AMD Athlon64 Temperaturabschaltung ?

avunculus

Lt. Junior Grade
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438
Hi,
ich hab mal 'ne Frage zur automatischen Abschaltung bei zu hohen Temperaturen des Athlon64 (X2). Eigentlich sollte der ja eine haben, aber bei mir funzt die nich so ganz:
Ich hab vorgestern mal ein bisschen die Taktschraube gedreht, was bei meiner Kühlung wohl ein Fehler war, denn nachdem ich über Nacht den BOINC-Client fröhlich rechnen hab lassen und meinen Monitor morgens angemacht habe sehe ich in Everest ein Bild des Grauens - CPU 100°C, Spannungswandler 100°C, Chipsatz 80°C. Und wie ihr euch jetzt wohl denken könnt, hat sich da nichts abgeschaltet oder runtergetaktet sondern fröhlich weitergerechnet (sogar fehlerfrei).
Die Temperaturen stimmen garantiert, habe mit drei Tools geprüft (Coretemp, Everest 4, RMClock). Außerdem konnte man sich an dem Blech am Gehäuse, wo die Luft vom CPU-Kühler und den Spannungsreglern rauskommt schon fast die Finger verbrennen.

Ich vermute, dass es vielleicht am MoBo liegen könnte, denn mir ist beim neu aufsetzen von Windows letztes Wochenede aufgefallen, dass der Bootsektorschutz nicht funktioniert. Also meine Frage, gibt es beim Athlon64 (X2) keine automatische Abschaltung, oder ist bei mir was falsch?
 
Ob der Athlon64 eine automatische Abschaltung hat weis ich nicht. Aber ich kann dir einen anderen Tipp geben. Im BIOS setup kann man die Temp festlegen, bei der ein Alarmsignal ertönt. Grundsätzlich würde ich dein Belüftungssystem mal checken.ohne übertakten 100 Grad ?? Wie gesagt - PC mal öffnen.
 
Die Funktion gibts in meinem BIOS nicht!

Mein Belüftungssystem ist eigentlich von mir so ausgelegt worden, dass es geradeso, aber dafür lautlos, meine jetzige untervoltete Einstellung kühlt. Für die Übertaktung hat's scheinbar nicht so ganz gereicht.

Damit ist jetzt aber meine Frage noch nicht beantwortet, denn mit Kühlung kenn ich mich schon aus. Mich interessiert alleine die Frage, ob der A64 diese Funktion hat oder nicht, denn eigentlich sollte das doch Standart sein (das war lustig zu AthlonXP-Zeiten als man den Kühler runternehmen konnte und die CPU verschmort ist, beim P4 wurde damals schon automatisch runtergetaktet - gabs mal ein Video von THG)
 
Sorry - kann dir nicht weiterhelfen. Bestimmt meldet sich noch jemand

mfg
 
Bei AMD schaltet sich nichts aus, dass kann man nur übers Board machen !
 
Das ist glaube ich auch abhängig vom Mainboard Hersteller, mein alter Athlon XP, hatte den ersten Einbau auch nur überlebt, weil das Asus Mainboard sofort abgeschalten hatte, da der Kühlkörper aufgrund seiner größe nicht richtig drauf saß.
 
Heißt also, dass das Shuttle-Board scheiße ist...Na toll :mad:
 
AMD Functional Data Sheet schrieb:
3.7 THERMTRIP_L
The processor provides a hardware-enforced thermal protection mechanism. When the processor’s
die temperature exceeds a specified temperature, the processor is designed to stop its internal clocks
and assert the THERMTRIP_L output.
THERMTRIP_L assertion is only valid when PWROK is asserted and RESET_L is deasserted.
THERMTRIP_L assertion indicates the processor die temperature has exceeded normal operating
parameters. PWROK must be deasserted in response to a THERMTRIP_L assertion to enable proper
processor operation.
Once asserted THERMTRIP_L remains asserted until RESET_L is asserted.
If the processor’s die temperature still exceeds the thermal trip point when RESET_L is deasserted,
THERMTRIP_L will immediately be reasserted and the processor’s internal clocks stop.

Der A64 hat ab Sockel 754 eine eingebaute Übertemperatursicherung. Die ist wohl vorrangig dazu da, schnelle Temperaturüberschreitungen abzufangen, wie sie z.B. bei Inbetriebnahme ohne Kühlkörper auftreten und klinkt sich daher nach o.a. Quelle erst bei 125°C ein. Dann wird einfach der Prozessortakt abgeklemmt.
Obendrein hat der A64 mindestens einen integrierten digitalen Temperatursensor, der mit einer passenden Software mit Leichtigkeit zur Temperaturüberwachung einsetzbar ist (sh. unten).
Völlig unsichtbar für die laufenden Programme und das Betriebssystem ist für die ständige Temperaturüberwachung nur die ebenfalls eingebaute Temperatur-Messdiode einsetzbar. Dafür muss eine passende Beschaltung auf dem Mainboard vorhanden sein und die Monitor-Hardware vom BIOS entweder nach einem dort oder vom Anwender im BIOS - Setup festgelegten Wert initialisiert werden.

Vorsichtige Naturen können auch Tools wie SpeedFan so programmieren, dass bei Überschreitung einer gewissen Kerntemperatur ein Programm der eigenen Wahl ausgeführt wird (z.B. zum Herunterfahren des Systems).
SpeedFan eignet sich durch die Möglichkeit, eine Grafik über diverse Messwerte im System (wie die Kerntemperatur) anzeigen zu lassen, auch recht gut, um einen ersten optischen Eindruck davon zu gewinnen, wohin die Reise unter Last geht. Wer den digitalen Temperatursensor aus dem K8-Kern verwendet, handelt sich dabei keinerlei vom Board abhängigen Messfehler ein.

Falls Du dennoch Deinen Barebone in die Tonne kloppen willst, gib mir vorher Bescheid, wo. :D
 
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