Bezahlen und Selbstscannen im Laden über App ohne Kasse?

A

Alpentoni

Gast
Hallo, ich mache bei einem Wettbewerb mit in der man in 3 Monaten eine Geschäftsidee entwickeln muss und am Ende ein kleines Preisgeld gewinnen kann. Das Produkt sollte am Ende einigermaßen fertig sein, zumindest ein Prototyp. Es muss also an alles gedacht werden. Meine Idee war eine App mit der man im Supermarkt die Produkte selbst scannen kann und dann über die App entweder mit Paypal, Sepa, etc. zahlen kann. Damit es nicht zu Diebstahl kommt, oder das System ausgenutzt wird sollen nur 5 Produkte möglich sein zu kaufen.
Ich habe nur ein paar Bedenken mittlerweile ob das überhaupt so umsetzbar ist. Ich weiß von einem Start Up, dass so eine ähnliche App auf dem Markt hat, aber man muss sich trotzdem an die Kasse anstellen und am Ende einen QR-Code zeigen, den die Kassenkraft dann einscannt. Sie haben bereits eine Partnerschaft mit 3 Supermärkten. Es ist also grundsätzlich schon möglich alle Artikel mit dem Handy zu scannen und das Produkt dann auf dem Handy angezeigt wird.
Die Frage die ich mir stelle ist: Wie kommt man an die Datenbank mit den Artikeln?
Wäre es technisch möglich (so wie ich es vorhabe) in den Laden zu spazieren, maximal 5 Artikel zu scannen und dann über die App zu bezahlen UND gleichzeitig aus Sicherheitsgründen einem möglichen Ladendetektiv die Einkaufsliste und den Bezahlstatus auf einen Screen zu übermittel?
Wäre es technisch überhaupt möglich die aktuellen Preise der Produkte (Preisaktionen, Rabatte) nur über die App zu erfassen ohne mit der Kasse abzugleichen?
 
Die Kasse wird ihre Preise auch von einem Server hohlen. Die frage ist eher, ob ein Supermarkt dich für deine Tests da ran lässt.
Und klar lässt sich das umsetzten, das jemand die Liste einsehen kann. Sie darf halt nicht lokal sonder wo auf einem Server gespeichert sein.
 
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Also ich kann hier bei einigen lokalen Edekas bereits bis zu 12 Artikel selbst scannen und dann bar oder per Karte (inkl. NFC) bezahlen. Was ist an deiner Idee neu?
 
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iamunknown schrieb:
Also ich kann hier bei einigen lokalen Edekas bereits bis zu 12 Artikel selbst scannen und dann bar oder per Karte (inkl. NFC) bezahlen. Was ist an deiner Idee neu?
Die Idee dahinter wäre sich nirgends anstellen zu müssen und falls ich eine Lösung für das Sicherheitsproblem finde, demnach die Waren nicht mehr auf das Band auflegen zu müssen und wieder einräumen.
 
Würde die Zielgruppe ändern. Kantine ist ideal für so ein System. Die Kunden als Arbeitnehmer bekommen eine Id vom Arbeitgeber und sind so vertrauenswürdig, weil sie Angst vor Kündigung haben, außerdem liegen alle gekauften Waren offen auf einem Tablett und so können leicht Stichproben gemacht werden.
 
Macht das nicht Amazon (Amazon Go) so aehnlich in seinen "Laeden ohne Kasse"?
Aehnlich in dem Sinne, dass Du noch nicht mal mehr scannen musst. Das "System" weiss (scant), was Du mit nimmst, wenn Du den Laden verlaesst.

BFF
 
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Das bekommt nur keiner außer Amazon. Daher gibt's doch immer so Wettbewerbe. Gibt keinen günstigeren Weg neue Software zu bekommen.
 
iamunknown schrieb:
Also ich kann hier bei einigen lokalen Edekas bereits bis zu 12 Artikel selbst scannen und dann bar oder per Karte (inkl. NFC) bezahlen. Was ist an deiner Idee neu?
Sehe ich auch so. Ist in anderen Ländern (England, Australien, etc) schon gang und gäbe. Da stehen dann 7-8 Selbstzahlerkassen.
Produkte scannen, auf ne spezielle Ablage legen (zur (Gewichts?)-Kontrolle nehme ich mal an) und am Ende bar, per Karte oder kontaktlos zahlen. Dazu noch ein 1-2 Angestellte falls es Probleme gibt und zur Kontrolle.

Oder Amazons Weg: https://www.computerbase.de/news/wirtschaft/amazon-go-eroeffnung.62154/

Möchte dir nicht deinen Traum nehmen, nur damit du mal einen Überblick bekommst wie weit andere Länder schon sind und wo die "Messlatte" liegt :)
 
Alpentoni schrieb:
Die Idee dahinter wäre sich nirgends anstellen zu müssen und falls ich eine Lösung für das Sicherheitsproblem finde, demnach die Waren nicht mehr auf das Band auflegen zu müssen und wieder einräumen.

Ist in den Niederlanden z.B. bei Albert Heijn gängige Praxis. Da musst du nichts auf das Kassenband legen.

Dort scannst du deine Artikel mit dem eigenen Smartphone, bezahlst per PayPal oder NFC und bekommst an einem Automaten am Ausgang deinen Kassenbon, mit dem du dann das Drehkreuz öffnest.

Ich wohne direkt an der deutsch/niederländischen Grenze und nutze das System sehr oft.

Liebe Grüße
Sven
 
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RYZ3N schrieb:
Ist in den Niederlanden z.B. bei Albert Heijn gängige Praxis. Da musst du nichts auf das Kassenband legen.

Dort scannst du deine Artikel mit dem eigenen Smartphone, bezahlst per PayPal oder NFC und bekommst an einem Automaten am Ausgang deinen Kassenbon, mit dem du dann das Drehkreuz öffnest.

Ich wohne direkt an der deutsch/niederländischen Grenze und nutze das System sehr oft.

Liebe Grüße
Sven

Danke für den Tipp. Es gibt ja doch schon ein paar ähnliche Konzepte.
Ich wollte meine Idee eben nur auf das Handy und höchstens ein Terminal am Ausgang zum Checkout und evtl bezahlen beschränken, also so wenig wie möglich.
Alles andere mit Drehkreuz oder Handscannern mit denen man rumlaufen muss widerspricht schon wieder irgendwie der Einfachheit. Dafür ist es auch umso schwerer bei einer einzelnen App alles zu bedenken und zu planen (Diebstahl, Zahlung, Rabatte etc..) Das alles wäre einfacher, wenn man einfach an die Kasse gehen würde, evtl. mit einer Zusammenfassung in Form eines QR-Codes auf dem Handy. Allerdings müsste ich mich dafür genauer informieren ob die Kassen den Code überhaupt lesen können.
 
Alpentoni schrieb:
Wäre es technisch möglich (so wie ich es vorhabe) in den Laden zu spazieren, maximal 5 Artikel zu scannen und dann über die App zu bezahlen UND gleichzeitig aus Sicherheitsgründen einem möglichen Ladendetektiv die Einkaufsliste und den Bezahlstatus auf einen Screen zu übermittel?
Sicher, denn du kannst die gescannten Artikel während des Einkaufs ja auf deinen Server und anschließend an den Markt übermitteln. Die App muss natürlich prüfen ob eine Internetverbindung besteht.

Alpentoni schrieb:
Die Frage die ich mir stelle ist: Wie kommt man an die Datenbank mit den Artikeln?
Vom Händler, denn der kennt sein Sortiment vollständig. Es gibt meines Wissens auch keine öffentliche vollständige Datenbank für Produkte. Erst recht nicht mit aktuellen Preisen.
Die EANs hinter den Barcodes werden zwar von den Herstellern vergeben, die wissen aber nicht unbedingt exakt in welchen Märkten welcher Artikel zu welchem Preis verkauft wird.

Alpentoni schrieb:
Wäre es technisch überhaupt möglich die aktuellen Preise der Produkte (Preisaktionen, Rabatte) nur über die App zu erfassen ohne mit der Kasse abzugleichen?
Wenn dir der Händler eine entsprechende Schnittstelle bereitstellt. Dessen POS-System kennt die Preise.
Eine Schnittstelle zwischen deiner App und dem Händler muss es sowieso geben, weil du den Verkauf dem Händler ja mitteilen musst und dabei z. B. auch der aktuelle Bestand in der Warenwirtschaft aktualisiert werden muss.

Ob du als Einzelperson oder kleines Startup eine solche Schnittstelle bekommst halte ich für sehr fraglich. Gerade wenn es um Preise und Umsätze gibt man das Heft nur sehr ungern aus der Hand.
Dazu kommen ggf. Kosten für die Implementierung Anbindungen durch den Hersteller von POS- und/oder WW-System die auch jemand tragen muss.
Ohne bestehende Kontakte wirst du zumindest bei den größeren Händlern es vermutlich sehr schwer haben.
 
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TheCadillacMan schrieb:
Sicher, denn du kannst die gescannten Artikel während des Einkaufs ja auf deinen Server und anschließend an den Markt übermitteln. Die App muss natürlich prüfen ob eine Internetverbindung besteht.


Vom Händler, denn der kennt sein Sortiment vollständig. Es gibt meines Wissens auch keine öffentliche vollständige Datenbank für Produkte. Erst recht nicht mit aktuellen Preisen.
Die EANs hinter den Barcodes werden zwar von den Herstellern vergeben, die wissen aber nicht unbedingt exakt in welchen Märkten welcher Artikel zu welchem Preis verkauft wird.


Wenn dir der Händler eine entsprechende Schnittstelle bereitstellt. Dessen POS-System kennt die Preise.
Eine Schnittstelle zwischen deiner App und dem Händler muss es sowieso geben, weil du den Verkauf dem Händler ja mitteilen musst und dabei z. B. auch der aktuelle Bestand in der Warenwirtschaft aktualisiert werden muss.

Ob du als Einzelperson oder kleines Startup eine solche Schnittstelle bekommst halte ich für sehr fraglich. Gerade wenn es um Preise und Umsätze gibt man das Heft nur sehr ungern aus der Hand.
Dazu kommen ggf. Kosten für die Implementierung Anbindungen durch den Hersteller von POS- und/oder WW-System die auch jemand tragen muss.
Ohne bestehende Kontakte wirst du zumindest bei den größeren Händlern es vermutlich sehr schwer haben.
Danke für die guten Infos!
 
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