All-in-One Asetek Gen4 Pumpe defekt - wie reparieren?

Powl_0

Rear Admiral
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Hey Kids,

Ich mache gerade eine R9 295X2 wieder fit. Die verbaute AIO machte miese Temps und hatte gefühlt kaum Durchfluss. Hatte sie entleert und die Coldplates gereinigt, die hatten auch massiv schmodder im jet inlet.

Alles wieder montiert und befüllt, aber leider habe ich erst dann bemerkt, dass nur eine der zwei Pumpen läuft (die 295X2 hat zwei Asetek Gen4 in Serie im Kreislauf).

Die erste Pumpe rasselt bemüht vor sich hin, die zweite Pumpe dagegen gibt nur ein leichtes Spulenfiepen(?) von sich, erzeugt selbst aber keine Vibration und keinen Durchfluss. (Ich vermute deshalb rasselt auch die erste Pumpe, sie kommt nicht am Widerstand der zweiten vorbei und schaufelt nur ein paar Luftblasen in sich rum.)

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So, nun ist die erste Frage:
Warum läuft die Pumpe nicht?

- Option 1: Impeller steckt irgendwie fest; finde ich unwahrscheinlich, aber ist ja möglich. Leider müsste ich, um das zu prüfen, die Coldplate nochmal abnehmen. Das will ich aufs allernötigste vermeiden/reduzieren, da die Schrauben einfach in Plastik greifen und diese Plastikgewinde vermutlich nicht viele Umbauten vertragen

- Option 2: die Elektronik ist hinüber; optisch erkenne ich erstmal nix, keine gerissenen Kabel oder Brandstellen. Multimeter habe ich, nur wenig Erfahrung damit, kann mir jemand sagen was ich wo/wie durchmessen müsste, um eventuell die Problemstelle zu finden?

IMG_20260623_225249228.jpg

Ersatz ist vielleicht eine Möglichkeit, wenn ich spezifisch eine Gen4 mit identischer Platine finde und das Stromkabel dann selbst kürze...
 
Denkbar wäre auch das der Radiator mit zugesetzt ist. Ganz ehrlich ich würde da nicht viel Zeit reinstecken und direkt nach Alternativen schauen. Diese AiOs sind nicht dafür gemacht nach dieser Zeit noch zu laufen, das fängt schon bei der Materialwahl an.
 
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Der Radiator wirds nicht sein, den hab ich komplett ersetzt durch einen ausgewaschenen Nexxxos 240.

Mojo1987 schrieb:
nach Alternativen schauen
Bei einer R9 295X2 schwierig. Fullcover findet man gebraucht quasi nicht mehr. Spenderkarten mit laufender AIO ebenso selten.
GPU-only Blöcke gibt's keine passenden. Luftkühler gibts auch keine.

Da die Werks AIO ein Gen4 Design ist, könnte ich noch laufende normale Gen4 AIOs auftreiben und mit den Montageteilen der Karte verheiraten (wobei sie wahrscheinlich auslaufen werden, da das Bracket die Verbindungsschrauben der zwei Gehäusehälften benutzt), aber dann baumeln zwei separate Radiatoren davon ab, was auch irgendwie ungeil ist.
Wenn ich so drüber nachdenke, ist das vermutlich der "last resort", wenn ich diese AIO nicht repariert bekomme.

Edit: beiden Pumpen den Impeller entfernen und eine der wenigen EK Predator auftreiben wäre auch noch eine etwas obskure Option. Dann verhalten die Asetek Pumpen sich einfach wie normale Blöcke und stattdessen schiebt die DDC am Predator Radiator das Wasser an.

Ein klobiges Gebilde mit separat montierter Pumpe+Res & Co will ich vermeiden.

Mojo1987 schrieb:
fängt schon bei der Materialwahl an.
Ja gut, Radiator hab ich ersetzt durch Kupfer/Messing, Schläuche sind noch gut, die Flüssigkeit mit DP Ultra ersetzt, Fittings sind noch dicht,...

So gesehen ist Verschleiß am Impeller gar nicht so unwahrscheinlich nach der langen Zeit. Wenn ichs richtig sehe, muss dafür auch die Coldplate nicht wieder ab, sondern die 12 Schrauben der Gehäusehälften raus, dann kommt man direkt dran.

Ich würde halt gerne wissen, ob ich an der Platine irgendwie ausmessen kann, ob die an sich noch richtig läuft. Dann wüsste ich, obs daran oder am Impeller liegt. Platinentausch geht ohne Öffnung der Pumpe, und Spender AIOs finde ich für ~30€ gebraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

erstmal Widerstand checken ob die Pumpe überhaupt noch am leben ist.

Um den Widerstand (Durchgang) der Kupferspulen zu messen, musst du an die Punkte gehen, wo die Spulen mit der Steuerelektronik verbunden sind.

Wichtig vorab: Die Pumpe muss für diese Messung komplett vom Strom (Mainboard/Netzteil) getrennt sein!

Stelle dein Multimeter auf Widerstandsmessung (Ohm / Ω) ein. Wähle am besten den kleinsten Messbereich (z. B. 200 Ohm), da intakte Motorspulen nur einen sehr geringen Widerstand haben.

Auf deinem Foto siehst du zwei Kabel, die von der grünen Platine in den Spulenblock führen. Das sind deine beiden Messpunkte:

  1. Messpunkt 1: Die Lötstelle des dicken blauen Kabels (unten links auf der Platine).
  2. Messpunkt 2: Die Lötstelle des dicken weißen Kabels (oben in der Mitte, direkt rechts neben der silbernen Schraube).
Halte jeweils eine Messspitze an diese beiden Lötpunkte. Welche Farbe (rot/schwarz) du an welches Kabel hältst, ist bei der Widerstandsmessung egal.

Was dir das Ergebnis sagt:​

  • Wenige Ohm (z. B. 2 bis 15 Ohm): Die Spulen haben Durchgang und sind intakt. Das bestätigt unsere bisherige Diagnose zu 100 %: Die Elektronik funktioniert, versucht zu arbeiten, aber das Problem ist rein mechanisch (der blockierte Impeller unter der Kappe).
  • "O.L", "1" (linksbündig auf dem Display) oder unendlich: Die Kupferwicklung ist irgendwo durchgebrannt oder gebrochen. Da deine Pumpe aber noch fiept, wirst du dieses Ergebnis höchstwahrscheinlich nicht sehen, denn für das Fiepen muss ein Stromfluss stattfinden.
  • Nahe 0,00 Ohm: Ein Kurzschluss in der Wicklung (ebenfalls unwahrscheinlich in deinem Szenario).
Da die Elektronik noch Lebenszeichen in Form von Spulenfiepen von sich gibt, ist diese Messung eher die endgültige Bestätigung, dass der Fehler wirklich auf der „nassen“ Seite der Pumpe liegt.

Wenn es das nicht ist,kommt du wohl um eine komplette Demontage nicht rum,könnt mir gut vorstellen das die übelst verdreckt ist über die Jahre und der Impeller tatsächlich blockiert ist.

https://vicyofreetime.wordpress.com/2015/09/21/whats-inside-the-asetek-4th-gen-aio-block/

Gruß
 
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So, beide Gehäuse mal zerlegt. Beide Impeller einwandfrei. Kein Dreck, drehen problemlos.

1000019988.jpg

Komisch denk ich mir. Naja, wieder zusammengebaut und...beide laufen?

Wieder befüllt, und ich glaube da lag der Hund begraben. Die Dinger hatten Schwierigkeiten, Wasser zu ziehen. Ist wohl alles so verwinkelt und dünn da drin, dass die Luft nicht so einfach aufsteigen kann, auch wenn die Pumpen unten hängen.

1000019992.jpg

Hab dann an den Fill Port vom Radiator ein Schlauchstück gehängt, das mir als Anzeige-Reservoir dienen kann. Dann den ganzen Aufbau ordentlich durchgeschüttelt und siehe da, erst nach Minuten an Geschüttel kamen die letzten großen Blasen aus den Pumpen.

Ab da haben sie noch etwas gerasselt bis die kleinen Bläschen draußen waren, und nach zweimal etwas nachfüllen in den Schlauch ist jetzt alles wie es soll. Beide Pumpen vibrieren, schieben Wasser und machen fast keine Geräusche mehr.

Also entweder hat das reine Zerlegen der Impeller irgendetwas Festgetrocknetes gelöst, oder es lag irgendwie rein an der Luft im System. Wobei ich trotzdem noch auf ersteres tippe, sonst hätte ich ja bei der einen Pumpe trotzdem irgendwie Vibration spüren müssen und nicht mir Spulenfiepen hören.
 
Joar, beides gut möglich...hauptsache sie läuft wieder :schluck:
 
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