News Atomkraft für AI-Entwicklung: Meta will neue Kernkraftwerke ab 2030 in Betrieb nehmen

Der-Orden-Xar schrieb:
sind 177 TWh Wind und PV hinzugekommen.
Aber nur installierte Leistung, nicht das was Netto bei rum kommt. Anfang November wegen Wind- und Dunkelflaute gerade mal 3%. Da haben wir Strom aus Frankreicht importiert welcher 3 KKWs entspricht. Die installierte Leistung eines KKWs kommt immer an. Immer. Weil Grundlast.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Raknar
Passend dazu ein aktuelles und sehr empfehlenswertes Video von Harald Lesch zu dem Thema Atommüll:


Atommüll zu produzieren, ist ein absolutes Umweltverbrechen und weder klimaneutral, noch günstig im Vergleich zu den Alternativen und ganz zum Schluss: NICHT ZU BEHERRSCHEN.

Wenn man sich mal ansieht, wie lange es dauert, bis das Zeug wirklich ungefährlich ist, ist die Gefahr einer Katastrophe nur eine Frage der Zeit. Als ob irgendjemand noch weiß, was in 300 Jahren mit dem Endlager los ist. Bis dahin lebt doch niemand mehr, der sich an der Technik bereichert hat auf Kosten der Allgemeinheit...

Meines Erachtens nach sollte sowas strikt verboten werden, dass Unternehmen so etwas bauen dürfen.

LG

Micha
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Sternengucker80, .fF, bruteforce9860 und 7 andere
Also im ernst , statt den Strom zu verkaufen um damit die preise zu senken einfach für AI verschleudern!
Und dann noch mit Atom statt mit Wind was wesentlich sinnvoller und Ökologischer wäre.
AI=Menschen ersetzen
 
Der-Orden-Xar schrieb:
Warum widerhole ich mich heute eigentlich so oft?
Nicht nur heute. Viele Leute scheinen immer nur 2-3 Posts zu lesen und dann ihre Meinung abzugeben, ohne zu beachten, dass ihre Meinung ein paar Posts weiter bereits von der Realität überholt wurde. 🤷‍♂️
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Metalyzed, givarus und MidwayCV41
Krik schrieb:
Diese "Physikerin" hat ihren Dissertation in Chemie gemacht und in der Abteilung für Theoretische Chemie und später der Analytischen Chemie gearbeitet. Kernphysik ist jetzt nicht unbedingt ihr Steckenpferd. Davon mal abgesehen, hat sie ab ca. 1990 in die Politik gewechselt. Was sie wohl noch in ihrem Studienfeld bis zum Atomausstieg 21 Jahre später(!) gemacht hat? Nicht viel, nehme ich an, da sie mit anderen Sachen beschäftigt war, z. B. regieren.

Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden​

Das klingt für mich nach einer guten Mischung aus Chemie und Quantenphysik. Da ist Atomphysik nicht soo weit entfernt. ;)
 
Der-Orden-Xar schrieb:
Scholz wurde am 8.12.2021 vereidigt. 3 AKWs gingen am 31.12.2021 vom Netz. Lass mich raten, die Grünen sind schuld?
Wenn die vom Netz gehen, lösen die sich nicht in Luft auf. Es wären natürlich alle 6 noch zu retten gewesen (gab ja auch die Initiative "SaveGer6"). Das auf 3 einzuengen, um die Relevanz für ne mögliche CO2-Reduktion kleinzureden, ist intellektuell unredlich. Willst du eine Sachdiskussion führen oder ein politisches Blamegame machen, bei der eine favorisierte Partei gut wegkommt?

Und ja, die Grünen tragen eine recht große Teilschuld (so wie auch bei ihren anderen wissenschaftsfernen Positionen zu Gentechnik, Homöopathie und lange Zeit sogar Impfen, da haben sie sich im Zuge von Corona deutlich gebessert). Kernkraft-Feindlichkeit gehört zu ihrem Markenkern, den Ausstieg von 2001/02 (und dessen Finalisierung in dieser Legislatur) feiern sie bis heute ihre größten Erfolge (z.B. auf ihrer Website) und ein Großteil der Kernkraft-Debatte wurde über Jahre von Grünen und grünennahen NGOs geführt.
Dennoch: Andere Parteien haben da genauso aus politischem Kalkül mitgemacht. Der Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg der CDU, um sich nach der BW-Wahl bei grünen Wählern anzubiedern, war ja ein typisches Beispiel. Aber ganz ehrlich: Erwarte ich von der CDU etwas anderes als Opportunismus? Sicherlich nicht. Das progressive "Versprechen" das Klima udn die Wissenschaft zu priorisieren kam aus anderer Richtung, dort geht man aber eben auch mitunter sehr dogmatisch vor. Und beim eigentlichen Atomausstieg von Rot-Grün war ja die SPD auch dabei. Populisten wie die FDP und AfD (und die CSU-Wendehälse) muss ich wohl nicht erwähnen.

Aber dein automatischer Sprung zu "Ha, das muss ein Rechter sein, der per se gegen Grüne ist" zeigt eigentlich schon, wie verseucht die Debatte in Deutschland ist. Tribalismus nach Trump'scher Manier ....

Der-Orden-Xar schrieb:
dann gibt es doch bestimmt eine seriöse Quelle, oder?
Der Artikel hat seriöse Quellen drin, was soll das?

Der-Orden-Xar schrieb:
Toll argumentiert.
Der-Orden-Xar schrieb:
Gerade die CDU sollte gegen Kernenergie und für EE sein. Einfach weil "€€€€€€"
Es geht primär um das Klima. Weshalb also auf einmal zum Neoliberalen mutieren, um irgendwie die KK als teuer zu brandmarken (was sie nicht ist)? Die IPCC-Berichte sehen KK nicht umsonst als wichtige unterstützende Komponente, um unseren CO2-Ausstoß zu senken. Wir sind diesbezüglich noch immer im hintersten Drittel in ganz Europa mit unserem Energiemix ... OBWOHL wir Milliarden in den EE-Ausbau gesteckt haben (was richtig ist, aber eben nciht reicht) ...
 
Der-Orden-Xar schrieb:
Was auch daran lag, dass wir 2022 Frankreich den A**** retten mussten, als die massiv Probleme mit ihren AKWs hatten.

Interessanter Weise haben wir auch 2022 mehr aus Frankreich importiert als dorthin exportiert. Ich hab jetzt nur die Zahlen bis 2015 angeschaut, aber in jedem Jahr haben wir gegenüber Frankreich ein Defizit, das liegt nur heutzutage 3-4x höher als früher.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Xul
Krik schrieb:
Die ganzen Kernkraftwerke nennen sich alle "Kernkraftwerke" und nicht "Atomkraftwerke". Letzteres ist eine umgangssprachliche Bezeichnung.
Wollen wir jetzt bis heute Abend über AKW und KKW streiten, obwohl es durchaus wichtigere Themen in diesem Thread gibt? Was du unter "umgangssprachlich" bezeichnest, habe ich so in der Schule gelernt (Physik Leistungskurs in Sachsen Ende der 90-er). Einigen wir uns darauf, dass beides korrekt ist, wenn sogar Google AKWs kennt.
 
Zwenki schrieb:
Tja wenn jeder der deine Meinung nicht teilt, gesperrt sein müsste..

Also die 17 Jahre kamen mir zurecht komisch vor.
Deswegen habe ich gefragt:
Ist dass der einzige AKW was in Frankreich seit 2007 gebaut wird,
Denn ich lass in verschiedenen Medien, dass die Anzahl der Akws dort von 52~ auf 54~ stieg.

Das ich danach 2 Minuten gegoogelt habe, macht mich nicht zu Experten, aber ich kann dann dieses Narrative von 17 Jahren entkräften, in dem ich aus Wikipedia zitierte!

Verschiedene Regierungen, dazwischen Fukushima..
Es lag also nicht daran, daß es zu teuer sei und Frankreich deswegen nicht schaffe einen AKW zu bauen.

Ich habe eine Darstellung korrigiert, wenn die Wahrheit dich stört, dann ist das dein Problem.
Ergänzung ()

@Der-Orden-Xar

Ohne das ich jetzt googeln muss, hat man zunächst die AKWs nicht bis April laufen lassen und erst danach abgeschaltet?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Xul
@Weyoun
In ihrer Arbeit „widmet Merkel sich dem Mechanismus von Zerfallsreaktionen, die bei der Abfallentsorgung ohne Luftzufuhr (Thermolyse, Pyrolyse) auftreten.“ Sie befasst sich mit dem Methylradikal CH3.
Klingt für mich mehr nach Chemie als Kernphysik. Aber ok, Chemie ist ja sozusagen der verlängerte Arm der Physik.

Und ein Kernkraftwerk ist ein Kernkraftwerk. Das kann nichts dafür, dass man dir das in der Schule als Atomkraftwerk verkauft hat. Hier klick dich durch: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernreaktoren_in_Deutschland
Die nennen sich alle Kernkraftwerke, die sogenannte Kernenergie in sogenannten Kernreaktoren erzeugen.
 
Der-Orden-Xar schrieb:
Zeig mal. Da im Beitrag vor dir von 4 Jahren die rede war, welches aktuelle beispiel gibt es für eine Bauzeit unter 8 Jahren und ohne Verzögerungen im Bau?
Ich behaupte weltweit deutlich weniger als Reaktoren in Europa im Bau sind.
Barakah zum Beispiel. Gut 9 Jahre, dafür unterm Budget Plan fertiggestellt.

Da immer mit 17 Jahren um die Ecke zu kommen ist auf jedenfalls tendenziös, denn das ist der Reaktor mit der längsten Bauzeit ever (ununterbrochen) und das hat auch Gründe die man ausschließen kann, wenn man eine vernünftige Planung betreibt.

Der-Orden-Xar schrieb:
Und Finnland mit seinen grundlastfähigen AKWs hat die meisten Stunden mit negativen Preisen in ganz Europa, weil...?
Ich würde bei den deutschen Strompreisen jetzt nicht unbedingt auf andere mit dem Finger zeigen. Aber wenn du schon so fragst würde ich sagen Finnland hat überkapazitäten geschaffen. Der Strompreis insgesamt sieht jetzt aber nicht so übel aus in Finnland.

Ich setz mich hier nicht für Atomkraft ein, sondern für Ehrlichkeit in der Debatte.
 

Anhänge

  • 1733327106767.png
    1733327106767.png
    416,8 KB · Aufrufe: 42
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Xul
Aisn schrieb:
Wer ist "der Staat"? Denk einfach mal nach....
Wiegesagt, selbst zu Zeiten, wo der achso teure Atomstrom staatlich subventioniert wurde waren unsere Strompreise erheblich niedriger. Und offenbar war diese Subventionierung ja selbst zu Zeiten geringerer Steuern möglich...

Heißt für mich: Wenn der Atomstrom selbst staatlich subventioniert zu billigeren Preisen geführt hat, ist mir die Subventionierung mehr wie recht.
Aisn schrieb:
ALLE Kraftwerke sind im europäischen Stromnetz verankert, ALLER produzierter Strom steht der Börse zur Verfügung, es gibt KEINEN EIGENEN STROM, oder glaubst du wirklich, Elektronen suchen sich irgendein bestimmtes Ziel?
Leider finde ich da keine wirklich aktuellen Zahlen - das BMVK gibt da leider nur mit Zahlen von 2017 Auskunft. Naja, jedenfalls, dann erkläre mir mal:
In Stunden, in denen der Strom im Ausland billiger ist, importiert Deutschland Strom aus dem Ausland. Dadurch wurden 2017 durchschnittliche Erlöse durch Exporte von 32,94 Euro pro MWh erzielt. Dem gegenüber stehen Importkosten von 39,60 Euro pro MWh.
... wie dann diese erhebliche Differenz zwischen dem Export- und Importerlös zustande kam?

Darüber hinaus:
Screenshot 2024-12-04 162006.png
Screenshot 2024-12-04 162018.png

Aisn schrieb:
Ich nehme nur den schlimmsten Nonsense heraus
Kann vielleicht sein, dass ich hier unwissentlich den ein oder anderen Zusammenhang falsch verstehe. Was aber definitiv kein Nonsens ist: Dass trotz der angeblich günstigen erneuerbaren Energie die Preise beim Endverbraucher immer und immer weiter deutlich über das Niveau der Inflation hinaus gestiegen sind.

An der Behauptung der Ökös, erneuerbare Energie sei ja so billig, scheint also irgendwas nicht so wirklich zu stimmen... Von demher. 🤷‍♂️

Sonst würden ja die ganzen Unternehmen wie Meta, Microsoft oder Amazon nicht Atomkraftwerke bauen, sondern EEs fördern.
 
ExigeS2 schrieb:
Die Zukunft ist Kernfusion.

Wind; Solar; Wasserkraft sind Brückentechnologien.

Kernkraft wird zu unrecht verurteilt.
Über die Aufbereitung der Brennstäbe kümmert sich niemand, da dies Dank Lobbyarbeit während dem Kernkraftboom unterdrückt wurde.

Aber stabil laufende Kernkraftwerke aus Ideologischen Gründen abzustellen ist meines Erachtens nach falsch.
Die Brennstäbe sind genau gleich "schmutzig", ob sie nun noch Stromproduzieren oder nicht. Sinnvoller wäre es den Einsatz von neuen bzw. frischen Brennstäben zu verbieten sodass die alten aufgebraucht werden und die Betreiber gezwungen sind den "Müll" bzw. die "verbrauchten" Brennstäbe zu recyclen was technisch stand heute sogar bereits möglich ist.
Brennelemente wurden in Europa immer schon wiederaufbereitet. Darum heißen diese Anlagen ja auch Wiederaufbereitungsanlagen. Mal danach googlen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufarbeitung
 
iGameKudan schrieb:
An der Behauptung der Ökös, erneuerbare Energie sei ja so billig, scheint also irgendwas nicht so wirklich zu stimmen... Von demher.
Man muss bei der Betrachtung zwei Faktoren von einander unterscheiden. Die Energiekosten selber (billig und immer billiger) und dem für die Wende benötigten Netzumbau (teuer). Der Netzumbau muss aber glücklicherweise nur einmal bezahlt werden, die Betriebskosten dafür sind erheblich nidirieger.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Weyoun, bruteforce9860, Metalyzed und eine weitere Person
FreedomOfSpeech schrieb:
Aber nur installierte Leistung,
Falsch. installierte Leistung würdest du nicht in Energie (TWh), sondern in Leistung (TW) messen. Die insttlierte Leistung bei den AKWs steht sogar da.

FreedomOfSpeech schrieb:
Die installierte Leistung eines KKWs kommt immer an. Immer. Weil Grundlast.
Und schon wieder falsch. In Finnland stand der neuste Reaktor gerade erst für ein paar tage unplanmäßig still und der Reaktor daneben sogar für Wochen:
https://www.iwr.de/news/finnisches-...trahlenbelastung-im-akw-olkiluoto-3-news38825
https://www.offshore-windindustrie....haltet-sich-erneut-automatisch-ab-artikel7086

Und das, wo die Wartung Anfang des Jahres doch erst so extrem lange gedauert hat:
https://www.iwr.de/ticker/1-5-monat...-finnland-faellt-noch-laenger-aus-artikel6483



Xul schrieb:
Wenn die vom Netz gehen, lösen die sich nicht in Luft auf. Es wären natürlich alle 6 noch zu retten gewesen (gab ja auch die Initiative "SaveGer6").
Für wie viele Millarden?
Xul schrieb:
politisches Blamegame machen, bei der eine favorisierte Partei gut wegkommt?
Sagt die Person, die nur auf 6 Reaktoren schaut, anstatt 17? Warum nicht klar sagen, dass Schwarz-Gelb und die Grokos den Ausstieg beschlossen und vorangetrieben haben? Die CDU hat mindestens 2019 noch "Wer hat "Atomkraft nein danke"" als Werbung genutzt.

Xul schrieb:
Der Artikel hat seriöse Quellen drin, was soll das?
Dann nenn doch die und nicht die nzz.

Xul schrieb:
Weshalb also auf einmal zum Neoliberalen mutieren, um irgendwie die KK als teuer zu brandmarken (was sie nicht ist)?
Weil man einfach die realität akzeptieren könnte: Kernenergie ist teuer.
Wie wäre es mit dem worldenergieoutlook?
https://iea.blob.core.windows.net/a...3d32e117c/WorldEnergyOutlook2023.pdf#page=301

Xul schrieb:
.. OBWOHL wir Milliarden in den EE-Ausbau gesteckt haben (was richtig ist, aber eben nciht reicht) ...
Und mit Millarden in Kernenergie wären wir noch weiter hinten.


dergraf1 schrieb:
Also die 17 Jahre kamen mir zurecht komisch vor.
Die 17 Jahre sind realität.
Was ist eigentlich deine Ausrede für Finnland? Baustart Olkiluoto 3 war 2005, im betrieb seit 2023. Knapp unter 17 Jahre, dafür auch nur knapp 3mal so teuer wie gedacht. Und wie du in diesem Beitrag lesen kannst liefert das Ding nichtmal zuverlässig Strom.

dergraf1 schrieb:
Das ich danach 2 Minuten gegoogelt habe, macht mich nicht zu Experten, aber ich kann dann dieses Narrative von 17 Jahren entkräften, in dem ich aus Wikipedia zitierte!
Du hast nichts entkräftigt. Es gab keinen Baustopp.

dergraf1 schrieb:
Ohne das ich jetzt googeln muss, hat man zunächst die AKWs nicht bis April laufen lassen und erst danach abgeschaltet?
Was genau meinst du?


Ned Flanders schrieb:
Barakah zum Beispiel. Gut 9 Jahre, dafür unterm Budget Plan fertiggestellt.
Das ist kein Beispiel für das, wonach ich gefragt habe. Geplant waren 5 Jahre Bauzeit und ich habe nach 8 Jahre ohne Verzögerung gefragt.


Ned Flanders schrieb:
Da immer mit 17 Jahren um die Ecke zu kommen ist auf jedenfalls tendenziös, denn das ist der Reaktor mit der längsten Bauzeit ever (ununterbrochen) und das hat auch Gründe die man ausschließen kann, wenn man eine vernünftige Planung betreibt.
Das stimmt, jedoch ist das der einzige moderne Reaktor, der derzeit in der EU gebaut wird. Und der letzte in Finnland war jetzt auch nicht wirklich besser.
Alles unter 10 Jahren ist als optimistisch zu bezeichnen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Weyoun, Metalyzed, knoxxi und eine weitere Person
Wieso werden nicht supereffiziente AI-Zentren gebaut und bis dahin der Energiebedarf in irgendeiner Weise geregelt?
Das geht sowas von schief.
 
michelthemaster schrieb:
Passend dazu ein aktuelles und sehr empfehlenswertes Video von Harald Lesch zu dem Thema Atommüll:


Atommüll zu produzieren, ist ein absolutes Umweltverbrechen und weder klimaneutral, noch günstig im Vergleich zu den Alternativen und ganz zum Schluss: NICHT ZU BEHERRSCHEN.

Wenn man sich mal ansieht, wie lange es dauert, bis das Zeug wirklich ungefährlich ist, ist die Gefahr einer Katastrophe nur eine Frage der Zeit. Als ob irgendjemand noch weiß, was in 300 Jahren mit dem Endlager los ist. Bis dahin lebt doch niemand mehr, der sich an der Technik bereichert hat auf Kosten der Allgemeinheit...
Ein wunderschönes Beispiel, wie man mit Fakten im falschen Kontext sehr viel Mumpitz vermitteln kann.

"Radioaktive" Strahlung (eigentlich ionisierende ... nun verwende ich das schon selbst :freak:) ist völlig wumpe, solange sie nicht auf dich als Mensch einwirkt, weshalb fast ausnahmslos die Inkorporation (vor allem von Alphastrahlern) sehr gefährlich ist, insbesondere wenn Spaltprodukte sich dort einlagern, wo dein Körper stabile Nuklide erwartet (Jod als bekanntes Beispiel). Niemand baut sein Haus in ein Endlager rein und hat da dauerhaft eine Gammastrahlenbelastung.
Lesch ist bei diesem Thema einfach nicht sachlich und skizziert ein Szenario, das in der Realität kaum Relevanz hat, ich kann mir kaum vorstellen, dass er das nicht weiß, also ist diese Irreführung von Laien, denen das Hintergrundwissen fehlt, hier eigentlich besonders kritikwürdig.

michelthemaster schrieb:
Meines Erachtens nach sollte sowas strikt verboten werden, dass Unternehmen so etwas bauen dürfen.
Dann kannst du auch das Forum hier dicht machen, denn für die Produktion dieser ganzen Technologien fallen Unmengen (mehr!) an toxischen Abfällen an, die genauso endgelagert werden müssen (wir haben das weltweit größte "Endlager" für solche Abfälle in Deutschland) .
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: -equal- und icetom
Naja, die Techfirmen werden schon ihre Gründe haben, auf KKW zu setzen. Dass es billig ist ist offensichtlich nicht der Grund. Ich tippe mal auf Stabilität und Voraussagbarkeit. Das ist bei EE halt nicht gegeben.

Wenn die Rechenzentren 0,8 GW brauchen, dann tun sie das +/- wohl rund um die Uhr. Daher muss die Leistung auch dann anliegen. Klar kann man mit Speicherbatterien Schwankungen abfangen, aber worst case muss man hier wohl mit irgendwas um die 24GWh Kapazität planen um mal einen schlechten Tag abzufangen, was wohl doch kein Pappenstil ist.

Ausserdem fraglich wie viel "EE" dann noch ist, wenn man solche Mengen an Batterien braucht. Batterien sind ja jetzt nicht besonders bekannt für CO2-arme und rohstoffarme Produktion, ausserdem hätten auch noch ein paar Millionen Autofahrer gerne eine. Beim Silizium für PV Panels besteht auch ein gewisser Kampf mit der Halbleiterindustrie.


Trotzdem ist es sinnvoll, die EE auszubauen. In der Diskussion vermisse ich ein vernünftiges Konzept, welches ich persönlich für eine Mischung verschiedener Energieträger halte, und auch KKW gehören dazu. Die Frage ist nur die Balance.

Hier in der Schweiz funktioniert das ganz gut, die KKW tragen noch etwa 20% des Bedarfs bei, 78% ist EE (inkl. Wasserkraft) und der Rest noch andere Energieträger wie Gas- und Müllverbrennungskraftwerke.
Ich halte das persönlich für einen vernünftigen Mix.

BTW ist "Strom" ja nicht die einzige Energie, die von Grosskraftwerken (ob jetzt KKW, Kohle- oder Gaskraftwerke) bereitgestellt werden. Wärmeenergie ist hier auch nicht zu vernachlässigen, und diese lässt sich nur bedingt (und sehr ineffizient) mit EE kompensieren.

Allerdings sollte im Bereich der Kernkraft definitiv weiter geforscht und investiert werden, z.Bsp mit Erneuerungen in bestehenden KKWs mit neuen Reaktoren. Nur schon um das bereits sehr kleine Risiko eines Unfalls weiter zu vermindern.


@Darkslateblue
Die KI sieht das relativ ähnlich, es braucht einen Mix:


"In a highly hostile environment, an AI might lean towards solar power with advanced energy storage (like batteries), compact nuclear power, or hydrogen fuel cells, combining these in a redundant hybrid setup. This would enable resilience, autonomy, and adaptability."
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: icetom
Don Sanchez schrieb:
Vielleicht haben wir ja Glück und Meta geht an dem Blödsinn Pleite.
Und dann steht ein halbfertiges Krafwerk da oder schlimmer, Meta geht während des Betriebs pleite wer erbt den Weiterbetrieb und Rückbau, Entlagerung usw.?
Krik schrieb:
Fusionskraftwerke sind aktuell wirklich noch Zukunftsträumerei. Es gibt da so einige Punkte, für die wir keine Lösung haben.
Prinzipiel funktionieren sie ja, sind also technisch nachgewiesen wurden, und das sie eben noch nicht einsatzbereit sind und evtl. auch nie werden habe ich auch geschrieben ;)
iGameKudan schrieb:
Wie du schon sagst, ist es ein Restrisiko - wenn man ein AKW nicht gerade in ein Erdbeben-/Tsunami-Gebiet baut sind die Risiken weit mehr wie beherrschbar. Das Endlagerthema ist zwar son Ding, aber kann über Aufbereitung relativ gut umschifft werden.
Das ist Blödsinn, weder three miles noch Tschernobyl wurden durch Umwelteinflüsse ausgelöst, selbst Fukushima hätte anders enden können wenn die MA über gewisse Sachen informiert wären. Am Ende ist das größte Risiko der Mensch.

AKW sind komplexe und teure Gebilde, das größte Problem ist der Mensch. Der der Einem Schaden will und vielleicht ein AKW sabotiert oder attakiert oder die die aus Profitgier als Betreiber beim Bau, Betrieb und Rückbau pfuschen. Schau dir doch die Russen an wie die mit ihren alten Reaktoren aus den Atom U-booten umgehen. Die liegen an Küsten oder unter Wasser in der Ostsee und rotten vor sich hin.
iGameKudan schrieb:
Wenn man CO2-freien Grundlaststrom haben will wird uns nix anderes über bleiben, das Thema Speicherung von erneuerbaren Energien bekommt man ja nicht gebacken - und ich bezweifle, dass das bei den Dimensionen überhaupt zu bewerkstelligen ist.
Ist es bestimmt, doch solange man an ein Preisschild drann machen will wird es wohl so schnell nix.
iGameKudan schrieb:
teurer Atomstrom ausm Ausland importiert werden muss
das ist die größte Fars daran, wir sind so grün aber beziehen Atomstrom von Dritten.

Das größte Problem bei AKWs ist nicht der Betrieb sondern das was danach kommt, was wir unseren Kindern und Kindeskindern hinterlassen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Weyoun und knoxxi
Ich hoffe dieser ganze aufgeblasene AI-Hype hat bald ein Ende. Einfach nur noch krank wie die kostbaren Ressourcen diesere Erde unverhältnismäßig für ein paar wenige sinnvolle Anwendungsfälle verschwendet werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Weyoun und piepenkorn
Zurück
Oben