Aluminiumdruckguss schweißen?

Smash32

Lt. Commander
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Hey Communiety,
im Internet geht die Meinung sehr stark auseinander, auch bei Leuten die ich kenne, die schweißen, daher wollte ich hier mal nachfragen.
Meint ihr es ist möglich ein tragendes Teil ( ca 150kg) aus Aluminiumdruckguss zu schweißen?
Das Teil ist sauber mittig durchgetrennt, 3x5 cm dick.
Aluminiumschweißgeräht und Schweißer mit Ahnung vorhanden, bevor ich jedoch etwas zum rollen bringe hätte ich gerne mehrere Meinungen.
Danke schonmal im Vorraus (:
 
eine Strebe von einem ca 50cm langen Rahmenteil.
 
die frage mit "strebe vom nem ca 50cm langen rahmenteil" zu beantworten ist völlig nutzlos. und wenn dir das nicht klar ist, hast du zu wenig ahnung von dem was du da vor hast.

du hättest auch schreiben können ob es lackiert ist oder nicht, wär ungefähr genauso unbrauchbar gewesen.

warum is das ding gebrochen? was für ein rahmen is das? vom auto? gokart? rc-car? ist das teil sicherheitsrelevant? hast du vielleicht sogar ein foto? wenigstens eine zeichnung?

je nach dem was es ist kann die antwort lauten "ja, logo, lass mal schweißen, kein problem" oder "un gottes willen, damit bringst du dich um!".
 
Die linke Seite vom Heckrahmen eines Motorrads, ist ein einzelstück von 4.
Die Heckverkleidung besteht auf beiden Seiten aus 4 Streben, die obere ist gebrochen.
Der Bruch wurd durch umfallen hervorrgerufen, es ist ein ca 2mm Spalt vorhanden, das Stück ist grade gebrochen.
Sicherheitsrelevant? Ja, würd ich schon sagen.
Nen Foto oder ne Zeichnung nicht vorhanden, wenn das so wichtig ist könnte ich eine anfertigen.
 
Einfach mal beim Hersteller anfragen, ob die das in Ordnung finden.

Alternativmal bei deinem TÜV nach fragen, ob die bei der nächsten Prüfung, wenn Sie es sehen würden, dies Bemängeln würden, oder nicht.
 
der Schweißer mit ahnung den du da an der Hand hast, wie ist denn seine meinung dazu? wenn er dir sagt das es geht und die tipps von indako auch grünes licht geben, sehe ich keinen hinderungsgrund. nach meiner erfahrung ist Gegossenes material aber heikel zu schweißen. ich seh da schwarz
btw. eine kleinserie von 4 stück und dann ein Gussteil? ist es nicht möglich das das teil von einem serienmotorrad übernommen wurde?
 
Mit Heckrahmen meinst du die Hinterradschwinge?

Wenn dem so ist würde ich persönlich die Finger davon lassen, sowohl als Schweißer als auch als die Person die da wieder mit Fahren muss.
Wenn das Vollmaterial ist musst du da schon mehrlagig schweißen, dementsprechend geht bei der Nahtvorbereitung auch noch einiges an Material verloren. Dazu kommen noch so Kleinigkeiten das man Alu je nach Legierung teils echt beschissen schweißen kann.
 
Zu deiner eigenen Sicherheit lass die Finger von diesen Vorhaben. Keiner (außer der Hersteller) kann dir sagen was da für eine Legierung verwendet wurde, dementsprechend kann der Schweißer nicht wissen wie er es schweißen soll.
 
Nicht die Schwinge, die würd ich niemals schweißen, der Heckrahmen oben wo auch der Sozius drauf montiert ist.
Damit das es ein Einzelstück von 4 ist meinte ich, der Heckrahmen besteht aus 4 einzelnen Teilen ^^ etwas komisch ausgedrückt.
Er meinte es lässt sich schweißen, war sich aber nicht sicher ob es dann auch 100% hält.
Mit Tüv ist kein Problem, man braucht nur für den Hauptrahmen nen extra Rahmenschweißschein.
 
der Heckrahmen oben wo auch der Sozius drauf montiert ist. ---> war sich aber nicht sicher ob es dann auch 100% hält.

Dein Sozius scheint dir nicht viel wert zu sein, sonst würdest du nicht auf solche Ideen kommen. Und an deinen Schweißer, wenn ich nicht weiß was ich tue, dann tue ich es nicht und schon gar nicht wenn das Leben eines Menschen daran hängt. Die Einstellung mancher Leute ist erschreckend.
 
Das Problem ist in meinen Augen, da man nicht weis, aus welchem Material also welche Legierung verwendet wurde. Daraus ersteht auch das "Chaos, dass der eine Aludruckguss schweißt und der andere nicht"

Ob sicherheitsrelevant oder nicht, wenn es sauber gemacht ist, spricht da nichts dagegen.
Der Punkt ist nur, dass die TÜV Prüfer meistens nicht den Kopf hinhalten wollen, deshalb werden viele Sachen abgelehnt.Und was der Prüfer nicht sieht, wird er auch nicht ablehnen...
 
Und was der Prüfer nicht sieht ...

Wird das ganze dadurch irgendwie besser/sicherer? Ich denke nicht.
 
Rockzentrale schrieb:
Ob sicherheitsrelevant oder nicht, wenn es sauber gemacht ist, spricht da nichts dagegen.
Der Punkt ist nur, dass die TÜV Prüfer meistens nicht den Kopf hinhalten wollen, deshalb werden viele Sachen abgelehnt.Und was der Prüfer nicht sieht, wird er auch nicht ablehnen...

Sauber gemacht setzt aber aber als absolutes Minimum die Kenntnis des verwendeten Werkstoffes vorraus. Da dies aber offenbar nicht gegeben ist braucht man sich über weitere Schritte keine Gedanken machen. Wenn man es schon reparieren lassen will schreibt man in solchen Fällen den Hersteller an, der weiß in der Regel was es für ein Material ist kann dies auch schweißen.

Wenn ich schon wieder solche Kommentare lesen wie "was der Prüfer nicht sieht..." wird mir ganz anders.
 
Drum habe ich oben geschrieben, dass man es nur machen sollte, wenn die verwendetet Legierung bekannt ist.

@Jodd

Grundsätzlich gebe ich dir recht, dass die Sache nicht sicherer/besser wird. Jedoch heißt es nicht automatisch, dass die Sicherheiten (Sicherheitswerte) nicht mehr gegeben sind.

Es sind und bleiben in beide Richtungen Pauschalaussagen, ob soetwas hält oder auch nicht.

Ich kann nur von eigenen Erfahrungen sprechen, die ich derzeit beim Aufbau einen Rallyefahrzeuges mache, sowie den Erzählungen und Geschichten unseres TÜV-Prüfers.

Kleines Beispiel: Die meisten TÜV-Prüfer lehen eine Eintragung von Felgen ohne Gutachten für ein Fahrzeug XY ab. Manche Prüfer lassen sich noch darauf ein, Felgen einzutragen, für die es ein Festigkeitsgutachten des verwendetet Werkstoffes gibt. Die Crux an der Sache ist, dass ein Werkstoffgutachten gar keine Aussage darüber macht, ob die Felge Belastungen aushält, die durch die Art ihrer Konstruktion/Form entstehen.

Unser Prüfer (der betreibt selber Motorsport) sagt da ganz einfach: Felgen die er kennt, also weiß, dass diese im Motorsport eingesetzt werden und den Belastungen standhalten, trägt er ein - auch ohne irgendwelche Gutachten. Warum auch sollten Felgen die weitaus höhere Belastungen ertragen können, z.B. im Straßenverkehr unsicherer sein, als 0815 Felgen vom ATU mit entsprechendem Gutachten?

Was ich damit sagen möchte: Wenn solche Probleme richtig angegangen werden, sollte der TÜV nicht zwangsweise meckern, sofern es nicht gleich ein Paragraphenreiter ist.

Und ich möchte nochmals betonen, ich "befürworte" nur dann die Scheißung, wenn derjenige genau weiß was er macht und es auch richtig machen kann, was auch immer er wissen muss, wie Legierung...

Bei solchen Themen ist leider zu oft gefährliches Halbwissen dabei!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab mir jetzt nachdem der Rahmen schon über ne Woche nichtmal auf Ebay zu erhalten ist über Privat nen neuen Heckrahmen für 225€ gekauft.
Ist zwar ziemlich viel teurer als das Schweißen, im Endeffekt jedoch wohl die sicherste Lösung.
 
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