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hallo, ist es normal ein antibiotika bei einer zahnentzündung präventiv einzunehemen, also bevor der zahn gezogen wird?
ich dachte so was muss immer anschließend passieren, zuerst das feuer löschen und dann sauber machen. so würde es mehr sinn machen oder verstehe ich hier etwas falsch?
das frägst Du am besten Deinen Arzt.
oder hast Du das bereits verschrieben bekommen und bist jetzt unsicher?
sowas könnte dafür verschrieben worden sein, um die bestehende Entzündung in Zaum zu halten, bzw zurück zu drängen bevor behandelt, bzw operiert wird.
genau, ich habe ja keine schmerzen und man soll ja antibiotika nur solange nehmen bis man sich wieder gut fühlt. so gesehen fühle ich mich eigentlich gut. vielleicht warte ich besser bis montag und frage noch einen anderen dentist.
Der Zahnarzt gibt einem auch schon Vohrer Antibiotika teilweise um einfach schonmal eine Grundlage zu schaffen.
Das ist dann aber meist einen Tag vorher oder sogar am selben Tag vor der OP.
Genau so ist es!
Ich hatte mal so ein ekliges Problem und der Arzt meinte, dass eine Betäubung nichts bringen würde und ich erstmal 3 Tage Antibiotika nehmen soll damit die Entzündung abschwächt.
Das ist definitiv falsch. Wie bei eigentlich allen verschreibungspflichtgen Medikamenten soll die Einnahme und das Absetzen mit dem Arzt abgesprochen erfolgen.
Grade bei Antibiotika sind Ärzte angehalten diese nur bei Notwendigkeit (also nicht präventiv) zu verschreiben, wegen Resistnezbildung. Aber auch ein vorzeitiges Absetzten erhöht die Gefahr einer Resistenzbildung enorm.
Die Antibiose gibt man vor dem Eingriff, damit daraus keine Sepsis entstehen kann. Viele Keime, die uns im Mund Probleme bereiten, können sich auch gut am Herzmuskel ansiedeln.
Und weiter, man nimmt eine Antibiose immer vollständig ein, wie es vom Arzt angesetzt wurde. Wenn Du Dich gut fühlst, können immer noch massenhaft Keine über bleiben. Wenn diese nicht abgetötet werden können sich daraus Keime entwickeln, die gegen das von Dir eingenommene Antibiotikum Resident werden. In der Regel nimmt man die Dinger etwa 10 Tage ein. Auch auf die regelmäßige Einnahme achten.
ich glaube deshalb hat der docteur das verschieben, doch ich kläre es am montag ab. scheint aber wie immer und überall etwas mit geld und zeit zu tun haben.
Stattdessen verschreiben die meisten Ärzte Breitbandantibiotika und raten, jede Pille bis zum bitteren Ende zu schlucken. Damit gehen sie auf Nummer sicher. Den Patienten für eine weitere Untersuchung noch einmal einzubestellen, wird auch überflüssig. Das sei der schnelle, billige, aber falsche Weg, so Gerd Glaeske.
Nein, bei beim Mund ist ein Breitbandantibiotikum angezeigt aufgrund des großen Keimspektrums. Der Doc verdient nix groß daran. Und bitte bis zum Ende nehmen. Das ist kein Spass und keine Geldschneiderei.
Wenn Du erst Montag nachdem Du Dir eine 2. Meinung geholt hast, mit der Einnahme beginnst, kann die eigentliche Behandlung möglicherweise nicht zum ursprünglichen Zeitpunkt stattfinden, weil die Entzündung nicht weit genug zurückgedrängt wurde.
Das nächste medizinische Thema was zu nichts führt. Weil der TE einfach keine relevanten Infos gibt. Und meint durch ein bisschen Google Suche dem Arzt überlegen zu sein.,
Ein Gespräch mit dem Arzt und die Sache wäre geklärt.
Ist doch inzwischen egal. Für mich wurde hier mehr als deutlich, dass er die Vorgabe seines Arztes nicht akzeptieren will und eben so wenig den Rat den er hier bekommt.
Er weiß es ja besser.
Und es ist ja sein gutes Recht eine zweite, oder wenn er will auch dritte Meinung einzuholen oder gar die Behandlung zu verweigern.
Ob da wirklich Konsequenzen kommen wissen wir nicht, und wenn muss er halt damit leben.
Es geht darum, die Keime kaputt zu bekommen, die schon an der Zahnwurzel angekommen sind. Und an die kommt der Zahnarzt einfach nicht dran. Wenn man kein Breitbandantibiotikum nehmen will, muss man einen Abstrich der verleimten Stelle machen und die genauen Keime bestimmen, da ja Grad im Mund so viele unterschiedliche Keime sind. Nur das geht halt nicht. Deswegen Breitband.
Ich bin selber auch kein Freund von Pillen und Grad bei Antibiose auch eher zurück haltend. Aber watt mutt, datt mutt. Hilft nix. Und abwarten und zögern macht es nur schlimmer. Also rein mit den Brummern und in der Zeit kein Alkohol.
Und nein, aus medizinischer Sicht ist Bier auch Alkohol und kein Grundnahrungsmittel 😁
Naja, viel scheint der TE nicht von Aerzten zu halten, wenn er sie "Zahnmeister" und "Docteur" nennt ...
Also, @TE einfach nicht einnehmen, wenn du es eh schon besser weisst und du der Meinung bist, dass der Arzt falsch liegt. Am Ende ist es ja deine Sache (und dann natuerlich auch Verantwortung und Haftung im uebrigen, falls doch was scheif laeuft) - oder einfach ne 2. Meinung (nicht aus dem CB Forum evtl?) einholen, bei dem Thema hier wird aber kaum ein Arzt was anderes empfehlen