Bildungspolitik und -chancen in Deutschland (*Split* Verhandlung "Brunner")

Ok, die FDP ist vielleicht nicht im Senat vertreten, wusste ich jetzt nicht. Aber immerhin konnte man die im Gegensatz zur NPD wählen. Für mich sieht das ganz klar danach aus das man die Reformgegner jetzt noch in die rechte Ecke schieben will. Sowas klappt leider in Deutschland immer sehr gut.
Naja das hat irgendwer privat gemacht, ich habs über ne Google Suche gefunden. Ob das jetzt die ganz große Öffentlichkeit hervorruft. Sehr wahrscheinlich hat der Thread hier schon mehr Clicks als seine Seite :)

Und das die taz Stimmung macht sollte doch nichts neues sein oder? Die sind offen sehr links ausgerichtet, das ist auch vollkommen ok so, man sollt sich ja auch nich beschweren, wenn die Bildzeitung oder die Junge Freiheit (die in diesem Thread übrigens auch schon verlinkt worden ist von irgendwem) gegen die Linke auskeilt. Und das Ergebnis zeigt nun einmal mehr, dass Volksentscheide nicht nur Vorteile haben, das sie halt auch gegen die Mehrheit der politischen Parteien ausfallen können. Das es in Bayern auf das Rauchverbot nicht ähnliche Kommentare liegt schlicht und einfach daran, dass sich hier die CSU aus Angst vor dem Wähler einfach mal der Meinung enthalten hat und nachher opportunistisch das Ergebnis angenommen hat ohne sich groß drüber zu beklagen. Das ganze führt aber wiederum eher zu der Diskussion pro/contra Volksentscheide.

Von der von dir verlinkten Doku hab ich in dem Hetzsender schon nen Teaser gesehen, hab nur grad kein Zeit mich 45min. absichtlich vom Lernen abzulenken :), werds mir aber sicherlich nächste Woche anschauen.
Die Doku zeigt aber doch einmal mehr, dass etwas nich stimmt am Bildungssystem, es irgendwo Veränderungen geben muss und es Handlungsbedarf gibt. Es ist doch nicht damit getan zusagen "die bösen Ausländer sind doof"... das kann doch auch nicht das Fazit sein.


@bastis
Das Panorama Video wirft vielleicht sogar im Hauptteil die Frage auf, wie sinnvoll Volksentscheide wirklich sind und zeigt auch einfach Kommunikationsprobleme des Senats auf, scheinbar hat man vielen Leuten nich vernünftig erklären können, über was da abgestimmt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht was du mit dem Video zur Wahlteilnahme an dem Bürgerentscheid in Hamburg und dem Link zeigen wolltest, aber für mich ist eines jetzt noch offensichtlicher: Das Problem ist nicht das System, das Problem sind die Menschen! Wie soll eine Bildungsreform etwas bewirken, wenn sich nichtmal die, für die sie eigentlich gedacht ist, dafür interessieren? Wie soll man Menschen helfen, die sich offensichtlich nicht helfen lassen wollen?

Und am Ende sollen dann die Politiker, die Bildungselite oder sonst wer Schuld sein...

Dann doch lieber die Vorschläge, die badday schon eingebracht hat. Man muss erstmal versuchen die Eltern überhaupt irgendwie zu erreichen. Wahrscheinlich erstmal außerschulisch. So ein gezwungenes Zusammenlegen bringt nichts. Erstmal müssen gemeinsame Vorraussetzungen geschaffen werden, dann kann man auch über längeres gemeinsames Lernen reden.
 
Zuletzt bearbeitet:
linkser schrieb:
Es ist doch nicht damit getan zusagen "die bösen Ausländer sind doof"... das kann doch auch nicht das Fazit sein.

Die Frage ist doch, warum soll genau das nicht das Fazit sein ?

"Die bösen Ausländer sind doof" ist natürlich eine sehr grobe Umschreibung und eine sehr starke Verallgemeinerung, doch ich behaupte jetzt einfach mal das genau das auf einen großen Prozentsatz der Ausländer zutrifft.

Man kann das böse Wort "Ausländer" auch weglassen (die haben sowieso fast alle einen deutschen Pass) wenn man will, der springende Punkt ist der...

Warum kann man nicht anerkennen das Menschen (Eltern und Kinder) aus bestimmten Milieus eben garnicht an Bildung interessiert sind ?
Soll man die Bildungsqualität insgesamt verschlechtern nur um diesen Personen eine größere Chance zu geben, die sie vielleicht garnicht wollen / brauchen / nutzen werden ?

EDIT:
Außerdem sollte man Einwanderer aus Russland bzw. der ehemaligen Sowjetunion nicht auf eine Stufe mit Einwanderern aus dem arabischen Raum/der Türkei stellen.
Hier sieht man doch sehr deutlich das der kulturelle-Hintergrund und die Religionszugehörigkeit sehr wohl etwas mit der Integrierbarkeit in unsere Gesellschaft zu tun haben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nun, ich möchte nochmal sagen: Die Eltern der Kinder, die von der Reform profitiert hätten (und damit die armen Kindern), darf man ruhig kritisieren, sehr richtig.
Nur: Es geht um die Kinder. Die haben keine Lobby, oftmals nicht mal die eigenen Eltern. Das ist der Punkt.
Aber was können die Kinder für ihre Eltern? Wollen wir die nächste Generation an "totem Humankapital" (ich würde soetwas nie benutzen, aber vielleicht kann man damit die neoliberalen Egomanen erreichen ;) ) "heranzüchten" ? Ich denke es wäre im Interesse der Allgemeinheit das zu verhindern. Das es gegen das Interesse einiger reicher Eltern ist, deren Kinder dann womöglich nicht auf das Gymnasium kämen, wenn nach Leistung selektiert würde, wäre eine nette Nebenentwicklung...


Gruß,

badday
 
Aber Eltern, die nicht mal für das Wohl ihrer Kinder ein einziges Mal wählen gehen würden, werden sich wohl kaum sonst wie für das Wohl ihrer Kinder engagieren wollen. Und ohne dieses elterliche Engagement können auch 6 Grundschuljahre aus einem schwachen Kind kein erfolgreiches Kind machen.
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben