News Ausrüstung für SMIC in China: Applied Materials hat „versehentlich“ das Embargo gebrochen

Volker

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Ich hätte auch gern mal so ein kleines misunderstanding mit dem Finanzamt 😅
 
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ist die frage wieviel die an dem deal verdient haben, den die hätten nicht machen sollen...vermutlich aber immernoch gewinn gemacht trotz strafzahlung...

ich wunder mich eher das die firmen wegen dieser exportbeschränkungen nicht den ausgefallenen gewinn bei den usa einklagen...vorallem firmen die nicht in den usa den hauptsitz haben...
 
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Über zwei Jahre .. die hatten zwischenzeitlich fast 30% Umsatzanteil nach China - also so wie ASML. Nun rechne Mal .. es dürfte rauskommend as 250 Mille quasi wie nen Euro für uns sind ;)
 
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Jaja, es ist besser um Vergebung zu bitten als um Erlaubnis zu fragen...
Besonders, wenn die Strafen so gering sind.
 
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EL-Xatrix schrieb:
ist die frage wieviel die an dem deal verdient haben, den die hätten nicht machen sollen...vermutlich aber immernoch gewinn gemacht trotz strafzahlung...

Dann haetten die Vertreter der USA schlecht verhandelt. Aber ja, die Frage stelle ich mir auch.

ich wunder mich eher das die firmen wegen dieser exportbeschränkungen nicht den ausgefallenen gewinn bei den usa einklagen...vorallem firmen die nicht in den usa den hauptsitz haben...

Sowas geht normalerweise nicht, nur wenn das Land vor der Investition in dem Land so ein Investitionsschutzabkommen mit der Firma unterzeichnet hat, bei dem dann ein internationales Schiedsgericht entscheidet. Ob sich die USA auf so etwas einlassen? Andere Laender haben schon schlechte Erfahrungen damit gemacht.
 
Leider kennen wir nur die Zahlen des Gesamten Gewinn/Umsatz, 2s wäre interessant zu wissen wieviel Gewinn/Umsatz mit dem Verstoß verdient wurde.

So weiß man nicht ob der Vergleich höher als der illegale Umsatz/Gewinn war oder niedriger.


Volker schrieb:
Über zwei Jahre .. die hatten zwischenzeitlich fast 30% Umsatzanteil nach China - also so wie ASML. Nun rechne Mal .. es dürfte rauskommend as 250 Mille quasi wie nen Euro für uns sind ;)
War der Umsatzanteil von 30% während des Verbots oder dannach?
Und gibt/gab es auch Genehmigte, erlaubte Exporte von dem Unternehmen?

Vom Exportverbot sind ja, wenn ich das nicht falsch im Kopf habe, nur gewisse Technologien betroffen.

Anti-Monitor schrieb:
Ich hätte auch gern mal so ein kleines misunderstanding mit dem Finanzamt 😅
Du willst Steuern hinterzi.. äh missverstehen und dann eine Vergleichzahlung zahlen?

Keine Ahnung da kann ich mir schöneres Vorstellen, zumal ich keine Rechtsabteilung habe die den ganzen Prozess für mich regelt. Zumal wir ja nicht wissen ob der Vergleich teurer war als vorerst entstandene Gewinn.
Befragungen, Aussagen etc. fressen dann ganz schön viel Zeit und Nerven.

Wenn es aber um solche Summen wie hier im Artikel geht, wärs vllt einen Versuch wert.
 
Wen die USA für eine Umsatzbeteiligung den Verkauf von nVidia Karten nach China erlauben, dann sollte klar sein, das mit Geld alles möglich ist.
 
Andreas10000 schrieb:
War der Umsatzanteil von 30% während des Verbots oder dannach?
Und gibt/gab es auch Genehmigte, erlaubte Exporte von dem Unternehmen?

2025 war der Anteil am Gesamtumsatz von 28,4 Milliarden USD 28 Prozent für China - grad nochmal nachgelesen. 2020 waren es beispielsweise 32 Prozent, bei 23 Mrd Umsatz, 2021 sogar 33 Prozent oder 7,5 Milliarden USD nur nach China - mehr als in jede andere Region!!!

Screenshot 2026-02-12 at 09-22-59 Exhibit 99.1 (Q4 2021) Earnings Release - News Release.pdf.png

In einigen Quartalen wie Q4 2023 war der Anteil sogar 44 Prozent nach China, fast 3 Mrd in 3 Monaten: https://ir.appliedmaterials.com/static-files/cbc64d18-2424-458e-aff6-ef3f74926bff

Natürlich gab es viele genehmigte Transporte. So konnte man es ja schön verschleiern. Andere würden sagen man hat den Hals nicht vollbekommen.
 
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NVidia machts vor: 25% an Trump und der Rubel rollt weiter
Sanktionen sind in den Augen von Trump lediglich ein Dealmaker, so wie alles
rein geschäftlich, nicht politisch, Regierungen und deren Menschlichkeitsdefizite sind ihm völlig egal, siehe Ukraine, Venezuela, Iran und weitere, solange er persönlich, die Vetternwirtschaft und natürlich die Lobbys (Öl, Gas, Waffen, etc.) als Geldgeber davon profitieren
 
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Wohin fließt diese Strafe eigentlich? In den Staatshaushalt oder in den Haushalt des jeweiligen Staates?
 
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Ist ungefähr so wie wenn man ausversehen seine Frau betrogen hat weil man in die *uschi der Nachbarin gestolpert ist?

Oder wie kann ich es verstehen dass man derartige Umsätze an SMIC einen der bekanntesten Halbleiterhersteller liefert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Andreas10000 schrieb:
Leider kennen wir nur die Zahlen des Gesamten Gewinn/Umsatz, 2s wäre interessant zu wissen wieviel Gewinn/Umsatz mit dem Verstoß verdient wurde.
Ich habe es mal in meiner Masterarbeit die Ergebnisse der Hersteller mit China-Umsatz-Anteil ausgewertet.
 

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Volker schrieb:
Über zwei Jahre .. die hatten zwischenzeitlich fast 30% Umsatzanteil nach China - also so wie ASML. Nun rechne Mal .. es dürfte rauskommend as 250 Mille quasi wie nen Euro für uns sind ;)
Naja das sind 2% des Netto Gewinns in den zwei Jahren. Ist dann eher in der region von 1000 EUR von uns.
Das ist nicht nichts. Aber sicher schreckt das auch nicht sonderlich ab.
 
"Versehentlich", die Strafen werden wohl mit kalkuliert und hingenommen worden sein, des Profites willen eben...
 
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@TausendWatt Solange Strafen nicht die Gewinne multipliziert der Wahrscheinlichkeit entdeckt zu werden überschreiten wird das so bleiben.

So ist dies leider in vielen Industrien!
 
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"Oops, da habe ich doch glatt missverständlicherweise die Export-Richtlinien verletzt und meine Maschinen für einen heftigen Batzen Kohle nach China verkauft. So ein blödes Versehen auch. War wirklich so nicht gewollt, ja genau.
Und die Strafe dazu (die ich davor unter keinen Umständen einkalkuliert habe) wird mir definitiv den Anreiz geben es nicht nochmal zu tun oder es anderweitig zu versuchen ja mhm auf jeden Fall".

- Applied Materials
 
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Die hätten das ganze auch einfach Tax nennen können. 😂
 
EL-Xatrix schrieb:
...vermutlich aber immernoch gewinn gemacht trotz strafzahlung..
Und aus dem Grund müssten Strafzahlung sich individuell am spezifischen Fall bemessen. Das Unternehmen müsste vorlegen, welche Deals es gab, welche Umsätze gemacht wurden etc. Die Strafzahlung bemisst sich dann an den Umsätzen des Deals sodass man +-0 wieder raus kommt und zusätzlich oben drauf einen saftigen Strafanteil sodass es auch weh tut.

Seh ich ständig in allen möglichen Unternehmen. Was sind die Konsequenzen wenn wie xy machen / nicht machen und rechnet sich das es einfach zu ignorieren bis es auffliegt. I.d.R. ist die Antwort ja, weil die Konsequenzen ein Witz sind. Da die Macher dieser Richtlinien i.d.R. völlig korrupt sind wird es entsprechende Regeln, sowie deren Durchsetzung nie geben.
 
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