Allgemeine GPT Fragen

puvegas

Cadet 3rd Year
Registriert
Apr. 2012
Beiträge
38
Frohes neues zusammen
Habe ich das folgende richtig verstanden?

Ein UEFI System braucht eine Systemplatte (SSD) im GPT Modus, sprich die vorhandene Systemplatte (SSD) muss von MBR in GPT konvertiert werden.
Die anderen Festplatten (2 TB + 256 GB SSD) im System können im MBR Modus bleiben.

Wenn man neue Festplatten/SSDs einbaut (4 TB + 512 GB SSD), dann sollte man diese direkt im GPT Modus formatieren, damit die neuen unbenutzten Platten direkt den gleichen und einheitlichen Modus haben.

Korrekt?
 
GPT ist eigentlich nur für UEFI mit aktivem Secure Boot wirklich nötig, ohne Secure Boot könnte auch MBR funktionieren, aber das hängt vom jeweiligen UEFI ab. Einheitlichkeit bringt keine Vorteile, von daher ist es egal ob eine Platten, HDD oder SSD, die nicht größer als 2TB ist, nun MBR oder GPT Partitionierung hat. Platten über 2TB müssen dann mit GPT partitioniert sein, sofern die logischen Sektoren 512 Byte groß sind.
 
GPT ist lediglich ein Partitionsschema bzw. eine Informationsstruktur, wo sich Partitionen befinden. Genauso wie MBR.
UEFI eine Art BIOS. Irgendwelche Einschränkungen ergeben sich rein aus dem Betriebssystem und dem Bootloader, welche verwendet werden.
 
Holt schrieb:
GPT ist eigentlich nur für UEFI mit aktivem Secure Boot wirklich nötig, ohne Secure Boot könnte auch MBR funktionieren, aber das hängt vom jeweiligen UEFI ab.
Es stimmt also nicht generell, dass Windows im UEFI Modus ausschließlich von GPT Partitionen booten kann bzw. sonst gar keine Partition bei der Install findet?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Frage mich nicht welche Boards mit UEFI konkret von MBR partitionierten Platten booten können, mein ASRock Z97 Extreme 6 kann es zumindest, denn wirklich nötig ist GPT nur bei aktivem Secure Boot, aber meint wintotal das ja mit dem UEFI Modus.

Andersrum darf es bei den alten BIOS ohne UEFI kein GPT sein.
 
Ich glaube, dass es zu Irritationen kommt, weil UEFI-Bios und UEFI-Boot(Modus) ähnliche Begriffe sind, die nicht immer klar getrennt werden.
Mein Eindruck dazu bisher:
UEFI(Bios) hat ja so ziemlich jedes neuere Board. Das wichtige Detail dazu ist der aktive Modus und ob es Optionen zur Wahl gibt(UEFI oder Compatibility Support Module/CSM). Was für die Windowsinstallation ausschlaggebend ist, da die Setups Bootloader für beides haben.
- UEFI Modus nur GPT und Windows64bit
- Bios Modus(CSM) nur MBR
- für weitere Festplatten ohne Betriebssystem keinerlei Einschränkungen bei Erkennung/Performance(über 2TB natürlich GPT nötig)

Für mich persönlich ist UEFI kein must have. Werde es voraussichtlich erst nutzen, wenn ich eine System-SSD über 2TB habe oder anderweitig dazu gezwungen werde.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
uwei schrieb:
- für Festplatten ohne Betriebssystem keinerlei Einschränkungen
Doch, bei Platten mit mehr als 2^32 LBAs muss es GPT sein. Bei den üblichen 512 Byte pro LBAs, ob nativ oder emuliert, sind das 2TiB, bei den neuen 4kn Platten dann eben 16TiB.

uwei schrieb:
Für mich persönlich ist UEFI kein must have. Werde es voraussichtlich erst nutzen, wenn ich eine System-SSD über 2TB habe oder anderweitig dazu gezwungen werde.
Du hast ja praktisch kaum eine Wahl, für die alten Boards gibt es keine Update auf ein UEFI und die aktuellen Boards haben eigentlich fast alle eines, von seltenen Ausnahmen abgesehen, die vor allem aus dem Serverbereich kommen, aber nur deswegen würde man vermutlich so ein Board dann auch nicht auswählen.
 
Doch, bei Platten mit mehr als 2^32 LBAs muss es GPT sein. Bei den üblichen 512 Byte pro LBAs, ob nativ oder emuliert, sind das 2TiB, bei den neuen 4kn Platten dann eben 16TiB.
Ja klar. Ich meinte damit nur allgemein die Performance bei verschiedenen Platten(MBR/GPT).

Du hast ja praktisch kaum eine Wahl, für die alten Boards gibt es keine Update auf ein UEFI und die aktuellen Boards haben eigentlich fast alle eines, von seltenen Ausnahmen abgesehen, die vor allem aus dem Serverbereich kommen, aber nur deswegen würde man vermutlich so ein Board dann auch nicht auswählen.
Sehe ich nicht so. So lange ich keine Systemplatte über 2TB habe, bleibt mir schon die Wahl im UEFI Bios, in welchem Modus ich Windows installiere.

PS
Muss mich revidieren. GPT geht wohl nur im UEFI Modus. Hab mal schnell installiert(auf meinem Bios-Modus-only-Board). Erstellt nur eine zusätzliche MSR Partition neben dem unzugeordneten Speicher und Installation wird verweigert weil GPT Datenträger.
Hab meinen Beitrag vorher entsprechend editiert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
uwei schrieb:
Ja klar. Ich meinte damit nur allgemein die Performance.
Die Art der Partitionierung hat keinen Einfluss auf die Performance, wieso auch? Davon wissen die Platten ja nichts, das ist nur für das Betriebssystem um den Adressraum der Platten auszuteilen.

uwei schrieb:
GPT geht wohl nur im UEFI Modus. Hab mal schnell installiert(auf meinem Bios-only-Board).
Das Board ohne UEFI nur von MBR partitionierten Platten booten können, hatte ich doch schon geschrieben und das ist ja auch der Grund, warum man bei denen eben keine Platten über 2TB zum als Systemlaufwerke nehmen kann, zumindest wenn man nicht auf einen Teil der Kapazität verzichten will.
 
Alles klar danke euch.
Das Board wird auch in UEFI betrieben, also kein BIOS Kompatiblitätsmodus oder so.
Also Systemplatte GPT und alle weiteren Platten MBR sofern <= 2 TB, kann aber auch einheitlich GPT genutzt werden, macht keinen Unterschied
Bei > 2 TB geht nur GPT

Danke
 
Auf einem unixoiden Betriebssystem hat man den Vorteil, dass man bei Verwendung von GPT die Laufwerke mittels GUID/UUID in der /etc/fstab eintragen kann, was weniger anfällig bei Laufwerksdefekten ist, da MBR-Bootloader, die ihre Bootdateien mit dem Pfadbeginn "soundsovielte Platte im System" beginnen, ins leere laufen, wenn /boot auf sda3 ist und sda3 nach einem HDD-Defekt von sda1 oder sda2 zu sda2 wird. Nachteile hat GPT AFAIK nur bei einzelnen Datenrettungsprogrammen, sodass es eigentlich keinen Grund mehr für MBR gibt, wenn man Backups pflegt und sowohl Hardware als auch OS UEFI unterstützen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben