Guggenheim schrieb:
Hab zwei MyBook Raids mit jeweils 2 WD Green seit 2008/2009 im Einsatz und dann noch eine weitere Externe seit 2010. Die Platten werden alle 2-7 Tage angeschlossen und weisen keinerlei Probleme auf.
Erstens kann es gut sein, dass die Green damals noch gar nicht diese häufige Unload gemacht haben und zweitens können sowieso nicht so viele Unload zusammen kommen, wenn man sie nur alle 2 bis 7 Tage anschließt, dann das Backup auf den aktuellem Stand bringt und sie danach wieder ausschaltet.
Sterntaste schrieb:
JEDE Festplatte kann 50.000 Stunden laufen ohne jeden Ansatz von Problemen
Alles kann, nichts muss und einfach Desktop Platten sie nur 2400 Stunden Betrieb im Jahr ausgelegt sind, schaffen kaum mal 50.000 Stunden wenn man sie im Dauerbetrieb nutzt, womöglich mit viele zusammen in einem Gehäuse, wofür sie überhaupt nicht gemacht sind. So pauschal ist diese Aussagen also Quatsch.
Sterntaste schrieb:
, egal ob per Post, per Handschmeichler oder per Sackkarre transportiert. Aber es kann auch JEDE Festplatte DOA sein, also tot bei Ankunft.
Wenn Du glaubst das die Platten die DOA waren das Werk ohne eine Endkontrolle schon defekt verlassen haben, dann tust Du mir leid, wenn sie aber die Endkontrolle bestanden haben, wieso kommen sie defekt beim Kunden an? Lag es also wohl doch an der Behandlung auf dem Weg vom Werk zum Kunden? Siehst Du, so egal ist es nicht, die Dinger sind empfindlich und sollten entsprechend behandelt werden, auch wenn sie ausgeschaltet sind und man sollte sie auf rauen Transportwegen wie dem Postweg über Paketzusteller entsprechend sehr gut verpackt losschicken.
Sterntaste schrieb:
Ebenso gilt: JEDE Platte kann nach X Stunden ausfallen, einfach so, ohne Vorankündigung oder mit.
Das ist richtig, deswegen macht man ja auch Backups, aber auch die Ausfällrate hängt eben sehr von der Behandlung ab, Fußtritte gegen den Rechner nehmen die HDDs einem übel, Temperaturen oder Vibrationen außerhalb der Spezifikationen ebenso wie auch Betriebsstunden und Workloads für die die konkrete HDD so nicht vorgesehen ist. Das alles rächt sich mit erhöhten Ausfallraten.
Sterntaste schrieb:
Keine hatte von Beginn an defekte Sektoren
Da wette ich das Gegenteil und behaupte: Alle hatten defekte Sektoren, die aber schon bei der Werksformatierung erkannt und ausgelassen wurden, denn das ist der Normalfall. Würde einer übersehen worden sein, würdest Du es auch erst merken, wenn der beschrieben und danach wieder gelesen wurde, aber nicht vorher. Bei einer neuen Platten die man erstmal anschließt und auf die S.M.A.R.T. Werte schaut, wird es weder schwebende noch wiederzugewiesene Sektoren gehen, die kann es nicht geben, da die ab Werk defekten Sektoren dort nie erscheinen und die anderen erst mit dem Betreib auftreten können.
Sterntaste schrieb:
Man darf nie vergessen, dass natürlich ein geschützter Transport irgendwo schon noch wichtig ist, aber solange eine HDD aus ist, muss schon sehr viel passieren, bis die hinüber ist oder nachhaltig beschädigt ist.
Damit relativierst Du ja schon was Du am Anfang gesagt hast und jede DOA HDD ist der Beleg dafür, das eben zuweilen auch zu viel passiert, mehr als die Platte abkonnte und bei anderen HDDs die dann recht bald nach dem Kauf ausfallen, weiß man auch die Ursache nie genau, kann aber eben einen Transportschaden auch meist nicht ausschließen.
Sterntaste schrieb:
Ein Wurf in den Zustellwagen gehört da nicht dazu.
Doch, der ist ganz schön hefig, wenn die Verpackung nicht stimmte, dabei sind die Kräfte richtig hoch, viel höher als bei dem ruckelnden Zug oder wenn der LKW mit der Palette durch ein Schlagloch fährt. Das liegt einfach daran, dass diese kleine Paket mit seinem ein bis 2 kg Gewicht auf einer minimalen Strecke von Fluggeschwindigkeit auf 0 gebremst wird. Die letzte Strecke ist die gefährlichste, außer der Container fällt im Hafen vom Kran, aber dann ist das sowieso ein Versicherungsschaden und das passiert vielleicht bei einem von Millionen Containers, die Pakete werden fast alle mehrfach geworfen.
Sterntaste schrieb:
Man stelle sich mal vor, der pickelige Azubi im Lager der Saturn-Media-Holding donnert gegen eine Palette mit Kartons voll mit Fetzpladden... alles knallt hin, äußerlich geht aber nichts kaputt. Aber gerummst hat es ordentlich.
Auch das ist nicht das Problem, die Palette steht ja, da wirkt kaum eine Beschleunigung auf die Platten ein, außer vielleicht auf ein paar die oben lagen und runter fallen, aber deren Verpackung hat dann sicher auch entsprechende Schäden und die wird keiner umverpacken. Außerdem passiert auch das nur einer von Tausend Paletten, bei der zweiten von Tausend hat der Azubi nämlich keine Pickel
Außerdem kann Dir das bei den Billiglöhnern die im Akkord bei den großen Versandhändlern arbeiten genauso passieren, die dürften außerdem auch Hochlager haben da kann die Palette dann auch noch stürzen, die Packer werfen die Dinger dann aus dem Regal in die Handwagen, weil es denen egal ist ob das eine HDD, ein Buch oder ein Pullover in dem Karton steckt, Hauptsache sie haben die richtige Artikelnummer erwischt und können zum nächsten Produkt hetzen.
Sterntaste schrieb:
Kauf Dir die Platten wo auch immer Du willst
Bei Versandhändler die keine ordentliche Verpackung von HDDs bieten, würde ich niemals HDDs kaufen, deshalb kaufe ich HDDs auch nur im Laden.
Sterntaste schrieb:
checke sie halt gleich nach dem Einbau mit einem Festplattentool und wenn da keine Macken sind, hoffe auf eine langes und gesundes Leben der Platten.
Ein Check mit einem Tool ist kein wirklicher BurnIn Test, dazu gehört etwas mehr als sie einmal kurz irgendwie zu checken, die Fehler können wie gesagt sowieso erst mit dem Betrieb sicherbar werden, also macht man einen BurnIn Test, z.B. mache ich das mit
h2testw. Man sollte aber ein paar Dutzen MB bis ein GB weniger auswählen als vorgeschlagen wird, da die Metadateien des Filesystem bei großen Volumen schneller wachsen als heise es erwartet hat und sonst am Ende der Platz ausgeht, was zu einem Schreibfehler führt. Das lege ich die Dateien in Unterordner und lasse defragmentieren, so dass diese dabei umsortiert werden.
Sterntaste schrieb:
Bemackte Platten eben dann sofort zurückgeben, das sollte klar sein, dazu gibt es ja Garantie und Gewährleistung.
Wobei Gewährleistung und Garantie zwei Paar Schuhe sind.
Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und vom Verkäufer zu erbringen, dauert 24 Monate und deckt Mängel ab, die das Produkt im Gebrauch einschränken oder unbrauchbar machen und schon zum Kaufzeitpunkt bestanden. Das wird innerhalb der ersten 6 Monate angenommen, sofern der Verkäufer nicht das Gegenteil beweist und danach muss der Käufer das beweisen. Bei Transportschäden, also allen die bald auftreten, ist auf jeden Fall die Gewährleistung in Anspruch zu nehmen, schon weil man dann i.d.R. auch wieder eine neue HDD erhält, bei Garantiefällen kann man auch eine refurbished zurückbekommen.
Die Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers und deckt auch nach dem Kauf auftretende Mängel bei ordnungsgemäßem Gebrauch im Rahmen der Garantiebestimmungen ab und dort steht i.d.R. was von funktionsfähigem, gleichwertigem Ersatz drin und zumeist behalten es sich die Hersteller vor, auch reparierte Gebrauchtgeräte als Ersatz zu verschicken. Da man ja ein gebrauchtes Gerät eingeschickt hat, ist das durchaus als gleichwertig anzusehen.