So dann wie versprochen mal meine ersten Eindrücke zum LG OLED42C5ELB.
Es ist mein erster OLED, hatte bisher immer nur TN-Panel und als Vorgänger zum TV einen LG 38" 24:10 2300R Fast-IPS Monitor, der noch eine Zweitverwendung finden wird.
1. Glossy Display: Ich bleib dabei, das sollte sich jeder genau überlegen, vor allem, wenn der TV auch als Display für Office-Tätigkeiten in hellen Räumen verwendet werden soll. Beim Filme gucken sollte man auch den Raum abdunkeln. Auch die Darkmode-Leute (wie meiner einer) sollten prüfen, dass hinterm Arbeitsplatz nicht irgendwelche störenden Lichtquellen reflektiert werden.
2. Standfüße: Genial kurz, der TV kann fast direkt an die Wand gestellt, was somit den Abstand Augen <-> Display vergrößert. Ist für mich trotz dass der LG Oled etwas größer als mein alter 38" 24:10 LG IPS ist, wesentlich angenehmer.
3. Zustand nach dem Auspacken: Leider ein Aufkleber rechts unten am Display, der beim Entfernen natürlich Klebereste hinterlassen hatte. Konnte man aber mit Fensterreiniger und Zewatuch entfernen. Die Oberfläche des Displays ist zum Glück ja nicht so empfindlich wie bei den neuen QD-OLEDs. Ja, dann das mit den Streifen, hatte ich oben schon erklärt, konnte man mit einem erstmaligen Pixelrefresh beheben.
4. kein curved: Tjoar, zum Glück. Bei Monitoren ab 34" ist die Auswahl ja stark eingeschränkt, wenn man kein Curved haben will.
5. 21:9 Modus: Ebenfalls genial. Der angezeigte Bereich ist damit minimal größer als mein alter 38". Auflösung wird aber von Windows auf 2560x1080 vorgeschlagen. 3840x1600 eingestellt, loift! Ich kann so sogar meinen Center Lautsprecher einfach vor den TV stellen, ohne dass der das Bild verdeckt. Aber mal gucken, das wird denk ich nicht so bleiben.
6. HDMI-Kabel von Anker (8k/60Hz) macht im 144Hz/10bit Modus leider Probleme. Gibt ab und an so kurze Flackerfehler. Mit 21:9 Modus und 120Hz ist aber alles tutti. Von daher werde ich das Kabel dranlassen. Achso, falls wer den TV an nen Denon-AVR per eARC anschließen will, also TV<->AVR<->PC, der muss wohl auf den 21:9 Modus o. 144Hz verzichten. Das scheint der AVR nicht zu können (TV bekommt kein Signal, wenn ich auf 3860x1600 schalte). Ich hab jetzt wie bei meinem vorherigen Monitor beides parallel an die Grafikkarte angeschlossen, also AVR (über passiven DP-HDMI-Adapter) und TV. Ohne eARC muss ich nur beim normalen TV-Fernsehen über die eingebauten TV-Lautsprecher mir das Elend anhören. Oder ich kauf nochmal ein HDMI-Kabel nur für eARC. Mal gucken, ich schaue eh kaum lineares Fernsehen und soundmäßig bekommt man wohl nur Dolby ProLogic Stereo o. PCM Stereo. Kann man sich wahrscheinlich auch sparen...
7. Schriftbild: Im Darkmode (helle Schrift auf dunklem Hintergrund) ist die Schrift immer scharf, sehe hier 0 Unterschied zum alten IPS. Anders sieht es im hellen Modus aus (dunkle Schrift auf hellem Hintergrund). Hier sah es bei manchen Buchstaben wie das große 'T', 'B', 'P', H' etc. bei ihren vertikalen Linien so aus, als ob diese doppelt erscheinen. Ich hatte das im Firefox (Testseite war für mich 3dcenter.org) mit dem Cleartype Tuning von Windows aber hinbekommen. Wo es allerdings immernoch komisch aussieht, ist in LibreOffice. Aber LO hat da wohl eh seine eigene Schriftartenglättung. Wenn ich die deaktiviere, sind die "Doppelstriche" zwar weg, aber dafür sehen dann Buchstaben wie 'O', 'Q', 'G' etc. aus wie mit Zitterhand geschrieben.
8. Bildsettings: Hier will ich jetzt nicht zu groß ins Detail gehen. Was ich für mich aber rausgefunden habe, ist, dass nur mit dynamischem Tonemapping der TV annehmbare Helligkeiten mit halbwegs korrekten Farben erreicht. So kann man nämlich in Windows den HDR Modus anlassen und es ist nichts zu dunkel oder bleicht wieder leicht aus (wenn auch nicht annähernd so schlimm wie bei meinem alten 38" IPS), wenn man mit dem SDR-Slider in Window nachhelfen muss. Auch muss man beim Filme schauen über Windows nicht ständig hin- und herswitchen. Der HGIG-Modus scheint wirklich rein nur für Games zu sein, die dann ihr eigenes Tonemapping machen. Für den Windows Desktop im HDR-Modus ist das aber murks. Und auch Filme übern MPC-HC erreichen nicht die entsprechenden Helligkeiten. Oder ich hab noch irgendwas übersehen. Ich habe übrigens auch die Farbtemperatur auf 20 (warm) gestellt. Das ist mir einfach zu "kalt" in der Standardeinstellung (vlt bin ich da auch etwas zu sehr IPS verwöhnt). Den SDR-Slider in den HDR-Einstellungen von Windows hab ich auf 35 gestellt.
Einzige was ich noch nicht rausbekommen habe, ist das eigenständig Dimming. Mir kommts vor, als ob der TV versucht zu erkennen, was auf dem Bildschirm passiert, und wenn da nichts passiert, dimmt der einfach die Helligkeit runter. Wenn ich dann kräftig die Maus bewege, geht die Helligkeit wieder hoch :x. Bisschen nervig, wenn man grad nur was liest.
Apropo Dimmen: An was man sich auch gewöhnen muss, ist das ABL. Ich muss aber für mich sagen, dass ich dieses automatische Abdimmen bei Vollbildweiß durchaus angenehm finde. Aber: Da kann ich mir auch gut vorstellen, dass das viele Leute im Office weniger gut finden. Ich weiß auch gar nicht, wo man ABL abstellen könnte, oder ob das an irgendnem Modus gekoppelt ist. Falls das wer weiß, immer raus mit der Sprache :>.
So erstmal genug getippt. Liest sich wahrscheinlich eh kaum wer durch :x.