annahme verweigern (bei nachnahme)

ja,hab sie mir auch mal durchgelesen.es ist so wie Werkam schreibt,für die Ware entstehen dir keine Kosten,aber die Nachnahme Gebühr musst du Zahlen!
 
Die Versandkosten musst du zahlen, das wurde schon richtig gesagt.

Hatte vor kurzem auch was bei Norsk-IT bestellt. Da ich de Sachen dann aber woanders billiger, und vor allem sofort lieferbar, bestellt hatte, und die auch schon unterwegs waren, wollte ich dann bei Nosrk-IT stornieren. In der Antwort kam dann, die Ware wäre schon unterwegs, bzw nach meinem Wissen erst beim Eintüten, und ich solle einfach die Annahme verweigern. Habe ich dann auch gemacht. War alles kein Problem. Ich musste nichts bezahlen. Das war aber aus Kulanz.

Juristisch entspricht aber eine Verweigerung der Annahme keinem Widerruf oder Rücktritt. Man verhindert nur, dass der Verkäufer seinen Vertrag erfüllen kann man macht sich Schadensersatzpflichtig. Oft ist dieser Fall auch in den AGBs geregelt. Die Verkäufer sind meistens kulant, prinzipiell muss man aber die Versandkosten tragen, wie bei einem Widerruf.

Wenn man die Ware nicht annimmt, muss man sich im Prinzip also trotzdem noch mit dem Verkäufer in Verbindung setzen und seinen Widerruf oder Rücktritt erklären. Sonst könnte der Verkäufer versuchen, die Ware erneut zu schicken und man muss in diesem Fall auch erneut die Kosten dafür tragen. Das wird praktisch kaum eine Rolle speilen, da die Verkäufer ihren Aufwand möglichst gering halten wollen, und die juristischen Haarspaltereien eigentlich vermeiden, wenn sie voraussichtlich eh auf den Kosten sitzen bleiben, da sich bei so kleinen Beträgen wie bei Versandkosten keine gerichtliche Auseinandersetzung lohnt. Es ist aber theoretisch möglich.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich glaub günstiger würde man wegkommen, wenn man die Ware annimmt und dann aber unbenutzt innerhalb der 14Tage Frist zurücksendet. Meistens ist auch noch ein kostenloser Retoure-Aufkleber mit dabei. Damit man sogar das Porto spart.
Das Geld muß zwar dann erst zurückgefordert werden, aber seriöse Händler machen das auch schnell, wenn sie wollen.
 
Also, um mal etwas Licht in die vielen falschen Aussagen zu bringen:

Als Verbraucher erhält man durch den Gesetzgeber ein 14-tägiges Rückgaberecht/Widerrufsrecht nach Abschluss eines Vertrages. Dies bedeutet, dass die Frist frühestens mit Annahme des Paketes beginnt! Dadurch ist nämlich erst der Vertrag wirksam geworden. Der Vertrag erfüllt sich durch Erbringen beiderseitiger Leistung! Ware durch den Verkäufer und Geld durch den Käufer. Nimmt man das Paket nicht an, dann gibt es auch kein Rückgaberecht/Widerrufsrecht. Man hat dann, dadurch den Vertrag nicht erfüllt.

Es kann natürlich sein, das diverse gute Shops das in den AGB's als Möglichkeit einräumen, dies ist dann aber freiwillig!

Deshalb entstehen nach dem Gesetz die Versandkosten in vollem Umfang, sofern man einfach die Annahme verweigert.

Man muss es annehmen und wieder zurückschicken. Da muss man aber bei vielen unseriösen Shops in Vorkasse treten, was den Versand betrifft und bei vielen dieser unseriösen bekommt man den Versand auch nicht erstattet. Da verhalten sich diese Shops illegal, wohl wissend, dass kaum ein Verbraucher wegen 4-8 Euro einen Anwalt einschaltet oder eine Anzeige erstattet (wegen Betrug).

Deshalb wichtig Shops über Bewertungen zu wählen. Bspw. Geizhals.at, dann auf Deutschland klicken. Die gut bewerteten Shops legen in der Regel Rücksendeaufkleber bei.

Ich habe bspw. mit digisat24.de schlechte Erfahrungen gemacht. Telefonisch erreicht man tagelang niemandem, ein Rücksendeaufkleber liegt nicht bei, unfreie Rücksendungen werden Annahme verweigert und das Porto für den Rückversand gibt es auch nicht zurück.

Es müsste noch mehr Shop-Bewertungsseiten im Netz geben. Das ist das einzige Mittel um schwarze Schafe wirksam zu bekämpfen.
 
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Gut das Du uns nach 2 Jahren (09.01.2008, 20:11 letzter Post) noch so gut aufklärst, ich denke das war schon wohl erledigt. :daumen:
 
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