Das verlangt ja auch keiner. Ich finde es auch gut, dass darüber berichtet wird. Die Frage ist nur, auf welche Art und Weise man dies tut. Ich denke da nur an diesen Artikel. Mal abgesehen davon, dass der Titel vollkommen unnötig reisserisch gewählt wurde, die Werte in der Tabelle stimmen bis heute nicht. Man schaue sich nur mal den picCOLOR Score an. Mit Patch wird die Zeit weniger? Und trotzdem bleibt die Differenz positiv? Oder bedeutet hier, weniger ist schlechter? Aber selbst wenn es so ist, wie kommt man bitteschön auf 62,7%? Tatsache ist doch vielmehr, dass es maximal in synthetischen Tests grössere Abweichungen gibt. In normalen Anwendungen sind das durchschnittlich 10%, wenn überhaupt. Darauf, dass es zB für Linux einen Patch gibt, der nahezu keine Leistung kostet, wird auch nicht eingegangen. Und ob es im Desktop Bereich überhaupt relevant ist, ist bisher ja auch noch nicht geklärt. Bisher gibt es leider noch keinen Bug Report, und festgestellt wurde der Fehler wohl bei Belastungstests mit Servern. Was den 9700er betrifft, darüber kann man auch nur spekulieren. Immerhin gibt es zum 9500 und 9600 mehr Unterschiede als nur die Kernfrequenz. Und davon scheint der Bug nach bisherigen Informationen nicht direkt abzuhängen.Arne schrieb:Die Sache mit dem TLB-Bug ist immerhin so gravierend, dass AMD deshalb die schnelleren Modelle entgegen eigener Planung verschiebt - denn der Bug ist wohl nur unterhalb dieser Taktraten um 2,4 GHz "nicht relevant". Ich halte nichts davon, das unter den Tisch fallen zu lassen.
Das ist richtig. Aber die Formulierungen sind regelrecht harmlos dagegen. Zwischen AMD's und Intels Bug gibt es sogar Parallelen. Die Problematik ist ähnlich gelagert, genauso wie Relevanz und Stabilität. Bei AMD fallen aber Formulierungen wie "Desaster", bei Intel eher "dass diese Maßnahme eher der Vorsorge dient". Merkst du was?Arne schrieb:Weiterhin ist es ja nicht so, dass wir über Intels Probleme nicht berichten würden: https://www.computerbase.de/news/prozessoren/intel-mit-problemen-beim-fsb-des-yorkfield.20635/
In die allgemeine, weitestgehend unbegründete AMD Hetze einzusteigen, scheint ziemlich leicht zu fallen. Den Mut, wirklich sachlich und objektiv zu bleiben, haben mittlerweile scheinbar nur noch wenige Printmedien.
Genau das ist es ja, was einige Leute wohl nicht verstehen und was auch im Artikel falsch wiedergegeben wird. Man braucht sich nur mal die Kommentare anzuschauen. Der K10 ist komplett kompatibel zu AM2, auch wenn es eine AM2+ CPU ist. Das wurde von AMD hardwareseitig so spezifiziert, und mehr haben sie ja auch nicht gesagt. Dass ein entsprechender Support in Form einer aktuellen BIOS Version bereit steht, dafür sind die Board Hersteller immer noch selbst verantwortlich. Mehr als die dafür notwendigen Hilfsmittel rauszugeben, wie zB eine entsprechende Dokumentation, kann AMD auch nicht machen. Und genau dieser Sachverhalt wird nicht klar. ZB, die Überschrift fragt noch, ob Phenom inkompatibel ist. Und im nächsten Satz wird die Abwärtskompatibilität zwischen AM2 und AM2+ erwähnt. Da fragt man sich unweigerlich, ob der Autor beim Schreiben eventuell abwesend war. Hardwareseitige Kompatibilität und softwareseitiger Support sind zwei strikt voneinander zu trennende Aspekte. Und genau wegen solcher Sachen hinterlässt der Artikel nicht gerade einen seriösen Eindruck. Mal ganz davon abgesehen, dass man sich bezüglich AMD auf THG beruft. Aber dazu hat wohl jeder seine eigene Meinung. Simon kann man nun nicht gerade als AMD Fan bezeichnen. Seinen Artikeln merkt man dies leider nur allzu deutlich an. Ein Schelm, wer Böses dabei vermutet.Arne schrieb:Wo die AM2-Meldung unseriös sein soll, kann ich gerade nicht nachvollziehen. Ist schon blöd, wenn AMD sagt, AM2+-CPUs laufen auch auf AM2, und das dann hinterher nicht immer der Fall ist.