut flüssige 60 FPS, die GeForce RTX 5060 Ti 8 GB dagegen auf unspielbare 16 FPS. Bei der Radeon RX 9060 XT 8 GB wäre das nicht anders.

GPU-Taktraten unter Last

Die Radeon RX 9060 XT arbeitet generell mit sehr hohen Taktraten, die die 3.000-MHz-Marke meistens überschreiten. 3.400 MHz beträgt der maximale Takt, den das Testsample erreicht hat, aber der nicht im Spiele-Alltag anliegt. Ermittelt wurde das mit der auf die Referenz-Specs eingebremsten OC-Variante von XFX.

Im Durchschnitt taktet die Radeon RX 9060 XT unter Volllast mit 3.148 MHz, mehr als 3.000 MHz ist damit der Standard und nicht die Ausnahme. Den höchsten Takt gibt es wieder einmal in Final Fantasy XVI, 3.328 MHz liegen dort während des Benchmarks an.

F1 24 mit Raytracing sowie Warhammer 40k: Space Marine 2 sind dagegen die Spiele, in denen die 3.000 MHz nicht ganz erreicht werden. In Space Marine 2 taktet die Grafikkarte mit 2.978 MHz, in F1 24 sind es 2.929 MHz.

Die tatsächlichen, durchschnittlichen Taktraten im Fractal Design Torrent
3.840 × 2.160 Radeon RX 9060 XT
Black Myth: Wukong 3.125 MHz
Call of Duty: Black Ops 6 3.192 MHz
Dragon Age: The Veilguard 3.134 MHz
Dragon Age: The Veilguard + RT 3.163 MHz
Dragon's Dogma 2 3.255 MHz
Dragon's Dogma 2 + RT 3.256 MHz
Empire of the Ants 3.072 MHz
F1 24 3.004 MHz
F1 24 + RT 2.929 MHz
Final Fantasy XVI 3.328 MHz
Frostpunk 2 3.052 MHz
Ghost of Tsushima 3.303 MHz
God of War: Ragnarök 3.139 MHz
Horizon Forbidden West 3.192 MHz
Indiana Jones und der große Kreis + RT 3.213 MHz
Kingdom Come 2 3.307 MHz
Lego: Horizon Adventures 3.046 MHz
MechWarrior 5: Clans 3.127 MHz
Outcast – A New Beginning 3.191 MHz
Satisfactory 3.126 MHz
Senua's Saga: Hellblade II 3.171 MHz
Silent Hill 2 3.201 MHz
Silent Hill 2 + RT 3.075 MHz
Spider-Man 2 3.191 MHz
Spider-Man 2 + RT 3.190 MHz
Stalker 2: Heart of Chornobyl 3.172 MHz
Star Wars Outlaws + RT 3.005 MHz
Warhammer 40k: Space Marine 2 2.978 MHz
Durchschnitt 3.148 MHz

Der GPU-Takt wird durch das Power Limit eingebremst

Wenn die Radeon RX 9060 XT nicht mit deutlich mehr als 3.000 MHz arbeitet, ist das Power Limit der limitierende Faktor. Die maximal erlaubten 160 Watt nach Telemetrie bremsen die Grafikkarte beinahe durchweg ein, Final Fantasy XVI liefert mit 130 Watt den niedrigsten Wert (laut Telemetrie). Alle anderen Spiele liegen dagegen am Maximum, hier würde ein höheres Power Limit also automatisch den Takt erhöhen.

Ein Beispiel: In Space Marine 2 wird die GPU durch die 160 Watt auf 2.978 MHz im Test eingebremst, mit einem Power Limit von 180 Watt (XFX OC) arbeitet die Grafikkarte mit 3.197 MHz, bei 200 Watt (XFX OC + 10 Prozent) mit 3.254 MHz - das sind 219 MHz respektive 276 MHz mehr.

Taktverlauf – Ultra HD, Metro Exodus
2.7002.8002.9003.0003.1003.200MHz 150100150200250300350400450500550600Sekunden
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