2,5" Festplatte läuft im ext. Gehäuse nicht an (ST Momentus 5400.6 320GB)

MadManniMan

Lt. Junior Grade
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Hallo miteinander!

Ich habe mir nach langem Überlegen anstelle einer simplen fertigen USB-Festplatte ein externes 2,5"-Gehäuse von LC-Power (Geizhals-Link) und eine 2,5" Seagate Momentus 5400.6 mit 320 GB (Geizhals-Link Handbuch Datenblatt) geholt.

Die Festplatte ist im Desktop-Rechner getestet und tut, wie sie soll:
zwischenablage01npwk.png


Im externen Gehäuse scheint die Platte jedoch nicht anzulaufen. Die Power-LED leuchtet, die LED für die HDD (was auch immer die aussagen soll) leuchtet ebenfalls dauerhaft.

Egal, ob nun mit einem USB-Anschluss oder zwei USB-Anschlüssen (Y-Kabel lag dem Gehäuse bei) am Desktop vorn oder hinten oder am Laptop - es passiert nix! Also bis auf das Leuchten... das tuts übrigens auch mit jedem einzeln angeschlossenen USB-Dingens schon...

Was nun? War ich so naiv zu glauben, jede 2,5"-HDD würde sich mit derartiger Stromversorgung zufrieden geben? Zieht die Platte zuviel? (Laut Datenblatt 1A beim Start)
Oder ist das Gehäuse einfach nur Mist?

ich freu mich über jeden Input! ;(
 
klingt meiner Meinung nach, nach einem defekten Gehäuse... kansnt du es noch tauschen? oder ahst du ne andere platte mit dem du das Gehäue testen kannst?
 
Jau, das fürchte ich auch :( Ne andere 2,5er hab ich leider nicht und für meine 3,5er reicht der Saft ohnehin nicht. Die ausm Schleppi kann ich nicht ausbauen, wenn ich nicht will, dass meine Freundin (Besitzerin desjenigen welchen ;) ) mich totschlägt. Sie vertraut zwar meinen Fähigkeiten, aber wenn die Daten aus irgend einem Grund futsch gehen sollten... you get the point? ;)

OK, noch ein paar Infos:

Ein Netzteil lag dem Gehäuse nicht bei - übrigens auch kein Schraubenzieher. Probehalber hab ich die SATA2-Platte auf SATA1 umgejumpert - ergebnislos. Warm wird die Platte übrigens sehr wohl, also prinzipiell scheint schon überhaupt Strom drin zu sein ;)

Hab schonmal den Support von Planet4One angeschrieben...
 
Okay wenn die Platte warm wird kann es auch sein das sie dreht ;) hast du mal die platte während sie im Gehäuse ist leicht in Kreisbewegungen bewegt? wenn du da einen kleinen Widerstand spürst weißt du das die Platte dreht... (Gyrotwistereffekt, falls jemad das Teil noch kennt ;) )
 
ICH_BIN_LETZTER schrieb:
Okay wenn die Platte warm wird kann es auch sein das sie dreht ;) hast du mal die platte während sie im Gehäuse ist leicht in Kreisbewegungen bewegt? wenn du da einen kleinen Widerstand spürst weißt du das die Platte dreht... (Gyrotwistereffekt, falls jemad das Teil noch kennt ;) )

Ja, hab noch nen Gyrotwister hier neben mir! Aber nyne, hat nix gebracht... Da dreht sich null, nada :(


chriskatz17 schrieb:
oder ist vieleicht doch am Gehäuse etwas defekt, das die Festplatte zu wenig Strom bekommt.

Kann es evtl. auch am USB Haub liegen, das dieser nicht genug Strom liefert.

Hm... hab ja nun 3 verschiedene Konstellationen probiert: an meinem Desktop-Rechner vorn und hinten und am Schleppi meiner Frau. Nüx.

Ich frag heute mal unseren Admin, ob er noch eine 2,5er zum Testen herumliegen hat.
 
Was mir an deinem HD Tune Screenshot auffällt: Da sind 250 GB angezeigt, du schreibst aber, du hättest 320GB. Sicher das du nicht deine Systemplatte getestet hast?
 
Heen schrieb:
Was mir an deinem HD Tune Screenshot auffällt: Da sind 250 GB angezeigt, du schreibst aber, du hättest 320GB. Sicher das du nicht deine Systemplatte getestet hast?

Jau, das ist mir erst dann aufgefallen - ich dachte, man könne bei HD Tune wie bei Tabs hin- und herschalten. Aber das macht nix aus: solang man nicht neu auf Testen klickt, bleiben die alten Resultate eingeblendet. Ergo: der Screen ist eindeutig von der 320er :)

Aber danke für die Aufmerksamkeit!

Wie gesagt: vielleicht hat unser Admin ja kurz Zeit...
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So, war jetzt beim Admin... habe die Western Digital Scorpio 80GB (WD800BEVS) (Geizhals-Link WD-Homepage-Link) - und die Platte funzt im Gehäuse, selbst mit nur einem USB-Stecker.

Unterschiede laut Homepage: 2,5 Watt statt 2,85 Watt im Betriebsmittel (das kanns doch nicht sein, oder?) und SATA statt SATA2 :(

Warum läuft die Platte? Ist die andere irgendwie... kaputt? Eigentlich nicht, oder?
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So... wozu arbeitet man in einer Firma für Prüf- und Messtechnik ;)

Also: im Sharkoon SATA Quickport läuft die Festplatte ebenfalls nicht an - nur im normalen Desktop-Rechner geht sie.

Ein Kollege hat mit seinen Testgerätschaften mal auf 1,5A gestellt und dann das Gerät eingeschaltet - bei der anderen Platte (Western Digital, siehe oben) fließen erst noch knapp über ein 1A, dann schnell weniger... der Strom sinkt flink, aber nachvollziehbar.
Bei meiner Seagate geht der Strom sofort nach Einschalten des Geräts auf 0,3A zurück.

Was zum Henker ist da kaputt? Die Kollegen sagen: schick die HDD zurück, das Festplattengehäuse ist zwar Billigramsch, funktioniert aber.
 
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Jaja, USB über den Spezifikationen zu betreiben, ist ungesund - 500mA max!

Dem Problem kommt man nur mit einem DigitalOszi auf die Schliche. Da wird man dann feststellen, dass der Leitungswiderstand(vom Netzteil übers Board bis zur HDD) der +5V USB die Spannung(an der HDD/Power Plug gemessen) beim hohen Einschaltstrom einbrechen lässt - und auf der Platte sitzt ein Spannungswächter, der bei Unterschreiten eines Schwellwertes der Versorgungsspannung (siehe Herstellerspezifikationen der HDD) "Nix da" sagt
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Ernst!

Sorry, aber ich tut mich grad mit dem Verständnis schwer... nochmal leichter für den unbedarften Nichtelektroniker?

Und welche Konsequenz hat das jetzt?
 
In der HDD ist ein Spannungswächter, der bei Aussetzern (im ms-bereich) oder Spannungsabfall unter eine sichere Grenze ein Not-Aus der Platte einleitet.
Nehmen wir mal an, die Grenze ist bei 4,75V (-5%) spezifiziert.

Hängt die Platte am Desktop, wird sie direkt über die 5V des Netzteils gespeist - kein Problem, weil das Netzteil z.B. 30A hergeben muss, ohne Spannungsabfall.

Bei einigen Boards hängt die USB-Versorgung aber an +5VSB des Netzteils, welche nur z.B. 2A hergibt, die auch bei Power-off des Boards vorhanden ist.

Beim Anlauf der Platte sind kurzzeitig Ströme von 1,5A - je nach Modell, möglich.
Hängt die USB +5V an der +5VSB, kann schon damit eine Überlastung des Netzteils und Spannungseinbruch die Folge sein (wenn andere Verbraucher da auch dranhängen).
Lösung: USB-Hub mit eigener +5V Versorgung

Bei am Board befindlichen Strombegrenzern für die USB-Anschlüsse (für den Fall eines Kurzschlusses) reichen nach Spezifikation die 500mA je Anschluss auch bei 2 Anschlüssen eigentlich nicht aus, daher kann bei Überentnahme die Spannung sinken.

Wenn bei 5V ein Strom von 1,5A fließt, hat die HDD einen "gedachten" Widerstand von 3,33 Ohm.
Ist der Widerstand der Leitung vom Netzteil über Boardleitungen an den USB-Ausgang, über das USB-Kabel zum externen Gehäuse und zur HDD z.B. 0,33 Ohm, muss die HDD einen "gedachten" Widerstand von 3 Ohm haben, damit 1,5A fließen. Nach dem Gesetz des Spannungsteilers liegen dann an der HDD aber nur noch
5*3/3,33=4,50 V Spannung und das liegt unter der Not-Aus Grenze...
 
Zuletzt bearbeitet:
Konsequenterweise solltest du dir eine andere Platte für dein Gehäuse holen. Ein aktiver Hub ist sinnfrei, dann suchst du überall nach einer freien Steckdose und hättest dir gleich eine günstige 3,5" Platte holen können.
Und ein anderes 2,5" Gehäuse mit Netzanschluss bringt auch nicht den mobilen Effekt.
 
Ernst@at schrieb:
In der HDD ist ein Spannungswächter, der bei Aussetzern (im ms-bereich) oder Spannungsabfall unter eine sichere Grenze ein Not-Aus der Platte einleitet.
Nehmen wir mal an, die Grenze ist bei 4,75V (-5%) spezifiziert ... und das liegt unter der Not-Aus Grenze...

Danke - ich denke, ich verstehe das Problem!

Aber: mein Kollege (ich musste ihn gar davon abhalten, als erstes den Lötkolben anzusetzen... Zitat: "Uhh die Lötstellen - warn wieder die chinesischen Kinder, ich seh das schon...") hat dem Gerät saft per RICHTIG GROßEM NETZTEIL gegeben. Ich glaube nicht so recht daran, dass es nicht an einer halbwegs pakutten HDD liegt.


Heen schrieb:
Konsequenterweise solltest du dir eine andere Platte für dein Gehäuse holen. Ein aktiver Hub ist sinnfrei, dann suchst du überall nach einer freien Steckdose und hättest dir gleich eine günstige 3,5" Platte holen können.
Und ein anderes 2,5" Gehäuse mit Netzanschluss bringt auch nicht den mobilen Effekt.

Aye, so wird es wohl auch werden.
Weil es freilich der selbe Shop bei der selben Preisregion sein soll, gibt es zwei Alternativen: die Fujitsu Hornet M160 und die Samsung SpinPoint M6S - wobei ich zur Fujitsu tendiere.

Einwände?
 
... hat dem Gerät saft per RICHTIG GROßEM NETZTEIL gegeben
War der Test mit oder ohne externem Gehäuse? Das mit den chinesischen Kindern kann sich wohl nur auf das Gehäuse bezogen haben.
Kann durchaus eine kalte Lötstelle im Gehäuse sein - laß deinen Kollegen ruhig mal mit dem Lötkolben ran (die Platte nimm aber raus):-D
Wieso kommt sie dann im Desktop hoch? Kann sein, daß beim Labornetzteil die eingestellten 1,5A zuwenig sind, weil die Platte kurzfristig etwas mehr braucht...
Ergänzung ()

Hab gerade mal nachgelesen - wenn die HDD in Ordnung ist, darf sie nicht mehr als 1,2A fressen beim hochlaufen...
 
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