Windows Server 2008 R2 3TB RAID 10 + 240GB SSD wie am besten sichern?

Mr.Church

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Hallo,

ich überlege mir gerade, wie ich ein System, welches aus einer 240GB SSD für Windows System + einem 3TB RAID10 (für Datenbank und Daten) besteht, sichern kann.
Mit Acronis Server alles als Image auf eine externe HD schreiben, jeweils ein Image fürs System und RAID, oder wäre eine andere Lösung besser/schneller/etc. ?
Das Problem ist, dass die Datenbank und/oder das System im Zweifelsfall schnell wieder hergestellt werden können.
 
Naja die Frage ist eher was du brauchst...
Brauchst du immer nur ein aktuelles Backup (= riskant...), in welcher Frequenz werden die Backups gemacht etc...
Welche Datenmengen sind es konkret?

Und warum ist schnelle Wiederherstellung so wichtig? Das RAID ist an sich ja die Verfügbarkeitslösung, wenn es zu anderem Datenverlust kommt scheinen genaues Hinschauen (= Sorgfältigkeit) und "schnelles Wiederherstellen" etwas widersprüchlich.
 
pulsum schrieb:
Hallo,

ich überlege mir gerade, wie ich ein System, welches aus einer 240GB SSD für Windows System + einem 3TB RAID10 (für Datenbank und Daten) besteht, sichern kann.
Mit Acronis Server alles als Image auf eine externe HD schreiben, jeweils ein Image fürs System und RAID, oder wäre eine andere Lösung besser/schneller/etc. ?
Das Problem ist, dass die Datenbank und/oder das System im Zweifelsfall schnell wieder hergestellt werden können.

Hallo,

wie oft soll das externe Backup erstellt werden? Wenn es keine tägliche Sicherung ist, würde auf ein kleines NAS fürs Backup setzen mit 3 x 3GB HDD, das als RAID 1 aufgezogen wird (2x3GB) und eine Platte wird als Spare-Device reserviert. Vorteil bei RAID1: Du hast exakt zwei Festplatten (1:1 Abbild der Sicherung) mit selbem Inhalt auf die Du auch ohne bestehenden RAID-Verbund zugreifen kannst, z.B. mit einer Resue-CD.

Dein Lösungsannsatz ist schon gut: RAID10 für Datenverfügbarkeit und externes System für Backup. Auf eine einzelne HDD würde ich niemals ein Backup schieben wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn du noch platz für eine festplatte im system hast, würde ich eine einbauen und per acronis oder windows sicherung regelmässig ein image auf diese schreiben lassen. die datenbank solltest du auf eine externe freigabe dumpen lassen, inklusive transaktionslogs.
 
Die Sicherung soll eigentlich täglich geschehen, damit die Änderungen in der Datenbank nicht verlorengehen.
Ich bin eben die ganze Zeit mit der Überlegung beschäftigt, ob ich per Image sichern soll, oder die Daten und DB separat - wie schon vorgeschlagen per Dump - einfach auf externe HDDs.
Die zu sichernde Datenmenge wird gegen ca. 2TB + ca. 150GB (+/- 50GB) pro Jahr gehen.
Die Datensicherung soll allerdings auch nicht Ewigkeiten benötigen. Images erstellen dauert ja leider auch seine Zeit.

Die schnelle Herstellung des Systems ist für mich deswegen nötig, weil es sich um ein produktives System handeln soll, welches ich im Falle eines Ausfalls schnell komplett wieder herstellen kann - nach dem Motto "nix passiert".
Bei meinem alten Server hatte ich vor zig Jahren sowas schon mal und da konnte ich auf einer neuen Maschine einfach das Image per Acronis zurückschreiben und war binnen Stunden wieder "da".

Im System ist auch noch ein Slot für eine Platte frei. Darauf könnte ich natürlich sichern und das auf eine externe HD kopieren.

Fand Acronis bisher gegenüber der Windows Sicherung besser. Hab aber auch nie wirklich mal geprüft welche der beiden Sicherungen "besser" bzw. schneller wäre.

Hatte mir auch mal die Tandberg Loader angeschaut, aber die Geräte sind ja verdammt teuer, das kann ich leider so nicht investieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
pulsum schrieb:
Die Sicherung soll eigentlich täglich geschehen, damit die Änderungen in der Datenbank nicht verlorengehen.

Ist es ein reines Windows System?
 
Habt ihr schon eine Acronis Version? Wenn nicht, dann aber die aktuellste nutzen "Acronis Backup & Recovery 11.5". Der Vorteil ist hier es wird wie gesagt als Image gesichert und hast die Möglichkeit zur Komprimierung.

Hast du seperate Laufwerke für System, Daten und Datenbanken? Ich sichere Windows System Laufwerk in ein einzelnes Image und lösche dies alle 2 Wochen bzw. wird es überschrieben. Das Datenlaufwerk sichere ich einmal vollständig und dann immer inkrementell/differentiell.

Die Datenbanken wrüde ich dennoch immer noch per SQL Server als Wartungsplan sichern. Dann hat man ein Backup der Datenbanken nochmal einzeln zur Sicherheit.


Windows Server Backup ist gut, aber für große Sachen ist das meiner Meinung nichts. Ich sichere damit nur den Domain Controller (ist "eigentlich" sogar die einzigst wahre Backuplösung da es den Systemstatus sicher und man auch einzelne AD Objekte wiederherstellen kann, SQL Server und Terminal Server. Im SQL Server werden alle DBs nochmal einzeln gesichert. Den File Server mache ich per Acronis damit es gescheit komprimiert wird und man längeren Zugriff auf ältere Backups hat.
 
Überkinger schrieb:
Ist es ein reines Windows System?
Ja, es handelt sich um ein reines Windows System. Der Server soll nur Datein aufnehmen und der darauf installierte SQL-Server legt Daten für meine Anwendung ab.

AquinasX schrieb:
Habt ihr schon eine Acronis Version? Wenn nicht, dann aber die aktuellste nutzen "Acronis Backup & Recovery 11.5". Der Vorteil ist hier es wird wie gesagt als Image gesichert und hast die Möglichkeit zur Komprimierung.
Ich habe schon eine Acronis Server Version. Allerdings habe ich da beim Imaging die Erfahrung gemacht, dass ich für knapp 600GB mehr als einen halben Tag für die Sicherung benötige.

Hast du seperate Laufwerke für System, Daten und Datenbanken?
Für den neuen Server habe ich eine SSD für das System und das RAID für Dateien und Datenbank. Mehr Laufwerke sind nicht vorhanden (bzw. nicht geplant).

Das Datenlaufwerk sichere ich einmal vollständig und dann immer inkrementell/differentiell.
Ich hatte immer Full Backups gemacht, was quasi Luxus war bzw. ist, weil ich zu faul war, im Falle eines Falles alle anderen Backups nach und nach einzuspielen.

Die Datenbanken wrüde ich dennoch immer noch per SQL Server als Wartungsplan sichern. Dann hat man ein Backup der Datenbanken nochmal einzeln zur Sicherheit.
Hm, mit dem SQL-Server stehe ich dahingehend ein wenig auf Kriegsfuß. Daher war ich froh das mit Acronis als Image zu sichern. Aber mir scheint die Trennung von DB und Dateien bei der Sicherung einfacher zu sein.
Da muss ich mich mal mehr mit dem SQL-Server auseinandersetzen, wie ich da quasi den Dump der Daten automatisch anstosse.
 
Sry, war etwas ungenau. Ich meine ob du eigene Partitionen für Daten und Datenbanken hast?

Ich musste bisher nie mehrere TB sichern, von daher weis ich nicht genau wie lange es dauert. Welche Acronis Version hast du?
Vollbackups sind schön aber dauern ja dementsprechend lange und benötigen auch die entsprechende Größe. Es hängt aber auch davon ab wie die Komprimierung eingestellt ist und wohin gesichert wird. Wie gesagt mache ich einmal ein Voll Backup und dann Mo-Do inkrementell und am Fr ein differentielles Backup. Wenn man die Backup Kette nicht so lange braucht dann kann man ja auch einmal im Monat ein Vollbackup machen (wird ja recht viel Platz in Anspruch nehmen und ich bezweifel das du mehrere TB für Backup als für Daten hast).


Welcher SQL Server wird genutzt? Ist der eigentlich von Microsoft? Wenn es nur ein Express ist musst du die Wartung manuell schreiben. Am besten ein Skript was den SQL Befehl per Wartungsaufgaben anstößt. http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ms187510.aspx Hier gibt es Informationen darüber. Zum Beispiel:

USE AdventureWorks2012;
GO
BACKUP DATABASE AdventureWorks2012
TO DISK = 'Z:\SQLServerBackups\AdventureWorks2012.Bak'
WITH FORMAT,
MEDIANAME = 'Z_SQLServerBackups',
NAME = 'Full Backup of AdventureWorks2012';
GO

Komprimierung der SQL Datenbanken geht aber nur mit Enterprise -> dann kann man auch den Studio nutzen. Wenn du also Standard oder Enterprise Version hast vom SQL Server, dann nutze den SQL Management Studio!!!

Eigenständige Backups von Anwendungen sind viel besser als eine ganze Image Sicherung. Image Sicherung bietet zwar VSS vom System an, aber man weiß nie ob es wirklich so super funktioniert. Vorallem bei den älteren Versionen von Acronis würde ich aufpassen in Zusammenarbeit mit Server 2008 und auch noch mit SQL Server.
 
AquinasX schrieb:
Sry, war etwas ungenau. Ich meine ob du eigene Partitionen für Daten und Datenbanken hast?
Auf dem neuen System ist das so geplant, ja.

Welche Acronis Version hast du?
Auf dem derzeitigen System ist Acronis True Image Echo Enterpr. Server 9 im Einsatz.

Wenn man die Backup Kette nicht so lange braucht dann kann man ja auch einmal im Monat ein Vollbackup machen (wird ja recht viel Platz in Anspruch nehmen und ich bezweifel das du mehrere TB für Backup als für Daten hast).
Ich sehe schon, ich muss mir da noch ein paar Gedanken zur passenden Backup-Strategie machen.
Mehrer TB für Backups als für Daten hatte ich so nicht eingeplant. Ich denke da wird sich ein Full Backup im Monat + inkr. Backups für die Daten + Dump der SQL-DB eher rechnen.

Welcher SQL Server wird genutzt? Ist der eigentlich von Microsoft?
Es handelt sich um den MS SQL-Server 2008, also die "richtige" Version, nicht den Express.
Danke für den Link, da werde ich mich mal mit befassen.

Vorallem bei den älteren Versionen von Acronis würde ich aufpassen in Zusammenarbeit mit Server 2008 und auch noch mit SQL Server.
Ich habe vor dem Start des Backups ein SQL-Stop Script vorgeschaltet, was man ja in Acronis als "Befehl vorher" angeben kann. Den SQL-Start Befehl natürlich als "Befehl nachher".

e-Funktion schrieb:
Schon mal Tape in betracht gezogen?
Ich bin mal eine ganze Weile mit einem Tandberg 500GB RDX Laufwerk ausgekommen. Für die dann angefallenen größeren Mengen müsste ich dann einen Loader, der mehrere Tapes verwaltet, anschaffen. Aber die Geräte sind sehr teuer. Von daher hatte ich nicht vor die anzuschaffen. Platten sind z.B. in 3TB Größe deutlich günstiger zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
statt irgendwelche tape-experimente könntest du das geld besser in einen backupserver mit internen platten(erste sicherungsstufe) und rahmen für wechselplatten(für offsite/safe) investieren.
 
Daran habe ich auch schon gedacht. Den bisherigen Server als Backup-Server zu benutzen. Allerdings hatte ich gedacht, dass ich die Maschine nicht mehr benötige, weil es evtl. andere Möglichkeiten gibt. Aber das wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit.
 
Bei den neuen Ultrium 6 geht schon was drauf. Hier muss man natürlich immer die jeweiligen Vor- und Nachteile abwiegen und auch mal Mittelfristig schauen wie der Bedarf dann aussehen wird. Aber das brauch ich dir wohl nicht erzählen, wenn du damit schon deinen Spaß hattest in der Vergangenheit.

Wenn ein weiterer Brandabschnitt vorhanden ist bzw. das Plattenmanagement sichergestellt ist tut's bei der vergleichsweise kleinen Menge an Daten auch ein Stapel Festplatten.
 
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