Aktivierung Glasfaser Telekom erfordert Modem-ID - was tun? Gerät kaufen oder bei Telekom mieten?

Die brauchen die Modem-ID, weil sich aus der Kombination der Daten die logische (virtuelle) Leitung ergibt, die dir als Kunde bzw. deinem Tarif zugeordnet wird.

Wenn auch die Leitung bzw. das Licht darauf in mehreren Haushalten ankommt, wird erst durch den ongeboardeten ONT dein Anschluss eindeutig und letzten Endes aus dem Management genau so greifbar wie bei DSL.
 
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@DJMadMax Und du meinst, wenn die nur eine Faser pro Haus legen, brauchen sie keine Modem-ID? Wie wird dann der Nachbarsanschluss differenziert?
Bei GPON werden doch an alle ONTs des "Strangs" der gleiche Downstream-Traffic geschickt, die Ver- bzw. Entschlüsselung erfolgt anhand der Modem-ID, sodass man nur seinen eigenen Traffic "sieht". Ob diese ONTs nun in verschiedenen Gebäuden oder mehrere im Gleichen Gebäude sind, ist irrelevant.
 
Das ist bei Glasfaser tatsächlich alles etwas komplizierter gestaltet.
Gleiches Thema beim wechsel:

Konnte man es bei DSL noch so halten (wenn man wollte) das man erst den neuen Anbieter gebucht hat und dieser sich auf die Leitung geschaltet hat und man dann erst den alten gekündigt hat um Unterbrechungen oder anderen Kuddelmuddel zwischen Anbietern zu vermeiden, muss man heute bei Glasfaser zwingend den alten Anbieter gekündigt haben damit dieser die Leitung freigibt bevor sich ein neuer drauf schalten kann.

Man ist also davon abhängig, wenn man keine Unterbrechung möchte, das zwischen den Anbietern alles klappt.
 
@gaym0r Doch genau, man braucht immer eine Modem-ID, weil sich rein über die Kenntnis über die physikalische Leitung gar kein nutzbarer Anschluss ergeben kann.

Selbst wenn du auf 1000 Jahre der einzige Nutzer im Segment wärst, müsstest du dennoch im Netz identifiziert sein. Nur wer die ID ins System aufnimmt und dir zuordnet, ist nicht immer gleich. Teilweise steht ja bei kleineren Netzbetreibern mit Monopol durch die Montage und Dokumentation des Zwangs-ONT die Leitung erst einmal fest (1), bei der DG findet stattdessen ein Standard-Onboarding zum Durchlassen auf die Aktivierungsseite (2) statt und bei der Telekom ist es halt der im Internet erreichbare Self-Service oder das Gegenstück dazu, auf welches der Kundenservice Zugriff hat (3).

@LDNV das ist aber heute bei VDSL mit Vectoring-Vorleistung eigentlich identisch zu PON. Die virtuelle Leitung im PON entspricht mehr oder weniger der tatsächlich greifbaren TAL beim Kupfer. Drum lieber den neuen Provider beim Alten kündigen lassen.
 
DLMttH schrieb:
@gaym0r Doch genau, man braucht immer eine Modem-ID, weil sich rein über die Kenntnis über die physikalische Leitung gar kein nutzbarer Anschluss ergeben kann.
Hä, genau das sage ich doch...? :D Sonst würde meine eigene Erklärung (bzgl. des Entschlüsseln des Traffics anhand der Modem-ID) mir ja widersprechen.
MadMax war derjenige der behauptet hat, man braucht die Modem-ID nur, wenn die Telekom mit mehreren Fasern in ein Gebäude geht.
 
gaym0r schrieb:
Und du meinst, wenn die nur eine Faser pro Haus legen, brauchen sie keine Modem-ID? Wie wird dann der Nachbarsanschluss differenziert?
Doch, brauchen sie dann genauso. Zitiere mich gern, wo ich etwas anderes behauptet habe.

gaym0r schrieb:
MadMax war derjenige der behauptet hat, man braucht die Modem-ID nur, wenn die Telekom mit mehreren Fasern in ein Gebäude geht.
Das habe ich nie behauptet. Wenn du das irgendwo rausliest, dann tut mir das leid.

Davon abgesehen: hast du schonmal vor ner Montageplatte mit sechs nebeneinander montierten Telekom-ONTs gestanden? Ja? Dann können wir uns gerne weiterhin darüber den Kopf madigmachen, wieso die Telekom auf eine ONT-ID besteht (und es bei anderen Anbietern wie gesagt ohne geht). Lautet die Antwort Nein? Dann lass uns doch bitte mit der Diskutiererei aufhören, danke.
 
Zuletzt bearbeitet:
DJMadMax schrieb:
Doch, brauchen sie dann genauso. Zitiere mich gern, wo ich etwas anderes behauptet habe.
"Die Modem-ID ist deshalb notwendig, weil die Telekom (wie eigentlich jeder Glasfaser-ISP) keine einzelne Single- oder Multimode-Leitung ins Haus legt, sondern gleich mehrere auf einmal. Da hat ein LWL-Strang schnell mal 12 Leitungen."

Es hat 0 damit zu tun mit wie vielen Fasern die Telekom in ein Gebäude reingeht. Selbst bei nur einer Faser pro Gebäude bräuchte man eine Modem-ID.
Die Modem ID wird ab OLT/Splitter benötigt, vollkommen unabhängig in welche(s) Gebäude die Fasern laufen.
 
Ich denke, wir sind uns einig. Ich finde es gedanklich leichter, sich diese virtuelle Leitung vorzustellen, die auf jeden Fall die Kenntnis über die Modem-ID voraussetzt. Ein Bisschen wie die SIM-Karte im Mobilfunknetz. Die Funkwellen kommen so oder so bei dir an, aber erst mit der Identifizierung wirst du zum Teilnehmer im Netz.
 
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gaym0r schrieb:
Es hat 0 damit zu tun mit wie vielen Fasern die Telekom in ein Gebäude reingeht.
Richtig und dennoch funktioniert es bei allen anderen ISPs wie von Zauberhand auch ganz ohne Modem-ID.

Erneut: es ist und bleibt einzig eine Besonderheit der Telekom und diese erklärt dir das am Telefon GENAU SO, wie ich es gesagt habe: es hängen sechs ONTs nebeneinander, welcher wird nun aktiv geschaltet? Ah, geben Sie die Modem-ID so und so ein, dieser ist dann aktiv - DANKE!

Erneut: kann man sich sparen - also sowohl die Modem-ID, als auch diese Diskussion!
 
DJMadMax schrieb:
Richtig und dennoch funktioniert es bei allen anderen ISPs wie von Zauberhand auch ganz ohne Modem-ID.
In einem GPON Netz? Da bin ich mal gespannt wie die das machen wollen. Magst du das technisch erklären? Warum hat 1&1 zB ein Portal um die ID zu erfassen, wenn nur die Telekom sowas brauch?
Vielleicht hat @DLMttH noch ne Idee, ich bin jedenfalls ratlos.

kann man sich sparen - also sowohl die Modem-ID, als auch diese Diskussion!
Spannende Aussage, v.a. da du es technisch nicht erklären kannst.
 
@DJMadMax Da liegst du aber falsch. Auch alle anderen PON-Betreiber arbeiten mit virtuellen Leitungen, die mithilfe eines im PON sichtbaren Merkmals des Teilnehmers identifiziert werden.

Es kommt dort nur viel häufiger vor, dass mit der Fertigstellung des Anschlusses schon eine hinterlegt ist (die des Zwangs-ONT) oder man schmeißt wie bei der DG die unbekannten ONTs in ein Aktivierungsnetz, um dem Kunden das Abtippen der ID abzunehmen. Auch diese Methoden haben wieder eigene Nachteile, denn im Falle des Providerwechsels gerät man ins Wanken, zum Beispiel beim Wechsel von Westconnect zu 1&1 wo man erstmals mit dem Thema konfrontiert wird oder bei der DG, wo man als Fremdkunde plötzlich die Aktivierungsseite nicht nutzen kann und auf ein Onboarding via Support angewiesen ist.

Der Telekom-Kunde hat quasi den Vorteil, dass er die Mechanik schon bei Inbetriebnahme des Anschlusses kennenlernt. In anderen Netzen erlebt man eventuell sein blaues Wunder beim ersten Providerwechsel.
 
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Vielleicht hätte ich mich anders audrücken sollen, dann: Schande über mein Haupt.

Bei der Telekom ist es so, dass DU als ENDKUNDE dich damit rumschlagen darfst, bei den anderen ISP ist das nicht so. Dass die Anschlussnehmer entsprechend identifiziert werden müssen, ist klar.

Nur ist es eben so, dass man als Großkunde von der Telekom einen großen Karton voll mit nicht pro Standort festgeschriebenen ONTs geliefert bekommt, während die anderen ISPs jedem Standort den ONT bereits fest vorgeben - exakt so ist es bei uns auf der Arbeit und nicht anders.

Deshalb meine insofern korrekte Aussage: bei anderen ISPs braucht man keine ONT-ID (als Endkunde) zu wissen, bei der Telekom schon.
 
Stimmt schon, selbst wenn man das Modem bei Bestellung auswählt muss man es am Schalttag dennoch selbst über den Link bei der Telekom registrieren. Gleiches ist aber auch 1und1 im Telekom Netz so, die 5530 die dort dabei war musste ich auch über den Link registrieren.
 
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War hier bei Vodafone auch so. (Auf Telekom FTTH)
Hab am Tag der Schaltung meines Vodafone Vertrages - emails von der Telekom bekommen wo ich die Modem ID der Fritte eintragen musste.

Als später die fritte ausgetauscht werden musste, konnte Vodafone die erneute freischaltend dann aber auch selbst.
 
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