iPad mini mit OLED und A20 Pro im Test: Leistung, Multitasking, Akkulaufzeit und Fazit
2/2A20 Pro wie im iPhone 18 Pro und iPhone Duo
Nicht lumpen lässt sich Apple bei der Leistung. Es kommt der in 2 nm gefertigte A20 Pro zum Einsatz, der auch iPhone 18 Pro (Max) und iPhone Duo antreibt. Im Tablet liefert der Chip ähnliche Spitzenwerte wie im iPhone, selbst unter Dauerlast schlägt sich der Prozessor gut, obwohl zur Ankündigung keine Vapor Chamber erwähnt wurde. Das Tablet bietet schlichtweg mehr Fläche, um die Wärme besser als ein Smartphone abzuführen.
- Geekbench 6.3 – Single-Core Total
- Geekbench 6.3 – Single-Core Integer
- Geekbench 6.3 – Single-Core Floating Point
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Total
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Integer
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Floating Point
- Geekbench 6.3 – GPU (Metal/Vulkan)
- JetStream 2.2
- Speedometer 3.0
- 3DMark Solar Bay Unlimited (Metal/Vulkan)
- 3DMark Steel Nomad Light Unlimited (Metal/Vulkan)
- 3DMark Wild Life Extreme Unlimited (Metal/Vulkan)
- 3DMark Wild Life Unlimited (Metal/Vulkan)
Das neue iPad mini rennt, wir hatten im Test zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass es Engpässe oder Nachteile gegenüber dem neuesten M-Prozessor im iPad Pro gibt, obwohl dieser Chip letztlich die Oberhand behält. Der A20 Pro hat sogar zwei Vorteile: Single-Core-Leistung und Dual-Neural-Engine mit 32 Kernen, die es aber erst mit 512 GB gibt.
- 3DMark Solar Bay Unlimited Stresstest
- 3DMark Steel Nomad Light Unlimited Stresstest
- 3DMark Wild Life Unlimited Stresstest
Halbe Neural Engine für 128 GB und 256 GB
Apple verbaut im iPad mini erstmals zwei unterschiedliche Versionen des A20 Pro, während iPhone 18 Pro und iPhone Duo stets mit dem „Vollausbau“ ausgestattet sind. Bei 128 GB und 256 GB gibt es einen E-Kern weniger und eine halbierte Neural Engine.
Ein konkretes Einsatzgebiet der doppelten Neural Engine ist die lokale Bildgenerierung und -bearbeitung. So können etwa Apps wie Draw Things KI-Bilder direkt auf dem Gerät erzeugen oder mit Modellen Objekte, Hintergründe und Bilddetails verändern, ohne dafür Daten an einen Cloud-Dienst übertragen zu müssen. Es lassen sich zudem komplexere KI-Modelle schneller ausführen, größere Modelle lokal nutzen und KI-gestützte Funktionen reaktionsschneller einsetzen. Der Vorteil liegt somit nicht nur in kürzeren Wartezeiten, sondern auch darin, dass ausgewählte KI-Apps überhaupt erst praktikabel auf dem iPad laufen können.
Den großen A20 Pro braucht es nicht
Wir sind aber der Meinung, dass die meisten Anwender den größeren A20 Pro nicht auf dem iPad mini benötigen, zumal man dafür die 512 GB erwerben muss und somit zwangsweise bei mindestens 1.129 Euro landet – wahnsinnig viel Geld für ein iPad mini. Wir konnten die kleineren Konfigurationen zwar nicht testen, sind aber davon überzeugt, dass sich 95 Prozent der Anwendungen völlig problemlos auch auf diesen Varianten ausführen lassen und sich im Alltag kein bisschen langsamer anfühlen werden.
Multitasking um externes Display erweitert
Apple stattet das iPad mini mit 12 GB RAM aus, was im Test selbst beim Multitasking nie zu Engpässen führte. Das Multitasking unter iPadOS ist ein Thema, über das man wohl Bücher verfassen könnte. Wer es gar nicht erst nutzen oder nicht aus Versehen auslösen möchte, kann in den Einstellungen im Bereich „Multitasking & Gesten“ die Option „Apps im Vollbildmodus“ wählen und erhält damit praktisch ein großes iOS für Tablets.
Bei der Variante „Apps als Fenster“ lassen sich mehrere Fenster auf dem Arbeitsbereich anordnen und in ihrer Größe anpassen, fast ein wenig wie unter macOS – aber mit ziemlich kleinen Bedienelementen und nicht so intuitiv, wie es Apple zuletzt auf dem iPhone Duo gelöst hat. Apps lassen sich nicht direkt links und rechts anpinnen, stattdessen muss immer erst das Dock geöffnet werden, aber vorsichtig, damit man nicht doch aus Versehen zum Homescreen wechselt. Von dort aus lassen sich Apps dann greifen und anpinnen. Schon seit iPadOS 26.2 gibt es zusätzlich die Option des Slide-Over-Fensters, das über anderen Fenstern geöffnet bleibt.
Als dritte Option steht der „Stage Manager“ zur Auswahl, bei dem sich Apps für bestimmte Aufgaben oder Projekte gruppieren und Fenster anordnen, skalieren und überlappen lassen. Wenn man den Stage Manager aktiviert, werden die Apps, in denen man arbeitet, nach ganz vorne bewegt und alle anderen geöffneten Apps werden zu einer Liste von zuletzt benutzten Apps entlang der linken Bildschirmseite. Die in der Größe anpassbaren Fenster bleiben bei Nutzung des Stage Managers erhalten.
Bei der Nutzung eines externen Displays lässt sich das kleinste Tablet neuerdings fast zu einem großen Mac machen, wenngleich macOS das mächtigere Betriebssystem bleibt. Wer aber Tastatur und Maus per Bluetooth mit dem Tablet verbindet, kann bis zu einem gewissen Grad ein Desktop-System von Apple nachbilden. Diese Option hat Apple mit iPadOS 27.2 zudem erweitert, da jetzt neben der reinen Spiegelung des iPad-Displays an einen externen Monitor auch der erweiterte Displaymodus unterstützt wird, sodass damit ein zusätzlicher Desktop zum Arbeiten neben dem Homescreen entsteht. Das iPad mini unterstützt dabei ein externes Display mit einer Auflösung von bis zu 4K bei 60 Hz.
Batterie ermöglicht langen Medienkonsum
Die Akkulaufzeit des iPad mini gibt Apple unverändert mit 10 Stunden für das Surfen im Web mit WLAN oder für die Videowiedergabe sowie bis zu 9 Stunden im mobilen Datennetz an – und das, obwohl die Batterie dieses Jahr mit 18,9 Wh gegenüber ehemals 19,3 Wh etwas kleiner ausfällt. In mAh sind das 4.900 mAh gegenüber 5.078 mAh und damit weniger als bei jedem anderen iPad mini mit Ausnahme der allerersten Generation von 2012.
Aus unserer Erfahrung im Test handelt es sich bei Apples Angaben dennoch um konservative Werte, denn bei uns lief das YouTube-Streaming im WLAN mit über 18 Stunden wesentlich länger.
Das iPad mini unterstützt darüber hinaus erstmals das schnellere Aufladen, sofern ein Netzteil mit mindestens 35 Watt zum Einsatz kommt, das allerdings separat erworben werden muss. Damit lässt sich das Tablet in 30 Minuten auf 50 Prozent laden.
Fazit
Macht ein dünneres, leichteres, kleineres Tablet ein besseres Tablet? Das neue iPad mini erfüllt alle drei Merkmale und ja, es ist vor allem das Format, das die Neuauflage des iPad mini so attraktiv macht. Was zur Vorstellung nach einem eher kleinen Update klang, macht in der Praxis dann doch einen gehörigen Unterschied: Das neue iPad mini fühlt sich fantastisch in der Hand (oder im Rucksack) an, eben weil es so dünn, leicht und klein ist.
Umso erstaunlicher ist es, dass dieses Tablet nun die Leistung auf einem Niveau zwischen iPad Air und iPad Pro bietet. Es dürfte in der Praxis zudem keinen Unterschied machen, ob der Vollausbau des A20 Pro wie im Testgerät oder lediglich die Variante mit einem E-Kern weniger und halbierter Neural Engine zum Einsatz kommt – spezielle KI-Workloads ausgenommen. Das iPad mini hat Leistung im Überfluss, auch für anspruchsvolle Apps und lässt sich mit der Erweiterung um ein externes Display in gewissem Maße als Alternative zu einem Mac nutzen.
Das OLED-Display stellt ein deutliches Upgrade gegenüber dem vorherigen LCD dar, vor allem beim Medienkonsum und Spielen macht sich das Panel positiv bemerkbar. Uns geht das Upgrade allerdings nicht weit genug: Für mindestens 749 Euro kann man auch ProMotion mit bis zu 120 Hz anstelle von statischen 60 Hz erwarten. Erstaunlich, dass Apple überhaupt noch ein OLED-Panel mit dieser Bildwiederholrate auftreiben konnte.
Der Preis ist letztlich die größte Hürde, die für das neue iPad mini genommen werden muss. Zur Erinnerung: Das iPad mini ging 2012 mal für 329 Euro an den Start. Der Vergleich zu einem 14 Jahre alten Tablet hinkt, das stimmt, aber selbst der direkte Vorgänger war 150 Euro günstiger. Speicherkrise hin oder her: Der neue Einstiegspreis von 749 Euro schmerzt und Apple hätte durchaus in anderen Bereichen gegensteuern können, die nicht von diesen massiven Preissteigerungen betroffen sind und die Apple eher selbst steuern kann: mit ProMotion zum Beispiel. Aber das lässt die Position im aktuellen Portfolio wohl schlichtweg nicht zu.
Was bleibt, ist ein kompaktes, äußerst leistungsfähiges Tablet, dessen Format das Highlight bildet. Wenn es doch nur nicht so verdammt teuer wäre.
- Das Format ist ausgezeichnet
- Sehr hohe Leistung
- OLED mit hoher Bildqualität
- Erweiterung auf externes Display
- Exzellente Verarbeitung
- IP67-Zertifizierung
- Gute Akkulaufzeiten
- Gut klingende Lautsprecher
- Großes App-Ökosystem für iPadOS
- 60 Hz in dieser Preisklasse
- Sehr hoher Einstiegspreis
Uns wurde das iPad mini (2026) mit leihweise von Apple unter NDA zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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