News Auto-Notrufsystem: NG eCall mit LTE-Unterstützung geht bei Netzbetreibern online

Madcat69 schrieb:
Du bräuchtest doch trotzdem die im Auto fix vorhandene Hardware, die den Crash erkennt und den Anruf dann per Smartphone absetzt.
Ne, eben nicht.

Madcat69 schrieb:
Schon die automatische Sturzerkennung funktioniert nicht bei jedem Smartphone, da wird es mit Unfallerkennung doch nicht besser laufen. Das Feld zwischen "klappt gar nicht" und "löst ständig Fehlalarme aus" wird da riesig sein.
Das eine ist ein Gimmick das keiner braucht, das andere wäre eine gesetzliche Vorgabe. Und das mit den Fehlalarmen seh ich nicht: Allein die Kombination aus GPS-Daten und Beschleunigungssensor reicht um praktisch alle davon auszuschließen, außer dir "fällt" das Handy mit (horizontalen) >50km/h aus der Hand. :D

Und selbst wenn das nicht reicht, dann kann man immer noch weitere Daten heranziehen, sprich "Hat das Mikro einen lauten Knall aufgezeichnet?", "Befindet sich das Handy auf/in der Nähe einer Straße o.ä.?", "War/ist das Handy mit einem zum Auto zugehörigen Abspielgerät oder dem Auto selbst verbunden?" etc.

Das sind technische Fragen, die in meinen Augen allesamt lösbar sind.

Incanus schrieb:
Ich persönlich kenne allerdings niemanden, der während der Fahrt das Smartphone in der Hosentasche aufbewahrt. Machst Du das?
Auf langen Strecken mach ich die Taschen auch leer, aber im Alltag bleibt eigentlich "alles so, wies hier ist" und da wird "hier hier nichts dran rütteln" :P

Incanus schrieb:
Welche Lösung propagierst Du aber hier eigentlich ganz genau? [...] Sprichst Du nun von einem komplett autarken System? Das also Sensorik und Sendetechnik des Smartphones verwendet? Was also z.B. über eine Apple Watch schon seit längerer Zeit funktioniert?
Alles was ich sage, ist, dass der Weg übers Smartphone ein sinnvoller erster bzw. paralleler Schritt gewesen wäre. Es wäre günstig in der Umsetzung, als auch günstig für die Bevölkerung, weil man dann höchstens ein neues Smartphone - und keinen Neuwagen - bräuchte, um das System zu nutzen. Und ja, initial meine ich komplett autark. Ob und wie dann beide Systeme zusammenspielen könnten, sofern denn beide vorhanden, ist eine andere Frage.
 
Mein Audi aus 2017 hat keinen eCall, aber dennoch eine Mobilfunkverbindung, worüber ich jederzeit Standort und Ladestand einsehen, vorheizen kann usw. Jahrelang war das nur in 3G eingebucht und ich hatte Angst, bei der Abschaltung auf 2G zurück zu fallen da ich vermutet hatte, dass 3G eben der höchste Standard ist den das System unterstützt. Tatsächlich wurde es aber wohl eher durch den hinterlegten Tarif zurück gehalten, denn seit der Abschaltung ist es im 4G Netz. :) Hat mich positiv überrascht.
 
Weyoun schrieb:
Vorsicht! Der TÜV ruft sämtliche Steuergeräte über die OBD2-Schnittstelle auf mögliche Fehlereinträge ab. Wenn das 2G-Netz nicht mehr existiert, gibt es natürlich hier einen Fehlereintrag und wenn sich der TÜV-Mitarbeiter wie ein Beamter verhält, dann gibt es dann keine Plakette oder nur eine vorläufige mit Termin zur Nachprüfung.
Bin da bei dir. Denn so wie mir ein befreundeter Prüfingenieur sagte hat ein Prüfer bei allen Pflicht-Assistenzsystemen seit EZ 07.07.2024 keine Chance mehr ein Auge zuzudrücken. Die Fehler werden ausgelesen und landen sofort auf zentralen Servern.
 
@Incanus Das hängt davon ab, wie das jeweilige Steuergerät einen solchen Fehler (Netzausfall) zurückmeldet. Schließlich kann (je nach Anzahl der möglichen Diagnosen) zwischen einem echten Netzausfall (Abschaltung) und einem Hardwarefehler (keine Verbindung mehr zu zu den Antennen) u.U. nicht unterschieden werden.
 
Es kann nicht sein, das "kein Netz" als Fehler gemeldet wird. Sonst würden alle Fahrzeuge, deren TÜV-Prüfung in einem Funkloch stattfindet, durch die Prüfung fallen
 
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Zumal doch dann eh bekannt ist, dass es das Netz nicht mehr gibt, einbuchen unmöglich ist und dementsprechende Fehler primär darauf zurückzuführen sind. Die Funktionsfähigkeit des Systems zu testen ist dann sowieso unmöglich.
 
@Madcat69
Auch bei 4G/5G Netzen kann es Funklöcher geben, evtl auch nur temporär nach Ausfall eines Sendemastes.
@Weyoun
Ob eine Antenne angeschlossen ist, kann man auch durch Messtechnik im Modul überprüfen. Eine offene HF-Leitung reflektiert das HF-Signal und dieses reflektierte Signal kann man messen
 
Zuletzt bearbeitet:
mkossmann schrieb:
Ob eine Antenne angeschlossen ist, kann man auch durch Messtechnik im Modul überprüfen. Eine offene HF-Leitung reflektiert das HF-Signal und dieses reflektierte Signal kann man messen
Man kann schon, die Frage ist, ob man es macht (siehe meine Bemerkung mit der Anzahl der unterschiedlichen Diagnosen (zu viel Diagnosemöglichkeit macht das Steuergerät halt teurer).
 
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