Auf NAS nur bestimmte Daten redundant (analog zu Raid1) speichern?

GrumpyDude

Lt. Commander
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Hallo,

folgende Situation:
Nehmen wir an ich möchte ein NAS mit 2*2GB Festplatten aufbauen/kaufen.

Ich definiere eine "virtuelle" Partition mit 400GB Größe, welche auf beiden Festplatten abgelegt wird, so dass Daten die in dieser Partition abgelegt werden redundant gespeichert werden.

Der restliche 1,6 GB Platz pro Platte wird dann zur freien Nutzung ohne Redundanz angeboten, so dass dann knapp 3,2 GB noch als nicht redundanter Speicher zur Verfügung stehen.

Gibt es einen Namen bzw. Begriff für meinen Wunsch?
=> Gibt es sogar fertig zu kaufende Geräte die das unterstützen?

Hintergrund:
Bestimmte Daten wie persönliche Videos und Bilder möchte ich redundant speichern, andere Daten sind mir nicht so wichtig bei Verlust daher brauche ich dort die Redundanz nicht.
 
RAID != Backup

Wenn dir die Daten wichtig sind, speicher sie zusätzlich auf einer externen Festplatte oder (verschlüsselt) in der Cloud.
 
Nilson schrieb:
RAID != Backup

Wenn dir die Daten wichtig sind, speicher sie zusätzlich auf einer externen Festplatte oder (verschlüsselt) in der Cloud.

Schon klar. Ist aber keine Antwort auf meine Frage. Trotzdem danke für die "Belehrung". Jetzt bitte keine Kommentare in die Richtung.
 
Mit 2 Bay Fixfertig NAS dürfte das schwierig werden - glaube auch das Synology Hybrid Raid kann das nicht so wie Du es bräuchtest. Bei einem Selberbau System würde das Vorhaben mit dem Intel Matrix RAID (https://en.wikipedia.org/wiki/Intel_Matrix_RAID) das die Onboard Controller bei Intel Chipsätzen mitbringen möglich sein. Ist allerdings eher ein Gebastel.

Ansonsten wäre eine sinngemässe "stabile" Lösung ein 4 Bay Fixfertig NAS kaufen, mit 2 HDDs ein Raid 1 machen und mit den restlichen 2 HDDs ein JBOD.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast das Konzept von RAID-Redundanz nicht verstanden. Die Redundanz im Raid ist ein Garant für hohe Verfügbarkeit, NICHT für eine Datensicherung.

Du möchtest aber Daten sichern und nicht verfügbar halten. Daher ist für dich eine externe Festplatte als Sicherungsmedium eine Option. Alternativ könntest du auch auf USB-Stick, Bandlaufwerk, optische Datenträger oder in die Wolke sichern. Aber du willst SICHERN, nicht Bereitstellen - daher ist RAID der falsche Ansatz.

Um dennoch deine Ausgangsfrage zu beantworten: Diese Variante der Raid-Teilung nennt sich allgemein "Matrix-RAID" und sollte auch als solches beworben werden. NAS-Systeme, die das unterstützen sind mir nicht bekannt, wobei das natürlich nicht heißt, dass es diese nicht gibt.
 
1x RAID1 mit 400GB
1x RAID0 mit 3200GB

Das dass aber nicht als Backup oder was auch immer taugt solltest schon wissen.
RAID hat primär den Sinn im Fehlerfalle nicht auszufallen und immer noch Daten zur Verfügung zu stellen.
 
SoDaTierchen schrieb:
Du hast das Konzept von RAID-Redundanz nicht verstanden. Die Redundanz im Raid ist ein Garant für hohe Verfügbarkeit, NICHT für eine Datensicherung.

Warum muss man immer Leuten iwas unterstellen?

Du weißt doch garnicht welche Maßnahmen ich ergriffen habe! Ich habe eine externe Festplatte für die persönlichen Daten nochmal an einem anderen Ort! Das nur mal zur Klärung. Da ich aber nicht jeden Tag synchronisieren kann muss das hauseigene "Raid" als erster Ort erstmal ausreichen.

Trotzdem würde ich gern auf zwei Festplatten redundant speichern wenn eine Festplatte ausfällt nach jahrelangem Betrieb. Ist das so viel verlangt?
 
Das sollte jedes NAS können. Du richtest die Platten als JBOD ein. Und dann konfigurierst Du einen Backup-Job, der die gewünschten Daten auf der ersten Platte regelmäßig auf der zweiten Platte sichert.
 
tx8090 schrieb:
Hintergrund:
Bestimmte Daten wie persönliche Videos und Bilder möchte ich redundant speichern, andere Daten sind mir nicht so wichtig bei Verlust daher brauche ich dort die Redundanz nicht.

Nein, ich weiß nicht, welche Maßnahmen du ergriffen hast. Aber ich unterstelle dir nichts, das hast du selbst so geschrieben :)
Ich meine es wirklich nicht böse, aber da du im Eingangspost tatsächlich mangelndes Wissen publiziert hast, wollte ich dich einfach nur davor bewahren, RAID als Sicherungsstrategie anzusehen. Denn wenn dir mal die Daten kompromittiert werden, sind die auf beiden RAIDs kompromittiert - dann hast du einfach nur 2 Platten mit nutzlosen Daten, keine Sicherung.

Umso erfreulicher ist es aber zu hören, dass du dich nur unglücklich ausgedrückt hast. Wie gesagt: Dein Vorhaben geht mit einem Matrix-Raid, aber ich kenne keine NAS-Systeme, die das unterstützen. Eventuell kannst du auch ein eigenes NAS aufbauen, worin du einen Controller verbaust, der das kann. Wobei ein eigenes NAS mit HardwareRaid etwas kostenintensiver wird.
Die Alternative mit 4 Platten wurde ja auch in den Raum geworfen - darüber könnte man auch mal nachdenken.
 
soares schrieb:
Das sollte jedes NAS können. Du richtest die Platten als JBOD ein. Und dann konfigurierst Du einen Backup-Job, der die gewünschten Daten auf der ersten Platte regelmäßig auf der zweiten Platte sichert.

Klasse Idee.

Das reicht eigentlich völlig aus. Kann das sogar der allseits bekannte Synology DS 215j.
 
tx8090 schrieb:
Klasse Idee.

Das reicht eigentlich völlig aus. Kann das sogar der allseits bekannte Synology DS 215j.

Das ist dann aber auch kein Raid was du dir so sehr wünscht.... sondern das gleiche wie eine externe Datensicherung die dir ja schon mehrfach nahe gebracht wurde. Im Zweifel würde ich IMMER extern sichern (Am besten auf ein zweites NAS) und nicht im gleichen Gerät. Stell dir vor das Gerät geht mal kaputt und reißt beide Festplatten mit in den Tot.
 
Das sollte jede NAS können. Mit Synology musst Du auf der zweiten Platte einen Shared Folder anlegen und wählst dann für den Backup-Task diesen als Zielordner. Dann kannst Du beliebige Ordner darin sichern.
Ergänzung ()

BoB DeR BaeR schrieb:
Das ist dann aber auch kein Raid was du dir so sehr wünscht.... sondern das gleiche wie eine externe Datensicherung die dir ja schon mehrfach nahe gebracht wurde.

So wie ich das verstanden ist kein RAID gewünscht, sondern redundante Datenhaltung für einen bestimmten Bereich (wohl um Platz zu gewinnen).


BoB DeR BaeR schrieb:
Im Zweifel würde ich IMMER extern sichern (Am besten auf ein zweites NAS) und nicht im gleichen Gerät. Stell dir vor das Gerät geht mal kaputt und reißt beide Festplatten mit in den Tot.

Ist halt eine Kostenfrage. Die wichtigsten Daten sichere ich zusätzlich (verschlüsselt) in der Cloud.
 
Ich würde die Konfiguration sauber getrennt halten, also ein 4er-Nas mit folgender Aufteilung:

Festplatte 1 + 2 Raid1 (2 x 1TB)
Festplatte 3 + 4 als JBOD (2 x 2 TB)
+ Backup über externe USB-Festplatte am Nas

Damit sind die Aufgabenbereiche sauber getrennt und lassen sich einfacher administrieren.
 
BoB DeR BaeR schrieb:
Im Zweifel würde ich IMMER extern sichern (Am besten auf ein zweites NAS) und nicht im gleichen Gerät. Stell dir vor das Gerät geht mal kaputt und reißt beide Festplatten mit in den Tot.
Macht er ja:
Ich habe eine externe Festplatte für die persönlichen Daten nochmal an einem anderen Ort!

Aber das ist halt in der Handhabung nicht so prastisch die alle X Stunden anzuschließen. Da kann man ja wunderbar als "Zwischenabsicherung" die Daten noch einmal auf einer zweiten, internen Platte haben.
 
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