Betriebszustand der HDD wenn Computer im S3

Jharvis

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Ich hab leider eine ziemlich banale Frage, die ich bisher nicht durch eine Suchmaschine klären konnte.
Zum Kontext, ich hab einen Dell T20 mit dem Unraid Server laufen, den ich aktuell mit übrig gebliebenen Desktop Platten von Seagate ausgestattet habe. Ich hab jetzt dabei folgendes angenommen:
Das die nur eine Power-On-Time von rund 2400 Betriebsstunden pro Jahr haben, macht eigentlich nichts, da sich das System überwiegend im S3 befindet und nur sporadisch 2-3x/Woche für bis zu ca. 6 Stunden per WoL in Betrieb genommen wird.

Ist das so oder mache ich irgendwo einen Denkfehler?
Das System nimmt sich im S3 1 Watt Strom.

Ich frage deshalb, weil ich noch im Kopf habe, dass bspw ein Standby der Desktop-Platten im laufenden Betrieb nicht ausreicht, sondern trotzdem deren Lebensdauer massiv verkürzt. Auf dem System ist nichts lebenswichtiges drauf, als dass ein Festplattentod nicht zu verkraften wäre, aber ich will nicht grundsätzlich schon verschärfte Bedingungen schaffen ;)
 
Jharvis schrieb:
Ich frage deshalb, weil ich noch im Kopf habe, dass bspw ein Standby der Desktop-Platten im laufenden Betrieb nicht ausreicht, sondern trotzdem deren Lebensdauer massiv verkürzt.

Hast du dafür eine Quelle?
 
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@leipziger1979 Super, danke.

@thrawnx
Ich hab das glaube ich, vor zwei, drei Jahren hier im Forum gelesen. Das war im Zusammenhang mit diesen Seagate Desktop Platten in einem NAS und als Konsequenz dann alle Platten gegen HGST NAS Platten getauscht. Es ging um 24/7 Betrieb und Spindown und dass die vorgesehenen Betriebsstunden der Platte durch den Dauerbetrieb recht zügig erreicht würden.
Aktuell hab ich nur gefunden, dass der Power-On-Hours SMARTwert weitertickt, wenn die Platten im Idle und power-down Modus sind.
 
Glauben tut man in der Kirche ;)

Meine persönlichen Erfahrungen widersprechen da eher und auch so sollte klar sein dass die höchsten Belastungen für HDD beim Anfahren statt finden. Die "vorgesehenen Betriebsstunden" sind nur ein Weg der Hersteller um einen Ersatz herum zu kommen, falls deine Platte früher die Grätsche macht. Da ist kein Chip drin der nach 5.000 (oder was auch immer) Stunden dafür sorgt dass deine HDD kaputt geht.

HDD 1: WD Red 4TB 2.596 Stunden bei 4x Power On
HDD 2: Seagate 1TB 43.498 Stunden bei 334x Power On
HDD 3: WD Green 2TB 54.256 Stunden bei 334x Power On

Das sind zwar nur Beispiele mit einer extrem kleinen Sample Size, aber vielleicht finden sich noch ein paar Leute die ihre Zeiten posten.
 
Keine Ahnung, bin dem Verein nie beigetreten ;P

Ich weiss, was Du meinst, ich hatte mir das so ausgelegt, dass Hersteller ihre Platten für bestimmte Szenarien konzipieren, Platten für Desktopbetrieb sind nun mal geringeren Belastungen ausgesetzt als einem Betrieb bspw einem 24/7 NAS und entsprechend günstiger gefertigt.
Meine verkürzte Darstellung über die Lebensdauer ist falsch, da hast Du recht. Was mir eigentlich im Kopf rumgeisterte war Aus="weniger Belastung", Ein="höhere Belastung"

Denn wir wissen ja beide, die langlebigste Festplatte ist die, die nie in Betrieb genommen wurde.
Und falls sich bei der Prüfung herausstellen sollte, dass sie kaputt ist, hättte man sie wohl besser nicht in Betrieb genommen, sonst wäre sie ja noch in Ordnung. :P
 
Jharvis schrieb:
Denn wir wissen ja beide, die langlebigste Festplatte ist die, die nie in Betrieb genommen wurde.

Nicht wirklich. Schau Dir mal die Vorgaben der Hersteller an. Lagerung mögen HDDs gar nicht. Sie wollen laufen. Ab wann es sich lohnt HDDs in einem NAS abzuschalten, das liegt am persönlichen Nutzungsszenario und den verwendeten HDDs. Ein / Ausschaltvorgänge belasten HDDs auch sehr deutlich.

So oder so. Denke an eine Backupstrategie. Eine HDD geht immer kaputt und meist ohne Vorwarnung. Nur wann sie es tut, das weiß man eben nicht.
 
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Ich weiss, das war auch nur ein Scherz...

Die Daten liegen auf dem Rechner dann das dritte Mal vor, deswegen falls da was abraucht, halb so wild.
 
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