4x RTX 4090 / 5090 KI-Server im Keller an 25 kWp Solar (DIY) + Heizungs-Puffer. Sinnvoll?

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CN_2026

Gast
Hallo zusammen,

ich plane an meinem Standort ein privates Server-Projekt und würde mir gerne ein paar ehrliche Meinungen und Praxiserfahrungen von euch einholen, bevor ich Geld in die Hand nehme.Ich möchte ein GPU-Rig im Keller aufbauen, um die Rechenleistung gewerblich für KI-Workloads auf dezentralen Marktplätzen (wie GPUnex, Vast.ai, Clore.ai) zu vermieten.
Um das Ganze wirtschaftlich und technisch abzusichern, ist folgender Aufbau geplant:Hardware: 4x NVIDIA RTX 4090 (24GB) oder die neue RTX 5090 (32GB) – komplett wassergekühlt .
Heizungs-Kopplung: Ich möchte die Wasserkühlung der Server direkt an meinen vorhandenen 4.000-Liter-Heizungs-Pufferspeicher auf dem Hof anschließen. Die Server-Abwärme soll im Sommer den Holzvergaser komplett ersetzen und im Winter die Grundlast der Heizung tragen.Stromversorgung: Ich baue parallel eine 25 kWp PV-Anlage im reinen Eigenbau (DIY) auf das Scheunendach. Geplant ist eine Überschusseinspeisung. Im Sommer läuft die KI tagsüber also mit 100 % Gratis-Strom. Im Winter nutze ich einen dynamischen Tarif (Tibber), um günstigen Windstrom nachts zu ziehen – bei teuren Spitzenpreisen regeln die Server per Skript automatisch in den Standby.Internet: Anbindung erfolgt über Starlink (High-Speed Satellit).Meine Fragen an die Praktiker hier:Hat jemand von euch ein ähnliches System (GPU-Hosting gekoppelt mit Solar/Hausheizung) laufen und kann was zu den realen Netto-Renditen und der Auslastung sagen?Gibt es bei Starlink-Internet bekannte Probleme bezüglich der Latenz (Ping), die mein Ranking auf den Hosting-Plattformen verschlechtern könnten?Welche fertigen Barebone-Gehäuse/Rigs könnt ihr für den Dauerbetrieb von 4 wassergekühlten Karten empfehlen?

Vielen Dank für euren Input und euer Feedback!
Christian
 
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Frage: Hast Du es mal durchgerechnet?
 
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Starlink hast halt eine ~50ms Base Latenz, für Echtzeit Inferenz ist das schon mal nichts -> Vast.ai oder Clore.ai ranken die Latenz -> höherer Ping kann Aulastung redzieren weil Kunden niedrige Latenzen bevorzugen. Also bist eher im billigeren Batch Inferenz Bereich unterwegs.
RTX 4090/5090 hat keine offzielle ECC Unterstützung, ist nicht für den Dauerbetrieb optimiert. Garantie erlischt im Mining/Hosting Workloads automatisch.
4x4090 sind 5-8 kWh/Tag Stromverbrauch, im Sommer deckst das ab, im Winter musst Strom einspeisen der wahrscheinlich teurer ist als das was du dazu verdienst. Rechne 15-30% pA des Anschaffungspreises per 4090 (ohne Strom).
DIY Wasserkühlung gilt als "komplexe Integration", wird im Hostingbereich normalerweise vermieden.
Die Heizungskoplung musst dir halt durchrechnen, in der Regel sprichst von 1,8 kW durch die GPUs vs 10-20 kW Heizbedarf im Winter auf den durchschnittlichen Haushalt.
Technisch ist das alles sicher machbar, aber mit unseren Strompreisen schwierig -> Wäre es ein rentables Geschäftsmodell würden das wahrscheinlich mehr Menschen in Stromgünstigen Ländern selbst betreiben.
 
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Hallo Christian,

ich kann mich zwar nur zum Thema Starlink äußern, aber vielleicht hilft dir das trotzdem weiter.

Wir nutzen Starlink V4 und liegen im Normalbetrieb bei einer Latenz von etwa 20–50 ms. Das funktioniert im Alltag grundsätzlich sehr gut.

Was du allerdings im Hinterkopf behalten solltest: Beim Wechsel zwischen den Satelliten kommt es mehrmals täglich zu kurzen Ping-Spitzen von über 100 ms. Diese dauern zwar nur einen kurzen Moment, sind aber durchaus spürbar. Je nachdem, wie empfindlich die Hosting-Plattform auf solche Latenzschwankungen reagiert, könnte das eventuell einen Einfluss haben.

Ansonsten läuft die Verbindung bei uns stabil.
 
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Die Idee finde ich per se zwar interessant, aber ich habe ein paar Zweifel.
Zuerst: Sicher dass die 5090 mit ihren ‚popeligen‘ 32GB reichen werden? Die Pro Varianten haben ja nicht umsonst 96GB.
Kühlung: die Wasserkühlung an eine Heizungsanlage? Da musst du mindestens einige Dinge beachten. Spontan: Kreisläufe trennen, mit Wärmetauschern zwischen den Kreisläufen arbeiten.
Deine GPU werden mit welcher Kühlmitteltemperatur betrieben werden? 40° - 50° sind bei GPUs ja schon viel, beim Heizungsvorlauf aber gerade der Anfang. Das Entziehen der Wärme aus dem GPU Kühlkreislauf per Wärmepumpe (Chiller) wäre imo möglich, würde aber deutlich mehr Energie kosten.
Starlink ist ebenso keine gute Methode. Lass mal Schietwetter haben und deine Kunden die auf Echtzeitübertragung setzen wollen - wollen dann ihr Geld zurück
 
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andimo3 schrieb:
Starlink ist ebenso keine gute Methode. Lass mal Schietwetter
Das ist kein Thema bei der verwendeten Antennentechnologie.
 
Was soll der ganze Spaß den kosten und was rechest du bist du damit mal wirklich Geld verdienst?
Eigentlich sollte man im gewerblichen keine Spielzeug/Consumerhardware verwenden, auch wird man kaum Ausfälle haben dürfen. Für mich klingt das auch viel zu sehr wie Bastelei.
 
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„Hi Stuttdawg, danke für das extrem starke und fundierte Feedback! Das hilft mir massiv weiter.Zu deinen Punkten:Das mit Starlink und der Batch-Inferenz ist ein super Hinweis. Wenn das Rig eher für längere Rechenjobs gebucht wird, ist das für mich völlig in Ordnung.Wegen dem Dauerbetrieb und dem Garantierisiko: Ich plane aktuell, die Karten nicht zu kaufen, sondern über ein B2B-Mietmodell (Grover Business) zu leasen. Damit liegt das Ausfall- und Defektrisiko nicht bei mir.Für den Winter ist eine automatisierte Software-Bremse geplant: Über den dynamischen Tibber-Tarif laufen die Karten nur bei günstigen Netzpreisen. Wenn der Strom zu teuer wird, geht das System kontrolliert in den Standby.Bei der Heizung hast du völlig recht: Im tiefsten Winter ist es nur eine Grundlast-Unterstützung. Der Hauptgewinn ist für mich das Sommerhalbjahr – da reichen die knapp 1,8 kW Abwärme dicke, um den Puffer warmzuhalten, sodass mein Holzvergaser für das Warmwasser komplett ausbleiben kann.Danke dir, das bestätigt mir, dass der Fokus auf Miete und die smarte Steuerung der richtige Weg sind!
 
TorenAltair schrieb:
Das ist kein Thema bei der verwendeten Antennentechnologie.
überhaupt nicht? Nichtmal bei Starkregen, Schneefall oder Gewitter? Gerade bei letzteren wird die Dämpfung doch extrem ansteigen.
 
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steirerblut schrieb:
4x4090 sind 5-8 kWh/Tag Stromverbrauch, im Sommer deckst das ab, im Winter musst Strom einspeisen der wahrscheinlich teurer ist als das was du dazu verdiens
Ich hatte im schlechtesten Monat Januar mit 21kwp 440kwh Ertrag, also ca. 15kwh pro Tag im Schnitt. Da sind Tage mit 3-4kwh und auch 0 dabei, klar. Da muss man zukaufen, aber das bleibt überschaubar im Vergleich zu den anderen Kosten wie Anschaffung/Abschreibung der Hardware
 
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andimo3 schrieb:
überhaupt nicht?
Da muss die Welt schon untergehen mit EM-Störungen. An sich (nur weniger Leistung) ist die Technologie die Gleiche wie bei Luftabwehrradaren.
 
Nur mal Interessehalber - wie sieht deine Beispielrechnung dafür aus, also konkrete Zahlen?
 
Also im Winter kann es sein das der Kunde dumm da steht weil der Strom zu teuer ist und das System nicht verfügbar?
Wie ist die Kalkulation von der ganzen Sache?
 
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CN_2026 schrieb:
Ich plane aktuell, die Karten nicht zu kaufen, sondern über ein B2B-Mietmodell (Grover Business) zu leasen. Damit liegt das Ausfall- und Defektrisiko nicht bei mir.
Und da bist du dir so sicher, ja?

Ich sehe bei Groover aktuell keine fertig auf WaKü umgebauten RTX 5090 oder 4090. Dadurch würde ich jetzt schließen, dass du die Karten selbst umbaust?

Denn sollte das so sein, müsstest du die Anschaffungskosten der WaKü Hardware noch obendrauf rechnen - und der Umbau ist nicht komplett ohne langfristiges Risiko. Wenn man dir nachweisen kann (und das kann man in der Regel), dass du die Werkskühler entfernt hast, dann hast du ein Problem - sogar dann, wenn nichts kaputt gehen sollte.

Ich sehe den Gewinn bei dieser ganzen Aktion leider absolut nicht.
 
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CN_2026 schrieb:
Damit liegt das Ausfall- und Defektrisiko nicht bei mir
Du hast Dir deren AGB durchgelesen? So kleine Details wie: "Wenn ein Produkt während der Mietzeit beschädigt wird, übernimmt Grover Care 80 % der Reparaturkosten." oder auch "Only careful use as intended is permitted, so as to minimise the damages that are to be expected."
 
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Wie gut ist dein Heizspeicher durchmischt? Und was machst du wenn der unten seine 85°C erreicht hat?
Wenn du einen WT ganz unten im Tank hast kann das schon eine Weile gut gehen mit der Kühlung der Karten. Aber wenn er gut isoliert ist und die Wärmeleistung den Verbrauch übersteigt ist halt irgendwann die Höchsttemperatur des Kessels erreicht und mit 60°C Vorlauf braucht man auch keine Karten kühlen. Du musst also im Vorlauf zu den Karten noch einen groß dimensionierten WT integrieren, der temperaturgesteuert mit Luft versorgt wird.

Was wird das für eine PV-Anlage? Victron DESS?
 
andimo3 schrieb:
40° - 50° sind bei GPUs ja schon viel, beim Heizungsvorlauf aber gerade der Anfang.
Da sehe ich ebenfalls das größte Problem. Theoretisch über 2kW Abwärme sind eine Sache, das Temperaturfenster ein anderes. Möchtest du die Abwärme vollständig nutzen, ist m.E. nach eine Wärmepumpe unumgänglich, zumindest für die Warmwasserbereitung.
Dann musst du dir aber auch überlegen, was du machst, wenn du die Wärme nirgends mehr hinspeichern kannst - es braucht also im Idealfall eine Abschaltung der Wärmepumpe und umschalten auf Freikühlung durch normale Wärmetauscher.
Für den Austausch mit dem Heizkreis muss natürlich ebenfalls ein Wärmetauscher zwischengeschaltet werden um den Heizkreis von der IT zu trennen.
Dazu kommt ... wenn dein Speicher annähernd voll ist, ist der Vorlauf ja auch schon (zu) heiß. Jetzt könnte man noch wilde Konstrukte basteln, wo man das 50°C warme Wasser ausm Speicher erst per Wärmepumpe runter kühlt, anschließend das Ganze durch die Grafikkarten schickt und nachher wieder per Wärmepumpe auf den Temperaturbereich des Warmwasserspeichers anhebt.
Aber ich denke das wird auch so schon klar ... das muss man wollen und ist wirtschaftlich sicher nicht mehr sinnvoll.

Hinsichtlich Strom im Winter gibt es auch noch die Option, sich einen (auf den ersten Blick) überdimensionierten Batteriespeicher hin zu stellen. Nehmen wir mal 2,4kW, sind also gut 57kWh pro Tag. Den könntest du im Winter mit dynamischem Stromtarif und dynamischen Netzentgelten (EnWG §14a Modul 1 und Modul 3 sind deine Freunde) nachts günstig volltanken. Die Netzbetreiber haben da auch je Quartal ggf. unterschiedliche Netzentgeldmodelle.

So ziehe ich meine PV-Anlage aktuell auf, 96kWh Speicher, damit ich im Winter - wenn dann nächstes Jahr (hoffe ich) die Wärmepumpe einziehen kann - meine Wärme ebenfalls für 24h ausm Speicher bereitstellen kann.
Wirtschaftlich ist das vermutlich nicht aber das interessiert mich tatsächlich eher weniger.
 
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Danke für den Einwand! Zum Speicher: Ich habe einen 4.000-Liter-Heizungspuffer auf dem Hof stehen. Für den sind 85 °C absolut kein Problem, da mein großer Holzvergaser den Tank im Winter genau so heiß macht und ich hier ein großes, altes Bauernhaus heizen muss. Das Thema mit dem Wärmetauscher ist mir auch völlig bewusst – ich jage das Brunnen- oder Heizungswasser natürlich nicht direkt durch die feinen Kühler der Grafikkarten, sondern trenne die Kreisläufe sauber über einen Plattenwärmetauscher.Mir geht es hier im Thread aber viel mehr um das kaufmännische Fundament: Kann ich mit der KI-Rechenleistung auf Plattformen wie Vast.ai, Clore.ai oder dem deutschen GPUnex [3.1, 3.2] wirklich verlässlich Geld verdienen?Was kann man mit einem Rig aus 4x RTX 4090 oder 5090 da heute pro Stunde/Tag real rausholen, wenn man die Plattformgebühren (ich habe gehört, Vast nimmt teils 25 % Provision) und die restlichen Kosten abzieht? Wäre extrem cool, wenn ihr dazu noch ein paar handfeste Einwände, Zahlen oder Ideen habt, wie das wirtschaftlich zu realisieren ist.
 
CN_2026 schrieb:
wie das wirtschaftlich zu realisieren ist.
Gar nicht, kurz gesagt. Du hast allein um die 25k Hardwarekosten.
 
Ich würde mich weigern GPUs für KI zu mieten mit langsamer Internetverbindung, dass es erstmal eine Ewigkeit dauert, Modell (und ggf. Trainingsdaten) aus dem Netz zu laden... Gigabit ist da das Minimum damit sich die Miete auch lohnt und man nicht schon viel Geld zahlt bevor man irgendwas davon hat.
 
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