1000€ im Monat sparen und nicht reich werden

Rondalis schrieb:
ich habe mir gerade mal Gedanken gemacht, selbst ein radikaler Sparkurs von 1000€ und das konsequent jeden Monat über 10 Jahre würde gerade mal 120000€ Erspartes bedeuten,[....]

Nun spare ich 20 Jahre diesen Betrag, ergibt 240000€, 40 Jahre und ich komme auf 480000€, wenn ich konsequent spare. Bei den meisten Menschen wäre das circa die Arbeitszeit im Leben bis zur Rente.

Genau hier siehst du was die aktuelle Finazpolitik für Kleinsparer bedeutet. Bei der aktuellen Zinspolitik würdest du ja sogar vermutlich nach 10 jahrne sparen Strafzinsen zahlen! D.h. am Ende hättest du sogar weniger als die 480k€.

Bei niedrigen Zinsen von nur 1% hätte man nach 40 Jahren übrigens 590000 €. Bei 2% schon 730000 € und bei einem eigentlich völlig normalem Zinssatz von 3% wären es schon 920000 € ! Es gab sogar Zeiten mit 5% Zinsen. Dann hätte man sogar schon 1,5Mio € nach 40 Jahren Sparen gehabt!

Ein fiktives Beispiel: Würde 1/4 der Bevölkerung in der Lage sein dein gennantes Sparvolumen über 40 Jahre einzuhalten und es gäbe 3% Zinsen so reden wir über eine Summe von etwa 10 Billionen €!

Hier sieht man was die aktuelle Finnazpolitik wirklich bedeutet.



Rondalis schrieb:
Ich schufte also theoretisch 40 Jahre um eine halbe Millionen ohne irgendwelche Einflüsse, wie Geldentwertung, persönliche Investitionen (Hausbau, neues Auto, Familiengründung ) zu berücksichtigen.

Um reich zu werden muss ich also zwangläufig auch ein Risiko auf mein Geld nehmen um den Sprung in ein Reichtum an Geld zu bekommen.

Nein, reich wirst du mit keiner halbwegs üblichen Anlage.

EDIT Zahlen verbessert..
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch, mit der Anlage in Aktien. Das ist eine sehr übliche Anlage - Deutschland ist eines der Länder mit der geringsten Aktienquote. Nur weil es hier in diesem Land nicht ausgeprägt ist, heißt das nicht dass es unüblich ist, anderswo ist das ganz normal. Wenn der deutsche Michel nicht an den enormen Renditen des Aktienmarkts partizipieren will, dann ist er selbst schuld - und darf dann auch nicht meckern. Andere Leute nehmen die Marktrendite mit, sehen im Schnitt eine Verdoppelung ihrer angelegten Summen alle 11-12 Jahre und gehen mit einem ganz entspannten Polster in die Rente.

Leider wird hier in Deutschland Eigenverantwortung weitestgehend nullifiziert und abgelehnt. Wenn der deutsche Michel sich finanziell nicht selbst bilden möchte und auf die Risikoprämien für Aktieninvestments bewusst verzichtet, dann ist er selbst schuld und sollte nicht über System oder Politik meckern. Breit diversifizierte ETF Sparpläne gibt es bei diversen Broken bereits ab 50€ im Monat und sind somit selbst für Mindestlohn-Empfänger erschwinglich, sofern dem Priorität eingeräumt wird. Ausreden gibt es daher m.E. keine.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ThomasK_7
Ich kannte noch ein Deutschland in denen sehr viele Aktien hatten und ihnen nachgesagt wurde das die Bevölkerung sehr wohlhabend ist (und das auch Sicht von Österreich).

Naja, das war um 2000. Ich nehme an es ist bekannt was danach passierte. Insofern verwundert mich die geringe Aktienquote nicht, da sich da einfach viele die Finger verbrannt haben.
Genauso 2008.

Ich finde die soziale Absicherung sollte nicht in die Finanzmärkte fließen, das Umlageverfahren ist dafür viel geeigneter, billiger, sicherer und immer stabil.
 
Die soziale Absicherung ist wieder ein seperater Punkt für mich, wirklich Geld das ich vermehren oder zur Seite legen kann für individuelle Bedürfnisse meine ich. Also bei dem 1000 Euro Beispiel halte ich BU, Altersversicherung und weitere Absicherungen dieser Art würde ich selber seperat betrachten und nicht in die Ansparung mit einbeziehen.

Mir ist gerade außerdem eingefallen, wäre es nicht am Sinnvollsten die ersten Ersparnisse für einen Notgroschen in Form von Bargeld oder auf dem Tagesgeldkonto liegen zu lassen?
 
Tut mir Leid, aber die Leute um 2000 waren teilweise selber Schuld. Man hat blind Fernsehwerbungen oder "Experten" vertraut und sich nicht selber damit beschäftigt.
Siehe Teleom Aktie
https://www.tagesspiegel.de/wirtsch...ersengang-eine-aktie-fuers-volk/14852362.html
oder Göttinger Gruppe
https://www.handelsblatt.com/finanz...tml?ticket=ST-773318-oJLVBMHXZAHVDWzhUFFU-ap4

Die Leute haben einfach keine Lust sich damit selber zu beschäftigen und vertrauen irgendwelchen Beratern, aber wenn sie auf die Nase fallen, dann sind alle anderen Schuld und man ruft nach dem STaat.

Lest Blogs wie Finanzwesir oder Foren wie wertpapierforum.
 
Rotkaeppchen schrieb:
Und der dritte Weg ist immer reich zu heiraten...
Es gibt noch einen vierten Weg. Der ist, sorry für die Wortwahl, Scheisse auf Youtube labern. Nennt sich imho heute Influencer und scheint für einige sehr lukrativ zu sein ohne das man irgendetwas können muss.

Ich denke, der erfolgreichste Weg, außer Selbstständigkeit oder Glück (Lotto) um reich zu werden ist immer noch in sich selber zu investieren in Form von Weiterbildungen.
 
new Account() schrieb:
Schmarrn - du weißt schon, dass man die 480k erst nach 40 Jahren zusammen hat?
So kommt etwas wesentlich niedrigeres raus.

Stimmt, da habe ich oben blödsinn geschrieben.....
Es sind nur ca. 590 €... Bei 3% hätte man aber sein Geld noch fast verdoppelt.
 
hallo7 schrieb:
Ich kannte noch ein Deutschland in denen sehr viele Aktien hatten und ihnen nachgesagt wurde das die Bevölkerung sehr wohlhabend ist (und das auch Sicht von Österreich).

Naja, das war um 2000. Ich nehme an es ist bekannt was danach passierte. Insofern verwundert mich die geringe Aktienquote nicht, da sich da einfach viele die Finger verbrannt haben.
Genauso 2008.

Ich finde die soziale Absicherung sollte nicht in die Finanzmärkte fließen, das Umlageverfahren ist dafür viel geeigneter, billiger, sicherer und immer stabil.

Der 2000er Boom war halt auch vergleichbar mit dem Bitcoin run des letzten Jahres... von dieser Situation sind wir aktuell noch meilen weit entfernt, ich kann keine Goldgräber Stimmung erkennen die besorgt machen müsste das die Kurse dramatisch überbewertet sind.

Dazu kommt das ich auch generell eher von einzelnen Aktien abraten würde und auf ETF's setzen. Wenn der Markt runter geht wird eben günstig nach gekauft und die Kriese ausgesessen... der Moment wo ein gesammter Index auf 0 stürzt ist der Moment wo dir weder Bargeld noch Gold etwas bringt weil Mad Max regeln gelten, daher muss man nur genügend Geduld haben um den Index wieder klettern zu sehen.
 
Rondalis schrieb:
Mir ist gerade außerdem eingefallen, wäre es nicht am Sinnvollsten die ersten Ersparnisse für einen Notgroschen in Form von Bargeld oder auf dem Tagesgeldkonto liegen zu lassen?


Ich denke 2-3 Nettogehälter auf dem Tagesgeld (Kleinwagen und Mietwohnung) sind angemessen.

Sofern keine Wirtschaftskrise dein gesamtes Depot nach unten gezogen hat, dauert es keine zwei Tage einzelne Aktien im Notfall zu liquidieren.

Ich habe mich dazu entschieden ein viertel meiner Ersparnisse in ETFs zu stecken - rein für die Altersvorsorge.
Mit dem Rest spekuliere ich in einzel Aktien - aus dem Grund weil es mir so viel Spaß macht :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mighty schrieb:
Es gibt noch einen vierten Weg. Der ist, sorry für die Wortwahl, Scheisse auf Youtube labern. Nennt sich imho heute Influencer und scheint für einige sehr lukrativ zu sein ohne das man irgendetwas können muss...

Wenn es so einfach wäre - die Influencer machen einen 24/7 Job und arbeiten sich den Arsch ab. Wer hier erfolgreich ist und aus der Menge der Möchtegerns herausragt hat schon sehr viel geleistet. Ob man das persönlich gut findet hat nichts mit der objektiven Leistung zu tun.
 
@Mighty da spricht jemand der noch nie vor der Kamera stand. Erstmal macht man das neben der Arbeit, das bedeutet 8h arbeiten, 3-4h aufnehmen und 3-4h schneiden. :-)
Würde ich für kein Geld machen wollen, hab’s schon getestet.

BTW, 1000€ im Monat sparen können und reich werden wollen, wusstet ihr das viele nichtmal 100€ sparen können? Kann man sich nichtmal zufrieden geben? Warum eigentlich alles sparen? Wie wäre es mal mit Urlaube gönnen etc? Man lebt doch nur einmal, undzwar nicht von 65 bis ..
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ein_Freund
Mighty schrieb:
Es gibt noch einen vierten Weg. Der ist, sorry für die Wortwahl, Scheisse auf Youtube labern. Nennt sich imho heute Influencer und scheint für einige sehr lukrativ zu sein ohne das man irgendetwas können muss.

Ich denke, der erfolgreichste Weg, außer Selbstständigkeit oder Glück (Lotto) um reich zu werden ist immer noch in sich selber zu investieren in Form von Weiterbildungen.

Find ich nicht. Yter sind gut in dem was sie tun. Teilweise bekannter als stars. Das sind die neuen stars. Die jugend und kinder sehen in denen teilweise ihre idole. Was ich zwar nicht toll finde aber es idt halt so. Youtube entwickelt sich sowiso zu einem monopol. Ich muss aber sagen ich ertappe mich dabei wie ich am handy mir videos ansehe die ich eigentlich gar nicht gesucht habe. Genau das ist so toll an youtube. Viele inhalte und sich über das informieren was einen gefällt.

Aber b2t. Such dir nen ordentlichen berater. Vieleicht gibt es bei dir sogar lokal möglichkeiten geld zu investieren (erneuerbare energien usw).
 
Wer 1000€ im Monat beiseite legen kann würde ich schon fast als reich bezeichnen :D
 
Mighty schrieb:
Ich denke, der erfolgreichste Weg, außer Selbstständigkeit oder Glück (Lotto) um reich zu werden ist immer noch in sich selber zu investieren in Form von Weiterbildungen.

Definitiv dieses. Es gibt keinen leichteren Weg zu gesichertem Wohlstand als ein Medizinstudium. Die Frage ist ob man damit am Ende glücklich ist.

KenshiHH schrieb:
Wer 1000€ im Monat beiseite legen kann würde ich schon fast als reich bezeichnen :D

Vielleicht auch nur bescheiden oder geizig, aber im prinzip hast du recht: 1000 euro zur freien verfügung haben ist definitiv für den Lebensstandard nicht zu schlecht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: snickii
snickii schrieb:
@Mighty da spricht jemand der noch nie vor der Kamera stand. Erstmal macht man das neben der Arbeit, das bedeutet 8h arbeiten, 3-4h aufnehmen und 3-4h schneiden. :-)
Würde ich für kein Geld machen wollen, hab’s schon getestet.
Ich habe nie behauptet das das keine Arbeit ist, lediglich das dies eine Arbeit ist bei der man im Prinzip nix können muss. Meiner Meinung nach gibt es ausser den üblichen Wegen, Lotto/Erben/Heirat keine andere Möglichkeit reich zu werden als mit Arbeit, je "härter" und "mehr" desto besser. Influencer gehören aber eher zu der Gruppe vom Tellerwäscher (also quasi Nixkönner) zum Millionär.

Die erfolgreichen stecken da auch sicherlich mehr als 8h am Tag an Arbeit rein, aber um es mal krass auszudrücken, ein bisschen Schminke ins Gesicht klatschen, hübsch aussehen können tausende von Frauen. Die haben halt nicht alle Bock sich zur Schau zu stellen.
 
Sei es ihnen doch gegönnt! Früher wurden die ganzen yter ausgelacht... Nun wollens alle nachmachen.
Jetzt ist es reichlich spät dafür. Außer natürlich man findet ein bestimmtes Genre das neu ist.

Youtube ist halt sehr komplex geworden. Fängt schon beim Thumbnail an :D

Aber generell denke ich wenn du 1000€ im Monat über hast bist du entweder sehr guter verdiener oder geizig bzw willst dir nix kaufen.

Geizigkeit ist an sich ja nicht schlecht. Aber wenns finanziell möglich ist sollte man doch das Geld auchmal für Freizeit ausgeben. Altersvorsorge gut und recht. Ein unfall morgen man denkt sich "hätte ich nur damals den urlaub gemacht". Ich bin mit meinem einkommen auch zufrieden. Für mich spielt aber reichtum eine untergeordnete rolle. Da fahr ich lieber 2 oder 3 mal Pro jahr in den urlaub (städte reißen, strand urlaube usw.) Oder gehe öfters schick essen. Man soll den moment leben und nicht mit 80 auf nen batzen geld sitzen der dir nix bringt. Natürlich will man den Kindern etwas hinterlassen, aber sich selber sollte man nie vergessen.

Geld würde ich eher in immobilien investieren... Evtl sogar im Ausland. Oder in Zonen wo bald mit Wohnbau begonnen wird. Die nimmt dir keine wirtschaftskrise. Außer natürlich du hast dich deswegen verschuldet haha :D
 
@Mighty das stellst du dir darunter vor? Man muss auch ein gewisses Talent haben sich zur schau zu stellen, das kann nicht einfach so jeder. Es ist wie eine eigene Firma, du brauchst Werbemaßnahmen, du brauchst Sponsorenverträge, du musst an Veranstaltungen teil nehmen, die meisten machen das übrigens 7 Tage die Woche, da gibts meistens kein Wochenende.

Die richtig erfolgreichen werden dann noch überall verfolgt und können nichtmal mit einem Kumpel Essen gehen ohne Schlagzeilen wie: "Betrügt ihren Freund.."
Geiles einfaches Geld verdienen. :freak:

Nochmal an den TE: Spar nicht jeden Cent und frag dich ob du Millionär wirst, leb dein leben!
Verreise und gönne dir was, das Geld bringt dir auch nichts wenn du mit 60 Krebs hast. Hört sich scheiße an, ist aber halt so..

Ich finds echt krass bei wievielen Geld das ganze leben bestimmt, also nicht Geld an sich, sondern dieser Gedanke "Ich brauche so viel Geld wie möglich"
 
snickii schrieb:
@Mighty
Nochmal an den TE: Spar nicht jeden Cent und frag dich ob du Millionär wirst, leb dein leben!
Verreise und gönne dir was, das Geld bringt dir auch nichts wenn du mit 60 Krebs hast. Hört sich scheiße an, ist aber halt so..

Ich finds echt krass bei wievielen Geld das ganze leben bestimmt, also nicht Geld an sich, sondern dieser Gedanke "Ich brauche so viel Geld wie möglich"

Kenne tatsächlich jemandem dem es mehr oder weniger so ergangen ist. Hat als Lehrer im Wohnmobil gelebt um zu sparen, alles drei mal umgedreht nur um mit 60 endlich sagen zu können das er es geschafft hat und Millionär ist.

Hat seine Kinder auch voll auf Erfolg gedrillt, den Kontakt zum Sohn abgebrochen weil der keine Lust auf Karriere hatte und mit mitte 60 gabs dann die Diagnose Krebs.

tja, ist schon viel wahres dran ins jetzt und ins wohlbefinden zu investieren.
 
@snickii

Dein ernst? Youtube Star sein ist hart? Noch nicht kapiert, dass das QVC und Co in modern sind und ausschließlich darauf abzielen, Konsumenten zum Kauf zu manipulieren? Keiner der großen Youtuber in DE ist "allein". Da stehen überall Produktionsteams etc. dahinter. Das ist nichts anderes als Fernsehen über einen neuen Kanal. Manche davon mögen tatsächlich mal als Hobby begonnen haben, aber das ganze "Amateur" dabei ist nur Teil des Marketings. Zudem wird suggeriert, dass es jeder könne. Denn davon, dass sich dann viele daran probieren und sich als Vorbild eben diese Youtuber anschauen und folgen, genau davon leben diese neben dem "influencen" was nichts anderes als Werbung ist. Schöner neudeutscher Marketingsprech. Wer den Begriff eingeführt hat, hätte ihn sich schützen lassen sollen.

Und wer im Rampenlicht steht, muss eben damit leben, dass sie beobachtet werden. Das hat nun wirklich nichts mit harter Arbeit zu tun. Wer das nicht will, kann nun mal nicht im Showbiz vor der Kamera arbeiten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MrFr33zer40k
Zurück
Oben