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3D-Druck unter Vakuum, gibt es das?
- Ersteller Xeljaga
- Erstellt am
M
Müs Lee
Gast
Meines Wissens nach gibt es die nicht, da der Aufwand, ein echtes Vakuum zu bilden, recht hoch ist und der allergrößte Teil der Bauteilwärme über Konvektion abgeführt wird/werden muss. Die Drucker/Materialien, die nicht so gut mit Sauerstoff können, werden mit einer Schutzgasatmosphäre betrieben. Welchen Nutzen hätte das Vakuum deiner Meinung nach denn?
- Registriert
- Dez. 2006
- Beiträge
- 263
Isolation zwischen der Struktur vom 3D Druck. Angenommen ich möchte ein Gehäuse drucken, dass möglichst viel Wärme isoliert. Darum eine Doppelwand mit tragender Struktur drucke mit möglichst wenig "luft" dazwischen. Irgendwie so..
Die Filamente sind ja sowieso schlecht Wärmeleitend?
Ergänzung ()
Die Filamente sind ja sowieso schlecht Wärmeleitend?
Zuletzt bearbeitet:
K
knoxxi
Gast
Gerade Luft ist ein hervorragender Isolator.
und wenn du da ein Vakuum reindrucken willst, dann wird die Struktur enormen stress ausgesetzt.
Bei einem Vakuum herrschen ganz andere Kräfte als bei Überdruck:
Bei einem Vakuum herrschen ganz andere Kräfte als bei Überdruck:
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Zuletzt bearbeitet:
M
Müs Lee
Gast
@Xeljaga Wieso denn so rum? Warum nicht normal drucken und die Struktur nachher vakuumisieren? Das wäre eine enorme Aufwandsreduktion. Davon abgesehen ist es nicht trivial, Werkstücke mit dem 3D-Druckverfahren vakuumdicht herzustellen.
@florian. Wieso? Es geht um einen Druckunterschied von einem Bar im Falle eines Vakuums und Atmosphärendrucks. Mit der richtigen Auslegung ist das gar kein Problem, dein Tankbeispiel ist halt exemplarisch für eine Fehlanwendung.
@florian. Wieso? Es geht um einen Druckunterschied von einem Bar im Falle eines Vakuums und Atmosphärendrucks. Mit der richtigen Auslegung ist das gar kein Problem, dein Tankbeispiel ist halt exemplarisch für eine Fehlanwendung.
- Registriert
- Dez. 2006
- Beiträge
- 263
M
Müs Lee
Gast
Und? Dann sieht man halt Ventile vor. Geht es eigentlich um Plastik oder Metall?
K
knoxxi
Gast
Wenn du es technisch umsetzen kannst, kannst Du auch Argon nehmen.
Das wird bespielsweise zwischen den Fensterscheiben eingesetzt.
Das wird bespielsweise zwischen den Fensterscheiben eingesetzt.
restic15
Newbie
- Registriert
- Juni 2016
- Beiträge
- 7
Hallo,
ich habe vor einigen Jahren Werkstoffwissenschaften studiert und versuche mal die Frage aus diesem Blickwinkel zu betrachten.
Du willst unter Vakuum drucken, d.h. das gesamte Gerät ist in einem Kasten ohne Luft.
Technisch sollte das funktionieren, da der Modellaufbau durch das Aufschmelzen und Abkühlen stattfindet.
ABER: An der Druckdüse ist ein Gebläse, damit dort das Material schnell verfestigt wird. Diese Luft fehlt dann. Wenn die Schmelztemperatur nicht zu hoch ist, dann kann das auch ohne Lüftung klappen (wie beim ABS-Druck). Dann gehts aber oben an den Kühlrippen weiter. Diese verhindern, dass sich die Hitze auf die Zuführmechanik auswirkt und die Halterung des Filaments wegschmilzt. Diese Kühlung fehlt und vermutlich würde da schon der Druckkopf kaputt gehen.
Zudem könnte es sein (ich weiß es jetzt nicht sicher), dass das Vakuum ähnlich wie beim Wasser den Schmelzpunkt senkt. Also wäre fraglich, ob die Druckparameter überhaupt funktionieren.
Vielleicht ist es viel einfacher, wenn du statt eines Vakuum-Hohlraums lieber eine innenliegende Wabenstruktur hast, damit sich einzelne Kammern bilden. Diese wirken wie Isolierschaum (sehr grob veranschaulicht aber das Prinzip sollte klar sein).
Noch ein Hinweis: Allzugroß sollte der Temperaturunterschied auch nicht sein, da PLA seine Erweichungstemperatur bei 60°C besitzt. Ab dieser Temperatur wird das Material verformbar. Viel Hitze lässt sich damit also nicht isolieren.
Vielleicht hast du Spaß mit Aerogelen? Die Dinger haben eine extrem hohe Isolationsfähigkeit.
ich habe vor einigen Jahren Werkstoffwissenschaften studiert und versuche mal die Frage aus diesem Blickwinkel zu betrachten.
Du willst unter Vakuum drucken, d.h. das gesamte Gerät ist in einem Kasten ohne Luft.
Technisch sollte das funktionieren, da der Modellaufbau durch das Aufschmelzen und Abkühlen stattfindet.
ABER: An der Druckdüse ist ein Gebläse, damit dort das Material schnell verfestigt wird. Diese Luft fehlt dann. Wenn die Schmelztemperatur nicht zu hoch ist, dann kann das auch ohne Lüftung klappen (wie beim ABS-Druck). Dann gehts aber oben an den Kühlrippen weiter. Diese verhindern, dass sich die Hitze auf die Zuführmechanik auswirkt und die Halterung des Filaments wegschmilzt. Diese Kühlung fehlt und vermutlich würde da schon der Druckkopf kaputt gehen.
Zudem könnte es sein (ich weiß es jetzt nicht sicher), dass das Vakuum ähnlich wie beim Wasser den Schmelzpunkt senkt. Also wäre fraglich, ob die Druckparameter überhaupt funktionieren.
Vielleicht ist es viel einfacher, wenn du statt eines Vakuum-Hohlraums lieber eine innenliegende Wabenstruktur hast, damit sich einzelne Kammern bilden. Diese wirken wie Isolierschaum (sehr grob veranschaulicht aber das Prinzip sollte klar sein).
Noch ein Hinweis: Allzugroß sollte der Temperaturunterschied auch nicht sein, da PLA seine Erweichungstemperatur bei 60°C besitzt. Ab dieser Temperatur wird das Material verformbar. Viel Hitze lässt sich damit also nicht isolieren.
Vielleicht hast du Spaß mit Aerogelen? Die Dinger haben eine extrem hohe Isolationsfähigkeit.
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