Nabend nochmal!
Ich hatte früher einen Intel Core2Duo E8400, der war bei 65W Verlustwärme abgeriegelt. Jetzt hab ich einen Ryzen, der ist bei 95W abgeriegelt. Der Kühler schafft 110W, nur für die Prozessorkühlung würde der also ausreichen, in meinem Fall. Wenn du allerdings einen Intel Core kühlen willst auf einem Mainboard ohne TDP-Limiter oder gleichzeitig die Grafikkarte, dann reicht die Leistung des Kühlers nicht mehr aus.
Beispiel normaler CPU-Kühler. Im Winter hast du im Zimmer 18 °C und kühlst die CPU im Cinebench auf 60 °C. Jetzt hast du Sommer und 30 °C im Zimmer. Die Kühlleistung des Lüfters ist abhängig von der Größe der Kühlfläche, dem Wärmeübergangskoeffizienten und der Temperaturdifferenz. Wenn du nun also im Sommer wieder den Cinebench anschmeißt, wird der Prozessor die gleiche Wärme wie im Winter verbraten wollen. Aufgrund der höheren Raumtemperatur ist die Kühlleistung des Luftkühlers geringer, die CPU-Temperatur steigt. Die Temperatur steigt so lange, bis die gleiche Übertemperatur/Temperaturdifferenz erreicht wird, was dann irgendwo bei 70-75 °C CPU Temperatur sein wird, und der Kühler die gleiche Wärmeleistung wie im Winter abblasen kann, nun aber bei einer höheren Temperatur. Diesen ganzen Kram kann man für alle Systeme mit Wärmequelle (CPU, GPU, Heizung, Warmwasserboiler, ...) und Wärmesenke (Kompressorkühler, Kühlturm, Luftbefeuchter, ...) und beliebige Wärmeträger (Luft, Wasser, Kältemittel, ...) berechnen.
Kurz: Die Temperatur bleibt konstant, wenn Verlustwärme (Watt) = Wärmeabfuhr (Watt). Ist das System nicht im Gleichgewicht, ändert sich die Temperatur.
Jetzt geh ich aber ins Bett, ich muss morgen lange ausschlafen!