Aktive 2.0 Schreibtisch-Lautsprecher (Allround) ohne digitalen Schnickschnack

Andarkan

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Abgelöst werden sollen die Behringer MS40, die ich schon seit ca. 13 Jahren habe, und deren Sound ich ziemlich liebe (gerade für den damaligen Preis, 150€).
Jetzt möchte aber auf eine viel höhere Preis- und Qualitätsklasse wechseln, Budget würde ich bis zu 1000€ anpeilen.
Einsatzbereich soll Allround sein, Musik, Filme, Games. Aber wichtig ist mir vor allem Musik und ein natürlicher ausgewogener Klang (kein übertriebener Bass).

Beliefert werden sie von einem FiiO K5 Pro, über analoge RCA-Kabel. Das soll gerne auch in Zukunft so bleiben.

Das Problem ist jetzt, alle Lautsprecher, die ich in der Preisklasse finde (egal ob Nubert, Edifier, Teufel etc.), haben enorm viel digitalen Schnickschnack. Bluetooth, Fernbedienung, coole Bildschirme, was-weiß-ich, brauche ich alles nicht.
Beispiele: https://www.testberichte.de/f/1/2680/1994.249723/1.html

Aber dafür haben sie meistens nicht mal einen(!) normalen analogen Lautstärkeregler (vorne!), an dem ich den Pegel schon von außen ablesen kann (wie bei meinen MS40). Das wäre eine sehr wichtige Anforderung für mich.

Also ich hätte gerne einfach ganz normale aktive analoge Lautsprecher für den Schreibtisch mit edlem Sound. Gibt es sowas heutzutage überhaupt noch?
 
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Hast du dich - da du eh aus der Ecke mit deinen bisherigen Behringern kommst - mal bei aktuellen, besseren Nahfeldmonitoren umgesehen?

Mit der Anforderung "Lautsprecherregler vorne" fallen mit spontan die EVE-Audio SC ein (SC207 wäre vllt ein bisschen über dem Budget, SC205 passt).
Ich kenne die Lautsprecher nicht! Nach verschiedenen Tests, die ich gelesen habe machen sie aber wohl einen guten Job.
Hab mir selber vor einigen Jahren eine Neumann KH120 + EVE Audio TS110 Subwoofer Kombination zusammengestellt, mit der ich sehr zufrieden bin.
 
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Gut, in den letzten 13 Jahren ist der ganze "Schnick Schnack" wie Bluetooth, HDMI und co halt Standard geworden.

Wenn es mehr HiFi sein soll und auch etwas fürs Auge sein darf, dann würde ich mir mal die KEF LSX anschauen. Die (LS 50 Basis) sind ja schon seit Jahren Benchmark in dem Bereich und machen sich halt dazu noch mega auf dem Schreibtisch. Für 999€ in dem Marketplace Deal auch ein super Preis.

Edit: haha, sorry die haben gar keinen Analogen Eingang... :p

Die Codas können das.
 
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Teurer ist nicht zwingend besser. Da du doch mit den Behringer zufrieden bist, wieso so viel Geld aus dem Fenster werfen?
Schau dich mal nach Studio Monitoren um, z.B. von Genelec, Adam Audio, KRK.
 
Kani schrieb:
Hast du dich - da du eh aus der Ecke mit deinen bisherigen Behringern kommst - mal bei aktuellen, besseren Nahfeldmonitoren umgesehen?
Also meine Behringer wurden zwar offiziell als Nahfeldmonitore verkauft, aber deren Frequenzgang ist laut Community alles andere als linear. Ich drehe bei mir den Bass-Regler sogar nur auf Viertel, weil es mir sonst schon viel zu bassig ist.
(Subwoofer sind bei mir auch ein No-Go, alleine schon wegen Nachbarn.)
Mit der Anforderung "Lautsprecherregler vorne" fallen mit spontan die EVE-Audio SC ein
Die haben dann aber wiederum zwei Regler, einen für jeden getrennt. Ist halt oft so bei richtigen Nahfeldmonitoren. Und etwas, was ich auch absolut nicht haben will.

@Mr.Zweig die KEF kenne ich schon, aber haben eben gar keine Lautstärkeregler.
Ergänzung ()

kartoffelpü schrieb:
Teurer ist nicht zwingend besser. Da du doch mit den Behringer zufrieden bist, wieso so viel Geld aus dem Fenster werfen?
Ja schon, aber ist doch wahrscheinlich nur deswegen so, weil ich besseres eben nicht kenne.
 
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Beim angepeilten Budget wuerde ich eher einen kompakten Desktop Amp (Beispiel 1, Beispiel 2) und einen guten Regallautsprecher nehmen (Dali, Klipsch, Canton etc.).
Damit bist Du deutlich flexibler bei der Auswahl und kannst einfacher einen fuer Dich passenden LS finden.
 
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Andarkan schrieb:
Die haben dann aber wiederum zwei Regler, einen für jeden getrennt. Ist halt oft so bei richtigen Nahfeldmonitoren. Und etwas, was ich auch absolut nicht haben will.
Das stimmt, tut mir Leid, da habe ich gar nicht drüber nachgedacht...
Mir fallen aus dem Stegreif grade keine weiteren Monitore/Lautsprecher ein, die den Lautstärkeknopf für beide zusammen auf einer Seite haben.
Wäre es eine Option, die Lautstärke über den FIIO zu regeln? Ich habe auf die Schnelle nicht gefunden, ob die RCA-Ausgänge regelbar sind, oder nur der KH-Ausgang.
Dann hättest du eine deutlich größere Auswahl...
 
Kani schrieb:
Wäre es eine Option, die Lautstärke über den FIIO zu regeln?
In diesem Fall ist es tatsächlich bisschen seltsam. Der Regler ist hauptsächlich für den Kopfhörerausgang da.
Der RCA-Ausgang wird damit zwar auch beeinflusst, aber der Umfang ist dabei sehr gering, sodass ich mir nicht vorstellen kann, dass man damit passive Boxen betreiben könnte.
Ist das jetzt ein reiner Line-Ausgang oder nicht?
Ergänzung ()

Ich denke aber schon die ganze Zeit darüber nach, ob ich mir nicht einfach welche von diesen Digital-Schnickschnack-Teilen hole, die Lautstärke auf Maximum oder Mitte einstelle, und dann im Alltag die Lautstärke über meinen Fiio regle.
Das wäre sozusagen genau anders herum wie ich es zurzeit bei meinen Behringern mache.
 
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Im Büro habe ich mir ein Pärchen Adam Audio T5V auf den Schreibtisch gestellt (auf entsprechenden Podesten, sowas in der Art). Ähnliche Größe wie Deine Behringer, wenig "Schnickschnack". Die gibt es auch mit größerem Tieftöner in Form des T7V und des T8V, die Meinungen darüber gehen auseinander.

Ich habe mir noch einen kleine Sub dazugestellt, der letzte Woche das Zeitlich gesegnet hat...

Egal, die Adams sind m. E. für den Preis sensationell, der Bändchenhochtöner hat schon was. Aber auch die musst Du hinten und sogar einzeln regeln. Mache ich über ein separates günstiges Audio-Interface.
 
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung die Adam Audio D3V empfehlen. Die haben kein Schick Schnack, kein Display, kein RGB, sondern sind einfache, ehrliche Nahfeldmonitore. An der Front ist ein Drehknopf, auf dem Du einfach die Lautstärke siehst und verändern kannst.
Anschließen kann man die über USB-C direkt am PC, oder über symmetrische 6,3mm Klinke.
Sind schön klein, spielen aber trotzdem linear bis 50Hz in den Basskeller runter.
Da es dein Budget noch hergibt, würde ich mir noch ein hübsches USB Audiointerface dazu kaufen, wie z.b. das Universal Audio Volt 176, damit kannst Du dann die Lautstärke bequem über einen großen Drehregler einstellen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man mit einem USB Audiointerface noch eine Raumkorrektur, wie zb. iLoud Arc X dazwischen schalten kann. So kannste den Klang richtig gut auf deine Räumlichkeiten anpassen und du wirst erstaunt sein, was für ein Unterschied das bringt.

Mr.Zweig schrieb:
@Andarkan [...] Die Youtube Reviews sind ja bisher alle sehr wohlwollend bis hysterisch begeistert ;)
Youtube "Reviews" (wie das hier verlinkte), die direkt in der Beschreibung Affiliate Links enthalten kann man zu 99% als Werbung abstempeln. Der Videoersteller hat ein starkes finanzielles Interesse das Produkt gut zu bewerten, da er so mehr Geld verdient. Oft bekommt er das Produkt auch kostenlos zugeschickt, nur damit er ein Video dazu machen soll.

Hier im Forum bekommt niemand Geld für seine Vorschläge.
 
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Andarkan schrieb:
Beliefert werden sie von einem FiiO K5 Pro, über analoge RCA-Kabel. Das soll gerne auch in Zukunft so bleiben.
das ist aber "kontraproduktiv"!
in der angepeilten Preisklasse sind die LS "voll-aktiv", d.h. jedes Chassis (TMT/HT bei einem typischen 2-Wege System) hat seine eigene Endstufe und es gibt eine digitale Weiche.
das ganze basiert dann natürlich auf DSP Technik und die braucht nunmal digitale Signale!

der Signalweg sieht dann so aus:
  • im PC liegt ein digitales Signal vor, z.B. ein FLAC
  • das wird dann als PCM (wie auch immer "verpackt") zum FiiO geschickt
  • der wandelt es in ein analoges Signal um
  • das wird per RCA (asymmetrisch, also extrem anfällig gegenüber "Erdschleifen" = Brummen) zu den LS geschickt
  • das allererste was dann in den LS (meist dem "Master" von dem Pärchen) passiert: das analoge Signal wird mit einem einfachen A/D Wandler wieder digitalisiert!
  • das digitale Signal wird intern per DSP auf diverse Weise bearbeitet, z.B. eine Loudness oder Anpassung an die Chassis, bis hin zu der o.g. Weiche
  • ganz am Ende gibt es dann zwei D/A Wandler (also das, was du nur "einmal" (pro Kanal) im FiiO hast), die das Signal wieder in ein analoges umwandeln, das kann auch direkt in einer Class-D Endstufe passieren.

schließt man das ganze "vernünftig" an, läuft das digitale Signal ohne hin und her konvertiert zu werden komplett bis zu den D/A Wandlern ganz am Ende durch...
 
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@Mickey Mouse das hatte ich schon befürchtet. Also q.e.d.

Thomaswww schrieb:
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung die Adam Audio D3V empfehlen. Die haben kein Schick Schnack,
Also komm, das Ding ist mit digitaler Technik vollgepumpt. Und wäre in Kombination mit einem zusätzlichen Interface wahrscheinlich auf dem oben von Mickey Mouse beschriebenen Problem betroffen.
 
Andarkan schrieb:
Die haben dann aber wiederum zwei Regler, einen für jeden getrennt. Ist halt oft so bei richtigen Nahfeldmonitoren. Und etwas, was ich auch absolut nicht haben will.
Mit einem Regler sind es normalerweise eher günstige Lautsprecher, bei denen der Verstärker nur in einem der beiden sitzt.
Eine Lösung für dich könnte ein Monitor-Controller sein, falls du das vorhandene FiiO-Gerät nicht ebenfalls tauschen möchtest: https://www.amazona.de/vergleichste...control-behringer-monitor1-monitorcontroller/
 
Andarkan schrieb:
Also komm, das Ding ist mit digitaler Technik vollgepumpt.
glaube mir, du willst eigentlich die digitale Technik haben, du weißt es nur nicht oder willst es nicht wahrhaben ;)
das geht mit ganz einfachem Überlastungsschutz los, der bei den "digitalen Teilen" eben gar nicht mehr so ganz einfach und primitiv ist, sondern ziemlich clever!
mit der Digital-Technik können auch kleine LS sehr guten und tiefen Bass erzeugen. Physikalisch geht das aber nicht bei hohen Lautstärken. Bei einem gut konstruierten LS ist die Elektronik an die Chassis angepasst und quetscht das Letzte aus ihnen heraus, ohne sie zu überlasten bzw. extreme Verzerrungen. Mit einem DSP ist das relativ simpel zu "programmieren", analog quasi nicht zu machen oder es hat diverse (negative) Nebenwirkungen.

"rein analog" würde ich nur fahren, wenn ich schon hervorragende LS hätte. Tatsächlich habe ich das so im Arbeitszimmer mit meinen alten Audio Physic Step (als Effekt LS in die Zimmerecken von einem 7.2.4 System gequetscht unbrauchbar, halbwegs frei stehend als Stereo Kompakt LS kaum zu schlagen) und einer TAG McLaren Endstufe.
Allerdings habe ich dort Dirac-Live als Software auf dem PC laufen, was mMn so ziemlich die beste Raumkorrektur bietet. Und auch hier: man will die Raumkorrektur haben, außer man hat ein extremes Zimmer oder nutzt die Nahfeldmonitore so, dass sei wie Kopfhörer positioniert sind ;)

aber egal, wenn man rein analog unterwegs sein möchte, dann hätte man da eine deutlich größere Auswahl. Bei einem passiven LS kann man sicher sein, dass da kein digitaler Schnickschnack drin steckt ;)
und bei Stereo LS oder Endstufen dürfte es auch noch eine ordentliche Auswahl geben.
 
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