AMD Ryzen 7 9850X3D im Test: Leistungsaufnahme und Fazit

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Update Volker Rißka
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Leistungsaufnahme in Spielen (CPU-Limit)

Der AMD Ryzen 7 9850X3D ist dank bis zu 330 MHz höherem Takt (Durchschnitt +188 MHz) in den Spiele-Benchmarks nicht nur schneller im CPU-Limit, er verbraucht dafür auch mehr – und das nicht zu knapp. Mit im Durchschnitt knapp 120 Watt Verbrauch (CPU Package Power) ist von der bei Ryzen 5000X3D und später Ryzen 7000X3D noch so extremen Effizienz nicht mehr viel zu sehen. Die 400 MHz sind schlichtweg nicht allein über „Binning“ erzielt, sondern über eine deutliche gestiegene Leistungsaufnahme erkauft worden.

Leistungsaufnahme in Spielen (nur CPU)
    • AMD Ryzen 7 9800X3D 25H2
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      98
    • AMD Ryzen 7 9850X3D 25H2
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      117
Einheit: Watt (W), Geometrisches Mittel

Im Leistungsaufnahme-FPS-Rating fällt der neue Prozessor bei knapp 20 Prozent mehr Verbrauch für zugleich im Durchschnitt 5 Prozent mehr FPS hinter den Vorgänger zurück.

FPS-Rating/Leistungsaufnahme
    • AMD Ryzen 7 9800X3D 25H2
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      1,85
    • AMD Ryzen 7 9850X3D 25H2
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      1,63
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS) / Watt (W)

Leistungsaufnahme in Anwendungen

Obwohl der Ryzen 7 9850X3D in Anwendungen rund 2 Prozent schneller agiert, steht im HWiNFO-Log zum Handbrake-Benchmark dieselbe durchschnittliche und auch dieselbe maximale Package Power wie beim Ryzen 7 9800X3D. Unter Volllast spielt demnach auch das Binning eine Rolle, das leichte höhere Taktraten bei gleichem Verbrauch möglich macht.

Sein PPT-Limit reizt der Ryzen 7 9850X3D damit in diesem Szenario ebenso wenig aus wie der Vorgänger: Denn auch beim neuen 9850X3D mit 120 Watt TDP gilt: Solange die Temperatur es zulässt, darf die CPU ihren Verbrauch bis zum von AMD definierten PPT-Limit ausreizen, das 162 Watt beträgt. Mit einem Maximum vom im Test mal gesehenen 150 Watt tut sie das aber nicht.

Diagramme
Leistungsaufnahme in Handbrake (nur CPU) – Durchschnitt
    • Intel Core i3-12100F
      58/89 W, DDR5-4800CL24
      58,1
    • Intel Core Ultra 5 225F (CU)
      65/121 W, CU-DDR5-6400CL36
      65,4
    • Intel Core i5-14400F
      65/148 W, DDR5-4800CL24
      65,4
    • AMD Ryzen 5 7500X3D 25H2
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      65,9
    • Intel Core Ultra 5 235 (CU)
      65/121 W, CU-DDR5-6400CL36
      65,9
    • AMD Ryzen 5 7600X3D 25H2
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      67,0
    • AMD Ryzen 7 7800X3D 25H2
      120/162 W, DDR5-5200CL26
      79,8
    • AMD Ryzen 5 8400F
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      83,5
    • AMD Ryzen 5 9600X 25H2
      65/88 W, DDR5-5600CL26
      86,5
    • AMD Ryzen 7 9700X
      65/88 W, DDR5-5600CL26
      86,8
    • AMD Ryzen 5 7500F
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      87,9
    • AMD Ryzen 5 7600
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      88,1
    • AMD Ryzen 5 7600X
      105/142 W, DDR5-5200CL26
      114,9
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      105/142 W, DDR4-3200CL14
      116,8
    • Intel Core Ultra 5 245K 25H2
      159/159 W, CU-DDR5-6400CL36
      131,6
    • AMD Ryzen 9 7950X3D
      120/162 W, DDR5-5200CL26
      134,9
    • AMD Ryzen 7 9700X (cTDP)
      105/142 W, DDR5-5600CL26
      137,2
    • AMD Ryzen 7 7700X
      105/142 W, DDR5-5200CL26
      140,3
    • AMD Ryzen 7 9850X3D 25H2
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      141,2
    • AMD Ryzen 7 9800X3D 25H2
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      141,8
    • Intel Core i5-12600K
      150/150 W, DDR5-4800CL24
      144,5
    • AMD Ryzen 9 9900X3D
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      154,4
    • AMD Ryzen 9 9900X
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      156,9
    • Intel Core i5-14600K
      181/181 W, DDR5-5600CL26
      168,5
    • AMD Ryzen 9 9950X
      170/200 W, DDR5-5600CL26
      192,3
    • AMD Ryzen 9 9950X3D
      170/200 W, DDR5-5600CL26
      193,7
    • Intel Core Ultra 7 265K (CU)
      250/250 W, CU-DDR5-6400CL36
      205,8
    • Intel Core Ultra 9 285K
      250/250 W, DDR5-5600CL26
      219,7
    • Intel Core i9-14900K
      253/253 W, DDR5-5600CL26
      247,1
    • Intel Core i9-14900KS
      320/320 W, DDR5-5600CL26
      291,4
    • AMD Ryzen Threadripper 7970X
      350/350W, DDR5R-5200CL32
      328,6
    • AMD Ryzen Threadripper 9970X
      350/350W, DDR5R-6400CL32
      341,7
    • AMD Ryzen Threadripper 7980X
      350/350W, DDR5R-5200CL32
      342,9
Einheit: Watt (W)

Im Leerlauf verbrauchen AMDs Chiplet-Ryzen traditionell deutlich mehr als monolithische Chips – daran kann auch ein AMD Ryzen 7 9850X3D nichts mehr ändern. Hier bedarf es einer grundlegend neuen Architektur – aber die kommt in Manier von „Strix Halo“ wohl mit der nächsten Generation.

Fazit

Brauchte es einen AMD Ryzen 7 9850X3D? Eigentlich nicht, denn der Ryzen 7 9800X3D ist seit nunmehr über einem Jahr das unangefochtene Gaming-Flaggschiff und Konkurrenz von Intel bis frühestens Ende 2026 mit „Nova Lake“ alias Core Ultra 400 nicht in Sicht.

Vielmehr ist der neue Ryzen 7 9850X3D eine Machtdemonstration, mit der AMD versucht das Preisniveau in einem Jahr, das aller Voraussicht erneut ohne echte neue Architektur im High-End-Desktop auskommen wird, hoch zu halten.

Was das Binning und die Physik zulassen, hat AMD dafür beim Ryzen 7 9850X3D umgesetzt: Mit über 5,6 GHz hat AMD bisher noch kein X3D-Chiplet takten lassen, beim bisherigen Spitzenreiter Ryzen 9 9950X3D war bei 5,55 GHz Schluss.

AMD Ryzen 7 9850X3D im Test
AMD Ryzen 7 9850X3D im Test

In Single-Core-Szenarien kann die CPU so noch einmal sieben bis acht Prozent Leistung gegenüber dem 9800X3D gewinnen und auch in Spielen steigt die Leistung im absoluten CPU-Limit (!) im Durchschnitt um 5 Prozent, weil im Durchschnitt knapp 200 MHz mehr Takt auf allen Kernen anliegen können – bei zugleich deutlich gestiegenem Verbrauch. Und selbst in Multi-Core-Volllast-Szenarien erringt der neue 9850X3D einen Vorsprung von zwei Prozent gegenüber dem 9800X3D. Insgesamt ist der Ryzen 7 9850X3D damit nicht nur der neue Gaming-Champion, sondern auch der neue schnellste 8-Kern-Prozessor.

AMD Ryzen 7 9850X3D
29.01.2026
  • Schnellste Gaming-CPU am Markt
  • Schnellster AMD Ryzen mit 8 Kernen in Anwendungen
  • Stromverbrauch Windows-Desktop
  • Stromverbrauch Gaming vs. 9800X3D deutlich angestiegen
ComputerBase-Empfehlung für AMD Ryzen 7 9850X3D

Offiziell ist der AMD Ryzen 7 9850X3D zum Marktstart günstiger als der 9800X3D seinerzeit: 499 Euro UVP entsprechen 1:1 der US-Dollar-Umrechnung, hierzulande aber schon inklusive Steuern – dem gegenüber dem USD inzwischen viel stärkeren Euro sei dank.

Im Handel wird es aber erst einmal anders aussehen, denn dort gibt es den Ryzen 7 9800X3D aktuell bereits ab 430 Euro. Mit zum Start zu erwartenden 500+ Euro ist der Preisaufschlag für das Gebotene also vermutlich erst einmal zu groß, das dürfte sich aber je nach Liefersituation schnell regulieren.

Wie so oft bei zwei Modellen, die nur Takt und Leistung, aber nicht die grundlegende Konfiguration oder die Features unterscheiden, ist der Preis damit auch auf lange Sicht die einzige weitere Komponente, die es bei der Frage, ob es ein Ryzen 7 9800X3D oder Ryzen 7 9850X3D sein soll, zu berücksichtigen gilt. Wer für absolutes High-End-Gaming weniger ausgeben will, greift zum Ryzen 7 9800X3D, wer das neue absolut schnellste sein Eigen nennen will, nimmt den Ryzen 7 9850X3D – und muss dafür mit einem Aufpreis leben. Offiziell soll der Ryzen 7 9800X3D vorerst weiterlaufen. Die Frage ist: wie lange?

Ryzen 9 9850X3D / 9800X3D: Neue Verfügbarkeiten und Deals
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Filter:
Freitag, 30. Januar 2026
Donnerstag, 29. Januar 2026
Älter, aber noch verfügbar
⭐ Der Stern markiert Deals unterhalb folgender Preisgrenzen:
  • 9850X3D ≤ 500,00 Euro
  • 9800X3D ≤ 440,00 Euro

ComputerBase hat ein Testkit mit AMD Ryzen 7 9850X3D, ASRock X870E Taichi, 32 GByte DDR5-6000 und 1 TByte Samsung-SSD von AMD zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Bericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin.

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