Berufsideen gesucht...bin derzeit unentschlossen/unwissend

NewEdition

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Also kurz zu mir:
Habe einen HöHa Abschluss (Fachabi) mit 2,3 erreicht und mache derzeit eine verkürzte Ausbildung zum Kaufmann im Groß/Außenhandel.
Ist alles andere als spannend und lehrreich...der Betrieb ist mehr mit sich beschäftigt als mit mir. Muss ständig rumlaufen und nach Aufgaben fragen und selbst dann bekomme ich nur selten was zu tun. Und viel bekomme ich auch nicht mit. Fühle mich total fremd dort. Bin zwar unterbeschäftigt aber habe das Gefühl, ständig erschöpft und körperlich/geistig voll ausgelastet zu sein.
Dies manifestiert sich nun nach nunmher 1 1/2 auch in meiner Motivation und Einstellung..ich bin down und will schnellst möglich die Ausbildung hinter mir haben und mich nach was anderem umsehen, egal ob Übernahme (ist eh eher unwahrscheinlich) oder nicht Übernahme.Problem ist, dass meine Ausbilderin (die mich so gut wie NICHT betreut/beobachtet bzw. weiß was ich tue/nicht tue nur am meckern ist nach dem Motto " Du tust nix".
Ich meine was kann ich tun ? Mehr als fragen und nachhaken kann man nicht...ich lauf nicht nackt mit nem Schild rum um Aufmerksamkeit zu kriegen nach dem Motto "Ich suche Beschäftigung" !!!
Jedenfalls bekommt ich nur schlechte Resonanz von ihrer Seite...ist auch nicht weiter schlimm, ich will einfach nur die Ausbildung schaffen und dann da weg !

Was ich aus der Ausbildung mitgenommen habe bis jetzt und was daraus resultiert in meinem Berufswunch:

- 100% im Büro zu arbeiten entspricht nicht meinem Interessen (bin aber allgemein an Computerarbeiten nicht abgeneigt, nur 24/7 geht gar nicht)
- ich brauch mehr Aktivität und Abwechslung bei meinen Aufgaben (auch mal Handarbeiten ausführen oder "sportlich" aktiv sein würde mich nicht stören)
- mehr Kontakt/Betreuung zu/von Menschen (hänge derzeit nur im Büro rum, total abgekapselt)
- evtl. Einbindung von Fremdsprachen (vorzugsweise English, Französisch und Spanisch Kenntnisse sind auch ein wenig vorhanden)
- Habe Ahnung/Erfahrung was Sport (Fitness und Bodybuilding) und Ernährung angeht
- Arbeiten am Computer macht mir Spass
- Arbeitsplatz kann varriieren

Könnt ihr mir evtl. paar Anregungen geben was für Berufe in meinem Fall interessant wären?
Irgendwelche Schulungen zu empfehlen oder Beratungsstellen ?

PS: Studieren möchte ich nicht....eine 2te Ausbildung kommt auch nicht in Frage.

Wäre über JEDE Hilfe sehr dankbar...im Mai muss ich wissen was ich mit meinem Leben anfangen will...
 
Salut,

Lehrjahre sind nun mal keine Herrenjahre und gewiß ist deine Ausbildung augenscheinlich nicht besonders toll. Trotzdem ist eine Ausbildung hundertmal besser wie keine Ausbildung.

Es bleiben dir zwei Möglichkeiten

pessimistisch: heul halt weiter hier rum oder
optimistisch: paß dich dem Betrieb an (kein Betrieb richtet sich nach dem Azubi), spiel mit und nutz die Zeit zum Lernen und zieh die Ausbildung mit sehr guten Noten durch. Nach erfolgreichem Abschluß kannst du dich für eine dir und deinen Wünschen entsprechende Stelle entscheiden oder dich selbständig machen. Chancen gibt es genug.
 
@julesbärle
wie soll der gute sich denn bitte irgendwann seinen wünschen entsprechend irgendwas aussuchen wenn er sich, wie du verlangst, seinem jetzigen betrieb so anpasst, dass alle möglichen individuellen entwicklungen sowieso abgetötet werden?

@NewEdition
mein tipp: pass dich nur soweit an, dass die dich nicht rausschmeißen.
wenn dir etwas nicht zusagt, dann ist es scheiss egal ob du in der lehre bist oder sonstwo. du bist dadurch ja kein schlechterer mensch mit dem man machen könnte was man will.

ich habe damals nach 2 jahren meine ausbildung gekündigt weil ich in abteilungen arbeiten sollte auf die ich keine lust hatte und die mich in der prüfung auch nicht weitergebracht hätten, denn die erfolgte über einen ganz anderen bereich.
deshalb habe ich mich umgesehen und dann in einem anderen betrieb das letzte jahr abgerissen um die ausbildung zu beenden.
 
mein tipp: pass dich nur soweit an, dass die dich nicht rausschmeißen.
wenn dir etwas nicht zusagt, dann ist es scheiss egal ob du in der lehre bist oder sonstwo. du bist dadurch ja kein schlechterer mensch mit dem man machen könnte was man will.

ich habe damals nach 2 jahren meine ausbildung gekündigt weil ich in abteilungen arbeiten sollte auf die ich keine lust hatte und die mich in der prüfung auch nicht weitergebracht hätten, denn die erfolgte über einen ganz anderen bereich.
deshalb habe ich mich umgesehen und dann in einem anderen betrieb das letzte jahr abgerissen um die ausbildung zu beenden.


Zum 1. Punkt muss ich sagen, wäre das die naheliegendste Lösung aber nicht die beste, weil ich einfach nicht riskieren will/kann,dass die mir Steine in den Weg legen bzw. ich mir dann am Ende selbst !

Problem ist einfach, dass der Betrieb mir Sachen zu lasten kommt, für die ich wenig kann !
Hier mal ein kleiner Auszug mit jeweiligen Behauptungen und Tatsachen...

- Ich sitze teilweise nur rum und mache nix (Stimmt so nicht. Ich gehe mehrere male am Tag herum und frage nach Aufgaben oder sonstigen Dingen die ich tun kann wenn mal ein Leerlauf ist....meistens kriege ich keine Aufgaben etc. Mehr als Fragen kann man nicht.)
- Ich knüpfe keine Kontakte mit Arbeitskollegen, verbringe meine Pausen alleine etc. (Stimmt, aber ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust meine knappe Pause mit irgendwelchen Uninteressanten Leuten/Themen zu verbringen.Des weiteren steht für mich so gut wie fest, dass ich danach nicht dort weiter arbeiten werde.Also wozu jetzt noch "Kontakte knüpfen" ?)
- Ich bin nicht "bekannt, präsent oder vermarkte mich nicht gut"(naja wieso auch ? Die Leute, in dessen Abteilungen ich war kennen mich und ich kenne sie...die anderen gehen mir doch eh am Lutz vorbei !? Desweiteren : Wer kennt schon alle Mitarbeiter in einem 100+ Mitarbeiter Betrieb ?Als ich erwähnt habe, dass ich öfters mit den Azubis aus dem Tochterunternehmen meine Pause verbringe meinte die nur "Das ist doch für sie völlig nutzlos...die Firma XXX wird Ihnen am Ende ihrer Ausbildung keine Stelle anbieten, das werden wenn wir sein.")
- Meine Motivation/Engagement fehlt (Stimmt auch teilweise. Aber um ehrlich zu sein, was erwartet die Frau wenn man 1 1/2 Jahre nur blöde Aufgaben erledigt und nicht wirklich was mitbekommt? Das zieht einen runter, man fühlt sich platt und ausgebrannt etc. Typisch Boreout Syndrom eben)

Jetzt einige Fakten:
- Die Dame gab zu, dass aus betrieblicher Sicht auch einiges schief läuft weil viele Abteilungen mit einem Azubi üerfordert sind oder durch die aktuellen kleinere Umstruktturierungen keine Zeit für mich haben
- ein Abteilungsleiter beschwerte sich, dass ich wenig motiviert und engagiert bin...als es dann aber am Ende hieß Abschlussbesprechung erschien er nicht obwohl er zugesagt hatte...das gleiche beim zweiten mal.
Der dritte Versuch endete in einer Vieraugenbesprechung in der er sich dafür entschuldigte etc. aber mir nur eine durchschnittliche Bewertung gab wobei Motivation und engagement ne 4 bekamen...Rest 3en !!!! Ich fand das sowas von unfair !!! Naja wenigstens bot er an die Abteilung evtl ein zweites mal zu besuchen und mehr involviert zu werden.

Das sind nur kleinere Auszüge...

Das Problem bzw mein Problem ist einfach, dass ich für alles einstecken muss und am Ende als Ar$ch da stehe...das ich da wenig ändern kann ist mir klar. Evtl. am Ende Einspruch einlegen wenn das Arbeitszeugnis zu schlecht ausfällt oder so, aber mehr geht da leider nicht.
Andererseits gebe ich zu,dass ich hier und da evtl doch mehr Einsatz zeigen könnte aber meine Motivation und Lust ist wirklich daghin gegangen mit der Zeit...ich will halt nur bestmöglich die letzten paar Monate durchziehen und ein gutes Zeugnis raushauen und dann die Stelle bzw. den Job wechseln...

Was ich als Probleme empfinde ist, dass ich im letzten Gespräch angedeutet habe dass ich evtl mich nach der Ausbildung weiterbilden will (Studium, Schulungen) oder nen anderen Arbeitsplatz aufsuche....
Ich denke damit habe ich mir mein Genick gebrochen oder !?

Heute sind Ergebnisse der Zwischenprüfungen raus gekommen...ich habe mich noch nicht einemal getraut anzurufen weil ich diese Frau X nicht mag...die kotzt mich an...der ganze Laden kotzt mich an !!!!!

Aaaaaaaaaaaargh ! :rolleyes:

Zu Punkt 2 : Das sind ja mal drastische Maßnahmen....sowas traue ich mich noch nicht mal im Gedanken ! Viel zu riskant finde ich...jedenfalls für die heutige Zeit.Ganz zu schweigen, on man nach fast 2 Jahren überhaupt noch wechseln kann/darf und wenn nicht, wie das Verhälntnis zum Ausbilder dann ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
jo, das nenne ich "perfekte" ausbildungsmethoden... :freak: (ich kenns selber)

1) mache den azubi mürbe
2) mache ihm angst, so dass er schiss hat überhaupt was an seiner lage zu ändern
3) schiebe ihm dann alles mögliche in die schuhe, der kann ja eh nichts machen.

soweit genau ist es mit den arbeitsverhältnissen gekommen, dass die menschen mittlerweile schon angst haben müssen gegen miese behandlung einspruch zu erheben weil sie sonst auf der straße sitzen. glanzleistung!

naja, mit mir zumindest nicht..
 
Salut,

th3o schrieb:
@julesbärle
wie soll der gute sich denn bitte irgendwann seinen wünschen entsprechend irgendwas aussuchen wenn er sich, wie du verlangst, seinem jetzigen betrieb so anpasst, dass alle möglichen individuellen entwicklungen sowieso abgetötet werden?

nun übertreib nicht so fürchterlich, niemand tötet 'alle individuellen entwicklungen sowieso ab', wir sind hier nicht in einem kommunistischen Staat sondern in Deutschland. Wenn sich deiner Meinung nach die ganze Entwicklung eines Menschen in der Zeit der Ausbildung abspielt, ist eh alles verloren.

Wenn die Ausbildung nicht so toll ist, Augen zu und durch. Danach kann man sich entwickeln, ein ganzes Leben lang. Das wird und darf nicht auf zwei oder drei Jahre Ausbildung reduziert werden. Würde einer meiner Azubis mit solchen tollen Schnapsideen kommen, er könnte gleich gehen. Denn er hat keinen Biss, keinen Ehrgeiz und keine Ziele. Ziele die auch nach der Ausbildung vorhanden sein müssen.
 
ja klar weil "biss" "ehrgeiz" und "ziele haben" sich auch darin äußert, dass man alles mit sich machen läßt...alles klar...dann kannst auch gleich mal wieder die peitsche auspacken und wenn er auch nur einen mucks von sich gibt kannst ihn dann gleich entlassen, diesen schwächling....:freak:

edit: wenn ich in deinem betrieb arbeiten würde dann hätte ich nen mörderspaß mal meinen mund aufzumachen so dass alle mitbekommen können wie man "dem chef" ordentlich mal die meinung geigt :D

edit:
vor allem sage ich ja nicht, dass man nicht mal was schlucken soll, aber dass es doch sehr wohl situationen geben kann wo man den mund aufzumachen hat. das gehört doch auch zu den ausbildungszielen nämlich "selbstbewußtsein entwickeln in der arbeit" und dazu gehört auch mal die eigene meinung zu vertreten. es kann wohl kaum sein dass der azubi nur weil er azubi ist mundtot gehört
 
Zuletzt bearbeitet:
wir sind hier nicht in einem kommunistischen Staat sondern in Deutschland.

Genau deshalb, weil wir in Deutschland leben, finde ich es ekelhaft, dass man sich durch die Ausbildung kämpfen muss und wie th3o sagte bei Einspruch auf der Straße landen kann.
Es wird uns Demokratie gesagt und Hierarchie ist gemeint.

---

Mir geht es gerade durchaus ähnlich NewEdition, Du hast da mein Mitgefühl.
Ich habe kaum noch Motivation, weil ich von meinem Ausbilder so enttäuscht bin.

Ich bin zwar noch in der Probezeit, aber es hängt so unheimlich viel daran.
Wenn ich kündige, kann ich meine Wohnung nicht mehr bezahlen.
Und die Wohnung wird auch noch von einem Immobilienunternehmen verwaltet, die natürlich radikal ihr Geld eintreiben.

Ich opfere täglich meine Mittagspasue um mich bei anderen Unternehmen nach Plätzen zu erkundigen, bisher wie erwartet ohne Erfolg.

Und bitte, es soll keiner sagen, da muss man durchhalten.
Ich für meinen Teil habe schon lange genug z.B. die Schule ertragen müssen, das reicht mir erst mal.
Ich will endlich leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin aber nicht die anderen, sondern ein Individuum.
Kritik beispielsweise nehme ich ungewollt immer persönlich, dass ist einfach in mir so verankert.
Und da kann einem so ein launiger Chef schon wirklich die Selbstsicherheit nehmen.
 
@Jules:
Ich nehme an, das deine Azubis bei dir aber auch was lernen, oder?
Bei NewEdition hört sich da eher an, wie ein Hausmeisterjob, bei dem er halt rumsitzt und am Ende seine Qualifikation nur aufm Papier steht, er aber nix kann. Das ist doch wirklich nicht Sinn der Sache. Wenn ich mich umsehe, wie manchmal "ausgebildet" wird, kommts mir hoch.
Schlimm sind auch kaufmännische Ausbildungen in Autohäusern. Wir haben da so ein paar Spezis ums Eck, da fegen die Azubis den Hof und putzen die Wagen. Den Rest lernen sie in der Berufsschule (sehr lehrreich, ist ja bekannt ;) ) und hinterher stehen sie dumm da, weil sie keiner brauchen kann.

@Soulpain:
Das wird das ganze Leben weitergehen, damit muss man sich wohl abfinden. Denn du bist auch von Individuen umgeben. Die letzten Meter des Studiums sind z.B. auch die schlimmsten, weil man es einfach nur loshaben möchte und weitergehen will.
 
Alleine, dass wir das Wort ertragen hier so oft schreiben zeigt doch schon wie weit es gekommen ist...muss man im Leben immer alles ertragen ?!?

Wieso kann man nicht mal sein Leben leben...

Klar, wir sind hier nicht in Hollywood wo man dem Chef eine auf's Maul haut, alles hinschmeißt und trotzdem noch ne coole und unbesorgte Zeit hat (so ähnlich wie im Film American Beauty).

Aber es muss doch möglich sein, etwas zu tun was man kann, wo man Spass hat und wo die Motivation (100%) und die Leistung (100%) nicht zu kurz kommen...

Viele Talente sitzen auf der Straße weil sie genau das tun mussten, was sie nicht konnten...dabei gibt es soviel Talent und einsatzbeeitschaft !

Alles wäre besser wenn man sich nicht immer durchs leben schleppen müsste...das ist zumindest meine Meinung.
 
Lern, was du brauchst. Dann geh das Risiko ein und mache dich Selbstständig. Du hast einen Haufen Schulden im Nacken und den Druck, für alles selbst verantwortlich zu sein. Auf der anderen Seite tust du, was du meinst, das es das Richtige ist. Auch nicht schlecht. ;) Man muss eben damit leben können.

Es gibt nicht nur das Teletubbyland in dem alle glücklich sind und alles einfach ist. Jede Beschäftigung hat ihre Licht und Schattenseiten und manchmal muss man halt die Arschbacken zusammenklemmen und sich sagen:"ich brauch es halt oder muss es eben machen, also Augen zu und durch!"

Ob du dich durchs Leben schleppst oder nicht, ist deine Entscheidung. Die einen sehen nur die Türe die zugeschlagen wird, die anderen sehen hunderte die sich öffnen.
 
Ich geh jetzt schlafen und hoffe, dass mich morgen im Betrieb eine gut gelaunte Ausbilderin mit meinen Ergebnissen der Zwischenprüfung erwartet...

Ich will doch bloß, dass sie mich in Ruhe lässt und ich die Ausbildung ohne meine Ängste bestehen kann...

Manchmal wünschte ich, ich könnte mich mit allen die ich hasse in den Ring stellen und gegen sie Boxen...dann zeigt sich wer der "Stärkere" ist :-) *Ironie und Wunschdenken*

Naja ich meld mich mogen nochmal...gute Nacht !
 
@Wintermute

Ich will nur klarstellen, dass jeder ein Thema anders aufnimmt und verarbeitet.
Genau das will ich ja sagen, dass jeder ein Individuum ist und Sachlagen unterschiedlich beurteilt.

Und der Eintrag -sich mit etwas abfinden müssen- kommt bei mir nicht vor, auch wenn ich weiß, dass es der Wahrheit im Alltag entspricht.
Das mit der Selbstständigkeit finde ich übrigens keine schlechte Idee, über sowas denke ich auch öfter nach, lese Bücher etc.
Schwierig, aber nicht unmöglich.
Ich habe den generellen Drang es besser zu machen, wenn ich jemals Azubis haben sollte, will ich, dass sie sich beim mir wohl fühlen.


Edit: Gute Nacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich ist jeder ein Individuum.
Aber das heißt noch lange nicht, dass alles worüber so ein Mensch meckert auch wirklich total gerechtfertig ist.

Wenn z.B. die millionenschwere Göre bei Sweetsixteen auf MTV weint und ihre Eltern anschreit, weil der Jaguar, den sie zum Geburtstag bekommt, nicht den richtigen Farbton hat, dann schütteln wir alle den Kopf.

Aber wenn du jetzt dich beschwerst über deine aktuelle Situation und dir Aussagen wie "da muss man durch" verbittest, kann ich auch nur den Kopf schütteln.

Natürlich kann man Pech haben.. und ne verdammte Scheiß Ausbildungsstelle abbekommen.
Und es kann auch verdammt schwer sein, was anderes zu finden.

Aber so ist das nun mal. Es liegt einzig und allein an dir was anderes zu finden. Du sagst ja selber, du opferst deine Mittagspausen.
Andere Leute jobben und studieren gleichzeitig.. und "ertragen" es.. und sind immer noch Individuen und keine Roboter.
Sowas ist wohl auch Sache der Lebenseinstellung. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dein Leben so unlebenswert ist, nur weil deine Ausbildungsstelle dich nicht glücklich macht und du dringend mal LEBEN musst.


Die Welt ist leider nicht im Film wo jeder nen geilen Job findet wo er glücklich ist.. laut Statistik sind bis zu 70% der deutschen mit ihrem Job unglücklich.. Aber wenn man nunmal keine so glänzende Schulkarriere hingelegt hat, ist es nicht einfach was gutes zu finden. Das ist es ja nicht unbedingt mal mit einer guten..
 
So wie Du den Kopf über mich schüttelst, tue ich das selbe über Deinen Beitrag.
Ist aber kein Problem, schließlich kann man auch nur schwer in Worten ausdrücken, was ich empfinde und da Du vermutlich in einer anderen Ebene (sachlicher) darüber denkst.

Mag sein, dass da mein idealistisches ICH und der Weltverbesserer aus mir spricht, das war schon zu Schulzeiten so.
Ich darf da an einen meiner erstellten Threads zum Thema Schule erinnern, vielleicht hilft das einigen, mich besser zu verstehen.

Das es anderen schlechter geht, ist mir auch bewusst und das finde ich auch nicht in Ordnung.
 
Bei einigen Sachen sträben sich mir die Nackenhaare...


NewEdition schrieb:
- Ich knüpfe keine Kontakte mit Arbeitskollegen, verbringe meine Pausen alleine etc.
(Stimmt, aber ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust meine knappe Pause mit irgendwelchen Uninteressanten Leuten/Themen zu verbringen.
Des weiteren steht für mich so gut wie fest, dass ich danach nicht dort weiter arbeiten werde.Also wozu jetzt noch "Kontakte knüpfen" ?)
Das solltest du lieber tun, auch wenn du die Firma nach der Lehre oder schon vorher verläßt.
Der soziale Umgang mit Kollegen ist wichtiger, als man denkt.
Und die Kontakte, die man so knüpfen kann, können einem später vllt. mal sehr nützlich sein.
Kontakte bedeuten die halbe Welt.

- Ich bin nicht "bekannt, präsent oder vermarkte mich nicht gut"
(naja wieso auch ? Die Leute, in dessen Abteilungen ich war kennen mich und ich kenne sie...die anderen gehen mir doch eh am Lutz vorbei !?
Desweiteren : Wer kennt schon alle Mitarbeiter in einem 100+ Mitarbeiter Betrieb ? ...")
Es kommt natürlich darauf an, wie man bekannt ist. Ob Negativ oder Positiv hängt viel von einem selber ab.
Die anderen sollten die vllt. nicht zu sehr am 'Lutz' vorbei gehen. Deren Meinung zählt auch.

---

soulpain schrieb:
Es wird uns Demokratie gesagt und Hierarchie ist gemeint.
:freak:
In Firmen herrscht immer eine Hierachie !
Anders funktionieren sie nicht.

Das sollte man schon wissen.

Und bitte, es soll keiner sagen, da muss man durchhalten.
Ich für meinen Teil habe schon lange genug z.B. die Schule ertragen müssen, das reicht mir erst mal.
Ich will endlich leben.
Doch, Durchhalten ist die Devise.
Klar war auch die Schule eine sch*** Zeit.
Doch es kommt der Punkt im Leben, da wünscht man sich wieder in der Schule zu sein. ;)
Ich kenne das. :D
Eine Ausbildung ist keine leichte Zeit. Das sollte jedem klar sein.


Wer was an seiner Ausbildung oder deren Bedingungen was ändern will, der sollte auch beachten, wie die Kritik vorgebracht wird.
Wenn es beim Ausbilder nicht fruchtet, dann geht man zu dessen Vorgesetzten.


Es gibt selten ein Lob, welches Wunder bewirken könnte. Es hagelt meistens nur Ärger...
Man sollte sich daran gewöhnen. So schlimm es auch klingen mag.
 
Das ist wieder so was, -oSi-.
"Anders funktionieren sie nicht."

Mit der Grundeinstellung "man kann es eh nicht ändern" oder "es geht sowieso nicht anders" kann ich persönlich nichts anfangen.

Oder hast Du schon andere Wege ausprobiert, dass Du sagen kannst, es geht nur per Hierachie?
Vielleicht hatte man bisher nur die falsche Vorgehensweise beim durchsetzen anderer Wege und Möglichkeiten, zum Ziel zu kommen.

Auf jeden Fall wünsche ich der Runde eine gute Nacht und hoffe, die Diskussion morgen fortführen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, andere Wege habe ich noch nicht versucht und kenne auch keinen anderen, funktionierenden Wege.

In der Demokratie herrschte eine Mehrheit über eine Minderheit.
In der Hierachie sagt der Chef/die Chefetage, wo es lang geht. Im Prinzip eine Diktatur.

Es wird in Firmen keine Demokratie praktiziert.
Die Bundeswehr schützt auch unsere Demokratie. Sie selber hat aber keine. ;)


Wenn die Mitarbeiter abstimmen, wo der Weg der Firma langführt, dann würden viele Firmen den Bach runter gehen.
Das tun nach dem jetzigen Prinzip zwar immer noch >10.000 pro Jahr...
Aber es wären noch mehr.
 
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