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Leserartikel Austauschanleitung: MX Master 3S - Linke Maustaste

Hallo zusammen,

ich möchte die Community bei meinem Austausch der linken Maustaste meiner Logitech MX Master 3S mitnehmen und daraus gleichzeitig eine kleine Anleitung basteln.

Hintergrund
Die linke Maustaste war seit geraumer Zeit von Funktionsstörungen betroffen und machte entweder ungewollte Doppelklicks (selten) oder führte erst gar keine aus (sehr häufig).

Benötigtes Material
Die originalen Taster von Panasonic gibt es in zwei Varianten: Ihr habt die Wahl zwischen EVQ-P0E07K und EVQ-P0D07K. Das E-Modell ist etwas leichtgängiger und hat eine 5-fach höhere Lebensdauer als das D-Modell. Es gibt allerdings auch Alternativen und da ich an die oberen zum Zeitpunkt des Kaufs (liegt einige Wochen zurück) nicht rangekommen bin, hatte ich mich für Kailh Micro Taster entschieden.

Wichtig ist am Ende auch, dass die Maße passen. In der unteren Tabelle findet ihr einen kleinen Vergleich der drei Taster.

TasterP0E07KP0D07KKailh Micro
L/B/H in mm6.2x6.2x7.456.2x6.2x7.456x6x7.3
Nennstrom50 mA50 mA50 mA
Maximalspannung DC30 V30 V12 V
Lebensdauer5 Mio. Klicks1 Mio. Klicks2 Mio. Klicks
Hub0.2 mm0.2 mm0.3mm +- 0,1mm
Betätigungskraft0.74 N1.3 N0.8 N

Da man die Gleitpads für den Zugang zu den Verschraubungen entfernen muss, kann man gleich einen Satz neuer Gleitpads bestellen.


Benötigtes Werkzeug
  • Präzisionsschraubendreher mit T4 und 1.0er Kreuz Einsatz
  • Lötkolben und ggf. Entlötpistole
  • Kleinen Pinsel
  • Ein Wattestäbchen
  • Etwas Reinigungsalkohol bzw. Isopropanol

1. Demontage​

Zuerst die Maus ausschalten und drei der vier Gleitpads entfernen, um die kleinen Schrauben rausdrehen zu können (Bild links).
Anschließend kann vorsichtig das Gehäuse abgenommen werden. Um das Oberteil vom Unterteil gänzlich entkoppeln zu können, muss vorher noch das Flachbandkabel gelöst werden. Dazu die Kunststoffmechanik direkt rechts neben dem Akku nach oben in Richtung Leitung schieben und die Leitung dann abziehen (Bild rechts).


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Bevor man nun fortfährt, sollte an dieser Stelle der Batteriestecker ausgesteckt werden.


Unten links zu erkennen ist die originale, auf der schmalen Platine montierte, linke Maustaste. Die Platine lässt sich nach Rausdrehen ihrer zwei Kreuzschrauben aus der Arretierung rausnehmen und umklappen, sodass man an die zwei Lötpunkte rankommt (rechtes Bild).

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2. Austausch des Tasters​

Nun kommt der Part mit dem Entlöten. Wer eine gute Lötstation hat und/oder geübt im Löten ist, hat den Taster bereits nach einigen Sekunden entfernt. Es sind keine Profikenntnisse erforderlich. Wer vorher noch nie gelötet hat, sollte auf die Kolbentemperatur achten bzw. 300°C-350°C nicht überschreiten. Nach dem Entlöten sollten die Löcher möglichst frei von Lot und i.a. sauber sein.

Nun wird der neue Taster mit seinen zwei Fußkontakten durch die entsprechenden Löcher geführt. Der Taster sollte dabei bündig auf der Platine liegen. Die Polung des Tasters spielt keine Rolle, d.h. es muss auf keine etwaige Einbaurichtung geachtet werden (auch mechanisch nicht). Das ist sowohl bei den Panasonic- als auch bei den Kailh Tastern der Fall. Anschließend den Taster verlöten und dabei achten, dass er während des Lötvorganges nicht rausrutscht bzw. sich dadurch die Höhe ändert.

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Wer auch die rechte Maustaste austauschen will, muss die die Hauptplatine lösen um an die Lötpunkte rankommen zu kommen.

3. Reinigung und Wiederzusammenbau​

Nachdem der neue Taster fertiggelötet ist, sollte man die Platine mit Isopropanol reinigen. Im Anschluss mit einem Pinsel sonstigen Schmutz und Staub aus dem Innenleben der Maus beseitigen.

Bevor man eifrig wieder zusammenbaut, sollte man vorher noch einen Funktionstest machen. Dazu den Stecker der Batterie wieder einstecken, Maus einschalten und kurz austesten!

Der vollständige Wiederzusammenbau erfolgt dann ganz einfach in umgekehrter Reihenfolge der hiesigen Anleitung. Beim Einstecken des Flachbandkabels nicht vergessen, die Kunststoffmechanik wieder zuzuklappen.

4. Ergebnis und Vergleich​

Meine linke Maustaste funktioniert wieder einwandfrei, ist dabei ein bisschen leiser als die alte und das Klickgefühl ist m.E. auch etwas eleganter.

In der unteren Audioaufnahme enthalten ist ein Vergleich des Klickgeräuschs.
Zuerst wird 9x auf die rechte Maustaste, die noch den Originaltaster verbaut hat, geklickt.
Anschließend wird 9x auf die linke, neue Maustaste geklickt.




Vielen Dank für das Lesen!
 
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Tolle Anleitung, ist also weiterhin nicht so schwer die zu tauschen. Woher hast du Ersatzgleitpads oder überleben die das Abnehmen?
 
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@M4ttX Danke.

Wenn du einen Heißluftföhn hast und die Pads vorher passend erwärmen kannst, lassen sich die Pads wiederverwertbar abnehmen. Ansonsten trennt sich beim Abnehmen die Klebeschicht von dem eigentlich Gleitpad bzw. bleibt am Gehäuse kleben. Man kann natürlich auch selbst ne neue, dünne Klebeschicht zuerechtschneiden, aber Ersatzpads bekommt man als Set schon ab rund 5€ und stehen den Originalen in nichts nach.
 
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Frage: sind linker Taster und rechter Taster identisch?
Habe bereits bei zwei Mäusen die linke Taste "verschlissen", insofern meine Idee: Aus Zwei (hinüber) mach Eins (geht wieder)?
 
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Ja, beide Taster sind identisch :)
Aber warum nicht direkt beide Mäuse in Schuss setzen mit gänzlich neuen Tastern, wenn du dich eh an beide ranmusst? Die Taster, die ich verwendet habe, Kosten im 4er Pack rund 5€. Die originalen sind auch nicht teuer, wenn du es schaffst sie einzeln zu bestellen ;)
 
ShiftC schrieb:
mit gänzlich neuen Tastern
OK, bei den Preisen kann ich beide wieder fit machen...

👍Danke für die Anleitung!
 
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Schöne Anleitung. Vielen Dank dafür.
 
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Schämt man sich denn mittlerweile so sehr, dass der Hersteller der Maus nicht einmal namentlich genannt wird?

In dem Fall sollte LOGITECH äußerst unverkennbar erwähnt werden, um andere vor dem Kauf minderwertigen, Support-verkappten Schrotts zu warnen.

Seit vielen Jahren schon kaufe ich bewusst nichts mehr von dieser Schundmarke und es ist mir rätselhaft, dass immer noch so viele Menschen nicht verstanden haben, dass deren Produkte reihenweise nach Garantiezeit ausfallen, Weichmacher in den Gummiteilen zu verkleben beginnen, keinerlei Support für ältere Geräte herrscht, man nicht einmal Funkempfänger für einzelne Geräte nachbestellen kann, und so weiter.

Übrigens: der defekte Taster der mittleren Maustaste und der katastrophal schlechte Support von Roccat, die mir nicht einmal sagen wollten, welcher Taster genau in der Kova verbaut ist, damit ich ihn 1:1 selbst austauschen kann, ist auch der Grund dafür, wieso ich z.B. Roccat ebenfalls meide.

Solche Firmen haben keinen Platz in einer ordentlichen Gesellschaft verdient!
 
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DJMadMax schrieb:
deren Produkte reihenweise nach Garantiezeit ausfallen

Schmunzel!

🤔Tun das nicht alle Geräte, die die Garantiezeit funktionierend überstanden haben?
Kein Gerät hält ewig...

(wenn die reihenweise in der Garantiezeit ausfallen würden, wäre das ein Grund den Hersteller zu meiden)
 
koech schrieb:
Kein Gerät hält ewig...
Na ja, meine erste M 705 von Logi hielt 10 Jahre, ehe der linke Taster defekt war (Doppelklicks bis zum Umfallen).
Meine 2. M 705 hielt ein halbes Jahr, ehe der linke Taster ausfiel.
Da ich mich nicht mit Logitech umschlagen wollte (ich kannte die fallende Tasterqualität als PC-Verkäufer), hab ich dieTaster wieder getauscht.

Bei meiner 3. M 705 hab ich die Taster gleich rausgeschmissen.
Von Logi war da keine Hilfe zu erwarten, das wußte ich.

Der linke Taster zuckt schon wieder, obwohl er angeblich 50.000.000 Tastenanschläge aushält.
Da aber kein einziger Tasterproduzent mehr vergoldete Kontakte verwendet, ist das wohl eine Werbelüge.

Warum das gebrannte Kind drei mal den selben Fehler gemacht hat?
Weil die M 705 mit zu den ergonomisch am besten geformten Mäusen zählt und auch ein paar mehr als 2 Tasten hat.

Und unter dem Daumentaster ist eine Feder mit ca. 1mm Durchmesser angelegt, wenn die wegspringt, die findet man nie wieder, auch auf glattem Boden.

Also legt man einen starken Magneten nahe neben die Maus beim Öffnen.
 
DJMadMax schrieb:
Schämt man sich denn mittlerweile so sehr, dass der Hersteller der Maus nicht einmal namentlich genannt wird?
Verstehe deine Kritik nicht so ganz. Es war nicht meine Absicht, es zu "verheimlichen", doch ich bin intuitiv davon ausgegangen, dass insbesondere in einem Computerforum der Hersteller der so ziemlich berühmtesten Computermaus sicherlich am Namen "MX Master" erkennbar ist.

Den Titel kann ich leider nicht mehr ändern, aber in der Einleitung habe ich das Logitech ergänzt.

DJMadMax schrieb:
In dem Fall sollte LOGITECH äußerst unverkennbar erwähnt werden, um andere vor dem Kauf minderwertigen, Support-verkappten Schrotts zu warnen.
Und das hat genau was mit diesem Leserartikel, der nichts weiter als die eigens durchgeführte Reparatur einer Maustaste beschreibt, zu tun? Ich mach mit diesem Artikel keine Werbung für Logitech, aber auch keine Kampagne gegen.

Ich empfinde deinen Kommentar, vor allem dessen Art und Weise, sehr merkwürdig.
Dennoch danke ich dir für das Lesen.
 
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DJMadMax schrieb:
In dem Fall sollte LOGITECH äußerst unverkennbar erwähnt werden, um andere vor dem Kauf minderwertigen, Support-verkappten Schrotts zu warnen.

Seit vielen Jahren schon kaufe ich bewusst nichts
Naja, die kaufen alle nur die gleichen generischen Teile vom Markt. Alle mechanischen Schalter fallen früher (*hust china omron) oder später (*hust ttc gold) aus. Wenn man darauf Wert legt, dass man da Support bekommt, muss man Mäuse mit diesen Attributen erwerben. Z.B. Endgame Gear OP1 oder Asus Mäuse.
 
Lian Li O11 Vision-M
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