25 Jahre, Angestellt, Ingenieur mit Festvertrag. Lohnt sich eine PKV?

Wieso sollte sich das lohnen, wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze liegt? Du weißt schon, dass die PKV wesentlich günstiger ist als die GKV und es sich somit nicht lohnt in der GKV zu bleiben... vor allem, wenn man halt auch die Leistungen gegenüberstellt.

Und der Kollege musste von seiner Abfindung 100 Monatsbeiträge an die GKV entrichten, weil es da eine Sonderregelung gibt/gab, was die GKV dazu berechtigt hat dies zu fordern, war zumindest 2015 so und ich bezweifle, dass sie da was geändert haben. Also nein, es waren nicht nur Steuern die ihm da abgezogen wurden...

Ich würde es mir gut überlegen, ob ich in der GKV bleibe, wenn ich es nicht zwingend muss. Da man davon ausgehen muss, dass auch da die Beiträge bald wieder steigen werden.
 
Wieso sollte sich das lohnen, wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze liegt?

Weil man ab dem maximum eben keinen cent mehr zahlt, auch wenn das Gehalt steigt.
~350 Euro mtl. mehr sind es eben nicht, egal ob 100k oder 200k gehalt.

Du weißt schon, dass die PKV wesentlich günstiger ist als die GKV
Wie waere es mit fakten?
 
birday schrieb:
Weil man ab dem maximum eben keinen cent mehr zahlt, auch wenn das Gehalt steigt.
~350 Euro mtl. mehr sind es eben nicht, egal ob 100k oder 200k gehalt.

Und was soll da der Vorteil sein? Meinst du bei der privaten ist es anders :rolleyes:
Aber wenn du schon vom Geld sprichst, sollte man auch erwähnen, dass es jedes Jahr eine versteckte Erhöhung gibt, indem die Beitragsbemessungsgrenze angehoben wird.


birday schrieb:
Wie waere es mit fakten?

Die vermisse ich in der Tat bei dir, ich zahle monatlich 400€ bei besseren Leistungen was deutlich unter den 694,74€ liegt. Dazu gibts noch eine Beitragsrückerstattung, wenn ich nichts abrechne...
Und dann solltest du natürlich die Medikamente, welche du als gesetzlicher auch selbst zahlen musst nicht vergessen.
Aber ich warte schon gespannt aufs nächste Märchen :)
 
Wenn ich das richtig verstehe, ist das Problem ja, das die Beiträge der PKV durch die (jährlichen) Beitragsanpassungen schneller steigen als die Beitragsbemessungsgrenze der GKV. Letztere ist in den letzten Jahren (1990 bis 2015) um ca. 2,5 % pro Jahr gestiegen. Bei der PKV liest man Zahlen von 5 % und (deutlich) mehr. Heißt in ca. 22 Jahren (bei 6% sind es sogar nur 16 Jahre) hat die PKV die GKV eingeholt und wächst dann weiter mit 5+% im Jahr, während die GKV nach oben deckelt.

Darf ich daher fragen, bei welcher Gesellschaft du bist und wie dort deine Erfahrungen mit der Beitragsstabilität ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bärenmarke schrieb:
Und was soll da der Vorteil sein? Meinst du bei der privaten ist es anders :rolleyes:
Bei der Privaten ist es zumindest nicht gedeckelt.


Bärenmarke schrieb:
ich zahle monatlich 400€ bei besseren Leistungen was deutlich unter den 694,74€ liegt. Dazu gibts noch eine Beitragsrückerstattung, wenn ich nichts abrechne...

Als junger ohne Kind(er) lohnt sich das freilich. Im Alter wollen dann viele zurück...

Ne gute PKV jetzt mit 32 kostet mich laut Vergleichsportalen um die 500, dann noch 1 Kind (derzeit) drauf sind 600, beim zweiten was noch kommen wird sind es dann 700, also mehr als GKV.
 
Das es mit Kindern teurer ist, wurde doch hier jedes mal erwähnt? Deswegen ist es ja entscheidend, ob das im Individualfall zum tragen kommt oder nicht. Soll Menschen ohne Kinder geben, die auch keine wollen....

Und selbst dann sind es "nur" die paar Jahre, wo die Kinder mitversichert sind. Wenn die Ersparnis vor und nach den Kindern groß genug ist, kann sich das auch Overall als günstiger erweisen. Die Zeit mit Kindern ist auf die Gesamtzeit dann ja doch der eher kleinere Anteil.

Man muss hier eben genau rechnen, mitdenken und sich passende Tarife etc. suchen. Eine pauschale Aussage gibt es bei dem Thema schlicht nicht...
 
Mustis schrieb:
Das es mit Kindern teurer ist, wurde doch hier jedes mal erwähnt? Deswegen ist es ja entscheidend, ob das im Individualfall zum tragen kommt oder nicht. Soll Menschen ohne Kinder geben, die auch keine wollen....

Und selbst dann sind es "nur" die paar Jahre, wo die Kinder mitversichert sind. Wenn die Ersparnis vor und nach den Kindern groß genug ist, kann sich das auch Overall als günstiger erweisen. Die Zeit mit Kindern ist auf die Gesamtzeit dann ja doch der eher kleinere Anteil.

Man muss hier eben genau rechnen, mitdenken und sich passende Tarife etc. suchen. Eine pauschale Aussage gibt es bei dem Thema schlicht nicht...

Hab ja auch gesagt OHNE Kinder als Junger Mensch lohnt sich das ggf. schon

Pauschal kann man sicher eins sagen, wer nur in die PKV zum sparen will sollte es lassen.

Wenn die Kinder mit 20-25 dann in die eigene KK kommen ist man auch ü50. Dann wird es bald deutlich teurer.
Vor allem wenn die "Wehwehchen" kommen.

Das heißt, wechseln kann man vor allem, wenn man die bessere Versorgung mit nehmen will und das gesparte Geld am besten weglegen.
 
Nilson schrieb:
Wenn ich das richtig verstehe, ist das Problem ja, das die Beiträge der PKV durch die (jährlichen) Beitragsanpassungen schneller steigen als die Beitragsbemessungsgrenze der GKV. Letztere ist in den letzten Jahren (1990 bis 2015) um ca. 2,5 % pro Jahr gestiegen. Bei der PKV liest man Zahlen von 5 % und (deutlich) mehr. Heißt in ca. 22 Jahren (bei 6% sind es sogar nur 16 Jahre) hat die PKV die GKV eingeholt und wächst dann weiter mit 5+% im Jahr, während die GKV nach oben deckelt.

Darf ich daher fragen, bei welcher Gesellschaft du bist und wie dort deine Erfahrungen mit der Beitragsstabilität ist?

Natürlich darfst du fragen, ich bin bei der Debeka und meine Eltern bei der Signal, wobei ich am überlegen bin auch zur Signal zu wechseln, da die Leistungen dort einen Ticken besser sind. Wollte mich da aber einfach mal informieren wie es um die Konditionen steht, informieren kostet ja erstmal nichts.

Zum Thema Beitragsstabilität, klar gibt es dort auch schwarze Schafe, aber ich hatte z.b. von letzem auf dieses Jahr keine Erhöhung und vom Jahr davor waren es 17ct, von daher war die Erhöhung bei der GKV deutlich höher und man darf halt auch nicht vergessen die Leistungen bei der Preisfrage mit einzurechnen.
Und man sollte halt auch so Luxusdinge wie Krankenhaustagegeld, Chefarztbehandlung etc rausnehmen dann wird der Tarif auch gleich günstiger, da dies oftmals die Preistreiber sind.
In meiner obigen Rechnung habe ich im übrigen die Pflegeversicherung vergessen ist bei meinen 400€ mit drin und kommt bei der GKV noch untop, sprich man ist bei einer Belastung von ca. 750€ im Monat.
Ob das fair ist im Anbetracht der Leistungen die man bekommt, muss jeder für sich entscheiden, ich sehe es als eindeutig nicht fair an.

Ungard schrieb:
Bei der Privaten ist es zumindest nicht gedeckelt.

Ja, aber meinst du die GKV wird auf Dauer bei den 14,X % bleiben? Die nächste Erhöhung wird auch da kommen... Kamen ja viele Neubürger hinzu die auch versichert sein wollen. Da sollte man ruhig etwas kritischer sein.


Ungard schrieb:
Als junger ohne Kind(er) lohnt sich das freilich. Im Alter wollen dann viele zurück...
Ne gute PKV jetzt mit 32 kostet mich laut Vergleichsportalen um die 500, dann noch 1 Kind (derzeit) drauf sind 600, beim zweiten was noch kommen wird sind es dann 700, also mehr als GKV.

Das ist nicht richtig, mit den 700€ bist du immernoch günstiger wie in der GKV, denn da ist es über 700! Ich hatte die Pflegeversicherung oben vergessen gehabt, die bei meinen 400€ mit dabei ist...
Und wenn du früh anfängst hast du im Alter in der Regel auch kein Problem, da bei mir z.b. die Beiträge ab 63 wieder sinken. Wobei du natürlich auch hingehen kannst und z.b. die Ersparnis die du jetzt hast anlegst oder wenn du z.b. ein Jahr nicht krank bist deine Beitragsrückzahlung die ja auch über 1k€ ist anlegst für das Alter, dann solltest du wenn du alt bist dir einen recht großen Puffer angespart haben.
Und bei den Kindern würde ich halt genau hinschauen, das Thema Zahnspange hab ich oben ja schon erwähnt und wenn du die dann selber zahlen musst, kann es schnell sehr teuer für dich werden!
Man sollte bei dem Vergleich halt immer im Auge behalten, was bezahle ich und was bekomme ich dafür?
 
Nein, es wird nicht automatisch teurer. Diese Mär ist unerträglich. Mit ggf. Tarifwechseln (die immer wieder auch ohne neue Gesundheitsprüfung gemacht werden können) und entsprechend ordentlich geplanter Altersrückstellung wird man zwar Steigerungen haben, aber auch nicht mehr als die GKV. Der allgemeinen Gesundheitsinflation kann keiner entkommen. Mit Wehwehchen bekommen hat das nix zu tun. In einem laufenden Vertrag ist völlig unerheblich, was für Wehwehchen ich habe. Der wird nicht teurer, nur weil ich was behandeln lasse.
 
Wo nimmst du denn bitte die 700 her, als AN hat man maximal 379,45 Euro Beteiligung an der GKV (inkl PV).
Mit deinem 400 liegst du also auch schon drüber. Oder meinst du die GANZE PKV kostet dich 400 als AN + AG?
Das wäre ja zu billig.

die 700 von oben sind alleine der AN! Anteil.
Ergänzung ()

Mustis schrieb:
Nein, es wird nicht automatisch teurer. Diese Mär ist unerträglich. Mit ggf. Tarifwechseln (die immer wieder auch ohne neue Gesundheitsprüfung gemacht werden können) und entsprechend ordentlich geplanter Altersrückstellung wird man zwar Steigerungen haben, aber auch nicht mehr als die GKV. Der allgemeinen Gesundheitsinflation kann keiner entkommen. Mit Wehwehchen bekommen hat das nix zu tun. In einem laufenden Vertrag ist völlig unerheblich, was für Wehwehchen ich habe. Der wird nicht teurer, nur weil ich was behandeln lasse.
Das stimmt auch nur halb, klar wer gleich den TOP Tarif nimmt und Altersrückstellung usw, der ist ggf. fein raus. Zahlt aber dann auch mehr als wie in der GKV.
Wer sich vom billigen Tarif ködern lässt, den erwischt es im Alter.
https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/gesundheit/mythos_privatversicherung.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Schreibe ich was anderes? Geiz ist selten Geil, das wird immer so bleiben und ich habe jedesmal auf die Altersrückstellung hingewiesen. Aber hier wird so getan, als wäre das unumstößlich, dass es teurer wird und ein junger Mann kann auch mit Altersrückstellung noch günstiger sein als in der GKV. Wer mit 25 oder so einsteigen kann, keinen Risikoberuf hat und gesund ist, hat sehr hohe Chancen auch mit einem guten Tarif günstiger zu sein als in der GKV. und selbst wenn es mit Einstieg 30 leicht teurer ist, so hat man doch auch Vorteile, die die Mehrkosten je nach Gusto aufwiegen. Zum Beispiel der Zeitvorteil bei Terminen. Es macht einen Unterschied, ob ich bei nem Bandscheibenvorfall 1-2 Wochen oder Monate auf einen Termin beim MRT warten muss...

Wo sind meine Aussagen also nur halb wahr?

PS: https://krankenversicherung.check24...te=05.05.1993&provision_costsharing_limit=500

da kannste noch enorm Alter Rückstellung draufballern bis du da bei GKV Beiträgen bist und das sind schon die Premiumtarife. Es geht auch weit günstiger wenn man GKV Niveau wählt oder höhere SB. Und 1000€ im Jahr SB wird man auch verkraften.
 
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Ich schrieb ja nix anders, oder? als Junger Mann gehts
Hier ist man schon deutlich näher am GKV und da ist idR noch nix mit drin von wegen Altersrückstellung:
https://krankenversicherung.check24...te=01.01.1986&provision_costsharing_limit=500

Mit 24 direkt über die 60.000 zu kommen, gut in Informatik nicht unmöglich aber meistens klappt das doch eher etwas später.

Bin ja auch nicht gegen die PKV; wer jung ist und gut verdient und weiß er will keine Kinder, warum nicht.
Aber eben nicht das billigste nehmen und ans Alter denken. Und nicht dann mit 60 versuchen mit Tricks wieder rein zu kommen.
 
Ungard schrieb:
Wo nimmst du denn bitte die 700 her, als AN hat man maximal 379,45 Euro Beteiligung an der GKV (inkl PV).
Mit deinem 400 liegst du also auch schon drüber. Oder meinst du die GANZE PKV kostet dich 400 als AN + AG?
Das wäre ja zu billig.
die 700 von oben sind alleine der AN! Anteil.

Die ü700€ sind der Betrag den die GKV von dir kassiert, dein Anteil + Arbeitgeberanteil. Und ich habe auch meinen ganzen Anteil genommen, also 200€ ich und 200€ mein Arbeitgeber, ergo liege ich deutlich drunter ;-)
Klar findest du bestimmt auch eine PKV die dich 700 oder mehr im Monat kostet, aber ist das zwingend notwendig? Wenn man sich die teuren Bausteine entfernen lässt dann passt das schon soweit, so Dinge wie Krankenhaustagegeld brauch einfach niemand.

Ungard schrieb:
Ergänzung ()

Das stimmt auch nur halb, klar wer gleich den TOP Tarif nimmt und Altersrückstellung usw, der ist ggf. fein raus. Zahlt aber dann auch mehr als wie in der GKV.
Wer sich vom billigen Tarif ködern lässt, den erwischt es im Alter.
https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/gesundheit/mythos_privatversicherung.html

Was du behauptest stimmt eher nicht so ganz. Klar man kann immer den schlechten Tarif raussuchen, wo man dann so wie in deinem Link mit heruntergelassenen Hosen dasteht. Aber wieso sollte man das? Man erkundigt sich und vergleicht die Beitragsentwicklung von den letzten 10 Jahren, passt seinen Tarif entsprechend an, ist doch nicht immer alles in Stein gemeiselt, deswegen ist ein Vergleich über Check24 auch nur bedingt sinnvoll.
Man darf sich halt nichts aufschwätzen lassen und man brauch ja auch nicht unbedingt 1 Bett Zimmer, Krankenhaustagegeld usw. sind alles unnötige Kostentreiber. Geht man da clever voran, kann man sich eine gute Versicherung zu einem fairen Preis raussuchen.

Ungard schrieb:
Bin ja auch nicht gegen die PKV; wer jung ist und gut verdient und weiß er will keine Kinder, warum nicht.
Aber eben nicht das billigste nehmen und ans Alter denken. Und nicht dann mit 60 versuchen mit Tricks wieder rein zu kommen.

Gerade auch mit Kinder würde ich es mir überlegen nicht lieber in die PKV zu gehen, da die Leistungen doch deutlich besser sind und die 100€ im Monat sollte einem sein Kind bei der Gehaltsklasse dann doch wert sein ;)
 
200 Eigenanteil ist aber halt schon krass billig. Da w#re auch gut mal das Alter zu erfahren.
Wenn deine Eltern in der PKV sind, dann warst du das als jugendlicher und junger Mann (?) vermutlich auch, hast also einen Vorteil gegenüber jemanden der mit 28 nach Studium usw dann dort startet.

Ich kann jetzt nicht sehen, wo in den 200 Euro noch Rückstellungen drin sein sollen, damit es im Alter nicht explodiert.


so Dinge wie Krankenhaustagegeld
KrankenHAUStagegeld sicher nicht, aber Krankentagegeld schon. Und das kostet halt extra.
Genau wie Reduzierung der Altersbeiträge.
 
Ich bin 28 und seit 3 Jahren dort, davor war ich zwischenzeitlich in der gesetzlichen also während dem Studium. Aber auch nur weil die Blödsinn erzählt haben, damit man zu ihnen kommt... Im Nachgang hab ich dann erfahren, dass ich auch in der PKV hätte bleiben können.

Rückstellungen sind bei mir mit drin, aber ich hab halt kein Luxus wie 1 Bett Zimmer und Krankenhaustageld und so Geschichten. Wobei ich auch nicht glaube, dass wenn ich jetzt erst eintreten würde, es sehr viel teurer wäre, aber da muss man sich einfach mal Angebote geben lassen und gut vergleichen. Ist vielleicht anfänglich etwas mühselig, aber es lohnt sich.
 
200 bis 300 € Eigenanteil scheint plausibel zu sein. Wenn ich in die ganzen Portale meine Daten eingeben, lande ich meist so bei 400 bis 500 € und davon zahlt ja der AG die Hälfte. Auch das Angebot, was ich mir bei der Central mal eingeholt habe (hab nen Bekannten bei der DVAG), liegt knapp unter 400 € (ohne Pflege etc.). (513 € mit Pflege, Tagegeld ab dem 42 Krankheitstag und Beitragsbefreiung ab 63 Jahren)

Mit Krankentagegeld meint ihr das, dass ab der 42 Krankheitstag gezahlt wird, wenn das Gehalt dann weg fällt?
 
Genau das ist mit Krankentagegeld gemeint, was auch sehr wichtig ist.
Was wiederum nicht wichtig ist, ist das Krankenhaustagegeld, da bekommst du Geld dafür wenn du im KH bist und damit sich das lohnt, musst du jedes Jahr mindestens 2-3 Tage im KH sein. Und da kann man wirklich nur hoffen, dass man das nicht ist.

An deiner Stelle würde ich einfach hingehen und mir von mehreren Versicherungen Angebote machen lassen und die dann vergleichen und ganz wichtig, lass dir auch immer die Beitragsentwicklung der letzten 10 Jahre zeigen, denn nur so siehst du ob die Versicherung gerne mal die Beiträge stark erhöht oder sie recht beitragsstabil bleiben.
 
Ich grabe den Thread mal aus, weil ich mich auch aktuell damit befasse.

Ungard schrieb:
Das stimmt auch nur halb, klar wer gleich den TOP Tarif nimmt und Altersrückstellung usw, der ist ggf. fein raus. Zahlt aber dann auch mehr als wie in der GKV.
Wer sich vom billigen Tarif ködern lässt, den erwischt es im Alter.
https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/gesundheit/mythos_privatversicherung.html

Bärenmarke schrieb:
Was du behauptest stimmt eher nicht so ganz. Klar man kann immer den schlechten Tarif raussuchen, wo man dann so wie in deinem Link mit heruntergelassenen Hosen dasteht. Aber wieso sollte man das? Man erkundigt sich und vergleicht die Beitragsentwicklung von den letzten 10 Jahren, passt seinen Tarif entsprechend an, ist doch nicht immer alles in Stein gemeiselt, deswegen ist ein Vergleich über Check24 auch nur bedingt sinnvoll.
Naja, ich würde schon sagen, dass PKV auf Dauer tatsächlich günstiger geht.
Insb. wenn man keine Kinder plant, kann die PKV auf Dauer tatsächlich günstiger sein. Ich verstehe da auch den Satz von Bärenmarke nicht. Effektiv sehe ich keinen Tarif (Zumindest bei Check24), der wirklich schlechter ist als die GKV.
Ich nehme mal als Vergleich die aktuellen Zahlen. Natürlich kann man nicht voraussehen, wie sich das in 40-60 Jahren entwickelt, aber:
GKV+Pflegeversicherung kostet aktuell im Maximalsatz 463,19€/Monat (AN Beitrag alleine).
Wenn ich jetzt einen günstigen Tarif nehme, z.B. den Start-Plus von der Signal Iduna, habe ich leicht bessere Leistungen als in der GKV, zahle aber mit 27 nur 178,19€ selbst. Das sind im Monat 285€ weniger, als in der GKV.
Wenn ich diese 285€ Differenz nehme und direkt über die PKV als Beitragsentlastung einzahle, lande ich effektiv beim doppelten Betrag, also 570€/Monat. Warum? Weil die Beitragsentlastungsbeiträge mit in den PKV Beitrag einfließen, und der Arbeitgeber sich bis zum GKV Grenzbetrag daran beteiligen muss. D.h. ich zahle für den Tarif effektiv 178,19, mit den Rücklagen aber das gleiche wie für die GKV.
Der Tarif kostet, stand jetzt, für einen Arbeitnehmer mit 60, immer noch weniger als die GKV! Und zwar aktuell 368,49€/Monat AN-Beitrag. Sind immer noch fast 100€ weniger, also mit AG Anteil 200€ die man mit 60 noch in die Beitragsentlastung einzahlen kann. Gleichzeitig wird der Tarif ab 60 aber theoretisch noch 10-15% günstiger, weil ab 60 die 10% Pflichtbeitrag zur Beitragsentlastung entfallen, außerdem entfällt der Baustein für das Krankentagegeld. Aber die lasse ich hier mal weg.
Würde mich nicht wundern, wenn man mit diesen Rücklagen in der Beitragsentlastung die ersten Rentenjahre gar keine Beiträge in die PKV zahlt, und auch danach noch sehr sehr lange unter dem GKV Beitrag bleibt.
Nachteil: Der Tarif hat einen Selbstbehalt von 480€/Jahr.
Vorteil: Wenn ich keine Leistungen in Anspruch nehme (Außer Vorsorge + Zahnreinigung), kriege ich zwischen 300-1000€ zurück (Abhängig von den Geschäftszahlen der Versicherung im jeweiligen Jahr). Wenn man die in jungen Jahren auf Seite legt, würde ich vermuten, dass man da als junger Mensch trotz Selbstbehalt am Ende im + steht.
Was viele auch vergessen: Auch als PKV Versicherter kriegt man von der Gesetzlichen Rentenkasse Geld. 2022 sind es 7,95% des Rentenbeitrags, aber maximal die Hälfte des PKV Beitrags.

Also ganz so pauschal ist das nicht. Zugegebenermaßen eher ein Randfall, aber pauschal würde ich schon sagen, dass man auch praktisch Geld sparen kann.
 
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Reaktionen: Ash1983
PKV skaliert halt nicht nach unten. Ich verdiene aktuell weit >200k, werde aber garantiert in der GKV bleiben. Wenn ich mal genug verdient habe, mach ich mal 2 Jahre garnix und zahle mir ggf. paar euro als GmbH GF aus - die GKV skaliert nach unten und ich zahle nur wenig Beitrag. Vermoegen wird kaum angefasst, und es gibt genug moeglichkeiten das Vermoegen los zu werden - Haus kaufen zB.
Das kann mir halt keine PKV bieten. Wegen 300 Euro Ersparnis schon mal garnicht - vor allem mit 27. Mit 37 oder 47 sind es auch niemals 170 Euro AN Anteil. Irgendwann jucken die paar Euro da halt auch nicht mehr - wenn ich schon daran denke irgendwas selbst abrechnen zu muessen! Null bock
 
Bei 200k stellst dir einfach jemanden dafür ein, der das für dich macht. ;)
 
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